Olympische Winterspiele 2018 in PyeongChang (Archiv)

  • <t>Dein magischer Moment bei den Winterspielen 2006:</t> 3

    1. <t>Evgeni Plushenko stellt einen neuen Weltrekord im Kurzprogramm auf</t> (1) 33%
    2. <t>Plushenko sichert sich mit einer Weltrekord-Kür sein erstes Olympia-Gold</t> (1) 33%
    3. <t>Shizuka Arakawa gewinnt als erste Asiatin Gold bei olympischen Winterspielen</t> (1) 33%
    4. <t>Rena Inoue und John Baldwin zeigen als erstes Paar den dreifachen Wurf-Axel im internationalen Wettbewerb</t> (0) 0%

    Endlich ist es soweit! Am 1. Juli 2017 hat die olympische Eiskunstlaufsaison 2017/18 offiziell begonnen!


    Um die lange Wartezeit ein wenig zu versüßen und auf die Winterspiele 2018 in Pyoengchang einzustimmen, habe ich einen kleinen Olympia-Countdown gestartet und blicke nun jeden Monat auf die letzten drei Winterspiele zurück:
    Wer sicherte sich ein Edelmetall? Gab es neue Weltrekorde oder Weltpremieren? Was waren die größten Aufreger? Wer begeisterte uns mit magischen Momenten?


    Hier mein Fahrplan für die nächsten Monate:
    #3 Juli: Winterspiele 2006 in Turin
    #2 August: Winterspiele 2010 in Vancouver
    #1 September: Winterspiele 2014 in Sotchi


    Ein Rückblick allein ist natürlich schön. Noch schöner ist es, die besten Momente zu teilen. Deshalb starte ich auch gleich zu jedem Rückblick eine Umfrage und freue mich auf eure Meinungen!


    Los geht's mit dem Flashback zu den Olypmischen Spielen 2006!!!



    [attachment=0]Olympische Winterspiele 2006.png[/attachment]



    Hier sind auch nochmal einige Videos zu den schönsten Momenten 2006:




    Viel Aufruhr gab es bei diesen Olympischen Spielen eigentlich nicht (verglichen mit manch anderen Winterspielen). Vielleicht war ein Streitpunkt Plushenkos "unausgeglichene" Kür, die in der ersten Hälfte hauptsächlich mit technischen Elementen gespickt war und in der zweiten Hälfte den künstlerischen Ausdruck hochgeschraubt hat. Was haltet ihr von der Kritik?
    Weiß zufällig jemand, ob es damals schon den 10%-Bonus für Sprünge in der zweiten Programmhälfte gab?

  • Die Spiele von Turin sind mir merkwürdigerweise gar nicht so im Gedächtnis geblieben wie die vorangegangenen. Woran es liegt, weiß ich nicht. Sehr deutlich erinnere ich mich an den Damenwettbewerb, weil eine ziemliche Last auf Carolina Kostner lag, die so etwas wie Botschafterin für ihr Land und Hoffnungsträgerin für eine Medaille war. Die Last war zu groß, ihre Nervosität leider auch.

  • Die Spiele von Turin sind mir merkwürdigerweise gar nicht so im Gedächtnis geblieben wie die vorangegangenen. Woran es liegt, weiß ich nicht. Sehr deutlich erinnere ich mich an den Damenwettbewerb, weil eine ziemliche Last auf Carolina Kostner lag, die so etwas wie Botschafterin für ihr Land und Hoffnungsträgerin für eine Medaille war. Die Last war zu groß, ihre Nervosität leider auch.


    Ich erinnerte mich noch an Plushenkos Auftritte, weil meine Eltern zu der zeit große Plush-Fans waren, aber an den Rest konnte ich mich auch nicht mehr erinnern.


    Es ist schon beeindruckend, dass Carolina seit vier Olympia-Zyklen im Seniorenbereich dabei ist. Das schaffen nicht viele Läufer. Ich denke auch, dass der Druck sehr groß auf ihr war in Turin, sie war ja sogar Fahnenträgerin für Gastgeber Italien. Jetzt in Helsinki war der Druck aber nicht ganz so groß und trotzdem hat sie (vor allem im Kurzprogramm) einen ziemlich bösen Tag erwischt.
    Bin gespannt, wie es in Pyoengchang für sie läuft. Die Damenkonkurrenz wird jetzt ziemlich heftig werden (Satoko kommt zurück, dann sind da auch noch die Juniorinnen Alina Zagitova und Marin Honda, die sehr viel Potential mitbringen..)

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    - Massimiliano Ambesi

  • Da nun doch schon erste Diskussionen und Überlegungen rund um den Wettbewerb der Herren entbrannt sind, eröffne ich jetzt die offizielle Tipprunde und Diskussionslounge!


    Eine umfangreiche Vorschau zu den Favoriten folgt, sobald die GP-Serie begonnen hat und alle Läufer ihr Olympiaprogramm gezeigt haben.
    Euren Tipp für den Olympiasieger könnt ihr aber gerne schon abgeben. Ihr könnt ihn bis zum offiziellen Start der Winterspiele auch noch beliebig oft ändern, also keine falsche Scheu!

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    - Massimiliano Ambesi

  • Ich habe schon mal erste Überlegungen aus anderen Threads zusammengeführt, da sie hier thematisch besser reinpassen. Hoffe, alle sind damit einverstanden 😉


    Shoma hat nicht nur das Zeug, auf's Podest zu kommen bei den nächsten Winterspielen in Pyeongchang - er ist definitiv ein Favorit für Gold. In Helsinki hat er nicht nur gezeigt, dass er die technisch-künstlerische Qualität besitzt - er hat vor allem die #Nährwenstärke, sein Potential jederzeit abzurufen - ganz egal, was die Konkurrenz macht. Im Vergleich zu anderen hat er sich von Yuzurus Monsterkür überhaupt nicht beeindrucken lassen und sein Programm knallhart gut durchgezogen (sogar mit persönlicher Bestleistung). Am Ende haben nur zwei Pünktchen zu WM-Gold gefehlt.


    Ich stimme dir zu, Shoma hat etwas was vielleicht noch mehr über den Sieg entscheidet als BV oder perfekte Technik. Er kann liefern, wenn es drauf ankommt. Wenn man sich Sochi so anschaut, dann denke ich das Shoma in einer ähnlichen Situation die Nerven behalten könnte. Er hat aus der letzten WM gelernt und ist einer der gaaanz wenigen die schlechtes Einlaufen und schlechte Trainingseinheiten hinter sich lassen und sauber durch's Programm kommen. Letztendlich traue ich ihm den Sieg zu. Gesetzt ist er aber lange nicht, da kommt es auf die Leistung seiner Mitstreiter an. Aber dass er so einen kühlen Kopf bewart und sein Potenzial ausschöpft, eben wenn es drauf ankommt, ist ein riesengroßer Vorteil.


    Der einzige Nachteil ist für Shoma, seine Nationalität. Wenn du den amtierenden Weltmeister und Olympiasieger direkt vor der Nase sitzen hast ist das sicher nicht so prickelnd. Keine Ahnung, aber wir wissen ja das Politik eine Rolle spielt. Genauso wie ich denke, dass die Olympiamacher sicher keinen "Russian Sweep" bei den Damen wollen, habe ich ein wenig Bedenken bezüglich der zwei Japaner auf dem Podium. Ich hoffe, Shoma gibt keinen Grund für einen Preisrichterskandal und läuft zwei saubere Programme.



    Shoma sagt, dass er Gold will, seit er ein kleines Kind ist, das noch garnicht einschätzen konnte, ob es mal zu den Topathleten gehören wird. Das ist völlig normal. Olympia ist beim Eiskunstlaufen das höchste der Gefühle, das Sportereignis welches man seit frühester Kindheit verfolgt.
    Zu Olympia, ich denke, Shoma hat Chancen auf's Podium, wenn alles perfekt läuft natürlich auch auf Gold. Aus eigener Kraft Hanyu zu besiegen sehe ich ehrlich gesagt nicht. Wenn Hanyu ohne Fehler durchkommt, hat er gewonnen. Nur kann Yuzuru auch 'bomben', wie man das so schön nennt.. Die zwei Punkte Unterschied bei der WM sind nicht wirklich ein Richtwert, denn Yuzuru war a) fehlerbehaftet im Kurzprogramm und daher b) schon halb abgeschrieben und hat daher weniger GOE's bekommen als üblich in der Kür. Aber ich denke auch das Yuzuru eben durch das schlechte Kurzprogramm so abgehen konnte, in der Kür. Das hat in hungrig gemacht. Ihm versagen eben oft die Nerven, wenn er den Sieg so gut wie in der Tasche hat, nach dem Kurzprogramm. Yuzuru aussen vor gelassen, sehe ich den größten Konkurrenten für Shoma in Nathan Chen. Würde mich nicht wundern, wenn der am Ende der lachende Dritte ist.



    Naja, seien wir mal ganz ehrlich: Wer kein Gold bei Olympia haben will, ist dort irgendwie... falsch. Klar, bei manchen stehen die Chancen besser als bei anderen, aber der Wille und der Traum einmal ganz oben zu stehen, ist sicher bei jedem Athleten irgendwo da.


    Shoma ist Vizeweltmeister und hat Gold nur um zwei Pünktchen verpasst. Wenn er zu Olympia noch eine Schippe drauflegt, hat er jede Chance, Gold zu holen - insbesondere, wenn er fehlerlos durchkommt. Bei Javi und Patrick sieht es schon etwas schwieriger aus, da ihre Programme einen geringeren Basiswert haben - sie MÜSSEN auf Fehler der Konkurrenz hoffen (und selbst perfekt laufen). Shoma hingegen könnte es auch aus eigener Kraft schaffen zu gewinnen. Yuzuru hat den größeren Erwartungsdruck von zu Hause, Chen die höhere Verletzungsanfälligkeit und Shoma kann abstauben.



    Manche Olympioniken sagen: Dabeisein ist alles, aber wenn ich mal ganz ehrlich bin ( ich denke da an meine Windsurfjahre zurück, wo ich an PWA Wettkämpfen der WM-Serie teilnahm) hast Du recht: Auch in mir war der Wunsch da, mal ganz oben zu stehen. Als mal in Sylt ein Zuschauer zu mir sagte, nachdem ich ausgeschieden war im wave-riding ( KO- System wird angewendet): "Es muss doch auch Verlierer geben, ohne Verlierer gehts nicht!" war zwar nett gemeint, ich nickte, dachte aber: Was ist dieser Mensch zufrieden mit sich.


    @ Maikatze: Wenn Hanyo "on " ist, schlägt ihn keiner, ich gebe Dir voll recht. Nathan Chen kann sogar Gold gewinnen, auch das stimmt, aber warten wir erst mal die GP Serie im Herbst ab, wie die Richter seine Komponenten bewerten (Arutunian, sein Trainer schüttelte bei der WM unwillig den Kopf in der kiss und cry, als er diese Noten sah).



    Ohne all die anderen Läufer im Feld, also auch die 'Verlierer' ist aber ein Sieg auch nichts wert, da muss man diesem Menschen schon irgendwie Recht geben. Wenn Yuzuru alleine antritt und Weltmeister wird, ist das keine Leistung zu der man gratulieren kann. Nur die extrem starke Konkurrenz macht das ganze so speziell....und es kann eben nur einen (beziehungsweise drei) geben.


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    - Massimiliano Ambesi

    Einmal editiert, zuletzt von Henni147 ()

  • Bei den Damen gibt es so viele Favoritinnen für das Podium wie vielleicht noch nie. Große Namen wie Ashley Wagner, Anna Pogorilaya, Elena Radionova oder Wakaba Higuchi haben gar nicht mehr in die Auswahlliste gepasst (die Auswahl ist leider auf 10 beschränkt).
    Evgenia Medvedeva hat zwar zuletzt eine überragende Saison abgeliefert, aber holt sie sich auch Olympia-Gold oder kann ihr jemand in die Suppe spucken? 😃


    VORSCHAU #3: Dezember


    Wir nähern uns mit großen Schritten den Winterspielen in Pyeongchang und gehen in die vorletzte Tippspiel-Runde. Diesmal sind die Ladies an der Reihe!

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    - Massimiliano Ambesi

  • Völlig offen ist auch die Entscheidung im Paarlauf: holen Sui/Han nach WM-Gold auch die Olympiakrone? Was machen Savchenko/Massot? Volosozhar und Trankov kehren aus der Babypause zurück. Starten sie noch ein Olympia-Comeback?


    VORSCHAU #1: OKTOBER


    Hier gibt es eine wundervolle Montage zum Paarlauf-Wettbewerb, die jetzt schon Lust auf Pyeongchang 2018 macht!!


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    - Massimiliano Ambesi

  • Tessa Virtue und Scott Moir haben letzte Saison abgeräumt. Gelingt ihnen nach drei Edelmetallen in Vancouver und Sochi nun auch der vierte (oder gar fünfte) Streich?


    VORSCHAU #2: November


    Wie schon zu den Paaren gibt es auch im Eistanz eine tolle Preview zu Pyeongchang 2018!!

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    - Massimiliano Ambesi

  • Japan gewann die World Team Trophy 2017, durften aber auch mit je zwei starken Einzelläufern an den Start gehen. Wird es auch in Pyoengchang für Gold reichen oder werden ausgewogenere Teams wie Russland oder die USA das Rennen machen?

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    - Massimiliano Ambesi

  • Eiskunstlauf in Turin war echt der Hammer and Dramatik. Vancouver war dagegen eine lahme Veranstaltung.


    Im Eistanz kam es zu einem Sturzfestival im Kurztanz: Fusar-Poli/Margalio, Drobiazko/Vanagas, Dubrieul/Lazon. Alle haben damit ihre Medaillenhoffnungen begraben müssen. Die Mimik von Fusar-Poli gehört zu den absoluten Klassikern.


    Der Sturz von Zhang/Zhang in der Kür beim 4STh war ein absoluter Horrormoment. Dass sie 2min später noch 2A+3T springt, war unglaublich. Silber war trotzdem nicht verdient. Der 3ATh von den Amerikanern ist bis heute der einzige wirklich saubere und gelungene Versuch dieses Elements.


    Die Kür von Arakawa zu Nessum Dorma ist für mich immer noch ein Highlight der Eiskunstlaufgeschicht. Es sei zu bemerken, dass der Opernsängern Pavarotti genau zu dieser Arie bei der Eröffnungsfeier seinen letzten Auftritt hatte. Ich war damals 15 Jahre alt und werde sowohl die Eröffnungsfeier mit Nessun Dorma und Arakawas Kür nie vergessen.

  • QuadTwist: Vielen lieben Dank für diese tolle und persönliche Zusammenfassung von 2006!
    Ich habe die Winterspiele damals kaum verfolgt und die Übersicht hauptsächlich aus Statistiken und alten YouTube-Konserven zusammengeschustert.
    Das ist natürlich nicht vergleichbar mit einem richtigen Erlebnisbericht einschließlich der Spannungsmomente und Emotionen. Bitte unbedingt mehr davon!!! 😄😍👍

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    - Massimiliano Ambesi

  • Danke erst noch einmal für den thread, aus Paarlauf-Fan-Perspektive gesehen:))
    wenn es S/M gelingt, den technischen Rückstand aufzuholen, sollten sie m.M.nach Gold holen.D/R haben nur eine Chance, wenn andere patzen, sie selbst aber nicht bzw.ähnlich gut laufen wie in Boston 2016..dort haben sie das drittbeste Gesamtergebnis in history erzielt (1.V/T mit 232 P.und 2.S/H mit 232 P.)....
    Dass V/T zurückkehren kann ich mir nicht vorstellen, sie sind aktuell bis Oktober für eine Show engagiert, sieht eine Olympiavorbereitung nicht anders aus....?und woher die Motivation nehmen, sind schon gold-dekoriert und wie technisch unter den ganzen Umständen das alles aufholen...?Mal abgesehen davon, daß sie bestimmt ja auch noch naturgemäß in das Baby sozusagen investieren (also zeitlich, emotional, etc....;)
    S/K sehe ich als "dark horse", meinetwegen auch noch J/C- letztere aber eher für das Podium und nicht unbedingt für Gold....T/M sehe ich auch noch nicht an Gold-Position....mein Podium :an 1+2:das DEU-Paar und die Chinesen -in jeglicher Reihenfolgen, dahinter D/R, J/C, S/K, T/M...es wird MEGA-spannend:))

  • Habe gerade in der englischsprachigen Wikipedia gelesen, dass der frischgebackene WTT-Sieger Japan für den olympischen Teamwettbewerb noch gar nicht teilnahmeberechtigt ist! 😲
    Sie müssen sich noch über die Nebelhorn-Trophy in Oberstdorf qualifizieren.


    Wie kann das sein? Ganz einfach: Bei der Word Team Trophy dürfen je zwei Herren und zwei Damen im Einzellauf starten (außerdem ein Paar im Paarlauf und eins im Eistanz). Bei den Olympischen Spielen jedoch hat ein Team in jeder Disziplin nur einen Starter (auch in den Einzelwettbewerben).
    Japan hat zwar hervorragende Einzelläufer, jedoch keine konkurrenzfähigen Paarläufer und Eistänzer (bei der WTT2017 fielen letztere nicht ins Gewicht, weil die vier Einzelläufer genug Punkte gesammelt haben für den Gesamtsieg).
    Fakt ist: Im Moment erfüllen sie schlichtweg die Teilnahmebedingungen noch nicht.


    Wäre aber schon verrückt... Teamwettbewerb ohne das beste Team 2017 😂🙈
    Aktuell teilnahmeberechtigt sind:
    Kanada
    Russland
    USA
    China
    Italien
    Frankreich
    Deutschland


    Kleine Randnotiz zum Wettkampfmodus bei Olympia: es ist möglich, die Teammitglieder nach dem Kurzprogramm für die Kür auszutauschen!
    Beispiel: 2014 lief Jeremy Abbott das Kurzprogramm und Jason Brown die Kür für Team USA. Italien hat fast alle Starter (außer im Paarlauf) ausgetauscht. Es scheint da also keine Begrenzung zu geben.

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    - Massimiliano Ambesi

  • Ich denke das bisherige Abstimmungsergebnis zeigt es an: Favoriten sind relativ ausgeglichene Mannschaften wie Russland und Kanada. Beide haben Goldfavoriten :Medvedeva und Virtue /Moir . Der russische Kommentator Grishin meinte bei der WM Kanada sei insgesamt etwas besser aufgestellt, das weiß man doch nicht so genau finde ich. Also meiner Meinung nach sind bei diesen beiden Mannschaften die besten Chancen.


    Wie es um das deutsche Team steht, hmm? In Sochi hatte im Teamwettbewerb Peter Liebers eine ganz gute Leistung gezeigt. Drücken wir mal die Daumen!

  • Beim Stöbern auf Twitter bin ich auf einen genialen PR-Gag der NBC zu den Olympischen Winterspielen gestoßen 😂 Eine Reihe von U.S.-Sportlern hat sich auf einem exquisiten Olympia-Thron knipsen lassen! Hier einige Eiskunstläufer, die schon Probe gesessen haben:









    WINTER IS COMING

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    - Massimiliano Ambesi

  • Es ist August und wir blicken zurück auf die Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver!


    Wer hat triumphiert, wo sind neue Bestmarken gepurzelt? Welche Newcomer betraten die große Olympische Bühne? Wo war richtig Feuer im Kessel? Hier meine neueste Übersicht!



    [attachment=0]Olympische Winterspiele 2010.png[/attachment]



    Hier einige Highlights aus Vancouver 2010:






  • In Vancouver gab es gleich eine ganze Palette kontroverser Diskussionen. Deshalb widme ich ihnen gleich mal einen eigenen Beitrag.


    #1: Die Vierfachsprung-Kontroverse
    Im Wettbewerb der Herren entfachte der Sieg von Evan Lysacek über Titelverteidiger Evgeni Plushenko die große "Quad-Diskussion":
    "Es könne ja nicht sein, dass jemand bei der heutigen Konkurrenz ohne einen einzigen Vierfachsprung Olympiasieger wird." Anders ausgedrückt: Vierfachsprünge seien bemessen an ihrem Schwierigkeitsgrad und auch der gesundheitlichen Gefahren zu niedrig bewertet im Vergleich zu anderen technischen Elementen.


    Ein interessantes Zitat von Irina Rodnina spricht eher gegen die Aufwertung von Sprungelementen:
    "Evgeni hatte einen großen Vorteil - den Vierfachsprung - aber gleichzeitig gab es im Auftritt unseres Champions mehrere kleine Fehler, die nicht allen aufgefallen waren. Lysacek hingegen hatte eine Siegererscheinung, ein ausgeglichenes Programm, alle Elemente waren sinnvoll in sein Programm eingebettet, logisch. Evgeni, dies war besonders offensichtlich in der zweiten Programmhälfte, lief von Sprung zu Sprung."


    Hier die beiden Kürauftritte im direkten Vergleich:


    https://www.youtube.com/watch?v=XWsJz1HTMk0


    Schaut man auf die heutige Herrenkonkurrenz, wo man ohne mindestens zwei oder drei verschiedene Vierfachsprünge praktisch keine Chance mehr auf Medaillen hat, bekommt die Frage nach der Wertigkeit von Sprüngen nochmal eine neue Dimension. Besonders betroffen von der Aufwertung sind künstlerisch starke Läufer wie Jason Brown oder auch die "alten Hasen" Patrick Chan und Javier Fernandez.



    #2: Johnny Weir von den Punktrichtern benachteiligt?
    Schon fast untergegangen neben den "Quad"-Diskussionen war die Kontroverse um den Olympia-Auftritt von Johnny Weir. Trotz zweier fehlerloser Programme belegte er nur Platz 6 in der Gesamtwertung. Es kursierten Gerüchte, Weir werde aufgrund seiner Sexualität und extrovertierter Auftritte von den Punktrichtern benachteiligt. Insbesondere das Tragen von Tierfell bei seinem Kürauftritt wurde von Tierschützern während der Winterspiele heftig kritisiert.


    Hier ein Video zur umstrittenen Kür von Johnny Weir:



    #3: Ingo Steuers "Ausraster" vertretbar?
    Aliona Savchenko und Robin Szolkowy gewinnen Bronze in Vancouver. Nach einer persönlichen Bestleistung und Platz 2 im Kurzprogramm verstolpert Szolkowy den Doppelaxel und Savchenko springt den Toeloop nur doppelt und die beiden Paare aus China ziehen mit neuen Weltrekorden vorbei. Die anschließende Reaktion von Trainer Ingo Steuer sorgt für Aufruhr:
    „Das Gold ist weg, alles andere ist egal. Ich bin sauer. Das ist so traurig, dass man das, was auf dem Tablett liegt, nicht genommen hat. Wir hätten es einfach machen müssen.“
    Trotz starker Leistungen des Paares reine Enttäuschung beim Trainer.



    #4: Aborigine-Tanz sorgt für Empörung bei den australischen Ureinwohnern
    Höchste Punktzahl im Originaltanz und gleichzeitig die kontroverseste Performance: Oksania Domninas und Maxim Shabalins Interpretation eines Aborigine-Tanzes. Einige Oberhäupte der australischen Ureinwohner protestierten gegen den Auftritt des Eistanzpaares und bezeichneten ihn als "respektlos" - insbesondere eine Gesichtsmaskierung, die sie nach den Grand-Prix-Wettbewerben nicht weiter verwendet haben. Das Paar selbst bekräftigte, der Tanz sei keineswegs herablassend oder entwürdigend gemeint.


    Hier eine Aufzeichnung des Originaltanzes:



    Was meint ihr dazu? Falls euch noch weitere kritische Punkte zu den Winterspielen einfallen, die ich nicht aufgeführt habe, könnt ihr sie gerne hier ansprechen!

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    - Massimiliano Ambesi

  • Ich bin immer etwas traurig, wenn ich an Olympia 2010 zurückdenke. Das vergebene Gold von Aljon und Robin war einfach blöd, zumal sie mit einer fehlerfreien Kür gewonnen hätten. Im Nachhinein war die Bewertung der Kampfrichter aber recht fair. Ich hätte mir nur gewünscht, dass Shen/Zhao nach dem Kurzprogramm nicht geführt hätten, denn das Send-in-the clowns-Programm von den Deutschen war schon der absolute Wahnsinn. Am Ende war das Bronze vielleicht sogar gar nicht schlecht, denn ggf. hätte Aljona schon 2010 aufgehört und ein anderes Leben begonnen. So ist sie nun auch ohne Gold eine laufende Legende.


    Ingo hat damals so reagiert, wie man es halt von ihm erwartet. Ich denke, dass sein cholerischer Charakter ihm am Ende auch die große Trainerkarriere teilweise verbaut hat. Es scheint, dass sein Fachwissen nun nirgendwo gefragt ist. Stasi hin oder her.


    Auf die Schmach von Plushenko 2010 (Silber war vollkommen gerechtfertigt) folgte ja dann 2014 auch die russische Rache mit geballter Macht. Schon erstaunlich, dass man 2010 ohne 4fachen Olympiasieger wird und 7 Jahre später allein in der letzten Gruppe 27 Quad gezeigt werden. Es gab damals so ein Loch in der Entwicklung.


    Yu-Na Kims auftritt war natürlich makellos. Die Kampfrichter haben ihr die Punkte auch quasi hinterhergeschmissen. Im Nachhinein fand ich die Programme von 2013 und 2014 sogar noch besser. Mao Asada litt durch das Wertungssystem im Kurzprogramm. Man musste damals noch einen Doppelaxel als Einzelsprung zeigen. Wenn man den Dreifachen zeigen wollte, so musste man ihn in der Kombination angehen. Ein Jahr später war diese Regel hinfällig. Asada wäre unten den neues Regelungen nach dem Kurzprogramm deutlich näher dran gewesen. Zu erwähnen wäre noch die Bronzemedaille von Rochette kurz nachdem ihre Mutter verstorben war. Zugegeben wäre ihre sportliche Leistung unter heutigen Maßstäben viel weniger Wert.


    Im Eistanzen empfand ich Virute und Moir als Befreiung. Sie waren jung und innovativ. Interessant wir im Eistanzen alle 4 Jahre so ein neues Weltklasse Paar den Style verändert.