Neue Vorwürfe gegen Fajfr

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Tarancalime
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Re: Neue Vorwürfe gegen Fajfr

Beitrag von Tarancalime » Sa 14. Sep 2019, 18:46

Ich denke, es ist mal an der Zeit diesen Artikel über die #MeToo Bewegung zu teilen und warum diese ad personam Rhetorik in einer Diskussion wie dieser über speziell Vorfälle dieser Art nichts bringen.

https://www.zeit.de/kultur/literatur/20 ... yxZ54cVBeM

Zitat:
She Said zeigt auf beeindruckende Weise, dass lange Zeit erstaunlich wenig kriminelle Energie nötig war, um Weinsteins mutmaßliche Taten gegenüber Frauen letztlich eben doch vor der größeren Öffentlichkeit zu verbergen. Erst als sich die Schlinge um ihn zuzog und die Recherchen der Reporterinnen und Reporter ihm und der Aufdeckung seines Tuns immer näherkamen, schienen er und die letzten Leute um ihn herum die Nerven verloren zu haben. Sie setzten etwa Privatspione der obskuren Agentur Black Cube auf die Journalistinnen und auf Weinsteins Opfer an, sie drohten und logen immer dreister und verzweifelter, versuchten gar, Weinsteins mutmaßliche Gesetzesbrüche zu einer "Geschichte über die Evolution von Männern" an sich umzudeuten. In einem geradezu melodramatischen letzten Selbstrettungsversuch stürmte Weinstein höchst selbst ins Gebäude der New York Times und wollte die Veröffentlichungen verhindern. Einen Tag später erschien die erste Story von Kantor und Twohey über ihn.

Gastarbeiter

Re: Neue Vorwürfe gegen Fajfr

Beitrag von Gastarbeiter » Sa 14. Sep 2019, 18:49

Genau weder Isaak Droysen hat gegen Herrn Faifr Anzeige erstattet noch haben die polizeilichen Vorermittlungen bisher zu einem offiziellen Ermittlungsverfahren geführt. Warum wohl ?
Wenn es nur einen Zeugen gäbe, der eidesstattlich erklärt, dass körperliche oder massive seelische Behandlung vorgefallen ist, wäre schon längst ein Verfahren im Gange und der Trainer suspendiert,
Alle die Herrn Droysen mehr als großzügig unterstützt haben Verein Abteilungsleitung oder Verbände werden von Herrn Droysen beschuldigt oder als Witz bezeichnet. Herr Droysen ist Opfer. Nein er ist
Täter

Insider

Re: Neue Vorwürfe gegen Fajfr

Beitrag von Insider » Sa 14. Sep 2019, 20:38

Achtung, jetzt wird es langsam heikel und später dann wohl peinlich. An alle Fajfr-Jünger, Staatsanwaltschaften arbeiten nicht so schnell wie man gerne hätte. Fakt ist es liegen Zeugenaussagen vor und Fajfr ist alles andere als unschuldig. Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen und derStaatsanwalt hat auch noch andere Fälle auf dem Tisch. Solange also das Verfahren nicht eingestellt ist, würde ich mich mit Hasstiraden gegen Herr Droysen zurückhalten. Das gleiche gilt für die vielen Neider, die Herr Droysen - warum auch immer - hat, aber auch für die Fajfr-Hater, welch sich auch nicht sicher sein können, ob es tatsächlich zu einem Prozess kommt.

Eines zeigt aber der Fall und die Diskussion: Die Eislaufszene besteht ausschliesslich aus Diven, Memmen und das System in sich ist eine Seifenoper und die Kinder sinde lediglich Instrumente von überehrgeizigen Eltern, Trainern und profilneurotischen Funktionären, welche sich wenigstens in diesem kleinen lächerlichen System wichtig fühlen dürfen. Beschämend.

Gast.

Re: Neue Vorwürfe gegen Fajfr

Beitrag von Gast. » So 15. Sep 2019, 11:51

Als ehemalige aktive Leistungssportlerin verstehe ich die Reaktion von Vater und Insider in kleinster Weise. Ich hatte keine überehrgeizigen Eltern, sondern ich wollte Eiskunstläuferin sein und es war keine Misshandlung morgens vor der Schule ab 6 Uhr auf dem Pflichtbogen zu stehen und nach der Schule oft bis 21 Uhr zu trainieren. 3 Std Pflicht 2 §td Kür und eine Einheit At oder Ba. Pro Tag waren selbstverständlich und es hat nicht immer jedoch meistens Spaß gemacht. Mein Trainer war streng manchmal auch laut und er war ein Mensch und kein Heiliger, aber ein erfolgreicher Trainer und wir Sportler wussten, er steht zu uns. Wir wollten Leistung erreichen und haben gelernt, dass dazu gehört auch mal an die eigenen Grenzen zu gehen und sich zu quälen um den nächsten Schritt zu machen.
Programme 3 oder 4 mal hintereinander zu laufen war selbstverständlich.
Funktionäre die sich ehrenamtlich engagieren als Diven und Wichtigtuer zu verallgemeinern Bravo
Ohne Ehrenamt gäbe es weder Breiten noch Leistungssport.
Wie es im Leben so ist, gibt es auch schwarze Schafe unbestritten, aber derart über eine Sportsrt und deren Funktionäre herzuziehen ist das letzte und armseliig. Diese Einstellung fördert, dass immer mehr Jugendliche nur Rechte einfordern, für Sie Pflichten aber ein Fremdwort sind,. Packt eure Kinder ruhig in Watte, verhätschelt sie und lasst euch von denen auf der Nase rumtanzen.
Sind die Schulnoten schlecht ist der Lehrer schuld,.. und zum Glück leben wir in einem Sozialstaat, der diese verwöhnten Jugendlichen später erhält.
Es steht jedem frei bei wem und wie oft er trainiert und auch gibt es keinen Zwang Leistungssport zu betreiben, aber über diejenigen die sich dafür entscheiden sollte nicht der Dreckkübel ausgeschüttet werden, sondern Respekt entgegengebracht werden.

Vater

Re: Neue Vorwürfe gegen Fajfr

Beitrag von Vater » So 15. Sep 2019, 16:15

@Gast, wir haben einen Sohn, der Leistungssport betreibt und wohl sogar die Chance hat Profisportler zu werden. Das was du als hartes Training mit ein bisschen vor der Schule und dann noch nach der Schule beschreibst ist für ihn das Erholungsprogramm. Wir wissen also sehr wohl was es bedeutet Leistungssport zu betreiben und kennen den Unterschied zwischen hartem Training und Misshandlung bzw Demütigung.

Aufgrund dieser Erfahrungen konnten wir wahrscheinlich bei der jüngeren auch früh genug erkennen, dass im Eislaufen diese Grenze nicht beachtet wird und die Betreuung der Sportlerinnen und Sportler alles andere als professionell ist. Dies zeigt ja auch, dass der gut strukturierte und professionelle Skiverband die Machenschaften von Fajfr sofort erkannt hat und ihm das notwendige Hausverbot erteilte. Es ist uns aber durchaus bekannt, dass es auch im Eislaufen gute Trainer gibt. Ich denke jedoch nicht dass Fajfer dazu gehört und das gute Trainer wegen 11-fachen Missbrauchs verurteilt werden müssen. Dann weiter auf Kinder losgelassen zu werden unter dem Segen der Funktionäre ist wohl nur im eislaufen möglich, wo auch an der Verbandsspitze ähnliche Vorfälle vorkommen und sogar führende Funktionäre den Sportlern zu nahe kommen...... alles Fakten.

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Tarancalime
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Re: Neue Vorwürfe gegen Fajfr

Beitrag von Tarancalime » Fr 20. Sep 2019, 16:22

https://taz.de/Vorwuerfe-gegen-Eiskunst ... -vdb9Of_bQ

Solang dieses Einzelkämpfertum auf allen Seiten nicht aufhört, siehts für eine Reform im Leistungssport Eiskunstlauf sehr schlecht aus.

Karl-Heinz Krebs
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Re: Neue Vorwürfe gegen Fajfr

Beitrag von Karl-Heinz Krebs » Sa 28. Sep 2019, 07:22

Die Süddeutsche Zeitung beschäftigt sich heute ebenfalls mit dem Thema. Der Artikel ist allerdings kostenpflichtig. Vielleicht wohnt ja jemand im Einzugsbereich der Zeitung und kann uns erzählen, ob es etwas Neues gibt.

https://www.sueddeutsche.de/sport/eisku ... duced=true

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Re: Neue Vorwürfe gegen Fajfr

Beitrag von Katrin » Sa 28. Sep 2019, 10:16

Habe kein Abo der Süddeutschen.

Kiira Korpi beklagt die finnische Trainerkultur, Artikel vom 20.9. Laut Korpi seien in Finnland, wo der "wilde russische Trainingsstil nachgeahmt werden möchte", " geistiger Missbrauch, Belästigung, Herabsetzung, Mobbing und Schreien ... an der Tagesordnung." Die Fitness eines eislaufenden Kinders wird dort so beurteilt: Je dünner umso besser, sie deutet das schon 2018 an in diesem Video; Kiira hatte Esstörungen, gibt sie zu.

Wie Kiira inhaltlich mit dem Thema umgeht ist viel eleganter als die Methode von Droyzen, sie nennt keine Namen. Sie kann sich durchaus noch im finnischen Eiskunstlauf später sehen lassen als Reformerin. Diese Chance hat sich Isaak in Deutschland mit dem offenen Bruch der DEU gegenüber vergeigt.

Leila

Re: Neue Vorwürfe gegen Fajfr

Beitrag von Leila » Sa 28. Sep 2019, 11:37

Katrin, ich verstehe die "Angriffe" auf einen, der öffentlich gesagt hat, was ihm passiert ist nicht. Warum hat er etwas vergeigt? Kuschelkurs mit denen, die nichts tun, hat in all den Jahren nichts gebracht und ich bezweifle, daß der junge Mann im deutschen Eiskunstlauf etwas werden möchte (so das überhaupt möglich ist). Droysen hat die Diskussion angestoßen und das ist gut und richtig so! Immerhin hat der DOSB die DEU jetzt gezwungen tätig zu werden - zumindest in höheren deutschen Verbandskreisen ist durchaus eine Sensibilität für das Thema da. Es geht um Kinder und Jugendliche, das sollten wir nicht vergessen. Im Unterschied zur DEU, die Fajfr nach seiner Verurteilung einfach hat wieder arbeiten lassen (freiberuflich natürlich, damit man nicht zuständig ist), hat der DOSB ihn als Trainer bei Olympischen Spielen nicht zu gelassen - das ist auch ein Zeichen. Im Artikel der Süddeutschen steht auch, dass Droysen Fajfr nicht angezeigt hat - der ihn aber wohl (wegen Verleumdung). Die Polizei hat die Ermittlungen nach Droysens Aussagen selbständig auf genommen und auch das ist gut und richtig so. Letztlich nichts Neues in diesem Artikel, lediglich ein roundup der Ereignisse und eine durchaus verständliche Verwunderung darüber, wie sich bestimmte Leute (u.a. DEU, Vize-Vereinschef Oberstdorf) in der Sache verhalten.

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Re: Neue Vorwürfe gegen Fajfr

Beitrag von Katrin » Sa 28. Sep 2019, 12:47

@Leila :Ich kannte Drozen als jemand, der später Eiskunstlauf-Trainer werden wollte. Er muss gewusst haben, dass er ohne handfeste Beweise, es steht Wort gegen Wort - im Zweifel für den Angeklagten Fajfr -mit diesem Öffentlichkeits-Gang den entgültigen Bruch mit der DEU schon vollzogen hatte.

Daher mein "Angriff" gegen Droyzen. Finde es gut, dass Du dieses Wort in Anführungszeichen gesetzt hast.
Mein "Angriff" gegen Droyzen ist lediglich der Ausdruck meiner Enttäuschung, dass er sich so gegen sein jahrelang geliebtes Eislaufen gewendet hat.

Und danke für die Inhalts-Angabe des SZ - Artikels !

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