ISU GP Rostelecom Cup 2020: Die Damen

Auch ohne Evgenia Medvedeva, die ihre Teilnahme verletzungsbedingt abgesagt hat, ist der Damen-Wettbewerb ganz sicher der Höhepunkt dieses Grand-Prix-Wettbewerbes. Wir stellen wie gewohnt die vermeintlichen Favoritinnen vor. Diesmal in der Reihenfolge der Startliste im Kurzprogramm, die bereits vorliegt.


Eva-Lotta KIIBUS (17) aus Estland: Sie ist sicher keine Anwärterin auf einen Podestplatz, hat sich in dieser Saison aber spürbar verbessert. Sie steht vor ihrem ersten Start in der GP-Serie. Bei den großen internationalen Titelkämpfen trat sie erst einmal aus dem Schatten hervor. Bei dem EM 2020 belegte sie den siebten Rang. In der Challenger Series war sie achtmal am Start. Vor wenigen Wochen gelang ihr dort bei der Nebelhorn-Trophy ihr erster Sieg. Gleich darauf war sie Zweite der Budapest Trophy. Sie trainiert bei Anna Levandi, die Choreografien kommen von Benoit Richaud. Sie läuft im Kurzprogramm zu "Sign of the Times" performed by Harry Styles und in der Kür zum "Piano Concerto No.2 in C minor, Op.18" by Sergei Rachmaninov.


Ekaterina RYABOVA (17) aus Aserbaidschan: Für sie ist es der zweite Start in der GP-Serie. Vor einem Jahr belegte sie an gleicher Stelle den fünften Rang. Ihr größter internationaler Erfolg war der sechste Platz bei der EM 2020. Sie trainiert bei Alexander Volkov, Evgeni Plushenko. Ihre Choreografien kommen von Martine Dagenais. Sie läuft im Kurzprogramm zu "Mambo Italiano" performed by Sophia Loren und in der Kür zu Stop by Sam Brown.


Elizaveta TUKTAMYSHEVA (23) aus Russland: Sie steht vor ihrem 19. Start in der GP-Serie. Bisher war sie viermal Erste, dreimal Zweite und viermal Dritte. Sie erreichte viermal das Finale und gewann 2014. Sie ist die Welt´und Europameisterin von 2015, die EM-Dritte von 2013 und die Vize-Weltmeisterin der Juniorinnen von 2011. Weitere 14 Medaillen, darunter acht goldene, sammelte sie in der Challenger Series. Sie trainiert bei Alexei Mishin, Tatiana Prokofieva. Die Choreografien erdachten T. Prokofieva, A. Cappellini, L. Lanotte (SP), Juri Smekalov (FS). Im Kurzprogramm hören wir "Adagio" (from "Spartacus") by Aram Khatchaturian und in der Kür "Chronicles of a Mischievous Bird" by Bkhima Iunusov


Sofia SAMODUROVA (18) aus Russland: Bisher lief sie viermal in der GP-Serie. Ihr bestes Ergebnis war Rang zwei beim Rostelecom-Cup 2018. In der gleichen Saison wurde sie auch Dritte beim Skate America und qualifizierte sich damit für das Finale. Dort belegte sie den vierten Rang. Sie ist die Europmeisterin von 2018 und Achte der WM im gleichen Jahr. Ihre Trainer sind Alexei Mishin, Tatiana Mishina. Für die Choreografien sorgten Tatiana Prokofieva, Roman Kostomarov, Nikita Mikhailov. "The Man with the Harmonica" by Ennio Morricone, arranged by Appollo 440 untermalt ihr Kurzprogramm. In der Kür hören wir "Makeba" by Jain, "Replay" by Rene Aubry und "Mah-Na-Mah-Na" by Moa.


Alena KOSTORNAIA (17) aus Russland: Sie ist in der Grand-Prix-Serie noch ungeschlagen und gewann ihre beiden bisherigen Auftritte. Auch im folgenden Finale ging sie als Siegerin vom Eis. Sie ist die Europameisterin von 2020 und die Vize-Weltmeisterin der Juniorinnen 2018. Ihre Trainer sind Evgeni Plushenko, Sergei Rozanov. Die Choreografien kommen von Sergei Rozanov (SP), Shae-Lynn Bourne (FS), Elena Ilinykh. Im Kurzprogramm läuft sie zu "No Time to Die" by Billie Eilish und "You Should See Me With a Crown" by Billie Eilish, in der Kür zu "Wayward Sisters" (from "Nocturnal Animals" soundtrack) by Abel Korzeniowski, "Dance for Me Wallis" (from "W.E." soundtrack) by Abel Korzeniowski und "The Cheek of Night" (from "Romeo and Juliet" soundtrack) by Abel Korzeniowski.


Alexandra TRUSOVA (16) aus Russland: Sie lief bisher zweimal in der GP-Serie und gewann in der vergangenen Saison den Rostelecom Cup und den Skate Canada International. Im Finale wurde sie Dritte. Sie ist die Dritte der EM 2020 und zweifache Weltmeisterin der Juniorinnen. Ihre Trainer sind Evgeni Plushenko, Dmitri Mikhailov, ihre Choreografin ist Elena Ilinykh. Im Kurzprogramm läuft sie zu "Love Story" by Lola and Hauser und "Appassionata" by Secret Garden, in der Kür gibt es ein Medley aus "Romeo and Juliet".


Anna SHCHERBAKOVA (16) aus Russland: Für sie ist es der dritte Grand-Prix-Starte. Ihre beiden bisherigen Teilnahmen endeten jeweils mit einem Sieg. In der vergangenen Saison war sie beim Cup of China und den Skate America. Im Finale wurde sie Zweite. Sie ist Zweite der EM 2020 und Vize-Weltmeisterin der Juniorinnen 2019. E. Tutberidze, S. Dudakov, D. Gleikhengauz sind ihre Trainer, für die Choreografien sorgen Daniil Gleikhengauz, Eteri Tutberidze. Im Kurzprogramm läuft sie zu "O doux printemps d'autrefois" by Jules Massenet, performed by Joshua Bell und in der Kür zu "Morning Passages" by Philipp Glass, "Big Plans" (from "The Home of Dark Butterflies" soundtrack) by Panu Aaltio und "Beethoven's Five Secrets" by The Piano Guys.


Das Kurzprogramm beginnt am Freitag um 17.25 Uhr, die Kür am Sonnabend um 17.10 Uhr. Der Eurosportplayer und der ISU-Channel übertragen beide Wettbewerbe live.

Antworten 43

  • Anna Shcherbakova verzichtet wegen einer Erkrankung.

  • Der Stream ist doch da ?

  • danke habe echt nichts gefunden bis dato!

  • Kostornaja hat diese Extraklasse, wie sie sich bewegt, ich seh sie auch ohne 3A gern. Der Kommentator schien nicht zu wissen, dass Kostornaja letztes Jahr eine höhere SP -Punktzahl bekommen hat wegen ihres 3 A, den sie heuer noch nicht zeigte.
    Trusova's 3 A sah irgendwie schon im Absprung komisch aus, sie wollte nur hoch. Immerhin ist sie mutig. Danach verfiel sie aber in ihre leicht hektische Routine, sie arbeitete die Techniken alle ab, Sportlerin durch und durch.

  • Elizaveta Tuktamysheva leider wieder wie so häufig: Wenn der 3A schon mal funktioniert, vermasselt sie es bei den restlichen Sprüngen. Es ist ein Jammer.

  • Fand es schade mit Trusovas 3A. Im Warm Up sah er noch so gut und sicher aus. Umgekehrt bei Tuktamysheva, die sich nach perfektem 3A nicht schnell genug auf die 3F Kombi fokussieren konnte, die dann keine wurde. Ihre Chancen aufs Podium sind dennoch groß, da Shcherbakova fehlt. Von Samodurova erwarten die Preisrichter wohl nicht mehr viel, aber ganz ehrlich gefällt mir das Gesamtpaket auch nicht soo gut wie das der Top 3 heute.

    Äh, ja und bevor ich's vergesse. Wann haben wir zuletzt einen hochkarätigen Damen Wettbewerb OHNE Eteri Tutberidze an der Bande gesehen?

  • Kostornaja hat mir super gut gefallen. Tolle Musik, die sie auch gut ruberbringt und ihr Laufen ist einfach schön, keine Hektik, schönes Gleiten.

    Trusova fand ich total hektisch. das passt nicht zu der langsamen Musik.

    Tuk hat mir von der Ausstrahlung auch gut gefallen, das ist wirklich ein Damenprogramm. Der 3A war eine Bombe, leider ging danach wieder etwas schief. Schade.

  • Trusova fand ich total hektisch. das passt nicht zu der langsamen Musik.

    Über die bisherige Saison betrachtet, finde ich schon daß sie künstlerisch Fortschritte gemacht hat, Plushenko's Einfluss zu sehen war.

    Durch den misslungenen 3A geriet sie unbewusst in ihr früheres Bewegungsmuster, was nicht gut war und nicht mithalten konnte. Mal sehen wie sie die Kür morgen gestaltet.

  • Ein kritischer Artikel zu Trusova - Inhalt:

    Hauptziel von Trusova war: Sauber skaten, deswegen ist sie zu Plushenko gewechselt, weil er jahrelange Wettkampferfahrung mitbringt, sie dachte sie könnte ein paar Geheimtips bekommen von ihm.

    Bis jetzt hat sie immer noch Fehler eingebaut.

    Die Umfrage unter dem Artikel ist ernüchternd: 80 % sehen keine Fortschritte von Trusova, seitdem sie bei Plushenko ist.


    Ich habe "ja" gewählt: Abgesehen von den Sprüngen hat sie sich verbessert in transitions und ihrem nun etwas weniger hektischen Stil. Ausserdem möchte ich sagen: Wunder kann Plushenko auch keine bewirken, was die Sprung-Stabilität angeht, das dauert länger als ein paar Monate.

    Danke 1
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