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Die Europameisterschaft 2014 – Eine Bilanz

Die Europameisterschaft 2014 ist Geschichte. Wo steht Europa gut zwei Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele?
Im Paarlaufen wird der alte Kontinent Gold und Silber unter sich ausmachen, auch wenn die beiden Vorzeigepaare Tatiana Volosozhar / Maxim Trankov und Aliona Savchenko / Robin Szolkowy in Budapest nicht gerade glänzten. Es fällt aber auf, dass die einen recht unsicher sind, die anderen häufig gesundheitliche Probleme haben. Dennoch, sie liegen läuferisch weit vor der Konkurrenz. Da ist niemand, der die beiden gefährden kann, auch wenn die nur 70 Prozent ihrer Leistung bringen sollten.

Die sportlich hochkarätigste Veranstaltung war sicher der Damenwettbewerb. Was Julia Lipnitskaia und Adelina Sotnikova boten war Weltklasse. Zu der gehört, mit einem fehlerfreien Programm, sicher auch Carolina Kostner. Das Aufeinandertreffen der drei mit der japanischen Elite, Gracie Gold und Yuna Kim dürfte auch in Sotchi ein hochklassiger Wettbewerb werden.

Nicht ganz so gut sieht es bei den Herren aus. Die Formkurve von Javier Fernandez steigt zwar an, der Abstand zu den Japanern und Patrick Chan ist aber noch groß. Ansonsten war die Kür der Herren ein Fiasko. Kaum ein Läufer brachte sein Programm fehlerlos auf das Eis. Zu den besten gehörten ausgerechnet die beiden Russen Sergei Voronov und Konstantin Menshov, die man im Kampf um Russlands einzigen Olympiastartplatz längst abgeschrieben hatte. Eine Medaillenchance haben sie aber auch in Bestform nicht.

Im Eistanzen laufen die Europäer den Nordamerikanern hinterher und nur um den dritten Platz. Das Niveau des Wettbewerbs lässt sich schlecht einschätzen, da ja die Titelverteidiger fehlten. Bronze sollte möglich sein.

Aus deutscher Sicht gab es in Budapest Licht und Schatten. Savchenko / Szolkowy boten nur ein mäßiges Kurzprogramm, mit dem sie sicher nicht zufrieden waren. Maylin Wende / Daniel Wende und Mari Vartmann / Aaron van Cleave waren mit den Plätzen sechs und neun sicher zufrieden. Beide verschenkten aber vor allem in der Kür durch Fehler etliche Punkte. Da wäre sicher noch mehr möglich gewesen.
Auch im Eistanzen reiften nicht alle Blütenträume. Nelli Zhiganshina / Alexander Gaszi hatte ich in der Vorschau zum erweiterten Kreis der Kandidaten für Platz drei gezählt. Am Ende wurde es nur Platz sieben. Das Gaszi dann die Preisrichter für das enttäuschende Ergebnis verantwortlich machte ist einfach schlechter Stil. Das Paar war beim ersten Saisonhöhepunkt nicht in der Lage, seine beste Leistung zu zeigen. Statt die Preisrichter zu beschimpfen, sollten die beiden sich jetzt konzentriert auf Sotchi vorzubereiten. Freuen dürfen sich sicher Tanja Kolbe / Stefano Caruso, die Elfte wurden. Ein Tick mehr war aber auch bei diesen beiden möglich.
Der Star des deutschen Aufgebots war sicher Peter Liebers. Der deutsche Meister zeigte eine ganz starke Kür und pulverisierte seine Bestleistungen. Offensichtlich mochten ihn die Kampfrichter lieber als Herrn Gaszi. Liebers hat das Zeug dazu, die Lücke die Savchenko / Szolkowy mit ihrem Rücktritt nach Olympia reißen werden zwar nicht zu füllen, aber doch deutlich zu verkleinern. Auch Franz Streubels erster Auftritt bei einer EM konnte sich sehen lassen. Er muss sich sicher erst noch an die vollen Hallen gewöhnen.
Diesen Schritt hat Nathalie Weinzierl bereits hinter sich. Auch sie verbesserte ihre Bestleistungen, ließ sich aber in der Kür noch reichlich Luft nach oben. Sie darf auf dem Weg nach oben nicht die Geduld verlieren. Sarah Hecken scheint der Typ Läufer zu sein, der die absolute Rückendeckung seines Umfelds spüren muss. Das war in Mannheim zuletzt offenbar nicht mehr der Fall. Der Wechsel zu Stefan Lindemann kam zu spät, um in dieser Saison noch etwas zu reißen. Vielleicht ist es gut, dass sie nun erst einmal Ruhe zum arbeiten hat.

Zuletzt ein paar Worte zu den Fernsehübertragungen. Der deutsche Eiskunstlauffan ist da ja leidgeprüft. Eurosport zeigte nur vier Wettbewerbe, die anderen gab es nicht einmal in einer Zusammenfassung. Das war schon echt arm. Was sich mir nicht erschließt: Eurosport betreibt den kostenpflichtigen Eurosportplayer über den nicht nur Eurosport und Eurosport 2 über einen Livestream zu empfangen sind. Der Sender strahlt hier bei Bedarf auch andere Ereignisse aus, zur Zeit beispielsweise mehrere Spiele von den Australian Open im Tennis gleichzeitig. Warum gab es da nicht einen Stream von der Eiskunstlauf-EM? Ich bin mir sicher, viele Eiskunstlauffans hätten die 5,99 für diesen Monat ausgegeben, um ihre Lieblingssportart zu sehen. Ich habe bei Eurosport diesmal nur die Kür der Damen gesehen und mich reichlich geärgert, das ich es getan habe. Bekanntlich sind Siggi Heinrich und Hendry Schamberger von manchen Läufern schon sehr eingenommen. Auch wenn Heinrich diesmal nicht dabei war, Schamberger war kaum zu ertragen. Die ganze Halle in Budapest lag Julia Lipnitskaia nach ihrer Kür zu Füßen, die Weltpresse überschlug sich später in Superlativen. Schamberger war dagegen nur am mäkeln. Für ihn war einzig Carolina Kostner Klasse. Kostner gehört ohnehin zu den großen Lieblingen der beiden. Noch schlimmer ist es nur wenn Ashley Wagner läuft. Da habe ich jedes mal Angst, die beiden verfallen in Schnappatmung. Unerträglich.
Das es anders geht, in zweifacher Hinsicht, zeigte die italienische Rai. Freilich war gefühlt jedes dritte Wort, egal bei welchem Wettbewerb, Carolina Kostner, doch wie die Kommentatorin Franca Bianconi den Lauf von Lipnitskaia begleitete, das war hörenswert. Nach jeder gelungen Aktion der Russin rief sie ein lautstarkes bellissima in das Mikrofon und lobte auch nach der Kür das Programm in höchsten Tönen, obwohl durch dieses Programm Kostner von Platz zwei auf den dritten Platz zurückfiel. So was kann ich mir bei Heinrich / Schamberger beim besten Willen nicht vorstellen. Außerdem übertrug die Rai alle Wettkämpfe live und fast immer mit allen Läufern. Einzig die Kür der Paare wurde zeitversetzt, aber dafür mit allen 15 Paaren gezeigt.

Erfreulicherweise ist auch die ARD ausführlich dabei gewesen, wenn auch nur mit einem Livestream. Es wäre toll, wenn der Sender das in Zukunft öfter und dann von allen Wettkämpfen machen würde. Allein von dieser Seite aus klickten 413 Besucher den ARD-Livestream an.

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