RUSADA: Keine Strafe für Valieva

Die RUSADA hat sich nun doch zum Fall Kamila Valieva geäußert. Die russische Anti-Doping-Agentur sieht demnach von einer Bestrafung ab, da es weder Beweise für ein vorsätzliches noch ein fahrlässiges Verhalten der Läuferin gäbe. Ohne die Gründe der Entscheidung zu kennen, zeigte sich die WADA über das Ergebnis "besorgt" und hat die RUSADA zur Herausgabe der Unterlagen aufgefordert. Nach deren Prüfung behält sich die WADA vor, die Entscheidung vor dem CAS anzufechten.

Valieva hatte bei den russischen Meisterschaften 2021 eine positive Dopingprobe abgegeben. Ein schwedisches Labor verschleppte die Untersuchung der Probe und gab das Ergebnis erst während des bereits laufenden Team-Wettbewerbs bei den olympischen Spielen 2022 bekannt.


Rusada: Walijewa ohne Schuld bei Doping-Vergehen

Antworten 15

  • Warum überrascht mich das nicht? Die Landeseigene Dopingagentur gibt also einen Freifahrtschein für Kinderdoping aus. Bleibt nur zu Hoffen, das dem Treiben international ein Riegel vorgeschoben wird. Es tut mir unendlich Leid für die arme Kamila, die so mißbraucht wurde. Aber ich muß auch ganz deutlich sagen, das ich mir, sobald die russischen Läuferinnen wieder teilnehmen dürfen, keine Frauenwettbewerbe mehr ansehen werde. Es würde immer ein sehr bitteter Beigeschmackt und erhelbliche Zweifel an der Korrektheit des Wettbewerbes bleiben.

    Die russischen Mädchen sind wunderbare Läuferinnen, keine Frage, aber scheinbar auch nur austauschbares Sportmaterial . Schade, ich habe die Wettbewerbe sehr geliebt und bin bitter enttäuscht.

  • Mich überrascht das Urteil auch nicht und ich fürchte der Fall begleitet uns noch länger, dann vor dem CAS....


    So traurig dieser Fall ist, so sehr ich derzeit für einen Ausschluss der Russen von Sportwettkämpfen bin: ich fürchte es dopen nicht "nur" die Russen und auch die nicht " nur" bei den Frauen.

    Sondern es wird überall in jeder Sportart in jedem Land gedopt. Karl-Heinz hatte ja hier vor einigen Monaten mal eine Beticht der NADA verlinkt. Da fand ich erschreckend, wieviel in Deutschland gedopt wurde...

    Und nicht zu vergessen: der Fall im deutschen Eiskunstlauf.


    Ja, ich finde Doping unmöglich. Aber an einen sauberen Sport glaube ich nicht.....

  • Das ist wohl wahr gedopt wird überall. Schwarze Schafe gibt es immer, das hat mit der Nationalität nichts zu tun. Aber wenn Kinder und Teenager beteiligt sind, was in diesem Fall ja klar bewiesen ist, dann ist eine Grenze überschritten worden, die nicht mehr zu tolerieren ist. Da geht es um die Gesundheit dieser jungen Menschen.

  • Dopingfall Lecavalier: Französische Meisterin und Mitglied der Nationalmannschaft. Ist wahrscheinlich den meisten gar nicht bekannt. Erwischt bei einem kleineren Wettbewerb in Frankreich. Berichte gab es lediglich in zwei französischen Zeitungen. Der französische Verband und die französische Doping Agentur haben sich nie geäußert. Lecavalier ist seitdem verschwunden. Vermutung: Deal- Du trittst nicht mehr an und wir vergessen das Doping. Läuferin und Verband bleiben ohne Dopingfleck.


    Dopingfall Olympia 2022: Der einzige Eiskunstlauf-Dopingfall war allen Medien bestenfalls eine Randnotiz wert und mit dem Ende der Spiele vergessen. ITA, WADA, spanische NADA, spanischer Verband - Schweigen im Wald. Gab es eine Strafe und wenn ja, welche? War es vorsätzlich oder ein Versehen? Waren Hintermänner involviert?

    Wir werden es wohl nie erfahren.


    Dopingfall Deutschland: Weder DEU noch NADA hielten es für nötig darüber zu informieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine minderjährige Läuferin handelt, liegt bei 99.9 Prozent, denn es gibt ja kaum volljährige Läuferinnen. Es gab zwei positive Tests im Abstand von mehreren Wochen, so dass von Vorsatz auszugehen ist. Ist es möglich, dass sich eine Läuferin über Wochen mit einem verbotenen Mittel aus der Bodybuilder - Szene vollstopft, ohne das es das Umfeld bemerkt? Oder war das Umfeld sogar involviert? Hat das Umfeld der Läuferin das Mittel gar ohne deren Wissen verabreicht? Gab es dahingehend irgendwelche Untersuchungen? Wir werden es nie erfahren.

  • Ja, da stimme ich voll und ganz zu!

    Wo wird eigentlich nicht gedopt, ist doch die traurige Frage!!


    Und bei Kamila wurde ja wohl bis jetzt auch nur eine Probe untersucht und schon alles "an die große Glocke" gehangen... Da sollte man erstmal eine zweite untersuchen wie es ja, so- weit ich es verstanden habe, eigentlich üblich ist, oder?


    Also für mich schreit das alles dermaßen zum Himmel!


    Zu Lecavalier: Habe ich auch nur erfahren, weil (ich glaube) DW das mal erwähnte...


    Na ja. Was soll man zu dem Ganzen noch schreiben?!

  • Ich glaube, es ist beim Doping leider wie überall: gezeigt wird auf die anderen, was die alles Falsch machen anstatt bei sich selbst und im eigenen Land anzufangen.


    Der Dopingbericht der Nada ist doch frei zugänglich. Warum gibt es nicht mehr Berichte in den deutschen Medien zu all den Fällen?

    Da passt für mich etwas nicht.


    Und was mir bezüglich des deutschen Eiskunstlaufdopingfalls auffiel: die kurznotiz in der Pirouette kam erst, nachdem wir hier im Forum drüber redeten. Da war der Fall nur Monate her... ist dieser späte Bericht Zufall?


    Aber ja: Doping an Minderjährigen geht so absolut gar nicht. Egal ob bei Valieva oder anderen

  • Zu Lecavalier: Habe ich auch nur erfahren, weil (ich glaube) DW das mal erwähnte...

    So war es.

    Es scheint in den Augen der Verbände ein Kavaliersdelikt zu sein, solche Dopingfälle aussitzen zu wollen. Ich hatte gehofft das das neue DEU Präsidium klar Schiff macht. Aber man hat sich wohl dazu entschlossen, nur nach vorne zu schauen, woimmer das sein mag und den Verdacht weiter auf minderjährigen Läuferinnen sitzen zu lassen, die es u.U. gar nicht waren.

  • Guten Morgen. Zu Lecavalier: Da hatte ich von Kokskonsum gelesen. Nicht von Doping. Danach wurde sie nicht mehr aufgestellt.

    Ich würde es aber begrüßen, dass, wir bei dem konkreten Thema bleiben. Wenn immer es ums Doping von Kamila geht wird gleich in "alle Richtungen geschossen" , sprich; "die anderen tun es auch". Das bringt die Diskussion nicht voran und tut der Sache nicht gut. Wenn wir über den Dopingfall Kamila reden, sollten wir genau bei diesem expliziten Fall bleiben. Da gibt es genügend anzumerken. Denn, auch wer dieses ( wie ich) aufs schärfste verurteilt, tut dies nicht in erster Linie aus Feindlichkeit gegenüber den russischen Athleten, sondern aus Sorge um die minderjährigen Sportler. Es ist die Aufgabe der Erwachsenen sie zu beschützen. Das gilt auch für uns als Publikum.

  • Dopingfall Deutschland: Weder DEU noch NADA hielten es für nötig darüber zu informieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine minderjährige Läuferin handelt, liegt bei 99.9 Prozent, ...

    Nein, auch volljährige Sportler haben in dem fraglichen Zeitraum ihre Karriere beendet.

  • Und bei Kamila wurde ja wohl bis jetzt auch nur eine Probe untersucht und schon alles "an die große Glocke" gehangen... Da sollte man erstmal eine zweite untersuchen wie es ja, so- weit ich es verstanden habe, eigentlich üblich ist, oder?

    Zur B-Probe ist es vielleicht hilfreich zu wissen, das der Antrag zur deren Öffnung vom betroffenen Sportler gestellt werden muss, also von demjenigen dessen A-Probe positiv war. Das wirft die Frage auf, ob das überhaupt jemand wollte in ihrem Umfeld.

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