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World Figure Skating Championships 2017: Medvedeva mit Fabelweltrekorden zum zweiten Titel

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Evgenia Medvedeva
Evgenia Medvedeva
Foto: K.H. Krebs

Eine Zeitlang erinnerte die Kür der Damen bei den World Figure Skating Championships 2017 fatal an die Kür der Herren beim Grand-Prix-Finale 2017. Das änderte sich erst mit dem Auftritt der letzten Läuferinnen. Die Titelverteidigerin Evgenia Medvedeva lies sich von den schwachen Auftritten vor ihrem Programm in keiner Weise beeinflussen und sprang mit traumwandlerischer Sicherheit. Der Lohn waren die Titelverteidigung und neue Weltrekorde in der Kür und insgesamt. Sie hält damit alle drei Weltrekorde und ist erst die vierte Doppel-Weltmeisterin der langen Eiskunstlaufgeschichte. In ihrem Sog wuchsen die Kanadierinnen  Kaetlyn Osmond und Gabrielle Daleman über sich hinaus und belegten in dieser Reihenfolge die Plätze zwei und drei. Noch niemals in der Geschichte gab es eine WM der Damen, in der Kanada zwei Medaillen holte. Kanada, Russland und die USA sicherten sich für die WM und Olympia 2018 jeweils drei Startplätze. Japan wird dagegen nur noch zwei Damen an den Start bringen dürfen. Nicole Schott (GER) sicherte der DEU jeweils einen Startplatz bei der nächsten WM und bei Olympia.

Die Kür von Evgenia Medvedeva (RUS) erinnerte an den Auftritt von Yuzuru Hanyu 2015 in Barcelona. Die 17-jährige lief ihr Programm absolut fehlerfrei und wurde für ihre Kür, die an 9/11 erinnert, mit stehenden Ovationen gefeiert. Sie stellte in der Kür (154.40) und insgesamt (233.41) neue Weltrekorde auf. Sollte die ISU nach Olympia die dreifach-dreifach-dreifach Kombinationen für die Frauen erlauben, dann wird Medvedeva in den nächsten Jahren kaum zu schlagen sein. Kaetlyn Osmond (CAN) schaffte endlich zwei gute Programme in einem Wettbewerb und belohnte sich selbst mit der Silbermedaille. Auch an ihrer Kür gab es nichts auszusetzen und so stellte sie in der Kür mit 142.15 Punkten und insgesamt mit 218.13 Punkten neue Bestleistungen auf. Gabrielle Daleman (CAN) bewies erneut ihr großes Kämpferherz und erlief sich den dritten Rang. In der Kür gab es lediglich für ihre letzte Kombination (3S+2A+Seq) minimale Abzüge. Mit 141.33 Punkten in der Kür und insgesamt 213.52 gab es jeweils neue Bestleistungen.
Karen Chen verfehlte mit 199.29 Punkten nur knapp die 200-er Marke und landete als beste Läuferin der USA auf dem vierten Rang. Ein Sturz beim unterrotierten dreifachen Lutz und Unsicherheiten beim doppelten Axel kosteten einiges an Punkten. Dennoch erreichte auch sie neue Bestmarken (129.31 / 199.29). Einen Satz nach oben machte die Japanerin Mai Mihara (JAP). Mit der viertbesten Kür (138.29) verbesserte sie sich vom 15. auf den fünften Platz. Ihr Kürergebnis war das Beste, welches sie je erzielt hat. Eine eher enttäuschende Kür gab es von Carolina Kostner (ITA) zu sehen. Sie sprang zu Beginn ihrer zweiten Kombination den Rittberger nur einzeln und strahlte wenig Glanz aus. Mit 130.52 Punkten erzielte sie in der Kür das fünftbeste Ergebnis. Insgesamt war sie Sechste mit 196.83 Punkten und lag damit 14 Zähler hinter ihrem EM-Ergebnis vom Januar.

Auch Ashley Wagner enttäuschte. In ihrer Kür machte sie eine Reihe von Fehlern und landete mit 124.50 Punkten auf dem zehnten Rang. Insgesamt wurde sie mit 193.54 Punkten Siebende. Ein Drama erlebte die Dritte nach dem Kurzprogramm Anna Pogorilaya (RUS). Die Zuschauer fühlten sich in das Jahr 2015 zurückversetzt, wo Pogorilaya ebenfalls ein Desaster erlebte. Damals fiel sie vom neunten auf den 13. Rang, diesmal vom dritten auf den 13. Platz zurück. Ihre Kür war eine Anhäufung von Fehlern, dennoch feierte sie das finnische Publikum am Ende der Kür wie eine Weltmeisterin.

Nach dem verkorksten Kurzprogramm konnte Nicole Schott (GER) in der Kür mehr als nur Schadensbegrenzung betreiben. Mit der besten Kür ihres Lebens (106.58) steigerte sie sich um genau so viele Plätze, wie für ein WM- und ein Olympiaticket für Deutschland nötig waren. Sie erreichte 161.41 Punkte und belegte den 19. Rang.

Ergebnis der Kür
Gesamtergebnis

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