Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

  • Was ist eigentlich aus dem "Elite Projekt " geworden, was in Oberstdorf unter der Leitung von Michael Huth angestoßen wurde? Da kam doch in dem Zusammenhang auch Kristina Isaev nach Oberstdorf und ich behaupte mich zu erinnern, Aya Hatakawa sollte auch zu den ausgewählten gehören, die unter besten Bedingungen im Rahmen von diesem Projekt trainieren sollten?

    Weiß da jemand was? Kristina Isaev sieht man bei Wettbewerben mittlerweile nicht mehr mit Michael Huth zusammen, Aya ist gänzlich aus dem Wettkampfbetrieb verschwunden...hat sie aufgehört?

    Für das Projekt wurden doch bestimmt nicht wenig Geld freigegeben...🤔

  • Berechtigte Frage! Ich kann an Antworten nur beitragen das Aya Hatakawa pausiert und das Louis Weissert mittlerweile auch seinen Trainingsschwerpunkt nach Oberstdorf verlegt hat.

    Das Projekt war im Hinblick auf die olympischen Spiele 2026 ins Leben gerufen worden. Neben dem verbesserten Trainingsumfeld, wurden auch Sportler in die Bundeswehr integriert. Da darf man schon etwas mehr erwarten als 150 - 170 Punkte bei Wettkämpfen.

  • Hatte auch mal Herrn Huth mit seinem Projekt Icedom angeschrieben, keine Antwort erhalten? Alles intransparent was da läuft? Schade, Herr Huth hatte sich oft in der Presse vernünftig geäußert. Beispiel: Die Kinder sind nicht auf das Eis vorbereitet! Leider ist es sehr still um seine Ambitionen geworden. Hatte mehr Hoffnung in ihn und sein Team gesetzt! Wenn tatsächlich N. Schott von ihm trainiert wird, ist das Potenzial des Trainerteams umschrieben. Deutsche Spitze, international chancenlos? :1huh:

    https://www.ice-dome.com/ueber-uns/betreiber/

    https://www.sueddeutsche.de/sp…t-katarina-witt-1.5485799

    Warum nur ist keiner in der Lage, etwas mit Power anzugehen? Das ist systemischer Natur, was uns in der Sportart kleinmacht? lg Vater

  • Hatte auch mal Herrn Huth mit seinem Projekt Icedom angeschrieben, keine Antwort erhalten? Alles intransparent was da läuft? Schade, Herr Huth hatte sich oft in der Presse vernünftig geäußert. Beispiel: Die Kinder sind nicht auf das Eis vorbereitet! Leider ist es sehr still um seine Ambitionen geworden. Hatte mehr Hoffnung in ihn und sein Team gesetzt! Wenn tatsächlich N. Schott von ihm trainiert wird, ist das Potenzial des Trainerteams umschrieben. Deutsche Spitze, international chancenlos? :1huh:

    https://www.ice-dome.com/ueber-uns/betreiber/

    https://www.sueddeutsche.de/sp…t-katarina-witt-1.5485799

    Warum nur ist keiner in der Lage, etwas mit Power anzugehen? Das ist systemischer Natur, was uns in der Sportart kleinmacht? lg Vater

    Wie meinen Sie das: -Huth und Icedom angeschrieben- meldet sich nicht...? Meinen Sie er wartet auf Ihren Anruf damit er tätig werden kann? Wie sie wissen hat er ein Gruppe Läufer (Britschgi, Schott, Virtanen, Sarinen, Bodenstein usw) um die er sich hauptsächlich kümmert und zurzeit ist schließlich ein Wettbewerb nach dem anderen. Ich halte sehr viel von ihm, insbesondre im Umgang auch mit dem Nachwuchs. Und soweit ich weiß kümmert sich jemand anderes um die Organisation des Icedomes als er persönlich. Seine Trainingsgruppe ist seit Jahren bei Ihm und wohl zufrieden. Ich kann 1000 % Ihre Unzufriedenheit mit dem derzeitige (nicht) vorhanden Förder-/Trainingssystem der DEU nachvollziehen, aber ein Herr Huth hat damit mal gar nichts mit zu tun.

  • Wie man sieht, gibt es doch tolle Mädchen im Nachwuchs aus Bayern und Dortmund (keine abschließende Aufzählung) zwischen 11 und 12 Jahren. Was machen die denn dort im Training anders, wäre in Erfahrung zu bringen. Welche Einflüsse begründen das höhere Level und die Bewertung. Allein die Ergebnisse und Punktwerte zeigen doch alles auf? Warum springt man dort munter 3fach im Training und Wettkampf? lg Vater

    Suggestivfragen...: Wo trainieren bzw. trainierten den diese Mädchen? Russland? Welche gemeinsame Herkunft haben diese Mädchen? mindestens ehemalige GUS Staaten. Und andere finanzieren einen Trainer mit guten Verbindungen zu einem internationalen Trainerteam...wie auch immer da werden private Gelder verbrannt ohne Ende und die Kinder haben einen Druck weil die Eltern fast pleite sind. Doch das Können der Kinder ist leider hauptsächlich auf die private Initiative der Eltern durch ausländische Trainer/Trainings zurückzuführen. Da wird sich von der DEU mit fremden Federn geschmückt. Daher wäre auch ich für eine offene Kooperation der DEU mit ausländischen Trainern (SChweiz, Italien, Belgien z..b.) und eine faire Förderstruktur bzw. Richtlinien für alle Landesverbände.

  • Alles eine Frage der Sichtweise. Wenn ich meinem Kind die Sportart finanziere, die es liebt, verbrenne ich doch kein Geld. Eiskunstlauf ist nun mal eine sehr teure Sportart. Wenn ich allerdings aus meinem Kind einen Olympiasieger machen möchte, ja dann ist das Geld verbrannt, dann sind aber auch sämtliche Fördergelder verbrannt. Die Mehrheit der Eltern in Deutschland würden ihre Kinder nie zum Eiskunstlauf als Wettkampfsport schicken. Zu teuer,, zeitaufwendig, da die kleineren Kinder immer eine Begleitperson benötigen, zweifelhaftes Image bzgl. physischer und psychischer Gesundheit. Der EC Oberstdorf lebt davon Kinder aus anderen Teilen Deutschlands und dem Ausland mit unendlich viel Eis nach Oberstdorf zu locken. Und die hocken dann mit einer meist nicht deutschsprachigen Verwandten in einem Appartement und hoffen für Deutschland ganz groß rauszukommen (im Fussball ist diese Art von Kinderhandel übrigens verboten, jeder Verein von der UEFA sanktioniert) Das erklärt warum man in den Eishallen primär Russisch - und bald Chinesisch - hören wird. Eine Förderung der Sportart sollte viel mehr in die Breite gehen, nur mit einer breiten Basis ist Spitzensport möglich. Ich versteh z.B. nicht warum in dem Juniorenranking der DEU für die Qualifikation zur JWM nur 4 Juniorinnen aufgeführt werden und nicht alle Juniorinnen, die teilweise viel bessere Ergebnisse haben. Aber Transparenz wäre ja mal was neues

  • sylke Zustimmung zu dem was du zu Oberstdorf schreibst. Das war mehrfach auch in der nichtbayerischen Presse zu lesen. Die Anmietung von Appartements, damit ein Familienmitglied immer beim Kind sein kann. Kann man dem entnehmen das das Sportinternat Oberstdorf immer noch keine Eiskunstlauf Schüler aufnimmt?


    Was mich auch sehr stört, ist die Nichtaktualisierung der Aktiven des Vereins. Hier nur mal ein Beispiel

    So schön es ist, das Carolina Kostner Ehrenmitglied ist, wüsste man doch gerne, wer aktuell trainiert und zu Wettkämpfen antritt.

    Ich versteh z.B. nicht warum in dem Juniorenranking der DEU für die Qualifikation zur JWM nur 4 Juniorinnen aufgeführt werden und nicht alle Juniorinnen, die teilweise viel bessere Ergebnisse haben.

    Da hab ich wohl was verpasst. Nenn mir nur mal die Wettbewerbe bei denen weitere gute Juniorinnen zu sehen waren.

    Bedanke mich ehrlich für die Aufklärung.

  • Alles eine Frage der Sichtweise. Wenn ich meinem Kind die Sportart finanziere, die es liebt, verbrenne ich doch kein Geld. Eiskunstlauf ist nun mal eine sehr teure Sportart. Wenn ich allerdings aus meinem Kind einen Olympiasieger machen möchte, ja dann ist das Geld verbrannt, dann sind aber auch sämtliche Fördergelder verbrannt. Die Mehrheit der Eltern in Deutschland würden ihre Kinder nie zum Eiskunstlauf als Wettkampfsport schicken. Zu teuer,, zeitaufwendig, da die kleineren Kinder immer eine Begleitperson benötigen, zweifelhaftes Image bzgl. physischer und psychischer Gesundheit. Der EC Oberstdorf lebt davon Kinder aus anderen Teilen Deutschlands und dem Ausland mit unendlich viel Eis nach Oberstdorf zu locken. Und die hocken dann mit einer meist nicht deutschsprachigen Verwandten in einem Appartement und hoffen für Deutschland ganz groß rauszukommen (im Fussball ist diese Art von Kinderhandel übrigens verboten, jeder Verein von der UEFA sanktioniert) Das erklärt warum man in den Eishallen primär Russisch - und bald Chinesisch - hören wird. Eine Förderung der Sportart sollte viel mehr in die Breite gehen, nur mit einer breiten Basis ist Spitzensport möglich. Ich versteh z.B. nicht warum in dem Juniorenranking der DEU für die Qualifikation zur JWM nur 4 Juniorinnen aufgeführt werden und nicht alle Juniorinnen, die teilweise viel bessere Ergebnisse haben. Aber Transparenz wäre ja mal was neues

    Richtig alles eine Frage der Sichtweise da bin ich eigentlich bei Ihnen. Es kann ja auch jeder selbst entscheiden was er mit seinem Geld macht. Es ging aber darum, dass der Fachverband DEU und seine Landesverbände die Mittel und Wege für eine Nachwuchsförderung vorgeben sollten. Damit am Ende überhaupt ein paar sehr gute Senioren da stehen, brauche ich unten eine breite Masse und nicht nur ein paar finanziell gut situierte Familien. Und wie hier auch schon aufgeworfen wurde; Wer kontrolliert denn ob bei den ganzen selbst organisierten Elterntrainings das Kindeswohl oder der WiIlle der Eltern im Vordergrund steht? Das System scheint ja nicht gut zu laufen. Wie viele der ehemaligen Deutschen Nachwuchsmeister der letzten 5 Jahre sind denn den Weg bis zu den Senioren gegangen? Der große Teil hört doch mit 14-16 auf, verletzt, finanziell ausgeblutet, keine Perspektive.... oben kommen so nur wenige mit langem finanziellen Atem an die sportlich vielleicht nicht die besten waren/sind...

  • Eisfuzzi Sie scheinen über die Trainingszustände bei Herrn Huth gut informiert zu sein: wissen Sie, ob Kristina Isaev noch bei ihm trainiert? Und haben Sie konkrete Namen für von Ihnen erwähnten Nachwuchs, der bei ihm trainiert? Denn soviel ich weiß, kümmert sich Herr Huth überhaupt nicht um deutschen Nachwuchs, sondern ausschließlich über erwachsene Sportler, zum großen Teil, Ausländische.

  • Eisfuzzi Sie scheinen über die Trainingszustände bei Herrn Huth gut informiert zu sein: wissen Sie, ob Kristina Isaev noch bei ihm trainiert? Und haben Sie konkrete Namen für von Ihnen erwähnten Nachwuchs, der bei ihm trainiert? Denn soviel ich weiß, kümmert sich Herr Huth überhaupt nicht um deutschen Nachwuchs, sondern ausschließlich über erwachsene Sportler, zum großen Teil, Ausländische.

    Ich wollte nur klar stellen, dass jeder Trainer (auch Herr Huth) erstmal gucken muss dass er finanziell klar kommt. Daher ist niemandem vorzuwerfen wie er das tut ob mit einer bunten Trainingsgruppe, Trainingscamps oder indem man als erfolgreicher "Angler" durch die Vereine bis nach Belgien tingelt. Allein verantwortlich für die Nachwuchsförderung ist die DEU und Ihre Landesverbände nicht die für eine Sondermaßname engagierten Trainer. Hier fehlt es (ich wiederhole mich) an einer klaren Struktur - Wer ist für was zuständig, welche Maßnahme ist wann geplant, wer kommt dafür in Frage etc...

  • Was ich festgestellt habe ist ein wirklich schwerwiegendes Problem. Unsere Trainer sind nicht mehr bereit, die volle Verantwortung für die Ausbildung der Sportler zu übernehmen. Teilweise äußern für den Leistungssport eingeteilte Trainer*innen, eigentlich nur Breitensport zu wollen. Weiterhin werden diffuse Trainerteams gebildet, wo keiner ganzheitlich den Hut aufhat. Wenn kein Tanzlehrer da ist, wird das eben nicht gemacht. Es mangelt am Engagement und bspsw. gibt kein normaler und fähiger Trainer seine Kinder für Workshops ab. Die Manie in Deutschland mit Wochenendlehrgängen den Kindern etwas beibringen zu wollen, ist aberwitzig. Man sieht auch, dass oft nur familiäre Beziehungen, noch etwas an Bemühungen bei Trainern für die eigenen Kinder, Enkelkinder, usw. herauskitzeln. Junge motivierte und für alle gleichermaßen offene Trainer, werden von den "Platzhirschen" herausgedrängt. Dies geht nur mit Unterstützung der DEU, als oberster Fachverband und mit Richtlinienkompetenz ausgestattet. Was die Vereine dabei allerdings leisten ist zu loben. Leistungssport ist Verbandsangelegenheit, was ich nur bestätigen kann. Ohne internationales Know-How wird es nichts und die Selbstüberschätzung einiger Trainer*innen grenzt an Hochstapelei? Erstaunlich warum die Eltern dies nicht sehen und dafür auch noch bezahlen? Die DEU steckt in dem Dilemma fest, nur solche Trainer wie Herrn C. und Auslaufmodelle engagieren zu können. Was erhofft man sich davon? Einzig der Untergang und weitere Reduzierung der Förderung für die DEU, ist das faktische Ergebnis. Dann zu jammern, wir erhalten zu wenig Geld, ist doch das Ergebnis einer nicht erfolgenden Selbstreflexion. lg Vater

  • Das sich deutsche Trainer ausschliesslich um deutsche Sportler*innen kümmern, finde ich nicht mehr zeitgemäss. Vor allem, wenn sie in keiner leitenden Position bei der DEU sind.

    Schaut euch doch mal um und zählt mal, wieviele verschiedene 'Nationen' in Egna trainieren? Nicht nur bei Magri, auch die Eistanz- und Paarlaufschulen Italiens sind international aufgestellt. Aljona, als niederländische Nationaltrainerin hat auch nicht nur Niederländer unter ihren Fittichen.

    Man kann eher stolz sein, das einzelne Trainer noch internationales Ansehen geniessen.

    Das "unsere" nur bedingt davon profitieren und das umgekehrt nicht jeder Auslandsaufenthalt deutscher Sportler zum Erfolgsmodell wurde, steht auf einem ganz anderen Blatt. Im ein oder anderen Fall war die Lücke zu gross und nicht mehr zu schliessen.

  • Yogacat das Beispiel mit Egna hinckt schon deswegen, weil dort zur Betreuung so vieler italienische und internationale Sportler ein großes internationales Trainerteam eingesetzt wird genau das,was man sich in Deutschland wünschen würde und was momentan unerfüllter Wunsch bleibt.

    Da kann man schon Sportler aus mehreren Ländern trainieren...in Deutschland, wo fachlich kompetente Eiskunstlauftrainer totale "Mangelware " sind, hätte ich mir schon mehr Einsatz für deutschen Nachwuchs durch so einen kompetenten Trainer, wie Michael Huth gewünscht.

  • Es hapert auch an der Bereitschaft, sich als Trainer*in von den etablierten Trainer*innen (Platzhirschen) einordnen zu lassen. Dies ist verständlich und zeigt auf, dass keine Bereitschaft zu Notwendigkeiten der aktuell handelnden Akteure vorhanden ist. Bleibt nur deren Rücktritt, was nicht passieren wird. Das Feld muss für einen Neuanfang bereinigt werden. Eine Zusammenarbeit mit neuen Leuten und das Einführen von Leistungskriterien mit entsprechenden Trainingsveränderungen passiert einfach nicht. In der Theorie ist die DEU stark, nicht aber in der Umsetzung, weil immer auf irgendwen Rücksicht genommen wird. Man ist nur so stark wie das schwächste Glied in einer Kette! Neue Teams können sich nicht unabhängig bilden, weil die DEU von oben, etwas dagegen hat. Ich setze auf Konkurrenz, dass würde etwas bringen, auch unter den Trainer*innen. Warum versuchen etwas zu integrieren/entwickeln, was seit Jahren nicht funktioniert. Neu an die Sache herangehen, mit neuen Leuten, wäre doch ein Versuch wert? Aber das Geld kann wie bekannt nur einmal verteilt werden! lg Vater