Karl Heinz' Presseschau

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Katrin
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Re: Karl Heinz' Presseschau

Beitrag von Katrin » Fr 6. Jul 2018, 10:13

Hallo Henni, leider späte Antwort: Das ist politisch bedingt, der Sport in diesen Ländern soll angekurbelt werden, da hast Du recht. Denke, deshalb auch keine Vergabe der Sommerspiele 2000 an Berlin, sondern Sydney.

Und: Jeder Erdteil soll was abbekommen. Die Sommerspiele 2004 in Athen mussten sein wegen der 100Jahrfeier.

In Europa hat sich die Stimmung kritisch gewendet gegen die Politik des IOC: Zuviel Geldausgabe, Zerstörung der Natur nur für ein paar Wochen Sport ( die Athener Sportstätten von 2004 verfallen schon), man glaubt nicht an die neuerdings propagierte Nachhaltigkeit, so dass das IOC die kritischen Europäer schneidet und sagt: Wenn ihr nicht wollt, dann kriegens andere, uns gegenüber weniger kritisch eingestellte Länder.

Katrin
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Re: Karl Heinz' Presseschau

Beitrag von Katrin » Fr 6. Jul 2018, 10:20

Karten für die Nebelhorn Trophy 2018:
2014 war's so, dass bei allen Wettbewerbs-Veranstaltungen Tickets an der Tageskasse zu bekommen waren, die Halle war eher leer. Nur bei der Gala, da sollte man vielleicht schon vorbestellen, da strömen die Leute. Man sass 2014 dicht an dicht, war scheinbar aber trotzdem nicht ausverkauft.

Katrin
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Re: Karl Heinz' Presseschau

Beitrag von Katrin » Mi 19. Sep 2018, 11:23

"Eislauf mit frostiger Stimmung"
Tilly Walden, eine Aufarbeitung ihrer Eislaufkarriere. Sehr interessant.

Die Fragen der Jugendlichen wachsen mit dem Alter: Warum tue ich mir das an? Warum mag ich nicht in dieses Rollenbild, dieses Geschlechterstereotyp passen mit Rüschenröckchen ? Will ich überhaupt Eislaufen ?
Nicht nur körperlich ist die Entwicklung von einem Kind zur jungen Frau kritisch für die Eislaufkarriere.

Die Biographie von Johnney Weir oder Adam Rippon würde ich auch sehr gern lesen. Denn diese beiden haben es gewagt, ihre Neigung offenzulegen. Welchen Anfeindungen sie ausgesetzt sind, welches Lob sie bekommen als Rollen-Vorbild, und welche innerliche Kraft sie haben müssen, alles durchzustehen, wie sie das schaffen tagtäglich auch mit dem Terror-Instrument Internet umzugehen, wo ja jeder anonym die fürchterlichsten Anfeindungen und Drohungen aussprechen kann, das interessiert mich.

Auch unter dem Gesichtspunkt, dass vor kurzem ein deutscher Schauspieler ( stand kurz vor einer geschlechtsumwandelnden OP) beschlossen hat, dass er das nicht mehr aushält und gesprungen ist, siehe dazu hier.

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Karl Heinz' Presseschau

Beitrag von Katrin » Sa 13. Okt 2018, 12:01

Gabbi Daleman verlässt den GP.

Als ich über die Hintergründe las ( Esstörung, ihr Freund hat sie verlassen), an Gracie Gold dachte, über die ich gestern geschrieben habe, wollte ich schon einen neuen thread aufmachen mit all den Läuferinnen, die auch davon betroffen sind.
Habs aber sein lassen, denn Esstörungen und alle damit einhergehenden psychischen Probleme sind stigmatisierend, alle Läuferinnenn in diesem thread wären sozusagen gebrandmarkt als psychisch schwach.

Ich muss meine Ansicht wieder mal dazu loswerden:
Die Vorgaben, die heute an Fraueneiskunstlauf gestellt werden sind für mich vollstens pervertiert: Die hohe Bewertung der Sprünge, die hohe Punktzahl, die man mit quads erreichen kann, dann das "Dünn dreht besser". Das geht nur mit einer Figur, die eben nicht die weiblichen Rundungen hat. Da wird das Frau-sein negiert, der Widerspruch an sich.

Folge: Die Läuferinnen kriegens mit der Muttermilch eingeflüstert: Du musst dünn bleiben sonst bist Du raus. Ausserdem musst Du ästhetisch aussehen. Das Ästhetisch ist heutzutage eben so dünn wie möglich, passt zur Zaunlatten-Drehgeschwindigkeit.

Dieses Dünn-Sein um besser rotieren zu können. Diese Ästhetik Normen, die man erfüllen muss, und wo die Läuferinnen gesagt bekommen "Abnehmen!" , wie sich das verselbständigt im Kopf derjenigen und zu einem Strudel von Anorexie oder Bulimie wird.
Diese Gesellschaft, die so was zulässt.

Wie ich diese Nationen liebe, wo "dünn springt besser" mit einer solchen Zielstrebigkeit verfolgt wird, dass andere Nationen da auch hinterher müssen, weil sie sonst auf keinen grünen Zweig kommen.

Wer das nicht mitmacht, dem wird gesagt: Na klar, Du bist raus - es kommen andere für Dich, die diese Vorgaben erfüllen. Das ist so was von menschenverachtend.
Das ist eine falsche Entwicklung im Frauen-Eiskunstlauf, es gehört ja schon zu diesem Sport, selbst diese strikte Diät wird nicht mehr hinterfragt. Und dann noch springen. Und wer da zusammenbricht, der ist eben raus.

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Re: Karl Heinz' Presseschau

Beitrag von Katrin » So 14. Okt 2018, 09:31

Bericht vom 13.10. betreffend der Übertragungen der Eislaufsaison 2018/ 2019 :
Vielen Dank für diese Zusammenfassung, Karl Heinz !

Zwar habe ich den Eurosport-Player abonniert, doch ich habe immer gern ein zweites Standbein.
So konnte ich mit Stirnrunzeln verfolgen, wie der russische matchTV sich ausklinkte ( nur mehr den russischen GP überträgt) und ich befürchte diesselbe Entwicklung beim chinesischen stream.

ONE: Vielleicht erinnern sie sich an ihr Versprechen, der grösste Eislaufsender in Deutschland zu werden.
Könnte aber sein, dass das nur auf letzte Saison beschränkt war, weil olympisch, begründet auf dem hype um Savchenko/Massot.

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