Niveau- und Altersentwicklung im Eiskunstlauf (Quads, Quints,...)

Katrin
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Re: Niveau- und Altersentwicklung im Eiskunstlauf (Quads, Quints,...)

Beitrag von Katrin » Sa 12. Mai 2018, 10:02

Richtig, Karl-Heinz, je mehr man ins Detail geht, je mehr wenn und aber kommen, muss man sagen ( Dein Resümee): Jede Altersgrenze ist willkürlich und benachteiligt den einen oder anderen.

Die ISU sitzt das verständlicherweile galant aus, wartet die Entwicklung ab.

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Henni147
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Re: Niveau- und Altersentwicklung im Eiskunstlauf (Quads, Quints,...)

Beitrag von Henni147 » Sa 12. Mai 2018, 12:20

Karl-Heinz Krebs hat geschrieben:
Fr 11. Mai 2018, 10:35
Dazu könnte man zustimmend nicken, wäre er nicht ausgerechnet der Trainer des Läufers, der mit 17 Jahren schon vier oder fünf Vierfache im Programm hatte. Da war die Gesundheit dann wohl doch nicht so wichtig.
Es ist doch immer wieder herrlich zu beobachten, wie schnell sich Trainer in Widersprüche verstricken können.
Wenn es um die Allgemeinheit geht, finden sie leicht knallharte Worte, aber bei den Eigengewächsen gehen plötzlich die Argumente aus. Das ist dann wieder was ganz anderes. Bei Nathan waren es als Junior ja noch gar nicht so viele Quads... Das ist irgendwie innerhalb eines Jahres ein bisschen... ja... eskaliert 😜
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- Massimiliano Ambesi

Katrin
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Re: Niveau- und Altersentwicklung im Eiskunstlauf (Quads, Quints,...)

Beitrag von Katrin » So 13. Mai 2018, 09:57

@Henni:
Dieses Herumrudern der Trainer: Weil unbekanntes Grenz-Terrain des Hochleistungssports. Ist ein Spiel mit der Gesundheit der Läufer, weil dummerweise grad im Alter, wenn die Läufer heranwachsen, mindestens die Grundlagen gelegt werden müssen.

Ich gebe zu, bei der Passage, wo Arutunian sagt ( Hersh-Artikel in meinem post vom 7.5.), inhaltlich: Ich habe Nathan als 15 - jährigen bremsen wollen was das quad Springen betrifft, aber Nathan's asiatisches Leistungsdenken war stärker , da musste ich auch grinsen.

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Niveau und Altersentiwcklung, Vergleich zum Frauen-Kunstturnen

Beitrag von Katrin » Sa 4. Aug 2018, 16:03

Nur eine Info zur Altersgrenze Kunstturnen (es läuft zur Zeit in Glasgow die Kunstturn EM, wird in Eurosport 2 live übertragen):
Der deutsche Kommentator zur Stufenbarrenkür von Celine van Gerner, NL (lief vor wenigen Minuten, aus dem Gedächtnis zitiert):
" Früher hat man ja gesagt, dass die Turnerinnen im Alter von 19 alt sind und 20 .... Schön, dass die Holländerin im Alter von 24 Jahren solche Leistung am Stufenbarren zeigt. Das beste Beispiel ist Oxana Chusowitina, die Mitte Dreissig am Stufenbarren noch Weltklasseleistungen zeigte.
Früher hat man ja nur vom Kinderturnen gesprochen. Seitdem in internationalen Wettkämpfen die Altersgrenze von 16 Jahren eingeführt wurde, hat sich das nun verlagert und es ist für meinen Geschmack auch optisch ansprechender".

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Re: Niveau- und Altersentwicklung im Eiskunstlauf (Quads, Quints,...)

Beitrag von KvdPF » Sa 4. Aug 2018, 18:51

:mrgreen: Chusovitina wurde vergangenes Jahr noch WM-Fünfte im Sprung, mit 42.

Karl-Heinz Krebs
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Re: Niveau- und Altersentwicklung im Eiskunstlauf (Quads, Quints,...)

Beitrag von Karl-Heinz Krebs » So 16. Dez 2018, 12:06

Die jungen Russinnen mit ihren Vierfachen, Kihira mit drei dreifachen Axel in SP und FS und nun eine junge Amerikanerin mit ebenfalls drei dreifachen Axel und einem vierfachen Lutz in der Hinterhand, dazu die jungen Koreanerinnen ...
Ob sich beim nächsten ISU-Kongress eine Mehrheit für die Altersgrenze findet?

https://www.mercurynews.com/2018/11/19/ ... ple-axels/

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Re: Niveau- und Altersentwicklung im Eiskunstlauf (Quads, Quints,...)

Beitrag von Karl-Heinz Krebs » Mo 18. Mär 2019, 15:03

Karl-Heinz Krebs hat geschrieben:
So 16. Dez 2018, 12:06
Ob sich beim nächsten ISU-Kongress eine Mehrheit für die Altersgrenze findet?
In Kanada bröckelt die Front der Befürworter einer Anhebung der Altersgrenze. Zu den Gegnern gehören prominente Ehemalige.

https://www.cbc.ca/sports/olympics/figu ... -1.5056748

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Re: Niveau- und Altersentwicklung im Eiskunstlauf (Quads, Quints,...)

Beitrag von Katrin » Mo 18. Mär 2019, 15:34

Was in dem Artikel nicht angesprochen wird, weil er auf rein sportliche Aspekte ausgerichtet ist: Der Eislaufstil verändert sich, je älter man wird. Ich will nicht durch die Bank in den Einzel-Disziplinen Kinderturnen sehen.

Wenigstens diese jetzt bestehenden Altersgrenzen sollte man lassen wie sie sind.
Die einzige aus der Riege der jungen Mädels, der ich gern zusehe, ist Kostornaja.

Leila

Re: Niveau- und Altersentwicklung im Eiskunstlauf (Quads, Quints,...)

Beitrag von Leila » Mo 18. Mär 2019, 16:13

Also ich sehe viele von den Top-Juniorinnen aus Russland inklusive einiger Nachwuchsläuferinnen (Kostornaja, Scherbakova, Valieva...) weitaus lieber auf dem Eis, als einige der Damen, die z.B. auch bei Welt- oder Europameisterschaften starten (z.B. Östlund, Dastich, van Tiel, Dubinina, Feigin). Das läuferische Können, die schwierigen Ein- und Ausgänge, der flow und auch die Interpretation sind bei so vielen der jungen russischen Mädchen bereits besser, als bei vielen der Senior Ladies. Das wird sich sicher noch weiter entwickeln, wenn die älter werden, aber grundsätzlich haben viele der jungen russischen Mädchen da schon ein erstaunlich hohes Niveau. Und pauschal würde ich nicht behaupten, dass Programme älterer Mädchen/ Frauen besser gelaufen oder interpretiert werden, als die des Top-Nachwuchses in Russland. Natürlich, die Weltelite der Damen ist dann noch mal ein anderes Kaliber, aber Kostornaja hätte bereits in dieser Saison da schon gut rein gepaßt, finde ich.

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Re: Niveau- und Altersentwicklung im Eiskunstlauf (Quads, Quints,...)

Beitrag von Katrin » Do 18. Jul 2019, 19:49

Dieser russische Artikel verteidigt vehement mit allen möglichen und unmöglichen logischen Schlüssen das von mir nicht gern gesehene "Kinderturnen" im Fraueneiskunstlauf als Zukunft des Eiskunstlaufsports.

Rein sportlich, technisch gesehen sind die 15 jährigen Russinnen wie Trusova unübertroffen, da stimme ich voll zu. Ihr Stil ist aber austauschbar. Es ist wenig persönliches drin. Das sind Posen, perfektioniert, ganz ehrlich, mir graut vor diesen von vorn bis hinten einstudierten und in Schönheit sterbenden Posen, Masken, schöner Schein, austauschbar, publikumswirksam, aber das zieht eben nicht bei mir. Genauso wird mir bei bestimmten Fernsehsendern schlecht, oder bei den deutschen Schwubidubba-Schlagern, die man sich in machen Ferienpensionen zum Frühstück anhören muss.
Das hat nichts mit Russenhass zu tun. Ist Geschmacksfrage.

Wo ich diesem Artikel beistimme: Der Autor hofft, dass sich die erwachsenen Eiskunstläuferinnen nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen ( heisst nur dreifach springen ), dass dies von Trusova und Co angestossen wird, einfach mehr zu denken und zu wagen.

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