Beiträge von Marina.M.

    Das klang alles etwas nach Untergangsstimmung. Ich denke, die Zeit nach Olympia ist für alle Sportler eine Zeit der Reflektion. Das ist gut. Macht es Sinn weiterzulaufen? Was müssen wir ändern? Partnerwechsel, Trainerwechsel. Ein sehr gutes Beispiel sind doch Riku Kihaha/Ryuichi ... aus Japan. Abgesehen von der WM haben sie eine grandiose Saison hingelegt, sich leistungsmässig in die Weltspitze hineingesteigert. Sie haben ihr eigenes Charisma und sind für mich das Paar des Jahres. Von den russischen Paaren habe ich nur Tarasova Morozov vermisst, was an den Programmen der anderen Paare liegt. Es werden sich neue Paare bilden und gestandene hoffentlich einen Sprung nach vorn machen. Wenn man nicht vorwärts kommt, muss man etwas Grundlegendes ändern und die Komfortzone verlassen. Das ist nicht von mir, gilt aber immer und überall.

    Ja, sie wirkte sehr unnatürlich. Dazu noch dieses riesige weisse Tüllkleid. Das war völlig deplatziert. Sie sah aus wie eine Marionette. Eigentlich sehr schade. Dieser Moment war ja für Frankreich der Höhepunkt der WM. Manchmal wird zu viel gewollt. Das Publikum allein hätte besser geklungen.

    Wollte heute nach dem Frühstück überweisen. Guter Scherz. Ich habs geglaubt. Habe keinen Moment irgendwie Zweifel gehabt, mich nur leicht über die Summe gewundert, die sich schlecht durch 12 teilen liess. ( Monatsbeitrag). Scherz hat funktioniert. Gut gemacht. 😁

    Das ist schade, aber ich denke, dass sie kaum noch in den WM Kader gekommen wäre. Sie war wie eine Porzellanpuppe mit dem Lächeln einer Geisha und schwebte übers Eis wie in einem japanischen Kirschblütentraum.

    Alles Gute für Sie..

    Hallo Yogacat,

    Schade dass wir uns nicht mehr gesehen haben. Wir saßen eine ziemliche Weile im Restaurant, hatten aber nur Kaffee und süße Köstlichkeiten. Aber wir mussten von der Hektik des Vormittags erstmal runterkommen. Dann sind wir zum Strand. Du hast geschlafen. Ich wollte unbedingt bis weit hinten laufen, weil dort die Flamingos zu finden sind. ( Ein Tipp unseres Vermieters). Die Strecke war jedoch wesentlich länger, als er so sagte. (Not so far). Doch der Flamingostrand kam und kam nicht näher. 😒 Irgendwann haben wir es aufgegeben und haben uns einfach an den Strand gesetzt. Später sind wir noch die Mole entlang, da haben wir dich am Ende sitzen gesehen. Warst aber nicht Du, sonder eine andere Frau. Dann waren wir noch einmal im Restaurant und sind langsam zurück. War dann auch schon ziemlich spät und abends auch etwas frisch. Dann packen und alles für die Abreise vorbereiten. Wir mussten ja erst mit dem Bus nach Barcelona und dann mit Verspätung mit dem Flugzeug nach Berlin. Um 21 Uhr waren wir dann zu Hause. (Gestartet waren wir um 7.00) so ein Reisetag zieht sich doch immer in die Länge.

    Bist du auch gut und problemlos angekommen?

    Viele Grüße aus Berlin von Marina

    P.s. Sonntag Abend war es richtig schön...

    Ja, der Song Vincent ist wirklich schnulzig. 😁 Aber die Idee der Kostüme - er als armer Künstler und sie der Nachthimmel über.... - war genial. Für mich das schönste Paarkostüm ever. Es auf diese Weise darzustellen, war einfach wunderbar. Und gestern wurde es live gesungen und begleitend zur Vorführung der beiden wurden Bilder von van Gogh aufs Eis gezaubert. Es war wie in einer Traumwelt. Alle waren muxmäuschenstill und völlig verzaubert.

    Ich muss den Sanitätern mal beispringen. Oberste Priorität ist, keine Hektik verbreiten, den Patienten in Ruhe behandeln bzw. Stabilisieren. Das gibt dem Patienten und den Begleitern Sicherheit. Hektik erzeugt Panik. Solange der Patient ansprechbar ist, eigenständig atmet und der Puls o.k., wird in Ruhe anbehandelt. Beim Fussball rennen sie, um das Spielfeld freizumachen und das Opfer aus dem Blick zu bekommen.

    Ashley ist schon einmal während der Kür kurz bewusstlos feworden. Lag ca. 10 Sekunden, stand dann vorsichtig auf und lief die Kür zu Ende.

    Das hatten beide wohl innerlich gehofft und deshalb die Sanitäter erst nach einigen Minuten aufgefordert, zu kommen.

    Kurze Erklärung. Die Sanitäter kommen erst auf das Eis, wenn sie von den Sportlern gerufen werden. Timothy zögerte noch, setzte Ashley auf. Sie war nicht ganz weg, schien kurz mit ihm zu sprechen. Sie wollte natürlich die Kür gern fortsetzen. Aber ihr Kopf erholte sich nach dem Sturz und Schock nicht. Dann gaben sie den Sanitäter das Zeichen zum Kommen. Die Sanitäter waren dann sofort bei ihr, haben sie vorsichtig auf die Trage gelegt und sind mit ihr und Timothy aus der Halle.

    Bitte weitererzählen, dass alles so richtig war.

    Ja Piper Gilles/ Paul Poiree scheinen irgendwie auf der Suche zu sein nach dem, was sie sind. Ich warte noch auf den großen Moment, das ganz große außergewöhnliche Programm. Für mich hatten sie das bereits mit Vincent. Das ist für mich das beste Programm ever. Heute liefen sie es in der Gala; der Song dabei live gesungen. Das war Gänsehaut pur, unbeschreiblich.

    Meine persönliche Sternstunde. Dies ist für mich die schönste und originellste Kostümidee aller Zeiten. Dazu die Musik. Wenn sie das noch einmal toppen können, sind sie auf dem Podium.

    Ich muss gestehen, ich habe mir kein Video des Sturzes von Ashley angesehen. Ich werde es auch nicht tun. Ich war in der Halle und musste mit ansehen, wie sie zuerst bewegungslos auf dem Eis lag, dann aufgerichtet sass, aber nicht recht bei Bewußtsein war. Wir waren alle geschockt und voller Sorge. Die Sanitäter kamen. Timothy stand an ihrer Seite, hielt ihre Hand, ihren Kopf. Schließlich musste sie auf der Trage herausgetragen werden. Timothy immer an ihrer Seite.

    Es war still in der Halle, fast totenstill. Die Gesichter der Menschen voller Sorge. Sie war bei Bewusstsein, aber alle wussten, es ging ihr nicht gut.

    Ich wünsche ihr alles Gute, dass sie gesund wird, körperlich und seelisch. Es war die Chance auf eine WM Medaille. Und sie ist verflogen auf unglückliche Art und Weise.

    Ich hatte mich auf diese wunderbare Kür gefreut, weil ich sie besonders mag. Es kam anders. Aber ansehen werde ich mir diesen Sturz nicht. Für mich persönlich wäre das Voyerismus.

    Für mich sind und bleiben sie ein wunderbares modernes Paar, das den Eiskunstlauf bereichert. Und ich hoffe auf ihre vollständige Genesung und vielleicht auf eine ebenso interessante und wunderbare Kür in der nächsten Saison.

    Das war der letzte Wettkampf, der Freedance. Ich hatte in dieser Saison noch keinen kompletten Wettkampf der Eistänzer gesehen. Das ist zum Teil auch anstrengend. Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, aber es war nicht alles ein Genuss. Es kam mir vor, als sollte es in dieser Saison (der olympischen) ein ganz besonderes, außergewöhnliches und künstlerisches Programm sein. Vieles war zu sehr gewollt. Musiken, seltsam vermischt. Es fehlte Leichtigkeit. Dem restlichen Publikum ging es wohl ähnlich. So, dass die Britten mit ihrem "König der Löwen" Programm frenetisch bejubelt wurden. Auch die Finnen gefielen mir sehr gut. Sie haben das gewisse Etwas und laufen fließend elegant. Madison Schock/Evan Bates Freedance ist genial, die Musik live in der Halle aber sehr anstrengend. Da waren Hubbel/Donehue eine wahrliche Erholung. Das Programm fand ich vor dem Fernseher immer etwas beliebig, nicht außergewöhnlich. Aber live war es dann wieder anders. Diese Energie, gepaart mit Sanftheit und Leidenschaft Sie liefen, wie um ihr Leben, ausdrucksstark und in jeder Sekunde in ihrer Musik. Nie sah ich sie derartig leidenschaftlich. Sie waren für mich Das Paar. Daran, dass Papadakis/Cizeron gewinnen, gab es wohl nicht den geringsten Zweifel. Es war nur die Frage, mit wieviel Punkten Vorsprung.

    Ja und es war ein perfektes und absolut außergewöhnliches Programm.

    Hätten sie nur nicht diese unerträglich schwere Musik gewählt. In der Halle war sie noch schwerer. Und man wünscht sich das Ende des Programms herbei. Dabei laufen und tanzen die beiden, als wäre kein Eis unter ihnen, sondern Wolken. Alles wunderschön. Wäre da nicht diese bleiernd wirkende Musik. Natürlich wurden sie mit tosenden Applaus bedacht, die Halle bebte. Das französische Publikum ist stolz auf GG und alle anderen auch.

    Frankreich gewinnt Gold. Zu Recht.

    Und heute beim Frühstück dachte ich so an andere große Küren, die man sich im Internet noch immer ansehen kann. La terre vue du ciel ist schon mehr als 10 Millionen Mal angeklickt worden. Moulin Rouge von Virtue/Scott ähnlich. Wird es bei dieser Kür von Papadakis/Cizeron auch so sein?

    Ich fürchte nicht, dieses Programm erreicht den künstlerischen Verstand der Menschen, aber leider nicht ihr Herz.

    Wir werden sehen. Es ist ja nicht immer nur eine sportliche Entscheidung, sondern auch eine für das persönliche Leben. Es hängt von der Gesundheit ab, vom Partner, von den sportlichen Zielen und den ganz persönlichen Levensumständen ab. Das muss jeder für sich entscheiden.

    Und dann werden wir die nächste Generation erst besehen, begleiten, mit ihnen mitfiebern, sie manchmal bewundern und vielleicht in unseren Herzen tragen.

    So ist es im Sport. Alles hat seine Zeit. Und wie gehen den Weg für eine gewisse Zeit gemeinsam. Und so ist es gut.

    Vor dem Fernseher dachte ich immer, wann beginnt denn der Bolero. Das ist live in der Halle gaaaaanz anders. Es war eine geniale Idee, andere unverbrauchte Version des Boleros zu nehmen. Es gibt Shoma von Beginn eine Exklusivität, er erschafft einen neuen Bolero. Und das hat er. Endlich Weltmeister. Nach - ich weiß nicht wieviel Jahren - des Silberdaseins.

    Shoma Uno ist Weltmeister. Gratulation. Ich denke, alle in der Halle waren darüber glücklich.

    Liebe Adeli, zum Essen. Das sind kleine Randnotizen der WM. Man kann schmunzeln oder drüber hinwegsehen. Nicht wichtig, aber erwähnenswert.

    Was war das für ein Wettkampf gestern Abend. Das Strahlen ist noch am Morgen danach in meinem Gesicht. Ich war so glücklich über dieses Podium. Nur, dass Mariah Bell es knapp verpasst hat, ist der kleine Wehmutstropfen an diesem Abend. Ich liebe diese junge Frau und ihre Programme. Aber Alysa Liu lief die Kür ihres noch jungen Lebens. Ihr Gesicht natürlich, (nicht völlig überschminkt, wie so oft bei den 15 und 16 jährigen). So lief sie in einer Frische und Unbedarftheit, dass es nur so ein Genuss war. Der dreifach Axel klappte und dann schwebte sie wie ein Schmetterling übers Eis. I am so tired. Sagte sie als erstes zu ihrem Trainer. Aber spätestens nach den Noten war sie dann sicher wieder hellwach. Mariah Bell kam leider nicht an Alysas Noten heran. Ihr Halleluja von K. D. Lang war Hingabe pur. Jede Sekunde fühlte man mit ihr dieses Lied. Meine persönliche Medaille für sie.

    Dann der Moment, auf den ich die ganze Zeit hingefiebert habe. Loena betritt das Eis. Ihre Kür nach orientalischen Klängen ist für mich die Originellste. Nun muss alles klappen, dann ist eine Medaille möglich. Und Loena läuft, die Sprünge klappen. Viel Applaus, das Publikum ist mit ihr auf dem Eis, trägt sie beifallspendend durch die Kür. Mit jedem gelungenen Sprung wird es lauter in der Halle. Dann die letzte Minute, ihrer Choreo, jede Bewegung, das Gesicht strahlt und sie schwebt und tanzt übers Eis, Power, Leidenschaft, Freude. Die letzte Pirouette und die originelle Schlussposition. Die Halle tobt., Loena lacht, weint, kann selbst kaum glauben, was in den 4 Minuten geschah. Standing Ovationen, alle stehen, klatschen. Ein Moment, den man nie vergisst. Das ist es wofür man in die Eislaufhalle geht. Sie fällt ihrem Bruder in die Arme und nach den Noten fließen Freudentränen en Masse. Und in diesem tosenden Welle hinein, geht Kaori aufs Eis. Der Wille, Gold zu gewinnen, steht in ihrem Gesicht. Sie beginnt, voller Energie, stark und selbstbewusst. So wie ihr Kürtitel. Die Sprünge stark und sicher. Die Choreo ebenso originell, so authentisch mit ihrer Person. Hier läuft kein zartes elfenhaftes Wesen nach Klavierklängen. Hier läuft eine Frau, stark selbstbewust, unabhängig. Und sie wird stärker mit jedem Moment. Das Publikum begleitet sie mit Beifall, die Halle wird noch einmal wach, begleitet sie bis zum Ende ihrer Kür. Dann tosender Applaus, Jubel, Freude pur. Das gesamte Publikum steht. Das war Gold. Und was für eines. Kaori gewinnt und lässt ihrer Freude freien Lauf.

    Dann die Siegerehrung. Drei glückliche Frauen strahlen um die Wette. Man hätte das Licht ausschalten können und nur ihr Strahlen hätte die Halle erhellt.

    Da stehen drei junge Frauen auf dem Podium und jede von ihnen st glücklich. Sie scherzen miteinander und genießen den Augenblick. Was für schöne Momente. Es gibt viele Tränen, Freudentränen! Auch im Publikum. Und eine hat sich auch in meinem Auge verfangen. Was für ein schöner Abend. Und daran hatte auch das Publikum einen großen Anteil. Es war ein großartiges Publikum, unterstützend, begeistert und ebenso leidenschaftlich, wie die Sportler. Und wir durften dabei sein.