Turniermarathon und Belastungsgrenze

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Henni147
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Re: Turniermarathon und Belastungsgrenze

Beitrag von Henni147 » Mo 13. Mär 2017, 09:15

Aye, dieser hautfarbene Schnitt sieht in der Nahaufnahme wirklich nicht erquickend aus (vor allem, weil man auch noch die Falten deutlich sehen kann)... #IchWendeMichMitGrausen

Vielleicht ist das Hauptkostüm gerade in der Reinigung? Sind ja nicht mehr sooo viele Tage bis Helsinki... :P
Wobei - Javier und Yuzuru haben auch ihr Kurzprogramm-Outfit zur Saisonhälfte gewechselt. Vielleicht wollen sie damit der optischen Monotonie ein wenig entgegenwirken. Wie auch immer. Solange die Leistung stimmt, sehe ich gerne darüber hinweg ;)
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- Massimiliano Ambesi

maja.
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Die russischen Überprüfungen

Beitrag von maja. » So 10. Sep 2017, 19:01

Vielleicht weiß hier jemand eine Antwort. Welchen Grund oder Zweck hat denn dieser Test? Dürfen nur die Läufer international antreten, die bei den Überprüfungen ein bestimmtes Level erreichten? Was wird aus denen, die nicht dabei waren, Pogorilaya und Sotnikova zum Beispiel? Und gibt es auch Bewertungen für die Programme, also öffentlich?
Es hat sogar Überfliegerin Medvedeva mal gepatzt, gleich zwei mal in der Kür - ein ganz ungewohntes Bild.
Und wenn ich das richtig gesehen habe, dann tragen auch nicht alle das Wettkampfkostüm sondern eher bequeme Trainingskleidung.

Pukitsch
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Re: Die russischen Überprüfungen

Beitrag von Pukitsch » So 10. Sep 2017, 19:07

Es handelt sich hier nicht um einen Wettkampf als solchen, sondern - wie der Name schon sagt - um eine Überprüfung. Zur Überprüfung tretten alle an, die international starten wollen. Für mich wirkt es immer wie ein Testlauf bevor der Grand-Prix Zirkus sich in Bewegung setzt. Die, die verletzungsbedingt nicht starten können wie Pogorilaya oder Sotnikova, werden separat im Training überprüft.

Man gibt den Läufern hier die Möglichkeit einen Testlauf zu absolvieren um ihre Programme unter Wettkampf-Bedingungen zu zeigen und zu üben. Nachher wird dann mit den Sepzialisten besprochen was am Programm noch geändert werden sollte.

Soweit habe ich das zumindest verstanden - also als Testlauf. Es ist auf jeden Fall keine Bedingung um einen Grand-Prix Startplatz zu bekommen, denn die sind schon seit Wochen festgelegt.

Karl-Heinz Krebs
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Re: Die russischen Überprüfungen

Beitrag von Karl-Heinz Krebs » So 10. Sep 2017, 20:00

Es ist so, wie Pukitsch sagt. Nach den Programmen werden den Läufern noch Tipps gegeben, wo vielleicht etwas verändert, verbessert werden kann. Dazu nehmen Spezialisten die Programme unter die Lupe, ob alle Regeln eingehalten werden.

Und zur Ergänzung: Anna Pogorilaya, Maxim Kovtun und Ksenia Stolbova / Fedor Klimov liefen ihre Programme ebenfalls, allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit, nur vor den Offiziellen.

maja.
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Re: Die russischen Überprüfungen

Beitrag von maja. » So 10. Sep 2017, 20:32

Wieder was gelernt. Dankeschön euch beiden! :D

Katrin
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Re: Die russischen Überprüfungen

Beitrag von Katrin » Mo 11. Sep 2017, 12:15

Bei den russischen Überprüfungen waren auf jeden Fall mehr Zuschauer als beim JGP. Es gibt Videos, die beide Zuschauertribünen längsseitig zeigen.
Dimitri Aliev hat mir am besten gefallen vom Stil her, Sergei Voronov auch topfit was Sprünge angeht, hat viel gearbeitet an der Präsentation. Kolyada ...naja, wohl zusehr konzentriert auf den 4L ( der schiefging ).
Find ich komisch: Entweder alle öffentlich oder keiner. Wollte man Kovtun nicht der Öffentlichkeit zeigen, weil er im Moment noch so wenig trainiert hat ( war da eine Verletzung ?), dass man seine Olympianominierung kaum rechtfertigen könnte ? Und wenn Pogorylaya ihre psychischen Probleme lösen würde, dann doch wohl nur vor Publikum, im stillen Kämmerlein ists was anderes.

Octavia
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Re: Die russischen Überprüfungen

Beitrag von Octavia » Mo 11. Sep 2017, 13:26

Ich finde auch etwas Gemeinsames , was die JGP `s und die russischen Überprüfungen angeht, nämlich die KP und Küraufbauten der Tutberidse -Schüler.
So war schon bei den JGP `s auffällig, dass die Tutberidse Schützlinge alle Sprünge in der 2. Hälfte zeigten ( Ausnahme Trusovas 4-facher)und dann auch kräftig punkten und gewannen. Der Aufbau der Programme lief immer nach Schema ab : 1. Hälfte Schrittsequenzen mit Pirouetten, 2.Hälfte die Sprünge , dann Schlusspirouetten. So jetzt auch bei Zagitova und Medvedeva ( letztere mit einem Doppelaxel zu Beginn und dann weiter wie oben beschrieben.

Die Ausführung der Elemente ist in der Regel sehr gut. Trotzdem finde ich die Voraussehbarkeit und die Schemenhaftigkeit der Programme auch wenn unterschiedliche Personen zu unterschiedlicher Musik laufen nicht so toll.

Hohlschliff
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Re: Die russischen Überprüfungen

Beitrag von Hohlschliff » Mo 11. Sep 2017, 18:54

Hallo Octavia! Was den stereotypen Aufbau der Programme angeht, gebe ich dir Recht. Da Tutberidse aber sehr pragmatisch vorgeht und sich andeutet, dass die Damen ein 0/7-Programm kräftemäßig durchhalten können, war abzusehen, dass sie sich den maximalen Punktebonus nicht entgehen lassen. Die anderen Teams folgen nach, und die ISU rutscht jetzt in ein Dilemma. Sie hatte die Bonusregel eingeführt, um den üblichen Ablauf "Sprünge zuerst - Rest danach" aufzulockern und bekommt prompt von den Läufern die Konsequenzen serviert.

Es ist aber auch nicht einfach, eine Lösung zu finden, die abwechslungsreiche Programme produziert. Wenn z.B. die gewährten Boni auf max. 3 oder 4 begrenzt werden, setzen die Läufer eben 3 oder 4 Sprünge auf den Anfang der zweiten Hälfte und die anderen der Kraftersparnis halber auf den Anfang der ersten. Und wieder sieht alles gleich aus.

Vielleicht sollte man den Bonus streichen und stattdessen das Arrangement der Elemente stärker in CO und PE berücksichtigen. K.A., aber ich rechne damit, dass die ISU früher oder später eine Korrektur vornimmt.

Katrin
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Re: Die russischen Überprüfungen- Alena Leonova

Beitrag von Katrin » Mo 11. Sep 2017, 22:57

Alena Leonova Nierenkolik ? Muss wohl was Vererbtes sein (oder?). Und dann so schnell auf dem Eis wieder ? Und die Überprüfung vom Verband in diesem Monat noch ?

Katrin
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Re: Turniermarathon und Belastungsgrenze

Beitrag von Katrin » Di 9. Jan 2018, 00:02

Schön in ihrer Unvollkommenheit. Aufstieg und Fall der Anna Pogorilaya von Andrej Lukin

2017: Ihre Helsinki Kür in der Hartwall Arena. Danach war sie aufgelöst in Tränen. In der practise vorher war noch alles recht gut verlaufen, was war da passiert in der Kür ? Nerven ?
Der englische Kommentar deutet an, sie habe in der practise noch mit einem getapten Rücken gelaufen.

Zitat aus dem Artikel übersetzt mit Übersetzungsprogramm :
"Anna Pogorilas Tragödie ließ niemanden gleichgültig in der Hartwall Arena: Nach dem Wettbewerb mit den Worten der Unterstützung kamen der finnische Präsident und Thomas Bach zu ihr, der sagte, dass Anya geschützt und unterstützt werden sollte. Aber in der Föderation waren sie damit nicht einverstanden und sie reagierten auf diese Leistung mit aller Starrheit, sagen sie, dieses Verhalten ist inakzeptabel für die russische Sportlerin, die immer und überall das Ideal der Kühle und Konzentration verkörpern sollte. Anya wurde bestraft und erlaubte ihr nicht, in Japan bei der Mannschaftsweltmeisterschaft aufzutreten. Und sie hätte es definitiv nicht abgelehnt, dort teilzunehmen. "

Im Sommer 2017 erholt sie sich in der Karibik. Beginnt nervlich gestärkt das Training. Fällt wieder. Trainiert weiter - wie in Russland üblich. Ihr Rücken schmerzt.

Zitat übersetzt:
"Ärzte diagnostizieren sie mit einer chronischen Kompressionsfraktur der Wirbelsäule, die nicht rechtzeitig erkannt und falsch geheilt wurde. Aus diesem Grund verlor Anya die Sensibilität für traditionelle Elemente wie Bilman, und die Fälle verschlechterten den Zustand nur so sehr, dass sie sich irgendwann nicht mehr bewegen konnte.
....
Viele sagten, dass Anna nicht fallen kann, wurde ihr nicht gelehrt in der Kindheit."

Meine Meinung dazu:
Wie bitte ? Man kann Fallen mit dem Verstand lernen ? Ist doch eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Fallen wird vom Unterbewusstsein gesteuert, ein Eiskunstläufer lernt im Lauf der Jahre, so körperschonend wie möglich zu fallen oder er hat keinen Instinkt. Oder: Dieser Instinkt wird überbügelt von einem Trainer, der dauernd ruft: Halten, Halten, NICHT AUFMACHEN !!


Dazu skate Canada 2017, ihr Sturz in der Kür beim Einfahren der Waagepirouette rechts. Heftig wie sie auf den Rücken knallt, sie gibt sich während des Falls einfach auf.
Ihre Stürze sind wirklich hart Im Fallen macht sie rein gar nichts, sie dreht sich nicht weg, fällt wie ein Mehlsack. Komisch. Einer der Kommentatoren des Videos bei 4.05 Minuten spricht es aus: "Sie weiss nicht wie man fällt."

Pogorilaya verabschiedete sich nach skate Canada von der gesamten Saison, auch von den russischen Meisterschaften. Sie wolle erstmal ihren Rücken ganz heilen lassen und sehe dann weiter.
Nur: Es glaubt keiner, dass sie wieder in den Wettkampfsport einsteigen kann anhand der nachdrängenden russischen Jugend. Und wenn die in die Pubertät kommen rücken wieder andere nach.
Wie Lipnitzkaja, ist auch Anna 19 Jahre alt. Zu alt.

Zitat übersetzt:
"Dieser Sport wird immer jünger und es gibt keinen Platz für erwachsene Mädchen, die auch etwas zu bieten haben....
Jetzt für Ani ist das Wichtigste, sich zu erholen. Es geht nicht darum, zum Sport der Führung zurückzukehren, sondern darum, einfach ohne ständige Schmerzen zu leben."

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