Neues Punktesystem ab 2018/19

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Henni147
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Re: ISU plant radikale Änderungen im Eiskunstlauf

Beitrag von Henni147 » Di 12. Sep 2017, 09:35

Da ist mir auch vor Schreck der Spekulatius ins Plantschbecken gefallen.

Sport und Kunst sollen AUSGEWOGENER werden, indem man sie... voneinander TRENNT?!?!?!
Dann sagt Läufer A: ich bin ein super Techniker, aber ein miserabler Künstler. Die Kunstmedaille gewinne ich sowieso nicht, deshalb konzentriere ich mich nur auf den sportlichen Teil.

SUPER IDEE ISU. GRATULATION ZUR DÜMMSTEN IDEE DES MILLENIUMS. Wenn diese Änderung durchkommt, gründe ich mein eigenes Sportkomitee.

Ich bin mal unten im Keller meine Kinnlade wieder raufholen.
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Katrin
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Re: ISU plant radikale Änderungen im Eiskunstlauf

Beitrag von Katrin » Di 12. Sep 2017, 14:27

Henni147 hat geschrieben:
Di 12. Sep 2017, 09:35
Wenn diese Änderung durchkommt, gründe ich mein eigenes Sportkomitee.
Bin dabei, Henni.

Wenn ich diesen absurden Vorschlag durchdenke, beisst sich die Katz in den Schwanz - denn unterm Strich kommt dasselbe raus für den Läufer, nur der Zuschauer ist derjenige, der zu kurz kommt. Ein hundert Jahre altes Bild vom Eiskunstlauf wäre weg. Ich möchte nicht einen Tag nur Sprünge sehen.

Und wenn diese Änderung tatsächlich durchgeht nach dem Motto" ein Tag Kunst, der andere Sport": Das sind dann nicht nur Sprünge und Pirouetten, sondern dann müssen auch die fast vergessenen Pflichtbögen aus der Tonne geholt werden, denn hier sieht man ganz genau, ob der Läufer eine gute Kantentechnik hat und Körperbeherrschung. Das geht aber zulasten der Trainingszeit - denn die wird schlagartig höher.

Nur ein Programm im bisherigen Stil laufen fände ich OK.

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Re: ISU plant radikale Änderungen im Eiskunstlauf

Beitrag von MI's FAN » Mi 13. Sep 2017, 06:05

Also da bin melde ich mich auch aus dem "Sommerschlaf" zurück. Wenn das durchgeht ist es mit dem Eiskunstlauf zu Ende. Beim Eiskunstlauf macht doch gerade das Zusammenwirken von Sport und Kunst so richtig interessant. Ein Programm so ganz in Balletstil :roll: , da schläft man wahrscheinlich mittendrin ein und nur Sprünge :x sind ebenso langweilig. 2 Champions :cry: :evil: . Also generell wäre es eine gute Idee die unsauberen Vierfachen mehr abzuwerten, die sauberen Vierfachen aufzuwerten, damit die Läufer gewinnen, die 2 Programme ohne Makel zeigen. Mir gehen die Programme mit mehreren gestolperten Vierfachen richtig auf den Nerv. Ich denke nicht dass es nur von Russland ausgeht. Die USA & Kanada haben genug Kandidaten die nicht Vierfach springen können und dafür schön laufen :x . Und letztlich können die Preisrichter gerade bei Programmen ohne Sprünge sich wieder austoben, denn über schöne Programme hat jeder seine eigene Meinung.

Pukitsch
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Re: ISU plant radikale Änderungen im Eiskunstlauf

Beitrag von Pukitsch » Mi 13. Sep 2017, 09:48

In meinen Augen wären diese Regeländerungen auch einen totale Katastrophe!

Gerade die Kombination aus immenser Athletik und starkem Ausdruck macht unsere Sportart doch aus! Deswegen heißt es ja EisKUNSTlauf und nicht nur Ice-Jumping oder sowas...

Wem das Läuferische zu kurz kommt der kann sich ja dem Eistanz zuwenden. Mittlerweile gibt es im Amateurbereich Wettkämpfe im Solo-Eistanz, das könnte man ja auch im Profibereich durchsetzen. Wäre meiner Meinung nach noch eher ein Ansatz als es gleich komplett zu trennen - grauenhafte Vorstellung! :o :(

Katrin
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Re: ISU plant radikale Änderungen im Eiskunstlauf

Beitrag von Katrin » Mi 13. Sep 2017, 12:29

Pukitsch hat geschrieben:
Mi 13. Sep 2017, 09:48
Mittlerweile gibt es im Amateurbereich Wettkämpfe im Solo-Eistanz, das könnte man ja auch im Profibereich durchsetzen. Wäre meiner Meinung nach noch eher ein Ansatz als es gleich komplett zu trennen - grauenhafte Vorstellung! :o :(
Solo-Eistanz im Amateurbereich? Sehr interessant, das wusste ich nicht.
Wär nichts für mich, bin verknallt in Sprünge.

Eine Trennung von Sport und Kunst geht gar nicht: Weil:
Eine Ballett-Pirouette mit zwei Umdrehungen wacklerfrei in den richtigen Stand bekommen ist höchste sportliche Körperbeherrschung. Die Ballettänzer - die Profis - üben jeden Tag stundenlang Grundhaltungen, und das Jahre lang. Das ist Hochleistungssport.
Diese Perfektion der Körperbeherrschung ist eine Kunst an sich und steigert auch den Kunstgenuss für den Zuschauer.



Greg Hines, Stepp-Tänzer mit unglaublichem Bewegungstalent, muss seine wandernde Pirouette um ca 1.30 min kaschieren mit einem Schritt zur Seite im Gegensatz zu Barishnikov, der Ballett-Legende, der seine Pirouette sauber zentriert.

Niemand kommt im Ballett auf die Idee, den "Sport" zu isolieren". Also auch bitte unterlassen im Eiskunstlauf !
Eine unteilbare Menge teilen ergibt Quark, liebe ISU - Denkfabrik.

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Henni147
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Re: Neues Punktesystem ab 2018/19

Beitrag von Henni147 » So 7. Jan 2018, 13:04

Hier ein paar sehr interessante Gedanken und Meinungen zum aktuellen Wertungssystem und den künftig geplanten Änderungen der ISU:

http://web.icenetwork.com/news/2017/09/11/253667206
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Jenni
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Re: Neues Punktesystem ab 2018/19

Beitrag von Jenni » So 7. Jan 2018, 17:49

Da sie das Wertungssystem dass es gerade gibt nicht in Ganzheit umsetzen wage ich zu bezweifeln, dass es wirklich etwas ändert.

Zum Beispiel: Wenn der Solosprung im SP wirklich mal die -3 GOE bekommen würde für keine Schritte vor dem Solosprung wie es bei fast allen Läufern mit zwei Vierfachen im SP ist, insbesondere Nathan und Boyang, dann sehe es auch jetzt anders aus. Egal wie man landet die Regel sieht vor: Keine Schritte, dann gibt -3 GOE. Dann bekäme Nathan nicht über 100 Punkte. Wird das angewendet? Nein bei niemandem und die Läufer die es trotzdem machen,werden nicht belohnt dafür.

Ergo nicht die Regeln sind das Problem, sondern die Umsetzung.

Ich denke die Ansätze bei den Änderungen sind nicht wirklich etwas wo sich langfristig viel ändert.

Wo es wirklich hapert bei der PCS Bewertung das wird gar nicht angefasst, so weit ich das verstanden habe. Sie wollen PCS und TES wieder näher zusammenbringen. Wie wäre es wenn man die PCS einfach mal wirklich unabhängig von den TES bewertet? Und wenn sie da wirklich was anpassen wollten, wie wäre es einfach den Faktor für die PCS zu erhöhen. Schon ist man näher am TES dran. (Lass doch die Läufer 120 PCS im FS bekommen können, dann passt auch der TES Wert von 126 vom WR wieder.)

Und wie auch Max Ambesi und Angelo Dolphini sagen, wenn die PCS Teile mehr differenziert angewendet werden würden, dann hätte man die Unterschiede zwischen den einzelnen Läufern deutlicher. Er sagt: Das Problem ist nicht das Wertungssystem sondern wie es benutzt wird. Eigentlich ist keine Änderung nötig so lange die Regeln richtig angewendet werden würden.

Die Meinung zu den Regeländerungen von Ambesi und Angelo Dophini könnt ihr hier lesen: https://the-a-factor-fs.tumblr.com/post ... -episode-2 (Teil 4 geht um das Wertungssystem)

Eins denke ich aber wird das neue System schaffen, noch verwirrender zu sein als das alte. Und immerhin sind dann erstmal die Wertungen völlig offen für die neue Saison. Immerhin spannend.

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