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World Figure Skating Championships 2017: Die Herren

[ratings]

 

Die Herren steigen am Donnerstag bei den World Figure Skating Championships 2017 ein. Titelverteidiger Javier Fernandez (ESP) sprach vor wenigen Tagen von fünf Titelanwärtern. Ich erhöhe um eins und sage es sind sogar sechs. Neben Fernandez sind das der Grand-Prix-Sieger Yuzuru Hanyu (JAP), der Four-Continents Sieger Nathan Chen, der Dritte und der Vierte der Four Continents Shoma Uno (JAP) und Patrick Chan (CAN), sowie der Fünfte dieses Wettbewerbs, der Chinese Boyang Jin. Diese Spitzengruppe definiert sich dann in drei Untergruppen. Die Sprungwunder, die von Sprung zu Sprung jagen und den Ausdruck vergessen (Chen, Jin), die Allrounder mit überdurchschnittlichem Sprungvermögen und viel Ausdruck (Fernandez, Hanyu, Uno) und Chan, der derzeit allein die Gruppe der Schönlaufer aber wenig Springer bildet. So fällt es schwer eine Reihenfolge festzulegen, die am Ende dem Ergebnis nahe kommen könnte, denn es können wirklich alle sechs gewinnen. Wobei, für Chan sind die Chancen vielleicht am geringsten. Ihm fehlt in der Kür mindestens ein Vierfacher, um am Ende auch aus eigener Kraft gewinnen zu können.

Javier Fernandez (25) aus Spanien ist in seiner Heimat längst eine Legende und hat auch international Eiskunstlaufgeschichte geschrieben. Er war 2015 der erste Spanier der Weltmeister wurde und 2013 der Erste seines Landes, der eine Medaille bei einer ISU Meisterschaft holte. Diese Medaille war die goldene bei der EM. Er war der erste Spanier, der eine Medaille bei einem Grand Prix Wettbewerb gewann (2011, Silber beim Skate Canada). Natürlich war er dann auch der erste Spanier, der sich für ein Grand-Prix-Finale (2011) qualifizierte und die dort errungene Bronzemedaille die erste für Spanien bei einem Finale. Bei Olympia war er der erste Spanier seit 1956. Ein Ziel hat er aber noch offen, denn eine olympische Medaille gab es für Spanien noch nie. Da sollte 2018 noch etwas gehen. Beim Finale des ISU Grand Prix 2012 und der folgenden EM landete Fernandez drei vierfache Sprünge in einem Programm – auch das ein Novum bis dahin. Dabei ist der Spanier ein Spätstarter. Bei fünf Junior GP war ein vierter Platz seine beste Platzierung. Das Finale erreichte er nie. Seine einzige Junioren-WM beendete er auf Platz 13. Deutlich besser lief es bei den Senioren. Hier bestritt er bereits 15 Grand Prix und ging sechsmal als Sieger vom Eis. Fünfmal erreichte er das Finale und war je zweimal Zweiter und Vierter, sowie einmal Dritter. Dazu ist Fernandez fünffacher Europameister und zweifacher Weltmeister. Seine Trainer sind Brian Orser, Tracy Wilson und Daniel Peinado. Er trainiert in der Nebensaison 22 Stunden in der Woche in Madrid, in der Hauptsaison 20 Stunden in Toronto. Im Kurzprogramm hören wir “Malagueña” von Ernesto Lecuona, gesungen von Paco de Lucía und Plácido Domingo, in einer Choreografie von Antonio Najarro. Das ist die gleiche Musik wie im Vorjahr. In der Kür gibt es ein Medley aus Titeln von Elvis Presley, choreografiert von David Wilson.

Nathan Chen (17) aus den USA bestreitet seine ersten Saison bei den Senioren. Er war Vierter der Trophée de France und Zweiter der NHK-Trophy. Es waren seine beiden ersten Grand-Prix-Starts. Im Finale belegte er den zweiten Platz. Noch ganz frisch in Erinnerung ist sein Sieg bei den Four Continents, wo er die mit Ausnahme von Fernandez vollständig versammelte Weltelite besiegte. Chen nahm an sechs Junior-GP teil und war fünfmal Erster und einmal Zweiter. Bei seinen beiden Finalteilnahmen belegte er die Plätze eins und drei. Zweimal nahm er an der Junioren-WM teil und wurde Dritter und Vierter. Sein Trainer sind Rafael Arutunian und Marina Zueva. Er trainiert in der Nebensaison 30 und in der Hauptsaison 23 Stunden in Kalifornien. Sein Kurzprogramm läuft er zu „Le Corsaire“ von Adolphe Adam, Léo Delibes, choreografiert von Marina Zueva, die Kür zu „Polovtsian Dances“ aus „Prince Igor“ von Alexander Borodin, choreografiert von Nadia Kanaeva.

Yuzuru Hanyu (22) aus Japan war Zweiter des Skate Canada und gewann die NHK-Trophy und das Grand-Prix-Finale und er war Zweiter der Four Continents. Er ist der erste Japaner der Olympiagold gewann. Er ist der erste Läufer der die magische Grenze von 300 Punkten überbot und hält derzeit alle drei Weltrekorde. Beim ISU CS Autumn Classic International 2016 zeigte er als erster Läufer der Welt einen vierfachen Rittberger in einem ISU-Wettkampf.  Schon als Junior sorgte er für Aufsehen. Er startete dreimal im Junior-GP und gewann zweimal. Bei seiner einzigen Finalteilnahme war er siegreich und holte sich 2010 auch den Titel eines Junioren – Weltmeisters. Vierzehnmal ging er als Senior in der GP-Serie an den Start und wurde viermal Erster und sechsmal Zweiter. Bei sechs Finalteilnahmen gewann er viermal. Im Finale 2016 stellte er drei neue Weltrekorde auf. Bei fünf WM-Teilnahmen gewann er einmal, wurde zweimal Zweiter und einmal Dritter. Er ist der Olympiasieger 2014. Dreimal war er Zweiter der Four-Continents. Seine Trainer sind Brian Orser und Tracy Wilson. Er trainiert in der Nebensaison 14 und in der Hauptsaison 12 Stunden in der Woche in Toronto. Jeffrey Buttle choreografierte sein Kurzprogramm zu „Let’s Go Crazy“ von Prince. Die Kür erdachte Shae-Lynn Bourne und verwandte folgende Musik: „View of Silence“ aus „Pretender“ von Joe Hisaishi und „Asian Dream Song“ aus „Piano Stories II – The Wind of Life“, ebenfalls von Joe Hisaishi.

Der Japaner Shoma Uno (19) gewann den Skate America und war Zweiter des Rostelecom-Cups. Im Grand-Prix-Finale belegte er den dritten Platz. Bei den Four Continents belegte er den dritten Rang. Er bestritt acht Junior-GP und gewann einen Wettbewerb. Damals erreichte er auch das Finale, welches er gewann. Viermal war er bei der Junioren-WM dabei und gewann bei der letzten Teilnahme den Titel. Viermal startete er im Senior-GP und wurde zweimal Erster und zweimal Zweiter. Bei seinen beiden Finalteilnahmen war er jeweils Dritter. Bei den Four-Continents war er mittlerweile dreimal dabei. Der dritte Platz 2017 ist sein bestes Ergebnis. Seinen bisher einzigen WM-Start beendete er auf dem siebenden Platz. Uno war der erste Läufer der in einem ISU-Wettbewerb den vierfachen Flip zeigte. Seine Trainer sind Machiko Yamada und Mihoko Higuchi. Er trainiert 30 Stunden in der Woche in Nagoya. Für die Choreografien sorgt Mihoko Higuchi. Er läuft im Kurzprogramm zur „Fantasy für Violine und Orchester“ von Nigel Hess und in der Kür zu „Buenos Aires Hora Cero“ und zu „Barada para un loco“ beide von Astor Piazzolla.

Patrick Chan (27) aus Kanada gewann in dieser Saison den Skate Canada und den Cup of China und war Dritter im GP-Finale. Die Four Continents beendete er auf dem vierten Rang. Der Sohn chinesischer Eltern bestritt zwei Junior-GP, von denen er einen gewann. Im folgenden Finale belegte er den fünften Platz. Dreimal nahm er an der Junioren-WM teil und wurde 2007 Vizeweltmeister. Bei den Herren nahm er an 19 GP-Wettbewerben teil, von denen er zwölf gewann. Er stand achtmal im Finale und holte sich zweimal den ersten Platz. Siebenmal war er bei Weltmeisterschaften dabei, wo er sich drei Titel holte. An den Four Continents nahm er viermal teil und gewann in diesem Jahr zum ersten Mal nicht.. Seine Trainerin ist Marina Zueva. die mit ihm in Michigan übt. Sein Kurzprogramm choreografierte Pasquale Camerlengo zu den Beatles Songs „Dear Prudence“ und „Blackbird“. Die Musik zu seiner Kür heißt „The Journey“ und stammt aus der Feder von Paarlauf-Weltmeister Eric Radford. Die Kür gestaltete David Wilson. Er ist der Olympiazweite von 2014, wo er auch Silber im Teamwettbewerb gewann.

Boyang Jin (19) aus China begann die Grand-Prix-Saison mit Rang fünf beim Skate America, den ein zweiter Platz beim Cup of China nicht ausbügeln konnte. Bei den Four Continents musste er sich mit Rang fünf zufrieden geben. Schon als Junior hatte er auf sich aufmerksam gemacht. Fünf seiner sechs Junior-GP konnte er gewinnen. Bei seinen drei Finals stand er einmal auf dem obersten Treppchen, bei seinen drei WM-Teilnahmen war er einmal Zweiter. Viermal startete er bisher im Grand-Prix-der Senioren und wurde dreimal Zweiter. In seinem bisher einzigen Finale wurde er 2015 Fünfter. Er wurde 2016 Zweiter der Four Continents und WM-Dritter. Er zeigte als erster Läufer eine Kombination aus vierfachem Lutz und dreifachem Toeloop, die derzeit am höchsten bewertete Kombination. Sein Trainer ist Zhaoxiao Xu. Er trainiert 17 Stunden in der Woche in Harbin. Im Kurzprogramm läuft er zu Musik aus Spiderman, in der Kür zu „Avenue“. Für die Choreografien sorgte Lori Nichol.

Der deutsche Vizemeister Paul Fentz (24) vertritt die Farben der DEU. Er bestritt fünf Junior-GP und verbuchte als beste Platzierung Rang sieben. An Grand-Prix-Wettbewerben der Senioren nahm er bisher, genau wie an WM, nicht teil. Dreimal wurde er für die EM nominiert. In diesem Jahr belegte er hier einen hervorragenden zehnten Platz Er bestritt eine Menge kleinerer Wettkämpfe bei den Senioren. Dabei blieb er bislang sieglos. In der Challenger Series hatte er sieben Einsätze und stand als Vierter in Warschau 2014 dicht vor dem Treppchen. Seine Trainerin ist Romy Oesterreich. Er trainiert in der Nebensaison 15 und in der Hauptsaison 27 Stunden in der Woche in Berlin. Sein Heimatverein ist der SC Berlin. Seine Choreografen sind Paul Boll und Mark Pillay. Er läuft im Kurzprogramm zu „Wonderwall“ von Paul Anka und in der Kür zu „Hey You“ und „Another Brick in the Wall“,  beide von Pink Floyd. Er war in dieser Saison Zweiter der NRW-Trophy und Dritter des Mentor-Torun-Cup. Sein Heimatverein ist der SC Berlin.

Für die Schweiz geht Stephane Walker (26) an den Start. Walkers Name tauchte zum ersten Mal 2007 in den Ergebnislisten auf. Er ist nun also auch schon zehn Jahre dabei. Im Junior-GP war er dreimal am Start und durfte sich 2008 über einen siebenden Platz freuen. Einmal war er auch bei einer Junioren-WM dabei, wo er aber nur auf den 30. Platz kam. Bei Europameisterschaften war er bislang sechsmal dabei, wobei zwei 17. Plätze die bisher besten Ergebnisse sind. Zu Weltmeisterschaften reiste er zweimal und belegte die Plätze 23 und 30. In der Challenger Series war er bisher fünfmal am Start. Hier wurde er in dieser Saison Dritter des Warsaw-Cup. Viele Male startete er bei internationalen Wettbewerben außerhalb der großen Serien. Hier gelangen ihm auch drei Siege. Seine Trainerinnen sind Franca Bianconi und Rosanna Murante. Er trainiert 20 Stunden in der Woche in Bergamo. Sein Heimatverein ist der SC Sion. Im Kurzprogramm läuft er zu Purple Rain von Prince, in der Kür zu „Mi Mancerai“ von Josh Groban.

Das Kurzprogramm beginnt am Donnerstag um 11.30 Uhr. Eurosport 1 zeigt erst ab 17 Uhr Ausschnitte. Die Kür beginnt am Sonnabend um 09.50 Uhr. Hier ist Eurosport 2 LIVE dabei.

Die Eiskunstlauf-WM im Forum

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Die nächsten TV-Übertragungen und Livestreams (LS)

Sonntag, 26. August

22.00 Uhr ORF 2 / ORF E – Mein Magareten
Der dokumentarische Streifzug durch Wiener Bezirke und „Grätz’ln“ führt diesmal in den fünften Bezirk, der aus sieben Teilen zusammen gewachsen ist: Matzleinsdorf, Reinprechtsdorf, Laurenzergrund, Nikolsdorf, Hundsturm, Hunglbrunn und schließlich Margareten selbst, das dem Bezirk seinen Namen gibt. Der ehemalige Minister Erwin Lanc, die Ex-Europameisterin Im Eiskunstlauf Claudia Kristofics-Binder, die Gastronomin Helene Wanne und der Autor Harald Pesata erzählen von Ihrer Kindheit und Jugend in Margareten und präsentieren Bezirksgeschichte und -geschichten und die tiefgreifenden Veränderungen in „ihrem“ Bezirk.

Samstag, 01.September

17.00 Uhr LS THE ICE
mit Shoma Uno, Nathan Chen, Boyang Jin, Dmitri Aliev, Sergei Voronov, Takahito Mura, Nobunari Oda, Kazuki Tomono, Alina Zagitova, Satoko Miyahara, Gabrielle Daleman, Kaori Sakamoto, Mai Mihara, Mirai Nagasu, Mariah Bell, Marin Honda, Gabriella Papadakis/Guillaume Cizeron, Vanessa James/Morgan Cipres, Miyu Honda, Sara Honda, Mako Yamashita

Dienstag, 4. September

20.45 Uhr ORF Sport Plus – Eiskunstlauf Junior Grand Prix
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