Beiträge von Vater

    Vater: Wäre jetzt der Zeitpunkt, Trainer wieder zurückzuholen (versuchen), die sich unter der alten Konstellation verabschiedet haben oder nicht gehört wurden?

    Gute Frage. Ich denke, wir müssen das Training insgesamt in Verbindung mit der Beschulung in Deutschland neu denken und schauen, wo es und warum gut läuft. Nichts muss neu erfunden werden, nur mehr gearbeitet. Erfolg wird im Training herausgearbeitet. Wo stehen unsere Trainer*innen aktuell unter Einordnung ihrer Verantwortung, ein notwendiges Training von klein an anzubieten? Die Leistungen der Sportler, sind die Reflektion der Leistungen der Trainer*innen. Hier wird weiterhin weggeschaut, so mein Eindruck? Es wurde auch schon erwähnt, das deutsche Sportfördersystem, fördert feste Trainer*innenstellen, nicht aber die Sportler selbst. Das funktioniert nicht mehr, so mein Eindruck? Trainermonopole machen Konkurrenz unter den Trainern kaputt und alles in einer Hand, verhindert Rechenschaft und Sanktionen, also Weiterentwicklung? Geschlossene Systeme sind leistungssportfeindlich, da die Sportler keine Wahl haben. Somit bleibt oftmals nur das Ausland als Alternative, was bei uns im Eiskunstlauf schon lange keinen Alarm mehr auslöst. Haben wohl viele längst aufgegeben? lg Vater

    Im Ausland zählt das Talent, nicht die Eltern und nicht das Geld.....

    Das Training bzw. die Sportausübung an einer Eliteschule des Sports war schon immer kostenfrei, wie die Beschulung ebenfalls? Man zahlt nur die Vereinsbeiträge und das war es dann auch? An einem Bundesstützpunkt muss man nicht einmal einem Verein angehören, was aber unüblich sein sollte? g Vater

    Vielleicht werden in Oberstdorf und Dortmund auf die richtigen 'Pferde' gesetzt 😉 Das ist generell ein Riesenmanko in vielen Leistungssportarten in Deutschland. Im Ausland zählt das Talent, nicht die Eltern und nicht das Geld.....

    Wer gefördert wird und Talent hat, legen die Landestrainerinnen und die Leistungen der Sportler*innen und eine Erfüllung von Normen der DEU/ISU fest. Was bedeutet das in Deinem Zusammenhang? Finden unsere Verantwortlichen tatsächlich nicht mehr heraus, wer es zu was bringen könnte? Dagegen steht, es wird 6 x in der Woche trainiert, es gibt eine Eliteschule des Sports und Trainingsstätten und bezahlte Trainer*innen und DEU Funktionäre. Kann eine Trainerin oder ein Landesverband/DEU denn ein Interesse daran haben, erfolglos zu bleiben, weil auf das falsche "Pferd" gesetzt wird? Warum sollte das jemand anstreben oder dulden? :1huh: lg Vater

    Nur nebenbei, ich sehe Dortmund und Oberstdorf schon vorne, da Erfolge erkennbar sind und sich ein überdurchschnittlicher Nachwuchs bei den Mädchen entwickelt. Wie ist erst einmal Nebensache, aber ganz pauschal betrachtet aus Hubschrauberperspektive. Warum läuft diese Entwicklung in Berlin nicht, ist doch die Frage. Und natürlich, könnte alles besser sein? lg Vater

    Hallo Suzana72,

    die Bundesstützpunkte und Länder sind kaum vergleichbar. Die Landessportbünde sind unterschiedlich engagiert und die Aufstellung der Landes- und Bundesstützpunkte ebenfalls nicht homogen. In Berlin wurde beides, Landes- und Bundesstützpunkt verschmolzen und der DEU bzw. dem Bundesstützpunkt vor Ort direkt unterstellt. Ob es so etwas auch woanders gibt, denke nicht. Macht es Sinn? Kommt darauf an.

    Also Sie haben Recht, es muss gerecht oder besser transparent und plausibel zugehen. Der Mitteleinsatz und deren unflexible Bindung, in nicht ausreichend funktionierende Strukturen ohne ausreichendem Know-How oder zu gering ausgeprägter Weiterentwicklungsdynamik, wäre selbstverständlich Mittelverschwendung und würde dafür sorgen, das immer weniger Geld in die DEU fließen würde, mangels Erfolgen. Ist das denn nicht der Fall? Es sollte also überlebenswichtig sein, nicht nur zu reden, sondern zu handeln und aktiv gegenzusteuern, einzugreifen und zu verändern. Daran wird sich nach kurzer Schonfrist, Herr Wagner messen lassen müssen. Auf eine noch nicht vorhandene hauptamtliche Struktur zu verweisen, ohne klare Vorgaben zu machen und laufend zu überprüfen, wird das Ziel wie bisher verfehlt. Der Strukturwahnsinn und reine Statistik, wie "Potas", "Monitoring" und "Parkour" ist fast schon übertrieben, denn nur auf dem Eis und in der Trainingshalle, werden Erfolge erarbeitet. Aber ohne Struktur, geht es natürlich nicht, es kommt auf die Schlussfolgerungen der Evaluationen an. Im Leistungssport, kann es eigentlich kaum zwei Meinungen geben? Oder sehe ich es falsch? lg Vater

    Glückwunsch an Herrn Wagner zur Wahl zum Präsidenten und gut gesprochen (Interview). Nun bitte ich Sie eine Arbeitsgruppe für den Bundesstützpunkt Berlin ins Leben zu rufen und dort zu schauen, warum wir unter unseren Möglichkeiten bleiben müssen. Ich betone es gerne, in Berlin am Bundes- und Landesstützpunkt herrschen die Besten Bedingungen wohl in ganz Deutschland, was die Trainingsstätten und Finanzierung anbelangt. Mehr hauptberufliche und geförderte Trainer*innenstellen (Bundes- und Landesebene), wird man nirgends in Deutschland finden? Auch ist das große Interesse in Berlin an der Sportart ausgeprägt vorhanden und wir haben viele Talente, die den Sport mit Unterstützung der Elternhäuser ausüben wollen. Mehr an Sichtungs- und Auswahlmöglichkeiten gibt es nicht, als in einem Stadtstaat. Die Seite der geeigneten Förderung für die Sportler*innen, muss beleuchtet werden und ist der Schlüssel für Veränderungen und bessere zukünftige Ergebnisse. Ohne Initiative des neuen Präsidiums, wird es nicht gehen! Ich bitte Herrn Wagner, es zur Chefsache zu erklären. Bei nur noch 3 Bundesstützpunkten sticht einer "überfinanziert" heraus - ohne als Gegenleistung erfolgreicher zu arbeiten als die beiden in Dortmund und Oberstdorf? Hier muss schnell gegengesteuert werden, damit der Eindruck verschwindet, hier wird daran gearbeitet, das "Licht auszuschalten"? Bei knappen Kassen der DEU, ist das Binden von erheblichen Finanzressourcen, laufend zu hinterfragen. Fangen wir und Sie bitte jetzt damit an! lg Vater

    Es deutet sich keine grundlegende Erneuerung ab, wenn zum einen nur wieder Männer dabei sind und ein Zusammenschluss der gespaltenen DEU aus "frischen" und "erfahrenen" Protagonisten, nicht zu gelingen scheint. Der Block der "Jungen Wilden" wurde wohl isoliert und offensichtlich eingeschüchtert, was nicht gut sein kann. Was immer klarer zu werden scheint ist doch, dass es einer veränderten (guten) Geschäftsführung bedarf. Hier liegt nach meiner Einschätzung der Schlüssel für einen erfolgreichen Neuanfang insgesamt. Der angebotene Rückzug von Herrn Wetzel und dessen Nähe zum wohl endgültig nicht mehr in eine Machtposition zu wählenden Herrn Dönsdorf, lässt genug Raum für eine positive Zukunft und Beseitigung des Reformstaus übrig. Es liegt nun an Herrn Wetzel selbst, ob er für eine Übergangszeit und Einarbeitung eines hauptamtlichen GF oder GFin zur Verfügung steht. Eine geeignete Person ausfindig machen zu können, wird schwierig genug, aber ist nicht ausgeschlossen.

    Ich würde mir von Frau Vetter wünschen, als Präsidentin ein weiteres Mal anzutreten und somit die Verbindung der beiden Blöcke nicht aufzugeben. Wenn die DEU es nicht schafft, Grabenkriege zu beenden, wird es - egal wer gewählt wird, nicht zu schaffen sein, den Sport aus der Krise zu holen.

    Straffe und mächtige Strukturen sind niemals ein Garant, denn das hatten wir auf jeden Fall in den letzten Jahren. Hier muss ich Herrn Hillebrand deutlich widersprechen, denn er hat immer noch nicht verstanden, was die Probleme für die Sportler und deren Eltern bei der Sportausübung sind. Er stand so weit weg vom täglichen Geschehen, weil er wohl selbst keinen Ausweg mehr sah, als sich zu verstecken und andere die zum Scheitern verurteilte Arbeit, machen zu lassen.

    Wir stehen nicht grundlos am Abgrund! Aus dieser Tatsache heraus, sollte er einfach keine Ratschläge mehr geben und der neuen Generation etwas mehr zutrauen und Respekt zollen, anstatt die Zukunft zu vergiften. Das ist nicht seine Aufgabe als Ehrenpräsident!

    Liebe Frau Vetter, wenn Sie erkannt haben, warum Sie so deutlich schon einmal zur Präsidentin gewählt wurden, scheuen Sie bitte den zweiten Schritt nicht! Die DEU braucht Sie jetzt, damit es einen glaubhaften und vereinenden Neustart geben kann.

    Es gilt dabei für jeden und jede - Mann/Frau wächst mit Ihren Aufgaben! lg Vater

    Lieber Karl-Heinz,

    Glückwunsch und viel Kraft weiterhin. Ohne die Berichterstattung, wäre eine unabhängige Meinungsbildung undenkbar. Solch einen Raum für notwendige Diskussionen, gibt es nicht in der DEU, der Pirouette oder sonst wo in Deutschland ein zweites Mal. Wie sollten Eltern sonst an Informationen kommen, wenn alles intransparent abläuft. Also allen Anfeindungen zum Trotz, halte durch, bleibe gesund und motiviert. Die Aufgabe, die Du übernommen hast, ist nicht genug Wert zu schätzen und leistet einen echten Beitrag für die Weiterentwicklung der Sportart, welche vor die Wand gefahren wurde! Ich behaupte sogar, Du trägst zum Überleben der Sportart mehr bei, als andere glauben wollen! Danke dafür! lg Vater

    Liebe Soemmerska,

    endlich beginnen wir hier mal Meinungen auszutauschen. Ich sehe an Deinen Hinweisen, wie es Dich und alle in Berlin zerreißt. Es ist widersprüchlich, was Du zu Recht mitteilst. Zusammengefasst ist der Unterschied zu meiner Wahrnehmung und Deiner, wohl das Verständnis von Leistungssport. Über Clubtraining und Hobbybeschäftigungen geht es mir nicht.

    Die Landeskader sind in Berlin von den hauptberuflichen Landestrainerinnen zu trainieren und die Bundeskader von hauptberuflichen Bundesstützpunkttrainer*innen und zwar kostenlos für die Sportler*innen. Die 5 Personen, welche hauptberuflich finanziert sind, um den Kaderbereich zu entwickeln, hatte ich benannt. Für alle Schüler einer Eliteschule das Sports, ist die Sportausübung wie der Besuch der Schule kostenfrei. Also wenn ein Kader keinem Verein angehören würde, gäbe es nicht einmal Vereinsbeiträge zu zahlen? Dies überspitzt dargestellt. Die Kader und Sportschüler dürfen die als Stützpunkt bereitgestellten Sportstätten kostenfrei nutzen. Die Kaderförderung ist nicht Aufgabe der Vereine, sondern des Landesverbandes (Landeskader) und der DEU (BuKa) in der Ausprägung der Bundesstützpunkte. Es kann somit kein Unterschied zwischen arm und reich im Kaderbereich geben. Wenn es so ist, wie Du schreibst, stimmt schon etwas nicht. In Berlin ist alles zusammengeworfen worden. Der Bundesstützpunktleiter ist auch für den Landesstützpunkt verantwortlich, was wohl ein in Fehler war. Auch ist die Einbeziehung von etlichen Trainer*innen der Vereine bei der Kaderausbildung zu hinterfragen. Wer finanziert diese? Warum sehe ich das so? Weil es Hauptamtliche gibt, die dafür bezahlt werden. Es ist Aufgabe des LSB, des OSP, dem Senat von Berlin und des BMI, alles Notwendige für den ganzheitlichen Trainingsbetrieb und die medizinische Überwachung zu finanzieren und dies nach der sportfachlichen Expertise und Vorgabe der Fachverbände (Richtlinienkompetenz). Diese bezieht sich in erster Linie auf die auszuwählenden Trainer*innen im Eis- und Off-Icebereich nach internationalen Know-How-Kriterien. Wonach denn sonst? In die Kinder hinein trainiert kann nur werden, was Trainer*innen vermitteln. Schau nach Europa, was dort Kinder mit 12 - 14 Jahren können müssen (Frankreich), wenn diese sich Kader nennen dürfen. In Berlin gibt es keinen echten Leistungssportansatz, wovon ich überzeugt bin sondern nur "Worthülsen" und "Überschriften". Alle Talente und Sportler*innen, haben keine realistische Chance, es weit bringen zu können, auch wenn diese 6 x die Woche trainieren oder eine Eliteschule besuchen. Das ist keine Behauptung, sondern eine Erkenntnis seit vielen Jahren. Was Du schreibst mit der Wettbewerbsverzerrung und Bevorzugung von Sportler*innen kommt noch hinzu.

    Problem auch für die Trainer: Die Eltern lassen den "Schlendrian" zu, weil diese Leistungssport ihren Kindern gar nicht zumuten wollen, sonst würde es nicht immer so weiter gehen? Es mangelt auf allen Seiten an Ehrlichkeit. Ein System nur des Systems willen aufrecht zu erhalten, ist für mich kein Ansatz und Steuergeldverschwendung. Die Eltern investieren ebenfalls viel Zeit und Geld ins Nichts, da am Ende der internationale Vergleich geführt werden muss. Wir haben im Leitungsportfördersystem nur eine Aufgabe, Sieger*innen zu erschaffen und internationale Medaillen zu erkämpfen. Alles was diesem Ziel nicht dient und perspektivlos ist, darf eigentlich nicht gefördert werden. :1huh:

    Danke Soemmerska für das Teilen Deiner Gedanken. Ich will kurz anmerken. Der Breitensport und die Nachwuchsrekrutierung der Vereine findet überwiegend in den bezirklichen Sportstätten statt. Der Landes- und Bundesstützpunkt ist in der Paul-Heyse-Straße und dem Sportforum mit 4 Eishallen verortet und steht dem Leistungssport (6 x je Woche) zur Verfügung. Alle Landeskader, Bundeskader und Sportschüler haben Anrecht, am Stützpunkt privilegiert zu trainieren. Geregelt ist dies alles in der SPAN (Nutzungsverordnung des Landes Berlins für die Sportstätten). Die ortsansässigen Vereine wie der BTSC e.V. und der SCB e.V. dürfen geringfügig für die Vereinsarbeit (Nachwuchsausbildung, Clubtraining), die Stützpunkthallen nutzen (80:20 war wohl das Verhältnis), aber nachgeordnet nach den Prioritäten der SPAN. Das bedeutet eigentlich, dass diese beiden Vereine defacto die Nachwuchsarbeit und das Vereinstraining, in anderen Sportstätten organisieren müssten. So ist die Gesetzeslage! Also der Kaderbereich beginnt wohl jetzt erst ab Klasse 3 und sollte am Landes- und Bundesstützpunkt stattfinden (alle Berliner Vereine übergreifend) und intensiver als bisher. Die Landeskaderliste weiblich sollte auf ca. 20 Sportler*innen begrenzt werden, wir waren mal ca. 150 auch mit Schattenlisten und abgesenkten Berliner Spezialnormen! Wer die Leistungsnormen nicht erfüllt, dürfte auch aktuell nicht im Landeskader sein. Dies ist trotz Eingriff der DEU über den Bundesstützpunktleiter wohl immer noch nicht der Fall, wir haben nicht einmal 20 Kadersportler*innen nach den Richtlinien, möchte ich behaupten. Die Jungs sind erst einmal außen vor! Die Sportler*innen werden leider nicht auf das notwendige ISU/DEU Level nach Altersgruppen gruppiert gebracht, was zu hinterfragen sein sollte. Dies ist ein Verstoß gegen die Richtlinienkompetenz und verboten. Alles steht im Zusammenhang mit den Trainingsmethoden, der Eiszeitenkoordination und dem Know-How des Trainingsangebotes. Es fehlt eine ganzheitliche Betrachtung und Herangehensweise an die Bedürfnisse der Sportart. Es mangelt überwiegend an einem notwendigen Off-Ice-Trainingsangebot. Die Kosten der Kaderförderung durch Trainer*innen übernimmt der LSB, das BMI und der OSP zu 100 %. Wie gesagt 5 Hauptamtliche für 20 Kadersportler und einige wenige Bundeskader, ist doch nicht wenig? Warum klappt es dennoch nicht, ist die Frage? :1huh:

    Frag sich nur wo der zukünftige Kader her kommen soll, Wenn die Kleinen immer runter müssen vom Eis. Oder besser, gar nicht erst rauf.

    Deutschland ist der Eiskunstlaufsport zu teuer geworden? Grund ist sicherlich die Erfolglosigkeit! Herbeigeführt durch die DEU als oberstem Fachverband und den Bundesstützpunkten wie Berlin? Es mangelt an Führungsstärke und Durchsetzungskraft der Vorgaben des DOSB und einer Steuerung des Trainingsangebotes durch Know-How-Transfer. Wohl kein Stützpunkt ist so gefördert und durchfinanziert wie Berlin. 2 Landestrainerinnen (Vollzeit) + 1 OSP Trainerin (Vollzeit) + 1 Lehrertrainerin (Vollzeit) an der Eliteschule des Sports SLZB unter Leitung und Verantwortung des Bundesstützpunktleiters (Vollzeit) + x Bundeshonorartrainer + teilfinanzierte Nachwuchstrainerstellen der Vereine + hohe Beiträge der Eltern und Sportler + kostenlose Trainingsstätten Eis + + +

    Das etwas bei der Mittelverwendung nicht stimmen kann, sollte aufgefallen sein! Warum die DEU daran mit dem Bundesstützpunktleiter immer noch festhält, ist doch "Sabotage" an den Sportlern oder der Sportart. Es gibt nirgends so viele tolle Kinder und Talente wie in Berlin, die alle nicht gefördert werden? Warum ist das so? Wer sorgt für Ordnung und Disziplin und versteht Leistungssport in Berlin richtig? Wer schaut endlich hin, was beim Training passiert? Es gibt keine Überforderung der Sportler, wenn diese oftmals in Zweit- und Drittsportarten oder im Ausland zusätzlich trainieren müssen. Die Kinder werden nicht intensiv genug für das Eistraining vorbereitet, Trockentraining, Ballett, Dehnung, Spezialkraft, Choreografie und Rotation sind rudimentärer Ausbildungsbestandteil. Es ist ein Wunder, dass die Vereine noch junge Sportler in solch großer Zahl sichten und heranführen. Der Landes- und Bundesstützpunkt scheint das Problem zu sein und dieser wird alleinverantwortlich durch die DEU sportfachlich geführt. Der Berliner Landesverband BEV ist übergangen und ausgeschaltet worden. Wenn dies so bleibt, ist doch Chemnitz als Bundesstützpunkt zu retten und Berlin aufzugeben? Es klingt verrückt, aber Chemnitz macht seine Hausaufgaben und Berlin döst wie immer vor sich hin und verweigert notwendige Reformen? Was hat der Bundesstützpunktleiter davon? Warum geht es offensichtlich immer nur um das Geld für die Hauptberuflichen? Was macht Dortmund und Oberstdorf besser? Es ist doch alles zu erkennen? ;( lg Vater

    https://www.tagesspiegel.de/sp…er-goldwaage-1801747.html

    Auszug:

    Und wenn er das Geld nicht auftreiben kann bis zum 30. April? „Dann“, sagt Harnos, der bullige Rechtsanwalt aus Kaufbeuren, „geht’s um die Existenz des Verbands.“ Verliert die DEU den Prozess, ist sie endgültig pleite. Und dann ist die Hochleistungssportart Eiskunstlauf in Deutschland enorm gefährdet.


    Hier liegt der Kardinalfehler, der Hochleistungssport geht nicht unter, wenn die DEU Pleite gehen würde. Es wäre sogar eine Chance sich von einem Missmanagement befreien zu können. Die Neugründung des höchsten Fachverbandes Deutschlands unter anderem Namen, wäre die Lösung, um allen Ballast und Altlasten los werden zu können. Die sportlichen Kompromisse zur Rettung der Struktur der DEU, die Hillebrand als seine Leistung wertet, hat im Ergebnis den Leistungssport zerstört. Es ging im Kern um Führungsfehler, Klüngelwirtschaft und kaufmännische Fehlentscheidungen, wofür die Sportler und Trainer nichts können, aber die Zeche zahlen. Dieses Erbe wird für jedes neue Präsidium eine Last sein. Das Instrument einer geordneten Insolvenz und Neugründung könnte der Schlüssel sein. Von einer Spaltung und mehreren Verbänden, so etwas gibt es, halte ich nichts. Die Sportart ist einfach zu klein. Denkt mal drüber nach? lg Vater

    Interessante Gedanken, danke Euch.

    Dennoch verstehe ich die Situation und die Ausgangslage zu dieser Wahlveranstaltung mehr als komplex. Die Landesvereine sind gespalten, es gibt welche die hatten Vorteile im Hillebrandsystem und fürchten nun massive Veränderungen. Andere hatten nichts mehr zu verlieren und wollten eine Veränderung als Chance verstehen. Viele dachten auch, Dönsdorf wäre allmächtig, was nun nicht mehr gilt. Dies musste erst bewiesen werden, damit sich die abgetauchten Kräfte nun nach vorne wagen können. Den drei Gegenkandidaten gilt mein großer Dank und ja, bleibt dabei und versucht den Neuanfang mit 100% neuen Personen. Es liegt so viel Arbeit vor uns allen, da darf es keine internen Missverständnisse geben. Herr Wagner gab kein Signal für eine bessere Zukunft, da er sich mit dem System Dönsdorf in "erpresserischer Art und Weise" verabredet hatte. Es wäre schön Herr Wagner erklärt uns allen jetzt, was er damit bezwecken wollte. Die Neuen Kandidaten kamen doch erst nach dieser Ankündigung der Blockwahl ins Spiel, um den Sport und die DEU aus der Sackgasse zu befreien und eine Richtungswahl zu ermöglichen. Großartig und ja, ein zweiter Wahlgang oder auch ein Dritter zeigt auf, wie schwierig es ist, ausgetretene Wege verlassen zu können. Am alten System der DEU gibt es doch nichts zu verteidigen! lg Vater

    Positiv zu bewerten ist, dass Herr Dönsdorf und sein Team nicht mehrheitsfähig waren und von den Gegenkandidaten 2 gewählt wurden. Das man die Macht, welche man seit Jahren ausgebaut und verteidigt hatte, nicht kampflos aufgibt, war zu erwarten. Herr Wagner ist wohl eine verflochtene Persönlichkeit, wie ich hörte, soll seine Frau Preisrichterobfrau des Verbandes oder bei der ISU sein, oder etwas ähnliches. Erkennbar ist der Erneuerungswille der Landesverbände, was ein gutes Zeichen sein sollte. Die Macht des Herrn Dönsdorf scheint gebrochen, was nun erst einmal verdaut werden muss. Der heutige Tag macht Hoffnung auf einen Neuanfang.

    lg Vater

    Hat Uwe Dönsdorf wirklich 2010 einen "flüchtigen Zungenkuss" bei einem wahrscheinlich 30 Jahre jüngerem Eistänzer zugegeben? Dann ginge das ja wohl gar nicht als Vizepräsident.


    Ich hoffe diese Zeiten sind endgültig vorbei.

    Ja, das ist nachlesbar und wurde vor Gericht zugegeben. Der Sportler hatte, was hier zu kurz gekommen ist, aufgrund der Situation einen Selbstmordversuch unternommen und zum Glück überlebt. Es war für ihn unzumutbar, ständig mit dem Sportdirektor an der Bande zu Wettkämpfen und so weiter konfrontiert zu werden, was verständlich sein sollte. Bei der DEU werden auch keine Trainer*innen suspendiert, sondern im Ergebnis nur Sportler*innen. Kein Elternteil sollte die eigenen Kinder solch einer Führungsriege anvertrauen, woher soll denn das Vertrauen kommen? Schlimm nur, dass man konsequenter Weise den Sport beenden müsste, nur weil die DEU unreformierbar erscheint? Es ist aber nicht die gesamte DEU verdorben, sondern nur einige wenige, wie beispielhaft für alle die Personalie von Herrn Dönsdorf. Weil die DEU so klein ist und nur ein Machtzirkel von wohl 3 Männern alles bestimmte, kann so etwas so lange am Laufen gehalten werden. Endlich wird darüber auch gesprochen, damit sich keiner später herausreden kann - er oder sie hätte nichts gewusst! 8|

    Wenn die großen Landesverband Bayern, NRW... sich einig sind, wars das mit dem Neuanfang. Hoffen wir auf mutige Entscheidungen von allen Wahlberechtigten.

    Ich empfehle geheime Wahl zu beantragen, damit es ein Votum der Vernunft und nicht der Angst werden kann. Und selbst wenn es am Samstag noch nicht gelingt, in 2 Jahren ist es dann aber spätestens soweit, wenn bis dahin nicht noch "Schlammschlachten" ein vorzeitiges Abdanken des Präsidiums herbeiführen. Das können wir uns bereits am 10.09.2022 ersparen, durch eine kluge und hoffnungsvolle Wahlentscheidung! Wenn ich richtig zurückrechne, war Herr Dönsdorf wohl auch nahe an den 40-ern, als er vor 30 Jahren bei der DEU begann? lg Vater