Eiskunstlauftechniken - erklärt

  • Von Mishin weiss ich, dass er keine Diskussion über sein Training zulässt mit den Läufern, erst Läufer vom Könnensgrad her wie Plushenko dürfen ihm ihre Rückmeldung geben oder eigene Ansichten einbringen.


    Auch von anderen Trainern sehe ich diesen Lehr-Ansatz:
    Die Kinder müssen bedingungslos tun, was der Trainer sagt. Ein autoritärer Stil hilft gegen den Konzentrations-Verlust. Nicht diskutieren, einfach tun - es erscheint fast als zu strenge Zucht, aber je mehr ich nun ins Eiskunstlaufen eintauche, umso mehr befürworte ich diesen Stil: Nicht denken sollen die Kinder, nicht den Verstand einschalten, sie sollen nur machen, das angeborene Bewegungsgefühl aktivieren.


    Je älter die Läufer werden und technisch gesehen besser lässt der Trainer die Zügel lockerer, nun kann der jugendliche Läufer mit dem Trainer auch mal diskutieren über die Technik oder Körperhaltung, in dieser Phase sortieren sich leider manchmal eigentliche Bewegungs - Talente, echte Begabungen, von selbst aus, mangelnde Einstellung trainieren zu wollen, aber auch die mangelnde Fähigkeit des Trainers, den Läufer zu erreichen, denn Autorität hilft irgendwann nicht mehr. Dass der Trainer dann mit Erniedrigungen arbeitet wie lautem Benennen des männlichen Läufers mit Mädchennamen oder mit anderen Worten ( Beleidigungen oder Bloss-Stellungen), die in der ganzen Eishalle zu hören sind, geht auch eine gewissse Zeit, aber der Läufer wird auf Dauer anfangen zu blockieren, sozusagen in die innere Emigration zu gehen, vor allem je älter er ist und wie häufig diese Worte kommen.

  • Stil.
    Keine Eiskunstlauftechnik, ich weiss.


    Stil ist Geschmacksfrage. Hat aber auch was mit Technik zu tun, den wie ich den Schlittschuh aufsetze, wie ein Elefant oder wie jemand der das Eis nur streicheln will, kann man lernen mit extrem viel Kniearbeit. Harte werden zu weichen Bewegungen, jedoch: Manche Läufer sind sehr begabt darin, andere nicht. Wie bei Musikern: Manche fühlen die Musik beim Machen, manche machen nur Musik...mit vielen Zwischenstufen selbstverständlich.

    Gehört zum Eiskunstlauf wie die Faust aufs Auge ( sorry für den ganz und gar unpassenden Kampfsportbezug) Ballett ? Unbedingt ? Muss jeder Eiskunstläufer Ballett tanzen auf dem Eis ?
    Manche Eisläufer tanzen zur Perfektion Ballett, zu perfekt, wie Maschinen.
    Bei manchen allerdings ist Ballett genau das, was sie als Basis brauchen um ihre Seele auszudrücken und da schmilzt das Publikum....und die Kampfrichter...und ich auch.
    Ballettposen lieber nicht mit Gewalt jemandem aufpfropfen, der sie "nicht rüberbringt".


    Einen eigenen Stil zu entwickeln, das dauert. Manche schaffen das nie.

  • Viele Läufer ziehen zurück aus Wettbewerben im Moment, Verletzungen, die nicht ausgeheilt sind.
    Und warum spielen sie nicht den Indianer, der keinen Schmerz kennt und gehen trotzdem aufs Eis ?


    Weil Eiskunstlauf kein Sport auf reines Durchhalten ist. Es ist ein Spiel mit Körperhaltungen, von denen jede exakt ausgeführt werden muss.
    Es ist bekannt dass unter Müdigkeit und spätestens bei Verletzungen der Körper Schutzhaltungen einnimmt, die der Verstand nur bedingt überbügeln kann. Vor allem erst neu erlernte oder schwierige Techniken gehen bei Müdigkeit schon nicht mehr.


    Direkt vor dem Wettkampf viel springen sollte ein Läufer nicht, damit er sich die Sprünge für den Wettkampf "aufhebt". Ich denke diesen Ansatz möchte Orser bei Hanyu verfolgen, jedoch hat Hanyu mehr Vertrauen in seine Sprünge wenn er sie häufig wiederholt und ich bin sicher, Hanyu hätte in seiner Kür den 3A gestanden, wenn er nicht im Einlaufen diesen einen 3A+2T gesprungen hätte. Lockerlassen. Das kann sein Untergang werden bei seinen grossen Zielen.


  • Direkt vor dem Wettkampf viel springen sollte ein Läufer nicht, damit er sich die Sprünge für den Wettkampf "aufhebt". Ich denke diesen Ansatz möchte Orser bei Hanyu verfolgen, jedoch hat Hanyu mehr Vertrauen in seine Sprünge wenn er sie häufig wiederholt und ich bin sicher, Hanyu hätte in seiner Kür den 3A gestanden, wenn er nicht im Einlaufen diesen einen 3A+2T gesprungen hätte. Lockerlassen. Das kann sein Untergang werden bei seinen grossen Zielen.


    Erstmal vielen Dank für den ausführlichen Erfahrungsbericht!!! Der ist richtig klasse 👌


    Zum Zitat oben: ich habe mich richtig geärgert, dass die Olympia-Wettkämpfe so früh am Morgen sind (bei uns entsprechend mitten in der Nacht.)
    Vielleicht ist es aber genau das richtige für die Läufer: Sie haben nicht so viel Zeit, sich vor dem Wettkampf verrückt zu machen und reihenweise Sprünge zu versemmeln. Könnte vielleicht sogar dazu führen, dass wir die qualitativ besten Winterspiele überhaupt im Eiskunstlauf sehen werden.


    Beim ACI war es ja selbst in Kanada schon nach 23 Uhr, als die Herren ihre Kür gelaufen sind. Da wäre ich auch tot müde gewesen...

    » BENVENUTI SUL PIANETA HANYU! ABITANTI UNO: SOLO LUI. «
    - Massimiliano Ambesi

  • Hallo Katrin, hab mir das Video mit Kristi Yamaguchi angesehen (die Witzveranstaltung).
    Man hätte ja auch einfach mit "geradeaus-laufen" anfangen können (und der Fitness-Trainerin wärmere Sachen geben können)...
    Meine Tochter hatte in den Weihnachtsferien einen kleinen Eiskunstlaufkurs über 3 Tage in Hannover, da waren erst mal vorwärtslaufen, Bögen/Kurven fahren und übersetzen dran. Und ich fand es erstaunlich, wie schnell die Kinder das teilweise gelernt haben. Erwachsene - auch mit Profilehrern - sollten auch so beginnen, ich finde, der Respekt vor dem Eiskunstlaufen der "Stars" wird dadurch nicht geschmälert

  • Der Artikel aus Karl Heinz Presseschau [url=http://www.tagblatt.ch/nachrichten/panorama/auf-einen-sprung-aufs-eis;art253654,5212292]"Auf einen Sprung aufs Eis"[/url], ein Zitat:
    Und wer nach einem Ausflug auf die Eisbahn Muskelkater hat – in den Armen vor lauter Ausbalancieren, weiss es sowieso: Eiskunstläufer müssen Zauberer sein.


    Angst vorm Hinfallen ist der grösste Hemmschuh, Eislaufen zu lernen. Die Arme sind auf Spannung, um das drohende Hinfallen abzumildern.
    Trotzdem probieren, den Stand allein aus der Hüfte zu machen: Tief durchatmen, Arme senken, Schultern entspannen, Knie beugen, Hüfte vorschieben und dann erst loslaufen. Man macht ja auch keinen Spaziergang und bekommt am nächsten Tag Muskelkater in den Armen. Man muss sich auf die Hüfte draufsetzen wie auf einen Stuhl (= über der Hüfte stehen) und genauso bequem weiterfahren, genauso bequem Pirouetten drehen und springen. Das ist keine Zauberei.


    Der Test dafür, wie weit mans schon kann: Eine Linie vom Hockey nehmen und einbeinig nachfahren. Wenn man wackelt oder die Linie nicht halten kann, ist was falsch in der Körperhaltung.
    Bei einem Training der Nebelhorn trophy Oberstdorf habe ich Nobunari Oda zugeschaut: Er ging aufs Eis, seine erste Übung war die Bahn der gesamten Länge nach zu fahren erst auf dem linken Bein, er drehte um, dann auf dem rechten Bein zurück. Und er stand dabei wie festgemauert. Eine Linie brauchte er nicht dazu, er fühlt, ob er genau zentral steht.

  • Nathans rechte Hüfte rotiert mit im Hochziehen.
    Hanyu zieht seine linke Hüfte hoch, lässt die rechte stehen ( kann nur er mit seiner beweglichen Hüfte so extrem), so erzeugt er Spannung für das Eindrehen.
    [attachment=0]2 Vergleich Absprung 4 Lutz Chen und Hanyu.png[/attachment]


    Die unterschiedliche Kopfhaltung zeigt wo beide ihre Achse haben, bzw wo sie sie hinhaben wollen (Visualisierung).

    Zwei vollkommen unterschiedliche Auffassungen, wie man einen Lutz zu springen hat. Wobei die von Nathan lehrbuchmässig anerkannt ist. Statt Nathan hätte ich hier auch Bojang's Lutz zeigen können.


    Nachtrag Oktober 2019: Hanyu sagt, er könne den Lutz nur so abspringen, er kriegts mit Vorrotieren nicht hin.


  • Diese Linienübung mache ich auch regelmäßig! Wusste nicht, dass Oda die auch liebt...;)


    Gerade heute habe ich mir in Dortmund im Seniorenlauf (ist eigentlich eine verkappte Adult Skate Laufzeit), Vitali Schulz, den Eislauftrainer von Tim Dieck und Katharina Müller, geangelt und ihn gefragt, wie ich den Schlangenbogen im großen Bogen rückwärts auswärts auf einwärts machen soll. Vorwärts kann ich das, aber ich wills rückwärts können. Ohne das gibts im Eistanz keinen vernünftigen Mohawk oder Choctaw. Zumindest bei mir nicht. Vitali sagte, ganz wichtig ist am Anfang, grade über der Hüfte zu stehen und die Gegenhaltung der Arme erstmal wegzulassen. Lieber aus dem Knie den Kantenwechsel machen und dabei dem Arm der aus dem Kreis zeigt, "hinterherschauen". Nach einigem Eiern auf der Hüfte hab ichs hinbekommen. Aber ich mache da noch viele Kilometer, ganz wie Oda. Wichtig ist, dabei stehenbleiben zu können und nicht abzuknicken. Ich sehe das so oft gerade bei Erwachsenen, die krampfhaft versuchen noch zu schwierige Elemente zu lernen und oft dabei unnötig hinfallen.....

  • Stimmt: Mit der Gegenbewegung der Arme hab ich viel falsch gemacht früher in den Schlangenbögen, bin eher rumgesprungen um die Kurve.
    In diesen Bögen soll man allein durch die Haltung über der Hüfte so Druck ausüben können auf die Kufe, dass man fast aus dem Stillstand Schwung holt. Wichtig für den Lutz, die "power-Auswärtskante". Das Gefühl dafür habe ich erst seit dieser Eis-Saison.
    Früher bin ich immer langsamer geworden in diesen Bögen, trotzdem ich wie wild mit den Armen ruderte.
    Ich halte diese Bögen als eine der wichtigsten Haltungsübungen und als Grundlage für die Sprünge, und natürlich auch alles andere, sorry, ich üb immer wie wild nur Sprünge.


  • Stimmt: Mit der Gegenbewegung der Arme hab ich viel falsch gemacht früher in den Schlangenbögen, bin eher rumgesprungen um die Kurve.
    In diesen Bögen soll man allein durch die Haltung über der Hüfte so Druck ausüben können auf die Kufe, dass man fast aus dem Stillstand Schwung holt. Wichtig für den Lutz, die "power-Auswärtskante". Das Gefühl dafür habe ich erst seit dieser Eis-Saison.
    Früher bin ich immer langsamer geworden in diesen Bögen, trotzdem ich wie wild mit den Armen ruderte.
    Ich halte diese Bögen als eine der wichtigsten Haltungsübungen und als Grundlage für die Sprünge, und natürlich auch alles andere, sorry, ich üb immer wie wild nur Sprünge.


    Volltreffer! Aus diesem Grund mache ich so gut wie außer einem Dreiersprung kein Sprungtraining, weil es einfach frustrierend ist, etwas ohne die Grundlagen (Kanten und Bögen) zu beherrschen, lernen zu wollen. Einen Dreiersprung oder einen Dreier machte ich erst nachdem ich Vorwärtsauswärts Bögen und Achter wirklich sicher beherrschte. Dazu hab ich die Geduld aufgebracht und das zahlt sich jetzt aus....Beim Vorwärts Einwärts Dreier genau dasselbe Ding. Und mein Einwärtsdreier ist immer noch wackelig, und wird nur besser, wenn ich davor kräftig eine Bahn rauf und runter Einwärtsbögen vorwärts mache. Absolut logo, das ich das mit Rückwärts Bögen auf der Außen- und Innenkante genauso machen muss, um letztendlich einen Mohawk, Choctaw oder auch einen Rittberger/Toeloop vernünftig hinzukriegen.


    Ich laufe seit 7 Jahren und mache einmal pro Woche nur Basics, die anderen Eiszeiten eben viel Eistanzsachen:-)) macht mir halt am meisten Spaß. Ob Sprünge mir jemals Spaß machen werden, weiß ich nicht, das hängt davon ab, wie ich die Kanten beherrsche.....Eins ist sicher, Kanten und Bögen sollte man bei jedem Training üben, sonst wirds prompt mies bei den komplizierteren Sachen, wie auch z.B. Pirouetten. Mache ich eine Standpirouette direkt nach dem Kantentraining, ist sie gut, die nachfolgenden werden immer schlechter, weil ich das Drehmoment etc. einfach noch nicht so intus habe. Es braucht einfach elend viel Zeit.

  • Das ist das Problem: Ich wollte immer gern schon springen, aber keine Ahnung von der richtigen Haltung über den Kanten.
    Wirklich eine grundlegende Frage: Wann soll man anfangen mit den Sprüngen ?
    Meinen ersten Hopser habe ich nach einer halben Stunde auf dem Eis probiert, meine erste 360 Grad Drehung nach einer Woche, den ersten Axel Versuch beidbeinig gelandet hatte ich nach drei Wochen, ich bin halt mental so gestrickt, dass ich das Fliegen liebe. Allerdings muss ich zugeben, dass mir der beidbeinig gelandete 1 A sehr lang blieb.
    Unterm Stich treffen wir uns beide dann irgendwann, aber ohne Sprünge egal wie rum wär ich nie beim Eiskunstlaufen geblieben.


    Was Bögen betrifft: Es ist einfach besser gerade auf der Kante zu stehen über der Hüfte für mich und nicht an irgendwelche Einwärts/Auswärtsbögen zu denken, weil: Wenn ich an sie bewusst denke, fährt mein gesamter Körper drüber mit, biegt sich sozusagen noch extra in die Kurve, das ist halt ein Problem, das ich persönlich wahrscheinlich nur habe. Und da das eine innere Vorstellung ist, die ich habe vom Kanten-Fahren, beissen sich auch alle Trainer an meinen Haltungsproblemen die Zähne aus, das weiss ich und spare mir das Geld.


  • Die Frage wann anfangen mit Sprüngen treibt mich auch um.....IMO erst, wenn Kanten und Bögen vorwärts und rückwärts einwandfrei sind. Ich schaue mir gern uralte Eiskunstlaufvideos aus den 60ern an, als die Läufer noch alle Pflicht gemacht haben, da sieht man nämlich ganz deutlich, wie die Sprungtechnik sich aus den Pflichtbögen abgeleitet hat. Die springen mit vollem Kantendruck ab und machen so gut wie gar nix mit den Armen oder Oberkörper und stehen wie Einsen in der Luft. Auch wenns "nur" Einfach- oder Doppelsprünge sind......jetzt mit den Vierfachen ändert sich die Sprungtechnik gerade wieder, aber es scheint mir, dass Läufer im Vorteil sien werden, die wissen wie man ordentlich Kanten läuft. Wer versucht Vierfachsprünge ohne das machen, tut sich keinen Gefallen, das geht IMO zu sehr auf die Physis, die ja eh schon beansprucht wird ohne Ende......Shoma Uno hat ja echt nach Luft geschnappt als er nach der Kür vom Eis ist.....

    Ein anderes Problem seh ich auch mittlerweile...wo gibts in Deutschland Trainer für die Herren die Vierfachsprünge trainieren? Brian Orser hat ja so einen Sprungguru in seinem Team und Mishin, klar, der hats erfunden und ist imemr noch die Anlaufadresse für Mehrfachsprünge, aber in Deutschland seh ich überhaupt keinen Trainer oder beim Trainernachwuchs, der das übernimmt oder macht.....die deutschen Herren haben so eine Rückstand zur Weltelite aus Japan, Kanada und Russland, das ist schon krass.


    Eistanz hat mich damals zum Eiskunstlaufen gebracht...1984 sah ich Torvill/Dean live in der Glotze in Sarajevo Bolero tanzen und wollte das auch machen.....ich finde auch Patrick Chan und Carolina Kostner super, für mich die besten Eisläufer von der Technik her die es im 21 Jh. bisher gibt.


    Und beim FD gefallen mir bisher Gilles/Poirier (CAN) am besten....der "Vincent (Starry, starry Nights)" Tanz ist einfach nur genial gut. Und höchste Anerkennung für das Trainerteam der Beiden, Carol und Jon Lane....innerhalb der ganzen Trainergarde mit Welt- Olympia- und sonstwas Titeln gehen sie so leicht unter, das ist schade.


    Papadakis/Cizeron haben ja auch noch nicht ins Geschehen eingegriffen, was die als FD machen werden, ist imemr noch ein Rätsel...der Buschfunk sagt, es soll was mit "Le Cirque du Soleil" sein, aber das ist auch alles, was bekannt ist. Vor der NHK Trophy wird dazu auch nix gesagt oder auf die ISU Seite gestellt werden......


  • Die Frage wann anfangen mit Sprüngen treibt mich auch um.....IMO erst, wenn Kanten und Bögen vorwärts und rückwärts einwandfrei sind. Ich schaue mir gern uralte Eiskunstlaufvideos aus den 60ern an, als die Läufer noch alle Pflicht gemacht haben, da sieht man nämlich ganz deutlich, wie die Sprungtechnik sich aus den Pflichtbögen abgeleitet hat. Die springen mit vollem Kantendruck ab und machen so gut wie gar nix mit den Armen oder Oberkörper und stehen wie Einsen in der Luft. Auch wenns "nur" Einfach- oder Doppelsprünge sind......


    Wer sagt Dir, dass die Kante nun einwandfrei ist ? Der Trainer ? Oder spürst Du das selbst ?
    Keine Lust auf Springen ?


    Die Weltklasseläufer wie Hanyu machen das auch heute noch als Probe, ob Arme oder Oberkörper arbeiten, doppelt springen ohne Arme.

  • Wer sagt Dir, dass die Kante nun einwandfrei ist ? Der Trainer ? Oder spürst Du das selbst ?
    Keine Lust auf Springen ?


    Die Weltklasseläufer wie Hanyu machen das auch heute noch als Probe, ob Arme oder Oberkörper arbeiten, doppelt springen ohne Arme.


    Kanten "singen", aber geht natürlich nur in einer ruhigen Session ohne viel Leute auf dem Eis. ;) Und der Trainer muss eh draufschauen. Vitali meinte auch, es sei schon viel wert, wenn man selber merkt, das man z.B. nicht gerade auf der Hüfte steht - Körpergefühl entwickeln dafür.


    Mich stört schon, dass ich kaum Übergänge von vorwärts auf rückwärts kann, geschweige denn springen in einem angemessenen Tempo. Runterzubremsen, um ein Element machen zu können, ist so gar nicht meins. :shifty:


    Lag ich also richtig bei Hanyu und Co. Klar können die das ohne Arme aus der Kante springen, von klein auf Schulung auf der Pflichtacht oder MITF halt. Deswegen sind die für Erwachsene, die Eislaufen lernen wollen, als Übungsmodul so ungeheuer wichtig IMO.

  • Hihi, stimmt, würde eher sagen, die Kanten knarzen.


    Mohawk, Auswärtsdreier, Rittbergerschritt als Grundlagen für Sprünge hast Du noch nicht gemacht ? An Deiner Stelle würd ich die halt langsam probieren bis Du auf volle Fahrt gehen kannst.


  • Hihi, stimmt, würde eher sagen, die Kanten knarzen.


    Mohawk, Auswärtsdreier, Rittbergerschritt als Grundlagen für Sprünge hast Du noch nicht gemacht ? An Deiner Stelle würd ich die halt langsam probieren bis Du auf volle Fahrt gehen kannst.


    Doch klar, das übe ich schon alles...nur, es ist weder stabil noch verlässlich und sicher nicht so, als ob ich da eben sicher abspringen könnte. Der Auswärtsdreier ist der einzige, der halbwegs funktioniert, aber allerdings hab ich den erst begriffen, als mir ein Eistanztrainer immer wieder geduldig vormachte und demonstrierte, dass Oberkörper ruhig halten und vordrehen sich nicht widersprechen, wenn ich dabei gleichzeitig in und aus dem Knie während des Richtungswechsels gehe......:-)


    Deswegen gehe ich ja bewusst "zurück zu den Wurzeln" und übe auf rückwärts einwärts und auswärts Kantenwechsel auf einem Bein auf der Acht.......

  • ..Der Auswärtsdreier ist der einzige, der halbwegs funktioniert, aber allerdings hab ich den erst begriffen, als mir ein Eistanztrainer immer wieder geduldig vormachte und demonstrierte, dass Oberkörper ruhig halten und vordrehen sich nicht widersprechen, wenn ich dabei gleichzeitig in und aus dem Knie während des Richtungswechsels gehe......:-)
    ....


    Das mit dem Auswärtsdreier ist für mich kriminell, für die Sprünge drehe ich nicht vor mit den Schultern. So halbwegs scheine ich es aber richtig zu machen, sonst hätt ich heute nicht 2 S und 2 T üben können mit einigermassem sicheren Absprunggefühl.


    Am besten komme ich zurecht beim Walzerschritt (Auswärtsdreier links und in rückwärts umsetzen auf rechts), wenn ich nicht an Innen oder Aussenkante denke, sondern einfach daran, dass ich in der Mitte bleiben will. Als ich vor zwei Jahren einem meiner damaligen Trainer mal sagte: "Ich kann den Walzerschritt nicht mehr", sagte er nur: "Warum ? Du hast den doch mal gekonnt ?" Und hat mich stehenlassen.
    Nee, ich hatte den nie richtig gekonnt, weil ich nicht an Bögen, sondern nur an Striche dachte, 180 Grad um die Ecke hüpfte auf rückwärts und immer die rechte Schulter nach der Drehung auf rückwärts beim Umsetzen aufs rechte Bein viel zu weit links war.
    Ich weiss dass dersselbe Trainer mir vor 5 Jahren mal zum Walzerschritt auf meine Frage, ob die Schultern sich zurückdrehen nach dem Aufsetzen auf rechts: "Ne, die Schultern bewegen sich gar nicht". Weiter nichts, ich hab das nie richtig gekonnt.


    Schön, dass Du so einen geduldigen Eistanztrainer hast, ich würde gern mal vorbeikommen.

  • Das mit dem Auswärtsdreier ist für mich kriminell, für die Sprünge drehe ich nicht vor mit den Schultern. So halbwegs scheine ich es aber richtig zu machen, sonst hätt ich heute nicht 2 S und 2 T üben können mit einigermassem sicheren Absprunggefühl.


    Am besten komme ich zurecht beim Walzerschritt (Auswärtsdreier links und in rückwärts umsetzen auf rechts), wenn ich nicht an Innen oder Aussenkante denke, sondern einfach daran, dass ich in der Mitte bleiben will. Als ich vor zwei Jahren einem meiner damaligen Trainer mal sagte: "Ich kann den Walzerschritt nicht mehr", sagte er nur: "Warum ? Du hast den doch mal gekonnt ?" Und hat mich stehenlassen.
    Nee, ich hatte den nie richtig gekonnt, weil ich nicht an Bögen, sondern nur an Striche dachte, 180 Grad um die Ecke hüpfte auf rückwärts und immer die rechte Schulter nach der Drehung auf rückwärts beim Umsetzen aufs rechte Bein viel zu weit links war.
    Ich weiss dass dersselbe Trainer mir vor 5 Jahren mal zum Walzerschritt auf meine Frage, ob die Schultern sich zurückdrehen nach dem Aufsetzen auf rechts: "Ne, die Schultern bewegen sich gar nicht". Weiter nichts, ich hab das nie richtig gekonnt.


    Schön, dass Du so einen geduldigen Eistanztrainer hast, ich würde gern mal vorbeikommen.


    Ja, der hat es auch als Erwachsener von einer guten Trainerin gelernt....ist in Krefeld Trainer.


    https://www.nfb.ca/film/introduction_art_of_figure_skating/


    Da ist ein Video von Barbara Ann Scott, das zeigt wie aus den Pflichtfiguren Sprünge und Pirouetten entstehen....


    Ich habe heute gemerkt, das Auswärtsdreier besser gehen, wenn ich vorher Schlangenbogen auf rückwärts gemacht habe.....Geht schon besser heute, aber noch nicht perfekt.


    Hoffentlich schlägt sich das auch bald auf meine Einwärtsdreier nieder......


    Damit es beim Üben nicht zu öde wird, hab ich den Buena Vista Social Club aufgelegt....heute hatte ich das Eis zum Schluss ein paar Minuten alleine, da die Anderen früher Schluss machten.