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ISU European Championships 2016: Medvedeva erstmals Europas Champion

Evgenia Medvedeva
Evgenia Medvedeva
Foto: K.H.Krebs

Die Kür der Damen bei den ISU European Championships 2016 hielt was sie versprach. Leider wird aber bei den Meisterschaften, anders als in der Grand-Prix-Series, immer noch in den Gruppen gelost, so dass nach den ersten beiden Läuferinnen der letzten Gruppe die EM entschieden war. Schade, eine Startreihenfolge in umgekehrter Reihenfolge der Platzierung hätte noch weit mehr Spannung erzeugt. Am totalen Triumph der russischen Damen hätte sich aber wahrscheinlich dennoch nichts geändert. Wieder einmal ging Evgenia Medvedeva als Siegerin vom Eis. Die 16-jährige Russin stürzte zwar beim Doppelaxel, lief aber sonst nahezu perfekt. Mit 142.90 Punkten gewann sie die Kürwertung und mit 215.45 Punkten den Wettbewerb. Das war beide Male deutlich unter ihren Bestleistungen, aber danach fragt morgen niemand mehr.

Ihre Landsfrau Elena Radionova blieb zwar ohne Sturz, aber auch nicht ganz ohne Probleme. Sie belegte in der Kür mit 139.03 und insgesamt mit 209.99 Punkten den zweiten Platz. Den totalen Triumph für Russland sicherte Anna Pogorilaya ab, wusste aber erneut nicht zu überzeugen. Sie stürzte beim dreifachen Rittberger und dem dreifachen Lutz. Das reichte nur zu 123.24 Kür- und 187.05 Gesamtpunkten. In Gefahr geriet ihr dritter Platz aber nie. Man darf gespannt sein, wie der russische Verband entscheidet. Sollte eine Läuferin beim russischen Pokalwettbewerb Ende Februar eine überzeugende Leistung bieten, und einige große Namen sind dort ja am Start, wird Pogorilaya wohl ausgetauscht werden.

Nur Blech gab es für die Lettin Angelina Kuchvalska, die dennoch heller strahlte als die Mittagssonne. Auch wenn nicht alles perfekt lief, mit dem vierten Platz hatte wohl niemand in ihrem Umfeld gerechnet. Diesen Platz belegte sie in der Kür, wo sie sich um zehn Zähler auf 118.00 verbesserte und insgesamt, wo sie sich sogar um 13 Zähler auf 176.99 Punkte steigerte. Den fünften Platz angelte sich die Italienerin Roberta Rodeghiere, für die noch mehr möglich gewesen war. Ihr misslangen vor allem zwei Kombinationen. Dass sie sich in der Kür dennoch um vier Punkte auf 109.75 steigern konnte, spricht für die Qualität ihres Programms. Insgesamt konnte sie sich mit 170.76 Punkten um acht Zähler steigern. Der sechste Platz ging an Mae Berenice Meite, die sich über ihr schwächeres Kurzprogramm geärgert haben dürfte. In der Kür belegte sie mit 103.88 Punkten den sechsten Platz und kletterte am Ende vom achten auf den sechsten Rang (161.23).

Den hätte auch Nathalie Weinzierl einnehmen können. Ihr missglückte aber eine Kombination und der Rittberger hätte wohl auch dreifach sein sollen. Nach 103.28 Punkten und Platz sieben in der Kür, gab es diesen auch insgesamt (160.64), womit sie die Französin knapp vorbeilassen musste. Dennoch ihr siebender Platz ist, noch dazu in Anbetracht der Umstände, aller Ehren wert und sicherte der DEU auch für die nächste EM zwei Startplätze.
Österreichs Kerstin Frank blieb auch in der Kür weit hinter ihrem Leistungsvermögen zurück. War sie schon im Kurzprogramm gerade so als 24. in das Hauptfeld gerutscht, gab es auch in der Kür keine Steigerung. Mit 83.23 Punkten verfehlte sie hier ihre Bestleistung um 14 Zähler. Weil andere noch schwächer liefen konnte sie sich dennoch auf den 22. Platz verbessern, blieb aber in der Gesamtwertung mit 128.28 Punkten um 21 Punkte hinter ihrem besten Ergebnis zurück.

Ergebnis der Kür
Gesamtergebnis

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