Film Die Anfängerin

Karl-Heinz Krebs
Administrator
Beiträge: 1080
Registriert: Fr 24. Feb 2017, 12:20
Kontaktdaten:

Film Die Anfängerin

Beitrag von Karl-Heinz Krebs » Mi 17. Jan 2018, 11:23

Die Regisseurin Alexandra Sell, die Schauspielerinnen Annekatrin Bürger und Ulrike Krumbiegel sowie Eiskunstläuferin Christine Stüber-Errath sitzen jetzt gerade im Zug, auf der Fahrt nach Essen. Dort wird morgen um 14 Uhr der Film seine Deutschlandpremiere haben. Ich hoffe, dass einige von Euch sich diesen Film ansehen werden und hier ihre Meinung mit uns teilen.
Meine Eindrücke habe ich hier zusammengefasst: https://eiskunstlaufblog.com/2017/12/27 ... kunstlauf/

Nach dem ich gestern Abend den Film das zweite Mal gesehen habe, und er hat mich genauso gefangengenommen wie beim ersten Mal, muss ich die Kritik am Rauchen etwas relativieren. Ich hatte gestern Frau Sell danach gefragt und ein leichtes Augenrollen kassiert. Das Rauch sei ein stilistisches Mittel gewesen und sollte den Wandel der Hauptdarstellerin unterstreichen. Tatsächlich werden zehn der elf (selbst gezählt) Zigaretten in der ersten Hälfte geraucht. Sell räumte aber ein, dass man beim Schnitt selbst überrascht über die vielen Rauchszenen gewesen sei und gerne die eine oder andere noch entfernt hätte, was aber nicht mehr möglich gewesen sei.
Die Trainerin der jungen Leistungssportlerinnen im Film ist eisenhart und streng. Nach dem Film kam aus dem Publikum die Frage, ob das denn ein realistisches Training gewesen sei. Christine bestätigte das und meinte, das es ohne Strenge und Härte gar nicht gehen würde. Und Sell erzählte: "Ich habe fünf Jahre für den Film recherchiert und war bei vielen Trainingseinheiten dabei. Einmal war mein Sohn dabei und der sagte hinterher: Mutti, so kann man doch nicht mit Kindern umgehen." Da viele bekannte Trainer am Film beteiligt waren (Schubert, Walter-Steiner, Striegler) kann man wohl davon ausgehen, dass es zumindest häufig so zu geht wie im Film gezeigt.
Ansonsten gab es gestern noch einige interessante Einblicke. So war das Geld für den Film nach dem Schnitt aufgebraucht und keiner wollte etwas nachschießen. Es fehlte aber an zwei Stellen noch die Musik. Sell fahndete nach GEMA-freier Musik fand aber nichts passendes. Freunde empfahlen ihr viele CD´s. Irgendwann hörte sie auf der Fahrt im Auto "Weihachten in Familie" von Frank Schöbel. Frank und Christine sind ja schon seit rund 40 Jahren gut miteinander bekannt und so kam der Kontakt zustande. Sell wollte die Musik dann sogar aus eigener Tasche bezahlen, doch Frank winkte ab: Behaltet Euer Geld. Ich schenke Euch den Titel. Es sollte nicht das einzige Geschenk bleiben. Tage später hatte sich Sell für "Gold in deinen Augen" von Frank entschieden und auch den Titel gab es gratis. Überhaupt war das Geld immer knapp. Auch die Werbekampagne jetzt zum Filmstart lebt nur durch private Förderer.
Kleines Bonmot für alle Zuschauer in Chemnitz. Auch dort soll die Kino-Tour halt machen und Christine möchte dort Ingo Steuer und Jutta Müller einladen. Wer die Story aus Christines Buch kennt, weiß wie spannend es wird, ob die beiden dort auftauchen.
Anfängerin-KW160118.jpg
Anfängerin-KW160118.jpg (1.81 MiB) 3582 mal betrachtet
Zum Schluss noch ein Foto von gestern Abend: V.li. Detlef Olle, der den Abend moderierte und vielen Berlinern Und Brandenburgern sicher als Moderator von Antenne Brandenburg bekannt, Regisseurin Alexandra Sell, Annekatrin Bürger, Ulrike Krumbiegel, Christine Stüber-Errath.

Jetzt bin ich auf eure Eindrücke gespannt.

Karl-Heinz Krebs
Administrator
Beiträge: 1080
Registriert: Fr 24. Feb 2017, 12:20
Kontaktdaten:

Re: Film Die Anfängerin

Beitrag von Karl-Heinz Krebs » Di 30. Jan 2018, 11:51

Schade, dass offenbar keiner der Foristen bisher den Film gesehen hat. Ich war am Sonntag in Bernburg und der Film hat mir beim dritten Mal fasst noch besser gefallen, als beim ersten Mal. Er bietet die Chance, den Eiskunstlauf wieder mehr ins Gespräch zu bringen, weil er zum einen realistisch die Arbeit zeigt, die im Training steckt und zum anderen die ganze Schönheit dieses Sports. Ich habe die Aufführung jedenfalls genutzt und kräftig die Werbetrommel gerührt. Meine halbe Schulklasse und ein paar Freunde aus meiner Jugendzeit sind gekommen. Die meisten ohne eine Affinität zum Eiskunstlauf und sie waren alle von dem Film sehr angetan. Ich weiß nicht, ob einer von ihnen nun den Eiskunstlauf intensiver verfolgen wird, aber es war einen Versuch wert.
Annekathrin und Christine haben mir dann auch noch einen Herzenswunsch erfüllt und haben sich von mir und meiner Mutti ausführen lassen. Es war ein schöner Abend und es gab auch etwas Neues. Bisher dachte ich immer Annekathrin hätte nur eine begrenzte Zeit am Bernburger Theater gearbeitet und sonst nichts mit der Stadt zu tun gehabt. Dem ist aber nicht so. Sie hat mit ihren Eltern in der Junkerssiedlung gewohnt und ist von dort erst in die Schule, dann in die Berufsschule gelaufen. Von der Junkerssiedlung bis zu ihrer Lehrstelle - das waren rund sechs Kilometer in jede Richtung. Die Hälfte davon durch ein dunkles Waldgebiet. Heute würde niemand mehr seine Teenager-Tochter dort langlaufen lassen. Erst als sie das Engagement am Theater bekam zog sie in die Stadt zu einer Freundin. Dann wohnte sie aber auch fast neben dem Theater. Als Lehrling hatte sie übrigens 50 Mark, für ihr erstes Engagement 150 Mark bekommen.

Annekathrin und Christine in Bernburg.jpg
Annekathrin und Christine in Bernburg.jpg (2.86 MiB) 3480 mal betrachtet


Das Capitol.jpg
Das Capitol.jpg (2.7 MiB) 3480 mal betrachtet

So, ab jetzt wird es Off-Topic und Sentimental. Bitte die Taschentücher bereithalten.

Für mich war das ein sehr sentimentales Gastspiel in meiner Heimatstadt. Natürlich bin ich regelmäßig dort, aber in diesem Kino seit rund 35 Jahren nicht mehr. Dabei hängen so viele Erinnerungen an diesem Ort. Damals gab es diese Visions-Bar noch nicht, dass kleine Café hinten hinter den Scheiben, von wo man die Filme mit einem Gläschen Wein genießen kann. Da, wo die beiden beiden Damen sitzen, ging damals der Mittelgang lang, bis ganz hinten zu der roten Doppeltür. Etwa zwei Meter vor der Tür begannen dann die Sitzreihen, die auch viel weiter nach vorn reichten. Das Kino hatte damals ein Fassungsvermögen von 1.000 Zuschauern. Heute können unten etwa 150 plus Visionsbar sitzen, noch einmal 150 finden auf dem Balkon Platz, der auf dem Bild ganz gut zu erkennen ist. Das Kino, übrigens das letzte Art Deko Kino Deutschlands, hatte damals in der ersten Etage ein kleines Café. Aus dem hat man nun einen zweiten Saal mit 45 Plätzen gebaut.
Wer genau hinschaut, der erkennt hinten in der Mitte zwei Säulen - Emil und Erwin. So hießen die bei uns und waren damals aber noch rund. In der Reihe neben Erwin, das ist von uns aus gesehen die rechte, haben wir immer gesessen. Mal mit der großen Meute aus dem Sportverein und mal ganz alleine mit diversen Freundinnen. Erwin hat seinerzeit auch meinen ersten Kuss miterlebt, bei dem Mädel bin ich mir nicht so sicher, ob es der erste war. Es war eine tolle Zeit, mit lieben Menschen und wunderschönen Filmen. Mir war, als ich am Sonntag dort stand, ganz schwummrig und ich muss jetzt auch gleich aufhören zu schreiben und mir wieder ein Taschentuch greifen.

Katrin
Senior/in
Beiträge: 1891
Registriert: Mo 6. Mär 2017, 14:43

Re: Film Die Anfängerin

Beitrag von Katrin » Di 6. Feb 2018, 11:42

Zitat aus dem in Karl-Heinz Presseschau genannten Artikel über den Film "Die Anfängerin"
Frau Stüber-Errath, kann man mit knapp 60 Jahren noch Schlittschuhlaufen lernen?
Das kann man in jedem Alter. ....
Sie spielen sich selbst in dem Film und zeigen eine Kür auf dem Eis. Ihre aktive Karriere haben Sie mit 19 Jahren beendet. Mussten Sie viel üben?
Ich habe 20 Jahre lang nicht auf dem Eis gestanden. Seit klar war, dass Regisseurin Alexandra Sell den Film drehen wird, das war 2012, habe ich jede Woche einmal trainiert. Eislaufen ist nicht wie Radfahren oder Schwimmen - ich musste mir das Eisgefühl erst wieder erarbeiten. Ich bin stolz, jetzt sagen zu können: Eislaufen fühlt sich wieder an wie schweben.
Worin bestanden die Herausforderungen?
Eislaufen ist im Alter natürlich schwieriger. Die Herausforderung war vor allem psychischer Art: sich einzugestehen, dass man nicht mehr springen kann.


Frau Errath kann nicht mehr springen weil psychische Probleme ? Ich habe deswegen so viel zitiert, weil ich glaubte, das "...nicht mehr springen" träfe nur auf die von ihr gespielte Figur dieser Ärtzin zu.
Aber sie selbst wagt nicht mehr zu springen ?

Wie viele der regelmässigen Forums-Leser wissen, habe ich erst vor einigen Jahren angefangen mit Eiskunstlauf und werde bald 59 und ich liebe das Springen.
Ich möchte ausdrücklich sagen: Springen für Erwachsene ist nicht verboten. Mein Erlebnis dazu letzte Woche:
Die Eiskunstlauftrainierin, beschäftigt mit Kinder-Kurs, ich daneben auf der Publikums-Laufzone beim Sprünge-Üben, wir trafen uns kurz: "Am Rittberger stimmt was nicht" - sie:" ich hab doch einen guten von dir vorhin aus dem Augenwinkel gesehen" ich: "ja das war der einfache Rittberger, aber beim doppelten stimmt was nicht" sie ...lacht tief und sagt"...aber wir wollen doch nicht vermessen werden!"

Karl-Heinz Krebs
Administrator
Beiträge: 1080
Registriert: Fr 24. Feb 2017, 12:20
Kontaktdaten:

Re: Film Die Anfängerin

Beitrag von Karl-Heinz Krebs » Mi 7. Feb 2018, 08:00

Christine hat seinerzeit wegen einer schweren Verletzung nach einem Sturz bei einem Sprung ihre Laufbahn beendet. Da kann es durchaus eine psychologische Bremse geben. Danach hat sie 35 Jahre lang überhaupt nicht auf dem Eis gestanden. Jetzt trainiert sie einmal in der Woche zwei Stunden in einer Hobby-Eislaufgruppe, also weit weniger als Du. Wie schon öfter gesagt, ich ziehe den Hut vor Deinem Ehrgeiz.

Katrin
Senior/in
Beiträge: 1891
Registriert: Mo 6. Mär 2017, 14:43

Re: Film Die Anfängerin

Beitrag von Katrin » Mi 7. Feb 2018, 09:37

Ah, danke Karl Heinz, das wusste ich nicht.
Es macht mir Spass, nun ja, manchmal auch nicht, wenn ich den Fehler nicht finde.

Karl-Heinz Krebs
Administrator
Beiträge: 1080
Registriert: Fr 24. Feb 2017, 12:20
Kontaktdaten:

Re: Film Die Anfängerin

Beitrag von Karl-Heinz Krebs » Di 1. Mai 2018, 18:08

Während hier im Forum den Film offenbar niemand gesehen hat, feiert der Streifen nun auch in den USA erste Erfolge.

https://www.berliner-kurier.de/berlin/l ... n-30093366

Katrin
Senior/in
Beiträge: 1891
Registriert: Mo 6. Mär 2017, 14:43

Re: Film Die Anfängerin

Beitrag von Katrin » Do 3. Mai 2018, 10:29

In den USA ist derjenige ein Held, der in seinem Leben entgegen von Konventionen das macht wozu es ihn treibt, das Verwirklichen seines Traums.
Wenn man aus seinem abgeschlossenen Studium nichts macht im Leben, ist das in Deutschland karrieremässig ein Verbrechen, in den USA wird das voll akzeptiert.

Edda 77

Filmkritik - Die Anfängerin

Beitrag von Edda 77 » So 24. Mär 2019, 11:18

Ich habe den Film neulich zum ersten Mal auf ARTE gesehen und fand, dass Alexandra Sell da wirklich ein guter Film mit cineastischem Anspruch gelungen ist. Er war wie ein Mix aus einem altem DDR-Film und französischem Kino, beides stand und steht ja für eine gewisse Qualität und daher kann ich mir schon vorstellen, dass er auch beim zweiten oder dritten Sehen nicht langweilig wird. Der Film passt auch zu den Sendern ARTE und 3sat am besten. Ihn zwischen irgendwelchen Tatorten oder Charite-Folgen auf ARD und ZDF unterzubringen, wäre fast eine Beleidigung für den Film.

Ich war vorher total skeptisch, ob man mit einer lebenskrisegeplagten, verblühten Ärztin (sorry, wenn ich das als Frau so schreibe) wirklich einen Film in Spielfilmlänge machen kann, ohne klischeehaft zu werden. Ich konnte mir nicht einmal vorstellen, wie man da überhaupt Spannung reinkriegen will. Ich bin darum auch nicht ins Kino gegangen. Nach dem Film bin ich der Meinung, dass gute Regisseure gerade mit guten älteren Schauspielern deutlich bessere Filme drehen können, wenn... ja wenn sich denn mehr Autoren und Regisseure fänden, die sich an ungewöhnliche Themen wagen und reife Frauen nicht immer nur in Filmrollen als gluckige Omas inmitten einer Enkelhorde pressen würden, die sofort zur Tochter hechten, wenn die gerade eine Liebeskrise mit ihrem Supertypen hat, der natürlich auch nur Arzt, Rechtsanwalt, Ermittler oder skrupelloser Immobilienhai ist. Der Film "Die Anfängerin" ist diesbezüglich ein echter Lichtblick, der Senioren als würdige und gleichwerte Menschen zeigt. Für mich würde er auch als guter Wettbewerbsbeitrag auf einer Berlinale durchgehen.

Gefallen hat mir auch diese Verbindung aus Realität und Fiktion. Dass z.B. ein echter Stützpunkt mit echten Trainern und einer bekannten Spitzensportlerin und ein Spielfilm ineinander übergingen. Ungewöhnlich und interessant war für mich das ruhige Tempo des Films, das früher gute Filme auch immer auszeichnete und heute fast verschwunden ist. Die Szenen mit dem Rauchen und der harte Umgangston zwischen Trainerin und Sportlerinnen haben mich auch ein wenig schockiert. Hinterher habe ich gedacht "Die Sell ist doch eigentlich mutig. Während sich keiner mehr traut, noch 'nen Glimmstengel zu zeigen, macht die das einfach. Und warum auch nicht. Solche rauchenden Frauen und solche harten Trainer gibt es doch immer noch, ebenso wie diese erdrückenden Übermütter.

Die Eiskunstlaufszenen haben bei mir den Eindruck hinterlassen, dass es sich doch um einen komplizierten Sport handelt und die meisten Senioren ihn auch zu Recht nicht wählen, aber eben mit Rücksicht auf das persönliche Vermögen und weniger auf das Alter an sich. Ich habe entschieden, auch weiterhin nur Publikumslauf zu betreiben. Das Leben hat mir die Rolle eines Eiskunstlauffans und Zuschauers zugedacht. Solche muss es ja auch geben. Körperlich bin ich für andere Sportarten besser ausgestattet. Das muss man respektieren.

Ich kenne Christine Errath zwar nicht persönlich, hatte aber den Eindruck, dass sie nicht nur in diesem Film als Mensch erfrischend jung geblieben und eigentlich zeitlos ist. Man kann an ihr gut sehen, dass sich eine Eiskunstlaufausbildung in jungen Jahren bis ins Alter sehr positiv auf Bewegung und Körperhaltung auswirken. Das wäre für mich ein Argument, Kinder regelmäßig in einem Eislaufverein trainieren zu lassen, selbst wenn es nicht bis zu großen Wettkämpfen reicht.

Annekatrin Bürger als erdrückende Mutter und die übrigen Akteure waren auch gut ausgewählt. Gut war, dass das Ende zwischen der Mutter und ihrer Tochter nicht so verkitscht wurde, wie das leider in anderen Filmen gemacht wird. ;)

Für mich ein sehenswerter und gelungener Film. Danke an die Filmcrew und die Sponsoren dafür! *****

Katrin
Senior/in
Beiträge: 1891
Registriert: Mo 6. Mär 2017, 14:43

Film Die Anfängerin

Beitrag von Katrin » So 24. Mär 2019, 12:11

Hallo Edda, schöne Rezension ! Hat mich drauf gebracht, dass ich meinen arte-mediathek -download von "Die Anfängerin" heute mir abends mal anschauen muss.

Katrin
Senior/in
Beiträge: 1891
Registriert: Mo 6. Mär 2017, 14:43

Re: Film Die Anfängerin

Beitrag von Katrin » So 14. Apr 2019, 22:56

Endlich, heute abend hatte ich den Sinn danach, mir den Mediathek Download von "Die Anfängerin" anzusehen.

Eigene Erinnerungen kamen hoch aus den 1960-er Jahren, meine Mutter:
Ballet willst Du machen ? Nein, zu teuer. Ausserdem wirst Du zu gross.
Über 50 Jahre später bescheinigt mir eine Eislauf-Trainerin, ich hätte als Kind sehr gut werden können beim Eiskunstlauf. Ich fragte: Jetzt nicht mehr ? Sie: Nein jetzt nicht mehr.
Daher meine Sturheit, es allen zeigen zu wollen.

Was Ulrike Krumbiegel gezeigt hat in ihrer Kür, dieses Rückwärtsfahren, wo sie die Arme seitlich hält, hat mich erstaunt: Normalerweise können weder Anfänger um die zwanzig geschweige denn Einsteiger um die 60 diese Art des Hüften-Verschiebens ( ich werd manchmal gefragt wie das geht mit dem Rückwärts-Übersetzen, man glaubts nicht, dieses Hüfte-Verschieben kann keiner). Entweder ist Frau Krumbiegel da gedoubelt worden, oder: Kann sie wirklich das nach drei Monaten schon so gut ?

Frau Errath strahlt wirklich.
Manches ist überzeichnet, muss aber sein, sonst wär der Film zu lasch. Das Training der jungen Läufer war überwiegend richtig dargestellt, der Ton ist wirklich hart, Sprünge müssen gemacht werden auch wenn der Läufer immer wieder hinfällt; vielleicht einen Tick zu heftig ist das Handschuhe-Ausziehen, das die Trainerin forderte.
Schade, dass die junge Freundin von Annebärbel nicht doch nen Kaderplatz erhalten hat ( tut mir leid, ist meine ehrliche Meinung, ich hätte den plot so geschrieben, der Film ist zu ehrlich deutsch zum Schluss).

Antworten