Presseschau vom 09. November 2021

  • Marina.M. Dazu kann ich bislang leider gar nichts sagen, weder aus eigener Erfahrung, noch in der Theorie. Ich hoffe aber das sich die Schulung nicht nur auf das Lesen der 80 seitigen Broschüre beschränkt, die der DOSB gemeinsam mit der Deutschen Sportjugend 2020 in neu bearbeiteter Form herausgegeben hat. Informationsbroschüre (Pdf)

    Nach Deckblatt, Vorwort usw. kann man sich im Inhaltsverzeichnis die Themen heraussuchen die einen interessieren, z.B. die Einordnung der Übergriffe in verschiedene Kategorien.

  • Auch die Frage des Durchgriffrechtes, der Einbindung und der Befugnis ist unklar. Wenn SafeSport-Verantwortliche keine Auskünfte von Verantwortlichen und Einsichtnahmen in die Verträge nehmen können, ein zahnloser Tiger. Diese Position muss deutlich aufgewertet werden und ein fester Bestandteil eines jeden Präsidiums werden, mindestens in Stellvertreterposition der Vorsitzenden oder des Präsidiums, damit man von Anfang an bei allen Entscheidungen eingebunden ist.

    So was wie safesport USA wirds bei uns nicht geben. In Deutschland ist das nur eine Vertrauensperson, die viel erfährt, aber das wars dann auch, wie du sagt, ihr sind die Hände gebunden, sie wird die betroffenen Sportler zur Polizei schicken, aber da ist eine hohe Hemmschwelle, Anzeige zu erstatten.

  • Das fragt sich aktuell ganz Berlin, also die Sportlerwelt auch. Der Landessportbund hat Geld unter Vorbehalt der Rückforderung wohl an C. als Landesstützpunkttrainer gegeben. Was war denn der Vorbehalt zu Trainer C.? Seltsame Finanzierungsform, zumal die DEU doch auch zahlt?

  • Wenn ich nur die Fakten zusammenfasse, ist es so: Von Dezember 2020 bis Januar 2021 gab es von 8 Kindern "Vorfälle", besser gesagt körperliche und mentale Misshandlungen, die von der Jugendschutzbeauftragten des TSC dokumentiert wurden. Wieviel Kraft und Überwindung hat es wohl den Kindern gekostet, gegen diese allseits anerkannte Person auszusagen? Und was passierte? NICHTS. Erst jetzt im November wird darauf reagiert. Die Kinder und Jugendlichen mussten fast ein ganzes Jahr weiter unter dieser Person trainieren. Waren ihm weiter schutzlos ausgesetzt. Da drängen sich Fragen auf:

    Was geschah mit den Protokollen der Jugendschutzbeauftragten? Wem wurden sie übergeben, zugestellt oder wem nicht? Warum wurde nicht eingeschritten?

    Wie sollen die Kinder und Jugendlichen Erwachsenen vertrauen, wenn sie von diesen nicht ernst genommen werden?

  • Ich verstehe es so: Es gab "Vorfälle", die nicht aufgearbeitet wurden, weil die Beschwerden von den Verantwortlichen als "unbegründet" zurückgewiesen wurden. Erst als die Trainingspauschale unverhältnismäßig erhöht wurde, kam die Geschichte ans Licht.

  • Quantensprung, Berlin schwimmt sich frei! Auf Bitte des Bundesstützpunktleiters bzw. seiner sog. Richtlinienkompetenz der DEU, hatte das alte Präsidium unseres Landesverbandes BEV eine Förderung des Trainers C. gewährt, obwohl die Probleme schon bekannt wurden. Diese wurde nun wegen nicht beantworteter Anfragen zur Causa C. zum 31.12.2021 durch das neue Präsidium und die Safe Sport Verantwortliche gekündigt. Die DEU verweigerte dem BEV die Anfragen zur Aufklärung der vielen Vorwürfe der Sportler*innen, wie in der Zeitung zu lesen war. Insbesondere wurde die nicht unabhängige und dem BEV nicht vorliegende, abschließende Beurteilung der Anschuldigungen (Geheimpapier), angefertigt durch den Stützpunktleiter selbst (DEU), nicht offengelegt. Wenn nun noch der Landessportbund LSB diesem guten Beispiel folgt, hätten wir den alten Geist, der jegliche Weiterentwicklung im Eiskunstlauf verhindert haben soll, erstmalig überwunden. Auch dort wusste man über C. zum Zeitpunkt der Förderung wohl gut bescheid, da ein Vorbehalt gilt, wie zu lesen war. Es bedeutet keine Vorverurteilung des Trainers, ist aber ein starkes Zeichen und Widerstand gegen die Kommunikation der DEU unseres neu gewählten Landesverbandes. Das zarte Pflänzchen Hoffnung, verdrängt den intransparenten Geist, nicht nur der DEU, von gestern!

  • Es gibt auch andere Einschätzungen und Vermutungen. Der BTSC e.V. hat die Kinder erst ausgehorcht, dann die Protokolle an die Gegenseite weitergereicht, also den Stützpunktleiter bzw. die DEU. Dieser prüfte eingehend und entkräftete alles, wie zu lesen war. Der Vereinsvorstand hat wohl kein Trainingsverbot erteilt, wie beispielsweise die Eliteschule des Sports und ein andere Berliner Verein. Man hat sich auch nicht zuständig gefühlt, da es als Angelegenheit der DEU betrachtet wurde. Was Sie wissen müssen, der Landes- und Bundesstützpunkt Eistanz ist am Standort des Vereins verortet! Es wurde dem Trainer zur Unterstützung eine Landestrainerin als Couch beigeordnet, damit alles weiter gehen kann und C. bleibt. Die Freundin von C. wurde zusätzlich im Verein als Trainerin Eistanz und Kunstlauf eingespannt und wurde den Sportlern tatsächlich als Alternative zum Trainer C. an der Eliteschule des Sports angeboten. Also auch der Verein, hat an C. festgehalten, sind sich viele einig, dies wohl mit Unterstützung und in Abstimmung mit dem alten BEV oder des LSB. Wenn die Vereine bei solchen Vorfällen mitmachen und zur Tagesordnung übergehen, kommen doch jedem Fragen auf. Keiner will Verantwortung übernehmen und denkt wohl an die Gefahr, den eigenen Vorteil womöglich aufgeben zu müssen. Ja, genau darum geht es zum Schutze unserer Kinder!

  • Mein Resümee: Man hat der betreffenden Person viele Brücken gebaut, weil sie viele Vorschusslorbeeren hatte, doch der Untergrund war zu labil. Sehr unschön, dass Kinder dabei die Versuchskaninchen waren. Nun sind die Brückenbauer am Aufarbeiten dieses oberflächlichen Matsches, aber der tiefliegende in den Kinderseelen, der bleibt , die Erinnerung an diese Vorkommnisse. Jeder Missbrauch bleibt das ganze Leben (das sind die Erzählungen von Missbrauchsopfern aus dem Bereich der kirchlichen Einrichtungen) und das ist das Traurige.

    Ich hoffe dass diese Person mit sofortiger Wirkung beurlaubt ist bis Ende 2021.


    Könnte man nicht die beiden threads mit demselben Thema zusammenlegen ?

    Nachtrag: Danke !

  • Ich möchte noch einwerfen, daß der BEV ihn zwar gekündigt hat.

    Dank der guten neuen SafeSports Beauftragten und Obmann. Verbandstrainer ist er dann nicht mehr.

    Aber in seiner Funktion als Bundestrainer Nachwuchs kann er durch den neuen Stützpunktleiter Berlin (der ebenfalls SafeSports ist :/), aber immernoch trainieren.

    Das hätte der Stützpunktleiter aber in der Hand, ihn nicht ein zu setzten.

    Und jeder fragt sich, warum wurde er nicht beurlaubt. Und warum wurde es nicht Staatsanwaltschaftlich behandelt. Warum haben die entsprechenden Eltern keine entsprechenden Anzeigen gemacht . Oder nicht genug Eltern. So das sich nicht der Verband damit rumschlägt, sondern bitte die Staatsanwaltschaft.

    Also ich würde als Eltern wollen, daß das ordentlich rechtlich begutachtet wird. Mehr als entlassen kann ihn ja die DEU auch nicht. Oder sehe ich das falsch? Das entschädigt aber weder die SchödelHirnverletzung noch die anderen Nötigungen.


    Finde im übrigen hat sich damit der neue BEV, Obmann und SafeSports ein wirklich guten EinStand gegeben. Hoffe das geht weiter so.

    SafeSports hat hier im BEV wenn mich nicht alles täuscht einen juristischen Hintergrund, ob das Ausschlag für die Wahl war, weiß ich nicht. Aber im allg. eine sehr kompetente Person.Und sehr gegen Ungerechtigkeiten aller Art. Denke die sitzt da gerade im Bezug auf kindeswohl im richtigen Posten.

  • Es ist für die Eltern und Kinder eine grosse Zwickmühle. Die Kinder haben Angst, nur als Störfaktor wahrgenommen zu werden und bitten evtl. Eltern, nichts zu unternehmen. Einige mussten sich sicher anhören: Wie konntet ihr sowas nur behaupten?! Vorwürfe an die Opfer. Ist auch oft Realität.

    Übrigens ist dieser Vorfall schon bis Kanada vorgedrungen. Megan Duhamel empört sich auf ihrem Twitter Account über diesen Missbrauch. Der entsprechende Name wird voll genannt und sie ist wütend, dass nichts unternommen wurde. Da spricht sie uns aus dem Herzen.

  • Als das SLZB einen Informationsbrief an die Eltern mit dem Inhalt, das der betroffene Trainer vorerst nicht mehr für das SLZB trainiert, haben wir unmittelbar Kontakt zu den Ansprechpartnern des BTSC aufgenommen. Und ja es ist bitter für alle beteiligten Kinder und auch deren Familien. Besonders schlimm finde ich, dass hier völlig verbrannte Erde hinterlassen wurde und auch nicht beteiligte Talente von der Bildfläche verschwunden sind, da deren Trainer offensichtlich zur Zeit nicht mehr in Berlin trainieren.

  • Als das SLZB einen Informationsbrief an die Eltern mit dem Inhalt, das der betroffene Trainer vorerst nicht mehr für das SLZB trainiert, haben wir unmittelbar Kontakt zu den Ansprechpartnern des BTSC aufgenommen. Und ja es ist bitter für alle beteiligten Kinder und auch deren Familien. Besonders schlimm finde ich, dass hier völlig verbrannte Erde hinterlassen wurde und auch nicht beteiligte Talente von der Bildfläche verschwunden sind, da deren Trainer offensichtlich zur Zeit nicht mehr in Berlin trainieren.

    Allen anderen Eistanz Trainer wurde verboten die Kinder zu trainieren, bzw weiter zu trainieren. Sie wurden nach den Ferien verboten aufs Eis zu gehen mit ihren Kindern, die sie seid Jahren betreuen. Nur das Team C. Darf aufs Eis. Entweder man macht das mit, nebst der überteuerten Preise oder man muss "freiwillig" gehen.

    Es gab Angebote von Trainern, die die Kinder übernommen hätten. Aber wie gesagt darf nicht. Stützpunktleiter und Bundestrainer unter einer Decke.

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