Die Damen

Karl-Heinz Krebs
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Re: Die Damen

Beitrag von Karl-Heinz Krebs »

Ando war gerade 19 bei ihrem ersten WM-Titel, Surya mit 17 Europameisterin und Chen Lu WM-Dritte mit 15.

Jedenfalls werden in der Saison 20/21 alle Läuferinnen ein Jahr älter sein und nach Lage der Dinge die Medaillen erneut unter sich ausmachen. Aus dem Juniorenbereich kommt diesmal nicht so viel nach. Die ersten drei Valieva, Liu und Usacheva bleiben bei den Junioren. Die anderen drei rücken zwar wahrscheinlich, sicher ist das aber noch nicht, in den Seniorenbereich auf, sind aber nicht so stark.

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Re: Die Damen

Beitrag von MI's FAN »

Jenni hat geschrieben:
Di 10. Dez 2019, 15:32
Ich hatte gesagt, ich schreibe wie mir die neuen Tutberidze Mädels gefallen haben live beim GPF. Also ist das hier nur eine sehr persönliche Meinung.
Danke Jenni für Deine Eindrücke. War super interessant zu lesen. Live sieht man Eiskunstlaufen mit anderen Augen, zumindest wenn man in einer vorderen Reihe sitzt. Ich wünschte ich hätte hinfahren können, war leider aufgrund eines unaufschieben Termins nicht möglich. Deshalb herzlichen Dank für Deine Schilderungen.

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Re: Die Damen

Beitrag von MI's FAN »

nicky2910 hat geschrieben:
Mi 11. Dez 2019, 12:02
klar, man kann immer die eigenen Anforderungen zitieren, aber von wem werden denn den Mädchen diese Selbstanforderungen eingeimpft? Da kann man weder die Eltern noch die Trainer aus der Verantwortung entlassen - und je jünger die Mädchen sind, desto empfänglicher sind sie nun mal.
Sehe ich auch so. Klar die Mädchen wollen gewinnen, wer will das nicht. Aber da sind Eltern und Trainer in der Verantwortung, dass die sie am Ende nicht zusammenbrechen. Die Mädchen sind noch so jung und vermutlich machen sie alles was Ihnen die Trainer vorschlagen. Da gibt es sicherlich keinen Widerspruch von wegen das will nicht usw.

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Re: Die Damen

Beitrag von MI's FAN »

Astrolab hat geschrieben:
Mi 11. Dez 2019, 23:50
Ich würde die Altersgrenze auf 18 erhöhen - und zwar für alle olympischen Sportarten. Das ist logisch und fair.
Wenn dann die Juniorinweltmeisterin besser ist als die Seniorinweltmeisterin - na und? Dann gibt es bei den Junioren-Wettbewerben einfach mehr Zuschauer. Aber ich bezweifle, dass die Trainer so wie jetzt dann alles aus den Mädchen holen werden: Zu Ruhm und Geld kommt man nur bei den Senioren.
Leider ist in dieser Hinsicht von der ISU oder vom IOK in der absehbaren Zeit nichts Vernünftiges zu erwarten.
Ja, wäre ich auch dafür. Ich frage mich sowieso warum die Altersgrenze von 18 Jahren nicht die Voraussetzung ist. Das hat wirklich keine Logik.

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Re: Die Damen

Beitrag von MI's FAN »

Katrin hat geschrieben:
Mi 11. Dez 2019, 09:16
Solange die ISU da zusieht und die Altersgrenze nicht ändert, zucke ich nur mit den Schultern und nehme das hin.
Ändern kann man es nicht! Wenn es mir reicht, dann mache ich eben den Fernseher aus oder suche mir etwas interessantes zu Anschauen. :lol:

Karl-Heinz Krebs
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Re: Die Damen

Beitrag von Karl-Heinz Krebs »

Ihr habt aber schon mitbekommen, dass die Zuschauerzahlen der Damen-Wettbewerbe deutlich höher lagen, als die der Herren?

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Re: Die Damen

Beitrag von Matthias »

Ein paar live-Eindrücke vom Kürsamstag aus Turin:
Zur Kür ist die Halle ziemlich gut gefüllt, zumindest der untere Bereich. Es sind auch ziemlich viele der japanischen Hanyu-Fans anwesend, vermutlich vor allem wegen Rika Kihira.
Der Wettbewerb beginnt. Zuerst läuft Tennell, in einem weißen Kleidchen. Sie läuft ziemlich sicher und fehlerfrei, freut sich danach. Dann Kihira, leider ein Sturz zu Beginn (beim 4S). Aber sie kommt zurück, läßt sich nicht beirren. Das Programm, das sie läuft, ist bekanntermaßen toll choreographiert, mit der Musik synchronisiert, der Sprechgesangsstimme, die lautmalerische Silben singt. Es folgt Trusova, die nach dem SP 4. ist. Sie stürzt ebenfalls einmal, bringt aber viele Sprünge sicher nachhause, darunter drei Vierfache (laut Protokoll). Den 3A, der neu für sie ist und ihr beim SP mißlungen war, versucht sie nicht. Ihr Ausdruck ist wesentlich gegenüber dem letzten Grand Prix verbessert. Nur was diese Stelle soll, an der sie stehenbleibt, die Augen zum Himmel erhebt und, wie aus Ehrfurcht vor irgendetwas, ein paar Schritte auf dem Eis nach hinten zurückweicht, ist mir immer noch schleierhaft. Zumindest ist sie ungewöhnlich.
Danach Scherbakova. Ganz toll, zu dieser relativ modernen, ungewöhnlichen Musik. Sehr elegant und gefühlvoll. Und gut: zwei Quad-Lutze bringen sie in Führung. Aber sie stürzt auch einmal, beim Vierfach-Flip (laut Protokoll).
Zum Schluß die 1. nach dem SP, Kostornaia. Das ist Skating at its best. Mir fallen insbesondere die tollen Bögen auf, die sie fährt. Da ist nichts gequetscht oder hingehudelt, sondern sie haben eine dermaßene Qualität, dass einem ganz leicht ums Herz wird. Dabei scheint sie fast alles mühelos zu machen, auch ihre 3As. Am Ende lächelt sie cool und schelmisch und erscheint so frisch wie vor dem Lauf. Großes Kino.
Zagitova hatte ihre Kür bei der morgendlichen Practice gut hinbekommen, machte nun aber leider bei vielen Sprüngen Fehler. Das war nicht ihr Tag. Trotzdem viel Beifall vom Publikum, wie schon in den letzten Tagen.
Bei der Siegerehrung schaute ich auf Frau Tutberidze, die mit den anderen Trainern hinter der Bande stand. Sie, die sonst immer um ein kühles Erscheinungsbild bemüht ist, darum, keine Emotionen zu zeigen, lächelte hier breit und anhaltend. :) Mission accomplished?

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Re: Die Damen

Beitrag von Katrin »

Matthias hat geschrieben:
Fr 13. Dez 2019, 01:02
--
Bei der Siegerehrung schaute ich auf Frau Tutberidze, die mit den anderen Trainern hinter der Bande stand. Sie, die sonst immer um ein kühles Erscheinungsbild bemüht ist, darum, keine Emotionen zu zeigen, lächelte hier breit und anhaltend. :) Mission accomplished?
Danke für diese Vor-Ort Eindrücke, Matthias !!!

Eteri Tutberitze hat ja allen Grund so breit zu lächeln, ihre Mädels haben das Siegerpodest besetzt, Eteri ist der erfolgreichste Trainer derzeit. So ein Podiums-Sweep, hats den jemals gegeben bei einem anderen Trainer ?

Nur am Rande: Beim GPF war pro Starter ein akkreditierter Trainer nur zugelassen ( daher auch nur ein Trainer für Yuzuru); die Eteri Schule hatte 4 Starter - also waren alle drei Haupttrainer dabei: Tutberitze, Dudakov und Gleykhengauz.

Dieser aktuelle russische Artikel beschäftigt sich mit dem Verhältnis Tutberitze - Zagitova, denn dass dies zerrüttet sein könnte, das ist auch in Russland Thema. Der Autor dieses Artikels sagt: Nein.

Mit der Beobachtung von Matthias würde ich folgern: Eteri war es egal, wer auf dem Podium steht, es hätte auch Zagitova sein dürfen, Eteri ist da sehr klar in ihrer Ansicht. Das haben ihre Schüler wie Medvedeva schon vor Jahren gebetsmühlenartig wiederholt, vermutlich von Eteri drauf getrimmt: "Jede Eisläuferin hat ihre Zeit, und wenn andere jüngere nachkommen, muss ich den Platz räumen, das ist der Lauf der Dinge."
Als es Medvedeva selbst traf - auch noch ohne die ersehnte olympische Goldmedallie, hat sie selbst gesehen, wie schwer das war, dem nachzukommen. Ähnlich geht es nun Zagitova.

Matthias
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Re: Die Damen

Beitrag von Matthias »

@Katrin: gerne :)

Und dann haben ja auch noch Valieva und Usacheva, die ja ebenfalls von Tutberidze trainiert werden, bei den Juniorinnen die Plätze 1 und 3 besetzt. Also, das ist schon wahnsinnig gut, nicht?

Katrin
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Re: Die Damen

Beitrag von Katrin »

Matthias hat geschrieben:
Fr 13. Dez 2019, 10:50
@Katrin: gerne :)

Und dann haben ja auch noch Valieva und Usacheva, die ja ebenfalls von Tutberidze trainiert werden, bei den Juniorinnen die Plätze 1 und 3 besetzt. Also, das ist schon wahnsinnig gut, nicht?
Unheimlich gut.
Aber immer zu bedenken, das muss ich mir auch immer wieder selbst sagen: In Russland hat Eiskunstlaufen einen sehr hohen Stellenwert, der Nachwuchs-Pool ist riesig. Und die Eteri-Schule nimmt nur die besten an.

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