Stephen Gogolev

Katrin
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Stephen Gogolev

Beitrag von Katrin » So 12. Mai 2019, 11:52

Eines der grössten Talente derzeit, Stephen Gogolev, Kanadier, 14 Jahre alt, hat einen entscheidenden Schritt gemacht: Weg vom Toronto Skating und Cricket Club zu Rafael Arutyunjan.
Egal ob nun dieser Wechsel auf das Betreiben der Eltern oder Stephen selbst geschehen ist, das ist eine Wende in Stephen's Karriere.
Stephen brauch ich nicht länger vorzustellen für uns Eislauf-insider, seine letzten Ergebnisse war der Gewinn der Junior GP Serie und ein 5ter Platz bei der JuniorenWM.

Bei diesem Trainer- Wechsel gehts allein um die Punktebringer, die quads: Rafael ist der Trainer von Nathan, Nathan springt quads, die wie hingemauert sind.
Und nach Aussage von Brian Orser aus dem Jahr 2018 soll Stephen alle quads im Training schon können (klar, ausser 4 A).
Soll Nathan's Können Stephen pushen so wie Yuzuru und Javier sich gegenseitig im Training beäugten ? Nun, oft wird Stephen Nathan nicht in persona sehen, Nathan trainiert die meiste Zeit in Yale sozusagen am anderen Ende der USA, steht per Video mit Rafael in Kontakt. Was Stephen angeht: Das quad- Wissen von Rafael ist gefragt.

Wir werden sehen, wie Stephen mit seinem Wachstum zurandekommt. Wie gross Stephen wird, wieviel er in welchem Zeitraum wächst, das weiss keiner und seine quads rüberzuretten ins Erwachsenenstadium, das wird der Knackpunkt sein auf dem Weg 2022 Olympia. Bei Nathan schien es keine Schwierigkeiten zu geben, aber jeder skater ist anders, ich frage mich ob Rafael auch Stephen so reibungslos herüberführen kann zu den Erwachsenenquads wie Nathan. Es geht dabei nicht nur um die Technik, sondern auch ums Mentale, Stephen eine Mentalität des Vertrauens zu geben, wenn seine quads auf einmal nicht mehr funktionieren.

Katrin
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Stephen Gogolev

Beitrag von Katrin » Do 16. Mai 2019, 09:00

Interessant zu lesen sind die Kommentare zu Stephen's Trainerwechsel hier:
Ein Vergleich zu Nam Nguyen wird gezogen, der ja auch aus dem TCC wegging;
Stephen's Eltern wollten den schnellen Erfolg, der mit quads reingeholt werden soll;
Stephen würde bei bei Rafael Arutunjan seine skating skills verlieren, Raf soll auf transitions wenig Wert legen.

Alle Neuigkeiten über Stephen auf seinem fanblog.
Der Betreiber des Blogs legt Wert auf fundierte Berichte, siehe Aussage vom 5.Mai. Er/ sie ist offensichtlich schwer enttäuscht über Stephens Wechsel zu Rafael Arutunjan, denn der Eintrag vom 10. Mai ist kurz und knapp "wünsche ihm weiter das Beste " und das nicht mal mit Ausrufezeichen. Was passiert ist, wird nicht benannt.

Katrin
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Re: Stephen Gogolev

Beitrag von Katrin » Di 28. Jan 2020, 10:38

Keine kanadischen Meisterschaften für Stephen Gogolev, er hatte ohne Gründe zurückgezogen. Nun berichtet das ISF Magazin, er habe eine Verletzung am rechten Knöchel gehabt. Stephen hat bei den Bavarian Open gemeldet, wir werden ihn in Kürze sehen.

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Re: Stephen Gogolev

Beitrag von Tarancalime » Di 28. Jan 2020, 10:51

Katrin hat geschrieben:
Di 28. Jan 2020, 10:38
Keine kanadischen Meisterschaften für Stephen Gogolev, er hatte ohne Gründe zurückgezogen. Nun berichtet das ISF Magazin, er habe eine Verletzung am rechten Knöchel gehabt. Stephen hat bei den Bavarian Open gemeldet, wir werden ihn in Kürze sehen.
Stephen Gogolev ist ja bei Lee Barkell hauptsächlich. Rafael Arantunyan ist IMO eher ein Trainer für bereits erwachsene Läufer wie Nathan Chen. Das ist auch so ein Fall für Safe Sport Richtlinien, dass da auch einer mal die Eltern etwas zurückpfeift.

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Re: Stephen Gogolev

Beitrag von Hildecat » Di 28. Jan 2020, 15:05

Oha, um Stephen Gogolev mache ich mir seit geraumer Zeit Sorgen. Präzise gesagt seit dieser Kür.



Man sieht das Riesentalent 4T, 4S/3T. aber man sieht auch die Überforderung und dann dieser Sturz beim 3A aufs Knie. In K&C schienen mir die Interaktionen zwischen ihm und dem Coach suboptimal. Daher habe ich mich auch nicht über den Trainerwechsel gewundert. Anschließend war alles neu für ihn, Land, Klima, Schulsystem - online statt in einem Schulgebäude zu sitzen.
R. Arutyunyan hat, ich glaube in dem Interview in dem er sagte daß er nicht gerne Kaffee aus Wegwerfbechern trinkt, etwas von einem 2 Jahres Plan erzählt, den er anwendet. Das wäre sicher gut für Stephen, er hat doch noch so viel Zeit um ein Großer zu werden. OK, wenn mans wörtlich nimmt, bitte nicht über 1.80m.

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Re: Stephen Gogolev

Beitrag von Katrin » Di 28. Jan 2020, 15:38

Stephen befindet sich in einer schweren Phase. Er ist selbst sehr ehrgeizig; einmal sicher gekonnte Sprünge wie der 3 A wollen nicht immer, das nagt sehr an ihm.

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Re: Stephen Gogolev

Beitrag von Hildecat » Mi 19. Feb 2020, 17:57

Zum Glück kann man, was ihn betrifft, wieder optimistischer sein. Bei den Bavarian Open sollte er offenbar, nach einer Verletzung, noch keine Quads versuchen. Daher erst mal Entwarnung. Man darf gespannt sein, wie er bei der JWM auftritt.

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Re: Stephen Gogolev

Beitrag von Manuel » Fr 21. Feb 2020, 12:02

Wer Stephens KP und Kür bei den Bavarian gesehen hat, braucht kein neues Wertungssystem. Der Junge hat gezeigt, dass man auch ohne Quads mit großem Abstand siegen kann. Es reichen exzellente Dreifache und höchstes technisches Niveau, welches gepaart mit einfallsreicher Choreographie sowie passender Musik, das musikalische und schauspielerische Talent des Läufers erfordert. Wenn man bedenkt, dass die fehlenden vierfachen Sprünge durch Rekonvaleszenz verursacht wurden, werden wir von einem gesunden Stephen demnächst Kunstlauf sehen, der die Bezeichnung auch verdient hat.

Diese beiden Vorträge sollten Beispiel für Nachwuchsläufer und Trainer genug sein. Man muss die Kür auf zwei Vierfache begrenzen. Wenn sie nicht gestanden sind, werden sie nicht gewertet. So können sich die Läufer überlegen, ob sie die Vierfachen riskieren wollen. Das ginge dann nur, wenn ihr restliches Programm so gut ist, dass sie es mit einem versemmelten Vierfachen aufs Podium schaffen. Die Preisrichter haben m. E. ihr Wertungskontingent beim künstlerischen Eindruck noch gar nicht ausgeschöpft und könnten hier mehr Mut zeigen. Es gibt Läufer, die würde ich trotz gestandener Vierfacher ganz nach hinten setzen, weil ihr Programm grotten schlecht ist.

Zu Stephen: Es war richtig ihn die Verletzung auskurieren zu lassen und man erkennt, dass sowohl Trainer als auch Eltern verantwortungsvoll mit seinem Talent umgehen. Er ist jung, hat alle Zeit der Welt für die großen Eislaufbühnen. Wichtig ist die Gesundheit. Wenn der Körper früh überfordert wird, kommt ein tragisches Schicksal wie Evgeni Plushenko heraus und das nützt niemandem, dem Jungen am allerwenigsten. Neben dem Eislauf benötigt die Schule ihre Aufmerksamkeit, damit später alle beruflichen Türen offen stehen. Man muss seine Brötchen nicht mit Eislauf verdienen, siehe Jan Hoffmann. Der ist Zahnarzt geworden!

Es darf nicht vergessen werden, dass dieser Sport sehr kostenintensiv ist. Die meisten Eltern, selbst sportbegeisterte, müssen gewaltige Anstrengungen hinlegen. Zuschüsse vom Sportbund reichen nicht. Nur Werbeeinnahmen können etwas ausgleichen. Wobei diese Gelder dem Kind zustehen und eigentlich für Studium und Beruf auf die hohe Kante gelegt werden sollten. Dass Eltern deshalb Ergebnisse sehen wollen, ist verständlich. Und jetzt kommt ein neues Problem hinzu: Die Hormone! :lol: Kreischende weibliche Fans werden an dem jungen Mann nicht spurlos vorübergehen und Ablenkung der besonderen Art ist vorprogrammiert.
Hier hat jemand die Bühne betreten, der uns Zuschauern noch viel Freude am schönsten Sport der Welt bereiten wird.

Ich hab ein Problem mit meinem Fuß und werde wohl pausieren müssen. Bin ganz traurig!

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Re: Stephen Gogolev

Beitrag von Hildecat » Fr 21. Feb 2020, 15:45

Manuel
Gute Besserung für den Fuß und danke für das tolle Statement. :1laugh:
Sehe das genauso, auch den Vorschlag mit der Begrenzung auf 2 Quads in der Kür!

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Re: Stephen Gogolev

Beitrag von maja. » Fr 21. Feb 2020, 20:01

Manuel hat geschrieben:
Fr 21. Feb 2020, 12:02
Man muss seine Brötchen nicht mit Eislauf verdienen, siehe Jan Hoffmann. Der ist Zahnarzt geworden!
Kleine Korrektur: Jan Hoffmann ist Orthopäde in Radeberg

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