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Eine Tasse Kaffee für Das Eiskunstlaufblog

Kommende Veranstaltungen

  • Lake Placid Ice Dance International 24. Juli 2018 – 28. Juli 2018 Lake Placid, New York 12946, USA
  • Philadelphia Summer International 30. Juli 2018 – 5. August 2018 Philadelphia, Pennsylvania, USA
  • Challenger Series: Asian Open Figure Skating Trophy 1. August 2018 – 5. August 2018 Bangkok, Thailand
  • NRW Trophy 2018 9. August 2018 – 12. August 2018 Dortmund, Deutschland
  • ISU Junior Grand Prix of Figure Skating 22. August 2018 – 25. August 2018 Bratislava, Slowakei

Olympia 2018: Die Herren

Nach dem Herzschlagfinale bei den Paaren werden heute ab 02.00 Uhr MEZ die Herren in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Hier ist die Lage ähnlich wie bei den Paaren. Drei Läufer sind die heißen Kandidaten für das Podium, zwei weitere stehen gewissermaßen auf Abruf bereit.

Ein dickes Fragezeichen steht weiterhin hinter der Form des Weltmeisters Yuzuru Hanyu (23) aus Japan. Er wurde beim Rostelecom-Cup und bei den FS Autumn Classic Zweiter. Dann verletzte er sich unmittelbar vor der NHK-Trophy und wurde seitdem nicht mehr gesehen. Er und sein Stab hüllten sich fortan in Schweigen und blockten alle Nachfragen zu seinem Gesundheitszustand ab. Erst seit rund drei Wochen gibt es wieder Informationen – allesamt Jubelmeldungen. Es bleibt abzuwarten, ob sie berechtigt sind, oder nur die Gegner beeindrucken sollen. Hanyu ist der Olympiasieger 2014 und zweifacher Weltmeister. Ein Hanyu in Topform wird kaum zu schlagen sein. Seine Trainer sind Brian Orser und Tracy Wilson. Er läuft im Kurzprogramm zu Chopin Ballade No. 1 von Frederic Chopin, in einer Choreografie von Jeffrey Buttle und in der Kür zu Seimei (aus Onmyoji) von Shigeru Umebayashi in einer Choreografie von Shae-Lynn Bourne.
In dieser Saison ist Nathan Chen (18) aus den USA noch ungeschlagen. Als Sieger des Rostelecom Cups und Sieger des Skate America reiste er zum GP-Finale, wo er ebenfalls gewann. Er gewann außerdem die US Internat. FS Classic. Für die olympischen Spiele hat er noch einmal aufgestockt und plant mit sechs vierfachen in der Kür. Bringt er sein Programm weitgehend durch, ist er ein ernsthafter Goldkandidat. Für ihn ist es die erste Olympia-Teilnahme. Sein Trainer ist Rafael Arutunian. Er läuft im Kurzprogramm zu Nemesis by Benjamin Clementine und in der Kür zu Mao’s Last Dancer (soundtrack) by Christopher Gordon.
Shoma Uno (19) aus Japan ist so etwas wie der ruhende Pol zwischen den beiden Giganten und scheint sich in der Rolle des vermeintlichen Underdogs wohl zu fühlen. Er ist ein sehr sicher Läufer, was das Pendel in seine Richtung ausschlagen lassen könnte. Er gewann in diesem Winter die Lombardia Trophy und den Skate Canada, er war Zweiter bei den  Internationaux de France und im GP-Finale. Zuletzt war Zweier der Four Continents. Er ist der aktuelle Vizeweltmeister. Es sind seine ersten olympischen Spiele. Er wird von Machiko Yamada und Mihoko Higuchi trainiert. Von Higuchi stammen auch seine diesjährigen Choreografien. Er läuft im Kurzprogramm zum Winter aus dem Zyklus „Die vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi, in der Kür zur Violin Fantasy aus Puccini’s Turandot gespielt von Vanessa-Mae und Nessun Dorma gesungen von Jose Carreras.
Einer der beiden die auf Ausrutscher der Konkurrenz warten müssen ist Javier Fernandez (26) aus Spanien. Er ist zweifacher Welt- und sechsfacher Europameister und der Olympiavierte von 2014. Es ist seine zweite Olympiateilnahme. Er wäre der erste Spanier, der bei Olympia eine Medaille im Eiskunstlauf für sein Land holt. In diesem Jahr gewann er die Autumn Classic International und die Internationaux de France. Er war Sechster bei der NHK-Trophy und wurde Europameister. Er benötigt ein fehlerfreies Programm und wird wohl selbst dann auf Fehler der Konkurrenz warten müssen. Seine Trainer sind Brian Orser, Tracy Wilson und Daniel Peinado. Im Kurzprogramm gibt es ein Chaplin-Medley in der Choreografie von Antonio Najarro, in der Kür kommt die Choreografie von David Wilson zu Man of La Mancha.
Boyang Jin (20) aus China kommt in der Schwierigkeit seines Programms den Goldkandidaten sehr nahe. Es fehlt ihm aber an der Konstanz und am Ausdruck. Die vergleichsweise niedrigen Komponenten erweisen sich meist als zusätzliches Handicap. So werden ihm zwei fehlerfreie Programme wohl nur bei Fehlern der anderen zu einer Medaille reichen. Er war zweimal Dritter der WM und gewann in diesem Jahr die Four Continents. Außerdem war er in diesem Winter die Finlandia Trophy, war Zweiter des Cup of China 2017 und Vierter des Skate America. Sein Trainer ist Xu Zhaoxiao, sein Choreograf Jiang Hailan. Er läuft im Kurzprogramm zu A Love Before Time (from Crouching Tiger, Hidden Dragon) by Coco Lee, Yo-Yo Ma, in der Kür gibt es ein Star Wars Medley.

Nur 24 Stunden nach der Goldmedaille im Paarlauf wird der deutsche Eiskunstlauf schnell vom Alltag eingeholt werden und der sieht für längere Zeit grau aus. Der deutsche Meister Paul Fentz (25) wird sein Olympiadebüt im Einzel geben, nach dem er zuvor im Teamwettbewerb enttäuscht hatte. Auch Platz 16 bei der EM war alles andere als eine Glanzleistung. Sein bestes Ergebnis in diesem Winter war der fünfte Rang beim Cup of Tyrol. Dazu gab es zwei siebende Ränge bei den Challenger Wettbewerben von Espoo und Warschau. Beim Skate Canada gab er sein GP-Debüt, das er als Zehnter beendete. Im Dezember gewann er seinen ersten deutschen Meistertitel. Er kann eigentlich nur positiv überraschen. Seine Trainerin ist Romy Österreich. Seine Choreografien kommen von Paul Boll und Mark Pillay. Er läuft im Kurzprogramm zu Wonderwall by Noel Gallagher performed by Paul Anka und in der Kür zu einem Soundtrack aus Game of Thrones. Sein Heimatverein ist der SC Berlin.

Das Kurzprogramm beginnt am Donnerstag um 02.00 Uhr und wird von Beginn an auf TLC übertragen. Die Kür wird am Sonnabend ab 02.00 Uhr ausgetragen. Hier plant TLC erst ab 04.15 Uhr eine Übertragung.

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Die nächsten TV-Übertragungen und Livestreams (LS)

Sonntag, 20. Mai

23.30 Uhr Disney Channel – Disney Insider: Disney On Ice

Patricia besucht das Eiskunstlauf-Spektakel „Disney on Ice“ und darf einen Blick hinter die Kulissen werfen. Die Eislaufprofis zeigen ihr, was es heißt, auf dem Eis zu stehen und Patricia darf in ein richtiges Eislauf-Showkostüm schlüpfen.

Mittwoch, 23.05.
01.30 Uhr NDR – NDR-Talkshow mit Marika Kilius

Die „Tagesschau“ wurde verschoben, wenn sie das Eis betraten: Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler waren das deutsche Sport-Traumpaar, ihr Bekanntheitsgrad lag in den 1960er-Jahren bei 95 Prozent, den letzten gemeinsamen Wettkampf der beiden – es wurde ihr zweiter WM Titel – verfolgten 1964 unfassbare 21 Millionen Zuschauer vor dem Fernseher. Der Vorverkauf von „Holyday on Ice“ mit Kilius/Bäumler musste damals mit berittener Polizei gesichert werden, weil es einen solchen Massenansturm auf die Karten gab. Marika Kilius begann als Rollschuhläuferin, bevor sie aufs Eis ging und es im Paarlauf zu Weltruhm brachte: 1963 und 1964 wurde sie Weltmeisterin und bei den olympischen Winterspielen 1960 und 1964 jeweils zweite. Die gebürtige Hessin Marika Kilius zog sich nach ihrer Karriere eher aus der Öffentlichkeit zurück. Die Großmutter zweier Enkelkinder wurde im März 75 Jahre alt und hält heute Vorträge und Seminare als Repräsentantin der Generation 60plus.

Freitag, 25. Mai
22.30 Uhr MDR/RBB – Riverboot mit Marika Kilius

Sonntag, 27. Mai
11.55 Uhr MDR – Riverboot mit Marika Kilius

Freitag, 08. Juni
22.30 Uhr MDR – Riverboot mit Jan Hoffmann

Sonntag, 10. Juni
11.45 Uhr MDR – Riverboot mit Jan Hoffmann

Dienstag, 12. Juni
15.25 Uhr ZDF-Neo – Kommissar Stollberg – Eisprinzessin

Die ambitionierte Ariane und ihr Partner Torben trainieren für die deutschen Junioren-Eiskunstlauf-Meisterschaften. Als Ariane erschlagen aufgefunden wird, zerplatzen alle Träume. Der grausame Tod des Mädchens trifft die Eltern tief, denn das Leben der kleinen Familie konzentrierte sich allein auf den Sport und die Erfolge Arianes. Hat Jasmin, Arianes bislang schärfste Konkurrentin, etwas mit deren Tod zu tun? Stolberg und sein Team ermitteln in einem undurchschaubaren Geflecht von Beziehungen, Feindschaften und Freundschaften und decken durch ihre Recherchen eine andere, allen bislang unbekannte Seite Arianes auf. Die scheinbar begeisterte und disziplinierte Eiskunstläuferin führte offenbar ein Doppelleben.

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