Mikhail Kolyada

  • Was ist los mit Kolyada ? Beim Rostelecom Cup in sichtbarem Kampf mit seinen beiden einzigen quads, dem 4 T und 4 S.


    Frage an Kolyada + seine Antwort, übersetzt aus heutigem Artikel :

    Wie können Sie die Mängel in den kurzen und kostenlosen Programmen erklären? Haben sie mit psychischen Problemen zu tun?

    - Ich weiß, was das Problem ist, aber ich werde es dir nicht sagen, hehe.


    Frisst Kolyada seine Probleme in sich hinein, eine Art Teufelskreis, der immer undurchdringlicher wird, je mehr Misserfolge er hat bei seinen Punktebringern, den quads ?

    Ist er nun schon so verrufen in der Presse, der Öffentlichkeit, beschimpft selbst vom RT-Kommentator Yagudin " wir sind es nicht gewohnt dass unsere skater Mittelstufe sind...es ist unmöglich .... was unsere Männer jetzt zeigen...." Quelle dass es mental zuviel Druck wird für ihn ? Warum äussert sich Kolyada nicht ? Würde nicht ein Ausbruch ihm helfen ? Warum kann sein Trainer Mishin nichts tun, einer der besten Trainer weltweit derzeit ?

  • Menschen sind keine Maschinen. Es geht nichts auf Knopfdruck. Erfolgreiches Einlaufen ist grösstenteils auch Kopfsache, eben mental. Aber die Russen glauben, man kann alles mit viel Arbeit (Training) lösen. Sie beachten den Sportler als Menschen wenig. Das ist meine Feststellung. Die Fragen, besser gesagt Anklagen, des Journalisten hätte ich auch nicht beantwortet. Es geht denen nicht um Kolyada selbst, sondern nur, dass bei Olympia mind. Ein Russe auf dem Podium steht.

  • Meiner Meinung nach war es ein Fehler das Kürprogramm zu wechseln. In "White Crow" konnte Misha viel mehr mit der Musik anfangen als mit der aufgesetzten und pantomimischen " Schindlers list ". Ich habe die Änderung eines erfolgreich gestarteten Programms in ein neues kurz vor der Olympiade bis heute nicht verstanden.

    Bei den Vierfachen ist Misha mit dem Ballettprogramm lange nur mit der 4/3 Toekombo gelaufen. Erst später wurde der Quad Sal eingefügt. Seitdem hadert er mit dem Salchow.

    Er hatte allerdings bei russischen Wettbewerben mit nur einem Quad schon hohe Noten bekommen, z.T. über 100 im KP.Ob das hilfreich war, steht dahin.

  • Menschen sind keine Maschinen. Es geht nichts auf Knopfdruck. Erfolgreiches Einlaufen ist grösstenteils auch Kopfsache, eben mental. Aber die Russen glauben, man kann alles mit viel Arbeit (Training) lösen. Sie beachten den Sportler als Menschen wenig. Das ist meine Feststellung. Die Fragen, besser gesagt Anklagen, des Journalisten hätte ich auch nicht beantwortet. Es geht denen nicht um Kolyada selbst, sondern nur, dass bei Olympia mind. Ein Russe auf dem Podium steht.

    Die Fragen wurden unmittelbar nach dem Wettkampf in der Mixed-Zone gestellt und unterscheiden sich nicht von denen, die anderswo in ähnlichen Situationen gestellt werden. Ein deutscher Biathlet wird sich nach einem schlechten Laufergebnis auch fragen lassen müssen, warum er so schlecht gelaufen ist, oder warum er so schlecht geschossen hat. Analog gilt das auch für alle anderen Sportarten und immer wird dann irgendwann auch die Frage kommen, wie man den Fehler bis zu EM/WM/Olympia oder was auch immer abstellen kann. Und immer wird dann die Antwort lauten, wir werden das jetzt intensiver trainieren. Da gibt es keinen Unterschied zwischen Russland und anderen Ländern, auch nicht zu Deutschland. Nicht mal im Eiskunstlauf. In den wenigen Interviews wurde beispielsweise Paul Fentz regelmäßig gefragt, warum es mit dem vierfachen Toeloop nicht klappt und wie man das ändern könnte.

  • Diese Journalistenfragen in der mixed - Zone sind lästig, schon richtig da antwortet man nur mit Platitüden als Sportler, der von seiner Leistung selbst genervt ist.


    Aber Kolyada hüllt sich in Schweigen, immer. Fentz möchte ich mit Kolyada nicht vergleichen.

  • Vielleicht schweigt Kolyada, weil jede Antwort eine neue Frage provoziert. Vielleicht ist er dem auch nicht gewachsen und braucht einige Zeit für sich. Jeder ist anders. Und welche Antwort würde die Journalisten denn zufrieden stellen?

  • Im übrigen vermeide ich Sportsendungen im öffentlichen Fernsehen gerade wegen der oft unqualifizierten und manchmal echt blöden Fragen unserer Sportjournalisten. Kommentieren geht ja noch, aber Interviews sind oft unterirdisch. Aus diesem Grund gucke ich meist auf Eurosport.

  • Meiner Meinung nach war es ein Fehler das Kürprogramm zu wechseln. In "White Crow" konnte Misha viel mehr mit der Musik anfangen als mit der aufgesetzten und pantomimischen " Schindlers list ". Ich habe die Änderung eines erfolgreich gestarteten Programms in ein neues kurz vor der Olympiade bis heute nicht verstanden.

    Diese Frage wurde auch in einem Interview in einer Eiskunstlaufzeitschrift erörtert.

    Die Journalistin wusste das die Fans "White Crow" gerne weiterhin gesehen hätten und er antwortete ihr, dass er nicht gerne zu einem Programm mehrere Jahre läuft, weil er selbst überdrüssig werde. Er hätte schon einmal die Erfahrung gemacht das er zu einem alten KP zurück gekehrt sei und es ihm dann schwer fiel noch 1000 mal im Training zu der Musik zu laufen und sie noch ein ganzes Jahr lang hören zu müssen.

  • Na also, geht doch! Da war der Druck auf ihn wohl ähnlich groß wie der auf Olaf Scholz, Lauterbach zum Gesundheitsminister zu machen.

    ;)

    Nein, der Vergleich hinkt. Habe den Artikel übersetzt und finde die Begründung gut, durch Schindlers List eine Unterbrechung herbeigeführt zu haben, damit die Krähe sich nicht so stark abnutzt in 2 kompletten Saisons.

    Wird spannend zur RM und EM.

  • :) ich strahle über beide Ohren bei dieser Nachricht !

    Averbukh, der Choreograf von "White Crow" meinte, Mishin habe ihn vor 10 Tagen darüber informiert.
    Averbukh hofft dass Kolyada auch fehlerfrei laufen kann , er wünscht ihm das Selbstvertrauen des letzten Jahres zurück Quelle

  • Wir werden das Thema 2x sehen ( Grassl und Kolyada).Da sich die Interpretationen unterscheiden und im KP und in der Kür auftauchen, finde ich es aber nicht störend.

    ...stimmt. Und ich denke der Vergleich wird nicht zugunsten von Grassl ausgehen ( ihr wisst ich bin kein Fan von Grassls Stil)

  • Ich sehe Grassl gern. Ich mag alles was von der althergebrachten Norm etwas abweicht. Und ich finde er bringt eine leichte frische Briese in den Wettkampf. Wir werden sehen, wer den besseren Tag für die Performance erwischt.

  • Marina.M. Sehe Grassl auch gern, glaube aber das nicht nur die Performance entscheidet. Eine echte Chance gegen Kolyada kann er nur haben, wenn er seine chronischen UR's wegbekommt, die er in der laufenden Saison bei fast allen Quads hat.

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