Olympische Winterspiele 2018 in PyeongChang (Archiv)

Dein magischer Moment bei den Winterspielen 2006:

Umfrage endete am Mi 2. Aug 2017, 17:15

Evgeni Plushenko stellt einen neuen Weltrekord im Kurzprogramm auf
2
7%
Plushenko sichert sich mit einer Weltrekord-Kür sein erstes Olympia-Gold
7
26%
Shizuka Arakawa gewinnt als erste Asiatin Gold bei olympischen Winterspielen
15
56%
Rena Inoue und John Baldwin zeigen als erstes Paar den dreifachen Wurf-Axel im internationalen Wettbewerb
3
11%
 
Abstimmungen insgesamt: 27

QuadTwist
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Re: Olympia-Countdown #3: Ein Rückblick auf die Winterspiele 2006 in Turin

Beitrag von QuadTwist » Do 6. Jul 2017, 21:39

Eiskunstlauf in Turin war echt der Hammer and Dramatik. Vancouver war dagegen eine lahme Veranstaltung.

Im Eistanz kam es zu einem Sturzfestival im Kurztanz: Fusar-Poli/Margalio, Drobiazko/Vanagas, Dubrieul/Lazon. Alle haben damit ihre Medaillenhoffnungen begraben müssen. Die Mimik von Fusar-Poli gehört zu den absoluten Klassikern.

Der Sturz von Zhang/Zhang in der Kür beim 4STh war ein absoluter Horrormoment. Dass sie 2min später noch 2A+3T springt, war unglaublich. Silber war trotzdem nicht verdient. Der 3ATh von den Amerikanern ist bis heute der einzige wirklich saubere und gelungene Versuch dieses Elements.

Die Kür von Arakawa zu Nessum Dorma ist für mich immer noch ein Highlight der Eiskunstlaufgeschicht. Es sei zu bemerken, dass der Opernsängern Pavarotti genau zu dieser Arie bei der Eröffnungsfeier seinen letzten Auftritt hatte. Ich war damals 15 Jahre alt und werde sowohl die Eröffnungsfeier mit Nessun Dorma und Arakawas Kür nie vergessen.

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Henni147
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Re: Olympia-Countdown #3: Ein Rückblick auf die Winterspiele 2006 in Turin

Beitrag von Henni147 » Do 6. Jul 2017, 22:28

@QuadTwist: Vielen lieben Dank für diese tolle und persönliche Zusammenfassung von 2006!
Ich habe die Winterspiele damals kaum verfolgt und die Übersicht hauptsächlich aus Statistiken und alten YouTube-Konserven zusammengeschustert.
Das ist natürlich nicht vergleichbar mit einem richtigen Erlebnisbericht einschließlich der Spannungsmomente und Emotionen. Bitte unbedingt mehr davon!!! 😄😍👍
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silkecita

Re: A Dinner for Two! Der Paarlaufwettbewerb 2018

Beitrag von silkecita » Fr 7. Jul 2017, 14:36

Danke erst noch einmal für den thread, aus Paarlauf-Fan-Perspektive gesehen:))
wenn es S/M gelingt, den technischen Rückstand aufzuholen, sollten sie m.M.nach Gold holen.D/R haben nur eine Chance, wenn andere patzen, sie selbst aber nicht bzw.ähnlich gut laufen wie in Boston 2016..dort haben sie das drittbeste Gesamtergebnis in history erzielt (1.V/T mit 232 P.und 2.S/H mit 232 P.)....
Dass V/T zurückkehren kann ich mir nicht vorstellen, sie sind aktuell bis Oktober für eine Show engagiert, sieht eine Olympiavorbereitung nicht anders aus....?und woher die Motivation nehmen, sind schon gold-dekoriert und wie technisch unter den ganzen Umständen das alles aufholen...?Mal abgesehen davon, daß sie bestimmt ja auch noch naturgemäß in das Baby sozusagen investieren (also zeitlich, emotional, etc....;)
S/K sehe ich als "dark horse", meinetwegen auch noch J/C- letztere aber eher für das Podium und nicht unbedingt für Gold....T/M sehe ich auch noch nicht an Gold-Position....mein Podium :an 1+2:das DEU-Paar und die Chinesen -in jeglicher Reihenfolgen, dahinter D/R, J/C, S/K, T/M...es wird MEGA-spannend:))

Katrin
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Re: A Dinner for Two! Der Paarlaufwettbewerb 2018

Beitrag von Katrin » Sa 8. Jul 2017, 01:21

James/ Cipres haben mich beeindruckt, ich wünsche ihnen eine Medallie.

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Re: Dream-Teams! Der Teamwettbewerb 2018

Beitrag von Henni147 » Di 11. Jul 2017, 15:09

Habe gerade in der englischsprachigen Wikipedia gelesen, dass der frischgebackene WTT-Sieger Japan für den olympischen Teamwettbewerb noch gar nicht teilnahmeberechtigt ist! 😲
Sie müssen sich noch über die Nebelhorn-Trophy in Oberstdorf qualifizieren.

Wie kann das sein? Ganz einfach: Bei der Word Team Trophy dürfen je zwei Herren und zwei Damen im Einzellauf starten (außerdem ein Paar im Paarlauf und eins im Eistanz). Bei den Olympischen Spielen jedoch hat ein Team in jeder Disziplin nur einen Starter (auch in den Einzelwettbewerben).
Japan hat zwar hervorragende Einzelläufer, jedoch keine konkurrenzfähigen Paarläufer und Eistänzer (bei der WTT2017 fielen letztere nicht ins Gewicht, weil die vier Einzelläufer genug Punkte gesammelt haben für den Gesamtsieg).
Fakt ist: Im Moment erfüllen sie schlichtweg die Teilnahmebedingungen noch nicht.

Wäre aber schon verrückt... Teamwettbewerb ohne das beste Team 2017 😂🙈
Aktuell teilnahmeberechtigt sind:
Kanada
Russland
USA
China
Italien
Frankreich
Deutschland

Kleine Randnotiz zum Wettkampfmodus bei Olympia: es ist möglich, die Teammitglieder nach dem Kurzprogramm für die Kür auszutauschen!
Beispiel: 2014 lief Jeremy Abbott das Kurzprogramm und Jason Brown die Kür für Team USA. Italien hat fast alle Starter (außer im Paarlauf) ausgetauscht. Es scheint da also keine Begrenzung zu geben.
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Re: Dream-Teams! Der Teamwettbewerb 2018

Beitrag von Octavia » Di 11. Jul 2017, 21:43

Ich denke das bisherige Abstimmungsergebnis zeigt es an: Favoriten sind relativ ausgeglichene Mannschaften wie Russland und Kanada. Beide haben Goldfavoriten :Medvedeva und Virtue /Moir . Der russische Kommentator Grishin meinte bei der WM Kanada sei insgesamt etwas besser aufgestellt, das weiß man doch nicht so genau finde ich. Also meiner Meinung nach sind bei diesen beiden Mannschaften die besten Chancen.

Wie es um das deutsche Team steht, hmm? In Sochi hatte im Teamwettbewerb Peter Liebers eine ganz gute Leistung gezeigt. Drücken wir mal die Daumen!

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Beitrag von Henni147 » Do 20. Jul 2017, 16:56

Beim Stöbern auf Twitter bin ich auf einen genialen PR-Gag der NBC zu den Olympischen Winterspielen gestoßen 😂 Eine Reihe von U.S.-Sportlern hat sich auf einem exquisiten Olympia-Thron knipsen lassen! Hier einige Eiskunstläufer, die schon Probe gesessen haben:

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WINTER IS COMING
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Olympia-Countdown #2: Das war Vancouver 2010!

Beitrag von Henni147 » Di 1. Aug 2017, 18:03

Es ist August und wir blicken zurück auf die Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver!

Wer hat triumphiert, wo sind neue Bestmarken gepurzelt? Welche Newcomer betraten die große Olympische Bühne? Wo war richtig Feuer im Kessel? Hier meine neueste Übersicht!

Olympische Winterspiele 2010.png
Olympische Winterspiele 2010.png (1.96 MiB) 2184 mal betrachtet

Hier einige Highlights aus Vancouver 2010:







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Re: Olympia-Countdown #2: Das war Vancouver 2010!

Beitrag von Henni147 » Di 1. Aug 2017, 19:14

In Vancouver gab es gleich eine ganze Palette kontroverser Diskussionen. Deshalb widme ich ihnen gleich mal einen eigenen Beitrag.

#1: Die Vierfachsprung-Kontroverse
Im Wettbewerb der Herren entfachte der Sieg von Evan Lysacek über Titelverteidiger Evgeni Plushenko die große "Quad-Diskussion":
"Es könne ja nicht sein, dass jemand bei der heutigen Konkurrenz ohne einen einzigen Vierfachsprung Olympiasieger wird." Anders ausgedrückt: Vierfachsprünge seien bemessen an ihrem Schwierigkeitsgrad und auch der gesundheitlichen Gefahren zu niedrig bewertet im Vergleich zu anderen technischen Elementen.

Ein interessantes Zitat von Irina Rodnina spricht eher gegen die Aufwertung von Sprungelementen:
"Evgeni hatte einen großen Vorteil - den Vierfachsprung - aber gleichzeitig gab es im Auftritt unseres Champions mehrere kleine Fehler, die nicht allen aufgefallen waren. Lysacek hingegen hatte eine Siegererscheinung, ein ausgeglichenes Programm, alle Elemente waren sinnvoll in sein Programm eingebettet, logisch. Evgeni, dies war besonders offensichtlich in der zweiten Programmhälfte, lief von Sprung zu Sprung."

Hier die beiden Kürauftritte im direkten Vergleich:

https://www.youtube.com/watch?v=XWsJz1HTMk0

Schaut man auf die heutige Herrenkonkurrenz, wo man ohne mindestens zwei oder drei verschiedene Vierfachsprünge praktisch keine Chance mehr auf Medaillen hat, bekommt die Frage nach der Wertigkeit von Sprüngen nochmal eine neue Dimension. Besonders betroffen von der Aufwertung sind künstlerisch starke Läufer wie Jason Brown oder auch die "alten Hasen" Patrick Chan und Javier Fernandez.


#2: Johnny Weir von den Punktrichtern benachteiligt?
Schon fast untergegangen neben den "Quad"-Diskussionen war die Kontroverse um den Olympia-Auftritt von Johnny Weir. Trotz zweier fehlerloser Programme belegte er nur Platz 6 in der Gesamtwertung. Es kursierten Gerüchte, Weir werde aufgrund seiner Sexualität und extrovertierter Auftritte von den Punktrichtern benachteiligt. Insbesondere das Tragen von Tierfell bei seinem Kürauftritt wurde von Tierschützern während der Winterspiele heftig kritisiert.

Hier ein Video zur umstrittenen Kür von Johnny Weir:



#3: Ingo Steuers "Ausraster" vertretbar?
Aliona Savchenko und Robin Szolkowy gewinnen Bronze in Vancouver. Nach einer persönlichen Bestleistung und Platz 2 im Kurzprogramm verstolpert Szolkowy den Doppelaxel und Savchenko springt den Toeloop nur doppelt und die beiden Paare aus China ziehen mit neuen Weltrekorden vorbei. Die anschließende Reaktion von Trainer Ingo Steuer sorgt für Aufruhr:
„Das Gold ist weg, alles andere ist egal. Ich bin sauer. Das ist so traurig, dass man das, was auf dem Tablett liegt, nicht genommen hat. Wir hätten es einfach machen müssen.“
Trotz starker Leistungen des Paares reine Enttäuschung beim Trainer.


#4: Aborigine-Tanz sorgt für Empörung bei den australischen Ureinwohnern
Höchste Punktzahl im Originaltanz und gleichzeitig die kontroverseste Performance: Oksania Domninas und Maxim Shabalins Interpretation eines Aborigine-Tanzes. Einige Oberhäupte der australischen Ureinwohner protestierten gegen den Auftritt des Eistanzpaares und bezeichneten ihn als "respektlos" - insbesondere eine Gesichtsmaskierung, die sie nach den Grand-Prix-Wettbewerben nicht weiter verwendet haben. Das Paar selbst bekräftigte, der Tanz sei keineswegs herablassend oder entwürdigend gemeint.

Hier eine Aufzeichnung des Originaltanzes:



Was meint ihr dazu? Falls euch noch weitere kritische Punkte zu den Winterspielen einfallen, die ich nicht aufgeführt habe, könnt ihr sie gerne hier ansprechen!
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Re: Olympia-Countdown #2: Das war Vancouver 2010!

Beitrag von QuadTwist » Mi 2. Aug 2017, 11:37

Ich bin immer etwas traurig, wenn ich an Olympia 2010 zurückdenke. Das vergebene Gold von Aljon und Robin war einfach blöd, zumal sie mit einer fehlerfreien Kür gewonnen hätten. Im Nachhinein war die Bewertung der Kampfrichter aber recht fair. Ich hätte mir nur gewünscht, dass Shen/Zhao nach dem Kurzprogramm nicht geführt hätten, denn das Send-in-the clowns-Programm von den Deutschen war schon der absolute Wahnsinn. Am Ende war das Bronze vielleicht sogar gar nicht schlecht, denn ggf. hätte Aljona schon 2010 aufgehört und ein anderes Leben begonnen. So ist sie nun auch ohne Gold eine laufende Legende.

Ingo hat damals so reagiert, wie man es halt von ihm erwartet. Ich denke, dass sein cholerischer Charakter ihm am Ende auch die große Trainerkarriere teilweise verbaut hat. Es scheint, dass sein Fachwissen nun nirgendwo gefragt ist. Stasi hin oder her.

Auf die Schmach von Plushenko 2010 (Silber war vollkommen gerechtfertigt) folgte ja dann 2014 auch die russische Rache mit geballter Macht. Schon erstaunlich, dass man 2010 ohne 4fachen Olympiasieger wird und 7 Jahre später allein in der letzten Gruppe 27 Quad gezeigt werden. Es gab damals so ein Loch in der Entwicklung.

Yu-Na Kims auftritt war natürlich makellos. Die Kampfrichter haben ihr die Punkte auch quasi hinterhergeschmissen. Im Nachhinein fand ich die Programme von 2013 und 2014 sogar noch besser. Mao Asada litt durch das Wertungssystem im Kurzprogramm. Man musste damals noch einen Doppelaxel als Einzelsprung zeigen. Wenn man den Dreifachen zeigen wollte, so musste man ihn in der Kombination angehen. Ein Jahr später war diese Regel hinfällig. Asada wäre unten den neues Regelungen nach dem Kurzprogramm deutlich näher dran gewesen. Zu erwähnen wäre noch die Bronzemedaille von Rochette kurz nachdem ihre Mutter verstorben war. Zugegeben wäre ihre sportliche Leistung unter heutigen Maßstäben viel weniger Wert.

Im Eistanzen empfand ich Virute und Moir als Befreiung. Sie waren jung und innovativ. Interessant wir im Eistanzen alle 4 Jahre so ein neues Weltklasse Paar den Style verändert.

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