Beiträge von mutter70

    ich denke, es ist das Alter.

    Man muss sich einfach bewusst sein, dass Nachwuchssportler im Eiskunstlauf einfach auch noch Kinder sind.

    sie bringen tolle Leistungen aber dennoch darf man nicht vergessen, sie sind noch jung. meiner Tochter wurde gesagt ( mit zehn) sie hätte keine Freunde auf dem Eis, weil sie so gut wäre... Die Realität war aber: Sie ist wegen ihrer Freunde nach Dortmund zum Training gegangen. Das war ihr mit zehn wichtig. Nicht die dreifachsprpünge, sondern das Umfeld.

    Sie musste ja eh drauf verzichten, sich mit ihren Freundinnen aus der Schule zu treffen. Die grösste Aufgabe ihrer Trainerin war, sie gegen ihr Mutter zu schützen ( das wurde mir wortwörtlich mitgeteilt) . Sowas kann ja gar nicht funktionieren. Es war wirklich ganz komisch und je länger ich mir das anguckte, umso mehr kam bei mir das Gefühl auf, dass das gar nicht gut für meine Tochter ist. Das gleiche Schema habe ich übrigens auch bei anderen Sportlern beobachtet. Zum Vergleich zum Rudern, kann ich folgendes sagen:

    Es wurde den Kindern Zeit gegeben sich zu entwickeln und vor allem der Gemeinschaftsgedanke im Verein wurde groß geschrieben. Der Verein war auf alle Sportler stolz und als der Druck kam, waren Experten zur Stelle. Es wurde gearbeitet Aber auch gefeiert es wurden Feten gefeitert und Freundschaften beschlossen.

    Es wurden Physiotherapeuten, Ernährungsberater zur Seite gestellt und vor allem es war eine sehr gute Kommunikation zwischen Eltern, Sportler und Trainer. ich kann mich noch gut erinnern, als meine Älteste in der Pubertät war und der Trainer mich regelmäßig anrief und fragte, was denn mit ihr los sei.... natürlich konnte ich ihm viel vom Seelenleben berichten und er konnte meine Tochter besser verstehen....und sie gut durch die Pubertät führen. Es wurde im Verein gelebt und zwar alle zusammen. Beim Eislaufen hatte ich immer den Eindruck , dass es zwei Klassengesellachaften gäbe, die die gut waren, und die die die

    Ansprüche nicht erfüllten. natürlich war beim Rudern auch Druck, aber da waren die Sportler 21 Jahre alt und halt keine Kinder!!!!

    also ich bin als ehemalige Eislaufmutter neu hier im Forum.

    meine Tochter lief auch vor ca. 3 Jahren sehr erfolgreich in NRW.

    parallel hatte ich eine ältere Tochter die

    sehr erfolgreich im deutschem Nationalteam ruderte.

    Also hatte ich den Vergleich.

    mein Fazit des Eiskunstlaufens war. Aus meinen persönlichen Erfahrungen:

    meine zehnjährige Tochter hatte in Dortmund mehr Druck als meine erwachsene Tochter , die auch Weltmeisterschaften ging.

    Wir haben dann entschieden, dass uns die psychische Gesundheit unserer Tochter wichtiger als der Erfolg in dieser Sportart ist. Und das sollten wirklich viele Eltern bedenken.

    Auch wir haben dann versucht, in Belgien weiter zu trainieren, jedoch wurde meine Tochter daraufhin so von

    der Bundestrainerin missachtet, dass wir und ganz ehrlich gefragt haben, wofür wir eigentlich den ganzen Aufwand betreiben. und schließlich unsere Tochter zum Glück feststellte,

    dass sie vielmehr für den Sport aufbringt, als dass er ihr etwas zurückgibt und sie die Sportart wechselte.

    Es kann doch nicht sein, dass unsere kompletten besten Sportler im Ausland trainieren, unsere Steuergelder dafür ausgegeben werden und sich die Funktionäre in Deutschland trotzdem die Taschen voll machen.

    ich habe live mitbekommen, dass Trainer , die Neuerungen vornehmen wollten, total ausgebremst wurden.