• Nach Stand vom Montag, wird in den nächsten Tagen mit dem Abschluss des Verfahrens gerechnet. Die Öffnung der B-Probe ist dafür nicht notwendig. Auf sie wird häufig verzichtet, da sie in mehr als 99 Prozent der Fälle die A-Probe bestätigt. In diesem Fall kommt das fragwürdige agieren des schwedischen Labors hinzu, dass ja auch die B-Probe untersuchen würde.

  • Was wird jetzt überhaupt untersucht? Es ist doch paradox, dass die Russen ihr eigenes Fehlverhalten untersuchen sollen. Die Substanzen waren im Blut und mind. 2 Personen wissen, wie die in Kamilas Blut gelangt sind.

  • Da greift die Desinformation durch die deutschen Medien, die immer von einem olympischen Skandal gefaselt haben. Tatsächlich stammt die fragliche Dopingprobe ja von einem russischen Wettbewerb im Dezember und nicht von Olympia und folglich ist die RUSADA zuständig. Sie hat ja deshalb auch in Peking die Untersuchung geführt. Anders ist das bei der spanischen Paarläuferin. Ihre Probe wurde bei Olympia genommen, womit die WADA bzw. die von ihr und dem IOC beauftragte International Testing Agency für die Untersuchung zuständig ist.

    Der zweite Teil Deiner Frage enthält eine Behauptung, die nicht bewiesen ist: "mind. 2 Personen wissen, wie die in Kamilas Blut gelangt sind.". Das Mittel kann durch eine konkurrierende Läuferin/Trainer in ihren Körper gekommen sein, es kann ihr ein Trainer ohne ihr Wissen verabreicht haben, sie kann das Mittel ohne das ihre Trainer davon wussten genommen haben, es kann eine unbeabsichtigte Kontamination gewesen sein, es kann ein Laborfehler gewesen sein. Es gibt also eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie die minimalen Spuren des Mittels in ihren Urin gekommen sein können.

    Auf Grund der Vielzahl der Möglichkeiten bedarf es natürlich einer gründlichen Untersuchung, da jede Möglichkeit ein anderes Strafmaß nach sich zieht.

    Das Dopingverfahren von Laura Barquero ist meines Wissens auch noch nicht abgeschlossen.

  • @ Karl Heinz: Ja, es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, die hatte ich gerade mir aufgelistet, ewig lang. Dummerweise muss aber ein Sportler der positiv getestet ist nachweisen, wie das Zeug in sein Blut gekommen ist, also dubio pro gilt hier nicht. Gerade wegen Valieva's Minderjährigkeit sollte das genau untersucht werden.

    Vermutlich wird die RUSADA eine Minimumstrafe auch wegen ihrer Minderjährigkeit aussprechen von ca 4 Wochen Sperre, die sie locker verschmerzen kann.


    @MarinaM: Bei einer bewussten Gabe von Trimetazidin kann sogar nur eine einzige Person Wissensträger sein. Valieva denke ich war ahnungslos.

  • Da greift die Desinformation durch die deutschen Medien, Das Mittel kann durch eine konkurrierende Läuferin/Trainer in ihren Körper gekommen sein, es kann ihr ein Trainer ohne ihr Wissen verabreicht haben, sie kann das Mittel ohne das ihre Trainer davon wussten genommen haben, es kann eine unbeabsichtigte Kontamination gewesen sein, es kann ein Laborfehler gewesen sein. Es gibt also eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie die minimalen Spuren des Mittels in ihren Urin gekommen sein können.

    Auf Grund der Vielzahl der Möglichkeiten bedarf es natürlich einer gründlichen Untersuchung, da jede Möglichkeit ein anderes Strafmaß nach sich zieht.

    Das Dopingverfahren von Laura Barquero ist meines Wissens auch noch nicht abgeschlossen.

    Hatten die russischen Medien nicht berichtet, dass es hoch wahrscheinlich ist, dass das Trimetazidin über ein mit dem Herzmedikaments ihres Oppas kontaminiertes Glas, aus den sie auch getrunken hat, auf Valieva übertragen wurde.....?

    Wir sollten diese Top-Info der russischen Staatsmedien nicht vergessen.... 8)

  • Fakt ist aber, dass noch zwei weitere Substanzen in ihrem Blut gefunden wurden (stehen nicht auf der Dopingliste). Ein Mittel gegen Herzrhythmusstörungen und eines gegen Durchblutungsstörungen. Wie auch immer das in ihren Körper kam, mit oder ohne ihr Wissen. Es stinkt zum Himmel.

  • Fakt ist aber, dass noch zwei weitere Substanzen in ihrem Blut gefunden wurden (stehen nicht auf der Dopingliste). Ein Mittel gegen Herzrhythmusstörungen und eines gegen Durchblutungsstörungen. Wie auch immer das in ihren Körper kam, mit oder ohne ihr Wissen. Es stinkt zum Himmel.

    Alles was nicht auf der Dopingliste steht, ist erlaubt.

    Man hat ja Tutberitze des Meldoniums beraubt, sie hat sich laut drüber beschwert, dass das auf die Dopingliste gesetzt wurde. Man müsse nun was anderes finden, meinte sie.

  • Hatten die russischen Medien nicht berichtet, dass es hoch wahrscheinlich ist, dass das Trimetazidin über ein mit dem Herzmedikaments ihres Oppas kontaminiertes Glas, aus den sie auch getrunken hat, auf Valieva übertragen wurde.....?

    Wir sollten diese Top-Info der russischen Staatsmedien nicht vergessen.... 8)

    Das Wasserglas ist gar nicht soooo abwegig. Es kommt immer auf die Beweiskette an, wie überzeugend die ist.


    sports.ru  beschreibt einen ähnlich gelagerten Fall, Artikel vom 10.8. (übersetzt):

    ..die Version mit der versehentlichen Verwendung des Stoffes wegen des Großvaters scheint nicht von vornherein gescheitert zu sein.

    Tatsächlich sind solche Fälle nicht selten und führen manchmal zur vollständigen Rechtfertigung des Sportlers. Ein relativ aktuelles Beispiel ist der Hürdenlauf-Weltmeister Sergej Schubenkow, der 2021 positiv auf ein verbotenes Diuretikum getestet wurde. Sergey und sein Team haben bewiesen, dass der Läufer versehentlich die Droge genommen hat, als er eine Pille für seinen kleinen Sohn zubereitete - alles endete mit einem Freispruch.

  • Hatten die russischen Medien nicht berichtet, dass es hoch wahrscheinlich ist, dass das Trimetazidin über ein mit dem Herzmedikaments ihres Oppas kontaminiertes Glas, aus den sie auch getrunken hat, auf Valieva übertragen wurde.....?

    Wir sollten diese Top-Info der russischen Staatsmedien nicht vergessen.... 8)


    Die Aufzählung war ja nicht abschließend, sondern beispielhaft, weil die Behauptung im Raum steht, es müssen mindestens zwei Personen Kenntnis davon haben.

    Ansonsten hat Adelie recht. In dem ganzen medialen Gegeifere im März sind die wenigen sachlichen Wortmeldungen nahezu völlig untergegangen. So hatte ein amerikanischer Doping-Experte die von Adelie genannten vier Wochen Sperre als mögliche Strafe genannt, Hajo Seppelt hält sogar nur eine Verwarnung für möglich. Es dürfte aber sicher sein, dass die WADA keine Strafe unter vier Jahren akzeptieren wird und dann vor Gericht ziehen wird. Die Schmach der Niederlage vor dem CAS in Peking sitzt tief.

    Man darf gespannt sein, wie der CAS dann entscheidet. In Peking hatte er sich klar auf die Seite von Valieva gestellt und die WADA scharf verurteilt, weil sie ihre eigenen Regularien mit Füßen getreten hat. Valievas Name hätte niemals öffentlich genannt werden dürfen, da sie als Minderjährige unter besonderem Schutz stand. Das ist nicht passiert. Es wurde nicht nur der Name herausposaunt, auch über die Anhörung von Valieva wurde praktisch live berichtet. Nur Minuten nach deren Ende, hatten WADA und IOC Funktionäre über deren Inhalt informiert. Das war genauso rechtswidrig, wie die Nennung legaler Mittel in ihrer Urinprobe. Dann müsste man das von allen Proben, bei allen Athleten machen. Die WADA hat alles so eingerichtet, dass ein möglichst hoher öffentlicher Druck erzeugt wurde, um eine Sperre von Valieva durchzusetzen.

    Und zu den legalen Mitteln. Beispielsweise sind norwegische Langläufer und Biathleten alle schwer Asthma krank. Eine Zeitung hatte mal von einem Wettbewerb berichtet und die von den Norwegern mitgebrachten Asthmamittel pro Kopf heruntergebrochen. Jeder Norweger hat demnach in den zwei oder drei Wettkampfwochen mehr Asthmamittel eingeworfen, als ein normal sterblicher in einem ganzen Jahr. Aktuell stehen bei vielen Sportlern Schilddrüsenmittel hoch im Kurs und werden massenhaft verbraucht.


    Die Verteidigungslinie von Laura Barquero ist übrigens eine Wundcreme. Sie schneide sich häufig an den Kufen der Schlittschuhe und benutze dann eine bestimmte Creme, die die fragliche Substanz enthalte. Über die Wunden sei dann das Mittel in ihren Körper gelangt. Kann so sein. Kann auch nicht so sein, denn sie ist bestimmt nicht die einzige Eiskunstläuferin der Welt, die diese Creme nutzt. Müsste es ja noch mehr Dopingfälle damit geben.

  • Ja, das mit den asthmakranken norwegischen Biathleten ist eine Sauerei. Anders kann man das nicht nennen. Die sind 2018 zu den olympischen Spielen mit 5000, sprich fünftausend! Dosierungen angereist. Man müsste beim Biathlon zwei Kategorien von Wettkämpfen einführen. Den einen für Gesunde, den anderen für Asthmakranke. Man braucht nicht viel raten, welche Gruppe, die leistungsstärkere wäre. 🤪

    Um auf den Eiskunstlauf zurückzukommen; diese Sportler sind erwachsene Personen, die russischen Mädchen minderjährig, wenn sie in die Weltspitze kommen.

  • Leistungssteigerung durch Schmerzunterdrückung ist auch legal. Nadal, Hanyu, Fussballprofis, viele Freizeitsportler - die Liste ist endlos.

    Mittlerweile so verbreitet, dass man mich bei der Anmeldung zu einer CoV Impfung vorher warnte : Bitte keine Schmerzmittel vorher auf Verdacht nehmen.

  • Ja, das mit den asthmakranken norwegischen Biathleten ist eine Sauerei. Anders kann man das nicht nennen. Die sind 2018 zu den olympischen Spielen mit 5000, sprich fünftausend! Dosierungen angereist. Man müsste beim Biathlon zwei Kategorien von Wettkämpfen einführen. Den einen für Gesunde, den anderen für Asthmakranke. Man braucht nicht viel raten, welche Gruppe, die leistungsstärkere wäre. 🤪

    Um auf den Eiskunstlauf zurückzukommen; diese Sportler sind erwachsene Personen, die russischen Mädchen minderjährig, wenn sie in die Weltspitze kommen.

    Es ist richtig. Medizinisch nicht indizierte Medikamente haben nichts bei minderjährigen zu suchen. Aber: Die WADA hat diese Funde rechtswidrig veröffentlicht, sie haben nichts mit dem möglichen Dopingfall zu tun. Wir können das Ganze auch nicht einordnen, weil wir nicht wissen, ob bei Läuferinnen und Läufern anderer Länder nicht auch solche und andere Mittel zum Einsatz kommen. Das hat uns die WADA nicht verraten. Warum wohl? Es ging ihr nur darum eine bestimmte Stimmung zu erzeugen, nicht um Aufklärung. Bei einigen hat die WADA ihr Ziel offenbar erreicht.

  • Der Fall Valieva und was die RUSADA drüber herausfinden wird


    @Marina M "es sei paradox, dass die Russen ihr eigenes Fehlverhalten untersuchen müssten" - da stimme ich zu. Wie ich die Entscheidung der RUSADA bewerte:
    Wenn du das Vertrauen der höchsten Person im Staat geniesst, merkst du das. Dann lässt dich auch kein anderer in diesem Staat fallen.

    Basierend auf Quelle und Quelle


    Was macht die RUSADA ?

    Das Gesicht einer Anti-Dopingagentur wahren und eine symbolische Strafe aussprechen ? Der härteste Fall wäre das, denn da könnte Russland das team-Gold los sein. Da die RUSADA international wieder anerkannt sein will, darf sie nicht zuviel Milde walten lassen. Eine Abwägung intern in der RUSADA: Was machen wir: Teamgold opfern und unsere Seriosität festigen ?

    WADA und cas könnten sich damit zufriedengeben, keine weiteren Untersuchungen anstrengen auch angesichts der Situation, dass man aus den Russen nichts weiteres an Beweisen rauskriegen kann derzeit, angesichts der Minderjährigkeit von Valieva und der vom Zeitpunkt äusserst ungünstigen Bekanntgabe des positiven Tests durch das schwedische Labor. Geschlossene Akte, Ruhe für Valieva.


    Oder sagt die RUSADA: Der Westen ist derzeit so bescheuert, wir blocken und sprechen Valieva und ihr Umfeld in allen Belangen frei. Cas und WADA sollen erstmal sehen, wo sie andere Informationen herkriegen, um den Fall zu beurteilen, ausserdem sollte der Westen mal an seinem eigene Zeug flicken, denn das Verhalten des schwedischen Labors war äusserst fraglich.


    Alles Politische mal weggewischt: Valieva sollte nicht hart bestraft werden, sie selbst ist nur Opfer, sie ist minderjährig, sie hat mitgemacht mit allem, weil sie das musste und ich bin sicher, sie hatte keine Ahnung, dass da ein verbotenes Mittel in ihrem Körper war. Sie ist bestraft genug durch diese gesamten Ereignisse.