• Stichwort Stabilität bei Kevin Aymoz.

    Ja, leider leider nicht so wie bei den ganz Grossen. Im Warmup kam seine 4T/3T Kombi noch so sauber und blitzschnell gedreht.

    Ilia Malinin steht auch auf der Liste zur JWM. Da hat er gleich eine doppelte Chance zur Rehabilitation. Bei der letzten JWM 2020 war er noch nicht so weit und halt für die jetzige WM. In Tallin könnte dann seine bisher grösste Stunde schlagen.

    Gogolev steckt das hoffentlich noch weg was das Wachstum ihm an Hemmnissen auferlegt habt. Ein gutes Beispiel heute war Pulkinen, der auch eine längere Durststrecke mit letzten und vorletzten Plätzen in GP's zu überstehen hatte, bevor er in dieser Saison wieder in Erscheinung trat. Einige dachten schon er würde bald aufhören.

    Hoffe das Stephen sich im Vergleich zum schon länger zurückliegenden CS Warschau verbessern kann. Da sah alles noch bisserl langsam aus, auch die Pirouetten.

  • Den Weltmeistertitel habe ich so dermaßen gegönnt....und bin nun sehr erfreut, dass er es geschafft hat...ich dachte während der Kür permanent, dass er gleich dicke Patzer macht aufgrund von Druck und Nervosität....und war umso begeisterter als er eins nach dem anderen sicher zeigte....

  • Vor dem Fernseher dachte ich immer, wann beginnt denn der Bolero. Das ist live in der Halle gaaaaanz anders. Es war eine geniale Idee, andere unverbrauchte Version des Boleros zu nehmen. Es gibt Shoma von Beginn eine Exklusivität, er erschafft einen neuen Bolero. Und das hat er. Endlich Weltmeister. Nach - ich weiß nicht wieviel Jahren - des Silberdaseins.

    Shoma Uno ist Weltmeister. Gratulation. Ich denke, alle in der Halle waren darüber glücklich.

  • Schön, dass es in der Halle anders ist. Beim Livestream kommt der Bolero wirklich nicht rüber. Aber Glückwunsch an Uno. Nach all den Schwierigkeiten der letzten Jahre hat er sich wieder aufgerappelt. Das zu sehen, tut gut.

  • Was Malinin angeht, war es meines Erachtens letztlich eine weise Entscheidung des Verbands, ihn langsam aufzubauen und nicht in das Haifischbecken Olympia mit all seinen Erwartungshaltungen, Ansprüchen, seinem Druck zu werfen.

  • Für Shoma freue ich mich ganz dolle. Endlich noch so vielen Jahren hat er es geschafft einen WM Title zu holen. Es ist ihm soooooooooo sehr zu gönnen. Am Tv fand ich den Bolero musikalisch auch nicht wirklich so den Hit. Aber klar live ist es anders. Ich ärgere mich, dass ich nicht nach Montepellier gefahren bin.

  • Bestätigung was das Lob für die Bolero Version angeht. Ein geschickter Schachzug von Lambiel ihn nicht als 50sten zur Originalversion laufen zu lassen, dachte ich noch, während Shoma lief.

    Angesichts der Warteschlangen vor der Taschen-und Ticketkontrolle musste man sich am Morgen beeilen um die Kür von Nikita Starostin nicht zu verpassen, d.h. um etwa 10 Uhr in der Tram sitzen, damit man um kurz vor 11 drin war.

    Hatte sehr auf positive Impulse durch die Silbermedaille von Loena Hendrickx gehofft, deren Kür ich magisch fand, weil beide zusammen trainieren.

    Was ich dann zu sehen bekam, lässt sich nach meinem Empfinden am ehesten mit stets bemüht und sturzvermeidend umschreiben. Nikita ist ein Sympathieträger; habe mich über nette Worte zu ihm von französischen Sitznachbarn freuen dürfen, die nicht wussten das ich aus Deutschland komme.

    Aber warum bitte ist er so langsam auf dem Eis unterwegs? Das habe ich nun schon zum 2. Mal außerhalb des TV Bildschirms festgestellt. Bei seinem bisher besten Auftritt bei der EM in Tallin war ich nicht live dabei.

    Beim ersten Mal sollen die Schuhe schuld gewesen sein und gestern war es dann vermutlich die Aufregung. Bei seinem Grundtempo landet er viele Sprünge fast im Stand, da fehlt der Flow. Vor der DM hatte er für die Kür den 4S angekündigt.

    Anschliessend durfte man in der Pirouette lesen das er am 4R arbeite...hm.

    In Interviews, wie hier nach dem KP, betont er wie viel Spaß ihm vor allem das Tanzen auf dem Eis macht. Das ist sehr erfreulich, aber der Wettkampfsport hat leider andere Prioritäten und die Komponenten werden i.d.R. nicht völlig von den technischen Punktzahlen abgekoppelt vergeben.

  • Yogacat zu Starostin: Die Langsamkeit auf dem Eis ist meiner Vermutung nach seiner Spruntechnik geschuldet, denn da hakt was derzeit : Nicht locker genug durch Wettbewerbsstress ? Oder ist er in einem persönlichen Leistungs-Tal derzeit ? Oder ganz einfach: Hat er noch nicht DIE gnadenlos perfekte Technik wie andere ?

    Er fühlt dass er nicht voll sein rechtes Bein trifft in der Landung und ist vorsichtig, das ist ein taktisch langsames Laufen. Mit Vollschwung rein in den Sprung hätte er noch mehr Schwierigkeiten den Sprung zu halten, das würde resultieren in noch schlechterer GOE oder einem Sturz mit Abzug minus 1.


    Allgemein bemerkt zu den GOE: Immerhin nutzen die Kampfrichter nun die GOE - Bandbreite viel besser als früher, so wenigstens mein Gefühl, vor allem gehen sie auch mal in die Bereiche +4 .