Beiträge von Fellow

    @ maja: au ja, da schließe ich mich an. Von mir aus könnten wir die nächsten Male auch nur noch Paul Fentz als Kommentator haben, nur wäre es auch schade, wenn wir den besten deutschen Läufer auf dem Eis entbehren müssten :D
    Ich kann auch mit seinem Kürprogramm ganz gut leben und habe kein Problem mit dem Kostüm, aber es scheint auf jeden Fall zu polarisieren.

    Ja, ein sehr weitreichendes Thema.


    Wahrscheinlich wird da kaum Konsens herrschen, weil die Belastungsgrenzen und körperliche Widerstandsfähigkeit jedes einzelnen Sportlers schon sehr stark differiert und die Toleranz der Öffentlichkeiten in den verschiedenen Ländern sicher auch unterschiedlich ausgeprägt ist.


    So weit ist es im Eiskunstlaufen wohl noch sehr lange nicht (global gesehen, - klar, in D aus anderen Gründen), je nach Land hat verpassen Sportarten auch schon mal den "Anschluss" und bewegen sich in einer "Paralleleinschätzung" was Sogwirkung auf Nachwuchs und öffentliche Wahrnehmung betrifft.
    (À la Sportart wird mehr als Zirkus wahrgenommen, aber kein Verantwortlicher registriert das. Betonung: nicht akute Ebene m.E., um Missverständnissen vorzubeugen).
    Insofern kann es für eine Sportart nur positiv sein, wenn sie sich fortwährend selbst und von innen heraus hinterfragt.


    https://www.nzz.ch/sport/rotie…bald-fuenffach-ld.1357754


    Ein ganz detailreicher Artikel der Neuen Zürcher Zeitung.


    Besagter "Richards" wird vorher als Professor James Richards der Universität von Delaware vorgestellt.


    Zitat

    Auch die Technik des amerikanischen Quad-Meisters Nathan Chen wurde hier optimiert. Nach Ansicht von Richards ist vor allem die Flugphase entscheidend. «Die Energie im Absprung bekommen alle Top-Läufer hin. Ob sie erfolgreich sind, hängt davon ab, was sie in der Luft machen», so die Erkenntnis des Wissenschafters laut einer Publikation der Universität. Derzeit befinde sich ein Läufer beim Sprung durchschnittlich 0,65 bis 0,70 Sekunden in der Luft.


    Bzgl. Quads oder Quints:

    Zitat

    Nun gibt es zwei Möglichkeiten, eine zusätzliche Drehung unterzubringen: Entweder er fliegt länger, oder er dreht schneller. Richards setzt auf die zweite Lösung.


    Wobei mich interessieren würde, wie es mit dem Verhältnis der beiden Größen "länger" und "schneller" aussieht und ab wann die Mischung zugunsten der einen oder anderen Seite "kippt". - und: trifft das auf alle Sprünge gleichermaßen zu, inklusive Axel?
    Bzw. ändert sich die Physik nicht, aber wann muss dann der Größe "Koordination" o.ä. verstärkt Platz in der Formel eingeräumt werden?


    Bei einigen jüngeren Läufern und Sportlerinnen kann man imo das Konzept "schneller" in quasi fast-Reinform beobachten. Umso reiner praktiziert, umso mehr bedingt dieses physikalische Konzept, dass andere Dimensionen/Komponenten im Sprung in den Hintergrund treten.


    Kann man dieses Konzept als "Reinform" wirklich beliebig ausbauen - oder könnte besagter Chen ein Indiz für das Gegenteil sein?


    Springen die jüngeren, "Bleistift"-ähnlicheren Jungs ihm nur mangels Training nicht davon?
    Oder zumindest bzgl. Männern: wenn so oder so keine Fünffachen möglich sind, lohnt es sich ja auch nicht, mehr als Chen in dieses Modell zu investieren - damit ist quasi die Grenze schon ausgelotet?

    Ach herrje. Eine kleine Vorahnung beschlich mich, bei dem minimal zittrigen Lächeln bei der Aufstellung kurz vor dem Wechsel zum Sprungteil. Ist natürlich inzwischen auch eine sehr lange Saison, speziell für eine erste Senioren-Saison.


    Edit: und nun gleitet auch noch Carolina ihre Chance (fast?) durch die Schlittschuhe?

    Zustimmung, @ Nadine.
    Ich fand die Kür-Punkte großzügig, aber kann mich bei dem Programm selbst in Superlativen verlieren.
    Die "Kirsche auf der Torte" "mit der Sahne noch dazu" war für mich auch, dass es zwei dieser tollen, fehlerfreien Programme gab.


    Zu den aktuellen Wettbewerben:


    Vielleicht der erste (?) wirklich ausführliche Artikel, v.a. auch mit größerer Reichweite, über Matthaei / Pfisterer:
    http://www.sueddeutsche.de/mue…n-ganzem-herzen-1.3894495


    Über Kostner:
    http://www.sueddeutsche.de/spo…-kunstlaeuferin-1.3917608


    Aus eben diesem Artikel zu Kostners Programm:

    Zitat

    Interessant, was der Faun am Nachmittag so treibt: Sitzt schläfrig unterm Baum und sinnt darüber nach, ob er tatsächlich den Nymphen nachjagte oder ob das alles nur ein wilder Traum gewesen sei. Dieses ziegenbärtige Zwischenwesen, halb Mensch, halb Bock, hat Poeten, Komponisten und Tänzer vor mehr als hundert Jahren fasziniert, hat Stephane Mallarmé, Claude Debussy und Vaslav Nijinsky zu wegweisenden Werken der Moderne inspiriert. Kein Stoff für die leichte Muse; nicht wirklich ein Thema für Eisprinzessinnen und Kringeldreher. Aber das Leichte, Banale hat Carolina Kostner selten interessiert.

    Mehr als gerne.
    Link zu Kostner:
    http://www.sueddeutsche.de/spo…-kunstlaeuferin-1.3917608


    Hier "Japans Schmerzensmann" - leider ist der Artikel zu Hanyu über Nacht auf "Plus" geswitched. (Guter Plan nach der WM zu gucken, bis dahin kann man ja alles sammeln ;) ).
    http://www.sueddeutsche.de/spo…nn-1.3896557?reduced=true


    Noch zum Thema Savchenko/Massot die neuen Artikel:


    http://www.sueddeutsche.de/new…20090101-180323-99-604973


    http://www.sueddeutsche.de/spo…eiskunstlauf-wm-1.3918148


    Solange es noch kein kostenpflichtiger Inhalt ist, sollten bis zu ca.20/30 Prozent Vorschau erlaubt sein, m.W.n.


    Ich zitiere den letzten Absatz des Artikels der Sueddeutschen:


    Zum Wurf-Flip im Kurzprogramm:


    Zitat

    "Da war sie wie eine Katze", bemerkte Trainer König voller Anerkennung: "Wir anderen hätten uns dabei alle Ohren gebrochen." Donnerstagnacht hat Aljona Savchenko sehr zufrieden ihre Medaille in das dafür vorgesehene Kästchen gelegt und an ihrer Wasserflasche genippt - während Bruno Massot glücklich und erschöpft mit einem kleinen Becher Rotwein feierte. Ob es noch eine große Party gebe, wurden sie gefragt. "Große Party?", sagte Massot entgeistert. Und erklärte dann: "Nur ein großes Bett!"


    Die passende Bilderstrecke:
    http://www.sueddeutsche.de/spo…er-in-mailand-1.3918173-7

    Den verlinkten Artikel der Sueddeutschen Zeitung "Weitere Medaillen - oder viel Geld im Showgeschäft" finde ich einen der informativsten zu dem Thema.


    Es wäre allerdings ein riesen großer Verlust, sollte Alexander König sich tatsächlich nicht weiter als Trainer engagieren. Da kann man nur hoffen, dass das nicht ganz ernst gemeint war. Bei dieser WM hätte man die Zeichen ja auch gegenteilig deuten können: in der Kiss&Cry zusammen mit K. Schubert neben Ziegler/Kiefer und wiederum neben Hocke/Blommaert.


    Überhaupt scheint die SZ sich gerade selbst zu übertreffen. Ein neues Interview mit Katharina Witt zum Eislaufen und Paarlauf im Speziellen: http://www.sueddeutsche.de/spo…ie-zuschauer-bewegt-1.388


    Zitat

    "Ich habe das Gefühl, Aljona würde gern noch weiterlaufen. Sie ist eine Wettkämpferin im Herzen, nicht unbedingt nur eine Showläuferin", sagt Witt im Interview mit der Süddeutschen Zeitung (Samstagausgabe).


    Dazu noch Artikel/Portraits zu Hanyu und Kostner. Alle 4 und besonders die Läufer-bezogenen sind sehr sorgfältig geschrieben und weit entfernt von einer Info-Meldung die dann in einige Zeitungen quer-kopiert wird.

    Bei FAZ-Premium findet sich ein Artikel zum Eiskunstlaufen, der das aktuelle Maximalstreben bei Sprüngen aufgreift (per 2-wöchigem Probeabo abrufbar oder Tagespass knapp 2€).


    Es wird u.a. nach den sehr jungen Sportlerinnen, aber auch nach Fuß-Brüchen gefragt (z.B. Sui/Han, Med).


    Direkte Zitate sind nicht erlaubt, aber der DEU-Sportarzt und R. Szolkowy kommen zu Wort. Sehr verkürzter Tenor "systemimmanent", extrem-Belastung wird mit Punkten belohnt. Zu sehr?
    http://www.faz.net/aktuell/spo…eudertrauma-15505815.html

    @ Octavia: das gefiel mir auch außerordentlich gut.


    Falls sich die Interviews hier noch nicht wiederfinden:


    Zunächst König, dann Savchenko/Massot:
    https://www.zdf.de/sport/zdf-s…nko-bruno-massot-100.html


    Hier Sportdirektor Dönsdorf:
    https://www.zdf.de/sport/zdf-s…it-udo-doensdorf-100.html
    Mit sehr deutlichen Äußerungen zum monetären Aspekt der Zukunftsgestaltung.


    Und, ich kann es noch kaum glauben, hier die Ankündigung zu Savchenko/Massot für das aktuelle Sportstudio im ZDF am Samstagabend/-nacht:
    https://www.zdf.de/sport/das-a…om-24-maerz-2018-100.html
    Oft beschwere ich mich halb scherzhaft, es müsste in aktuelles "Fußballstudio" umbenannt werden. Eine tolle Überraschung.


    Edit: erste Worte nach der Kür: https://www.zdf.de/sport/eisku…-bei-der-wm-kuer-100.html

    Savchenko/Massot scheinen wirklich so etwas wie "Olympiasieger-Ausstrahlung" mitgenommen zu haben.
    Ich finde, er läuft noch ausdrucksstärker und mit mehr Leichtigkeit und eigenem Charakter. Und, bilde ich mir das ein oder hat Massot sich die Haare heller gefärbt? Oder einen anderen Schnitt? Oder macht es das Strahlen?

    Danke, @ TrusovaZagitovaFAN für die Links, v.a. auch die vom Moma.


    Ich füge dann mal noch Hocke / Blommaert hinzu: https://www.sportschau.de/wint…n-hockeblommaert-100.html
    - und freue mich mit den beiden mit. Schön, wie ihr Wurfrittberger sich entwickelt hat.


    Persönlich finde ich es sehr schade für James/Cipres, dass der Salchow nicht ganz geklappt hat. Sie haben sich über die Jahre immer wieder verändert und, finde ich, teils auch stark verbessert und trotzdem reicht es meistens nicht.


    Edit: das liest sich jetzt natürlich komisch, nachdem sie zwischenzeitlich auf 3 liegen. Ein 3. Platz wäre natürlich traumhaft für die beiden im Endergebnis, aber ich glaube, dass sie morgen noch jeden Punkt gebrauchen können im Kampf um Bronze und bzgl. klarer Technik und Nerven bin ich mir nicht sicher, ob sie das durchbringen können.

    Ich finde, man konnte bei diesen Juniors gut die ganze Bandbreite Entwicklung mitverfolgen. Das sind schon alterstechnisch sehr unterschiedliche Mädchen und ein direktes besser/schlechter ist manchmal gar nicht so einfach.


    Großes Kompliment an Lea Dastich. Toll, dass sie ihre Leistung zeigen konnte und v.a. auch viele positive GOE´s bei den Sprüngen erhielt.
    Künstlerisch hat sie noch die größten Reserven. Die Kürgestaltung finde ich schon seit dem Herbst bzgl. Musikauswahl, Kostümwahl, Gestik mit dem Schnipsen, sehr unglücklich.
    Aber wenn man es positiv sieht, ist da noch ein Leistungssprung in den PC drin.


    Ann Christin Marold war ebenfalls toll anzusehen. Ein super Kurzprogramm. Ich hoffe, inzwischen kann sie richtig stolz auf darauf sein. Wie sie sagte, dass sie in dieser Saison noch nie etwas zusammen gebracht hätte, das tat ja schon beim Zuschauen weh. Dabei hat sie es im Programm schnell hinter sich gelassen, eine super 3Lz+2T Kombination gezeigt und im Total Score sogar noch ihre persönliche Bestleistung erreicht.
    Super, was die Regensburger Trainingsgruppe da leistet.

    Achtung, Teilzitat:


    ... Alle russischen Mädels springen den so, dass der in der jetzigen Form niemals zum Dreifachen ausgebaut werden kann...


    Interessante Technikfrage.
    Ich denke, dass das bzgl. des Axels schon korrekt angesprochen ist.


    Medvedeva wurde diesen Winter in einem russischen Interview zu den jüngeren, nachrückenden Kolleginnen gefragt und wie es bei ihr mit 4-fachen oder dem 3A aussieht.
    Sie sagte, dass sie den 4S mit Longe trainiert hat, aber niemals den 3A probieren würde. Und dass sie es gut findet, dass die jüngeren mit Elementen Druck aufbauen, sie ihnen aber erstmal auf anderer Ebene etwas entgegen setzten will.


    Auch Zagitova sagte, dass sie vor dem 3 A den 4 S versucht.


    Über Lipnitskayas Axel-Technik gibt es im Netz auch recht viel zu finden. U.a. Aussagen ihres letzten Trainers. Der sagte im Allgemeinen zu ihrer Sprungtechnik, dass sie sich quasi "herumgeworfen" hat, aber keine reelle Sprungtechnik aufgebaut hatte und sich das im verstärkten Maße niederschlägt, sobald man auch nur ein paar Gramm mehr auf den Rippen hat.
    Es wird aber dazu gesagt, dass sie diese Sprungtechnik aus dem weniger professionellen Kindheitstraining mit nach Moskau brachte.


    Mishin sagte über Tuktamysheva auch, dass er ihre Sprungtechnik umbauen musste für den 3A und das viele zu flach dafür springen.


    Und Plushenko sagt über Sakhanovich, dass sie ein großes Problem mit dem Axel hat. Den Link hatte ich noch in den Bookmarks:
    http://fs-gossips.com/evgeni-p…ach-serafima-sakhanovich/


    Trusova wird sicherlich eine erfolgreiche Läuferin, sie hat einen sehr entschlossenen Blick.

    @ Katrin: :D ich hatte immer Glück: der Nachbarparkplatz wurde quasi nie ordentlich geräumt und bei "glücklichem" Wetter, kalt und Tauen im Wechseln, glich der tatsächlich schon fast einer richtigen Eisbahn. Das hat Spaß gemacht, da drüber zu schlittern.


    Kürzlich habe ich wieder eine Familie beobachtet, die den Kindern Gleiter untergeschnallt haben. Das deckt sich ein bisschen mit Draufgänger und dem blinden Mädchen. Die Kinder scheinen sich sehr schnell sicher auf dem Eis zu fühlen, aber es ist vielleicht doch eher ein Vertrauenfinden für 1,2 Mal, als richtiges Eislaufen.


    @ quiet_assassin: mit Glück kriegst du noch von einem anderen Mitglied eine richtig fundierte Erklärung und Ratschläge, ich versuche es trotzdem mal. ;)


    Gewicht auf dem Ballen ist die richtige Richtung. Klappt es mit anderen Pirouetten (auf 2 Füßen) oder anderem Eingang?


    Bzgl. des "Sweet Spots" sagte mir mal eine Trainerin, man müsse versuchen, einen Punkt am Ballen zu belasten, ca. unter der "Ringfinger-Zehe".
    Das half mir kurzzeitig, dann begann ich aber, mich so sehr darauf zu fokussieren, dass das Gesamtkonzept nicht mehr stimmte und ich die Balance/Achse verlor.


    Auf youtube gibt es einen Channel "Ksenia & Oleg" (o.ä.), zwei US Nationals-Eistänzer. Ich meine, die Videos sind mit einer Grafik, bei der für die einzelnen Figuren der zu belastende Bereich des Fußes markiert wird. Ich kann mich zwar nicht erinnern, ob da Pirouetten vorkommen, aber falls du das nicht schon getan hast, lohnt es sich vielleicht, dort zu suchen.


    Sicherlich tust du auch das schon, aber anfangs fand ich es am hilfreichsten, darauf zu achten, dass Kopf/Augen sich in die Bewegungsrichtung drehen (bei Pirouette nach links "über die linke Schulter") und dass man nicht mit zu viel Wucht/"gewollter Geschwindigkeit" in die Drehung geht.


    Manchmal sticht man auch viel zu steil herum, aus dem Einlaufbogen, und verliert dann das Momentum.


    Bzgl. der Kufen: Tendenziell gilt, bei "fortgeschritteneren"/"professionelleren" Kufen sitzen die Zacken weiter unten/hinten, d.h. weiter unter dem Körper und weiter in der "Lauffläche". So hakt man "früher" ein und kann nicht so "weit vorne" laufen/geht mehr in´s Knie.


    Wenn die ED 22 im Complet gekommen ist, vermute ich, dass das nicht das Hauptproblem sein wird.


    Eine Bekannte läuft mit einem Modell aus dem Sportladen, irgendwas zwischen 60 und 80 (?) €, von einer der weniger großen Marken (Wifa, Graf, Jackson, Roces, hab ich mir nicht gemerkt). Die sind bockhart und unflexibel, schon wenn man nur beim Schnüren behilflich ist, und haben keine richtige "Stütze" um den Knöchel. Das ist gut, um sich die 5 Mal pro Jahr nicht in Plastikschalen-Leihschuhen vergnügen zu müssen, aber geht sonst schon Richtung "hinderlich".


    Mit den ganz einfachen Complets von Risport und Edea sieht man oft noch die älteren Mädels/jüngeren Teenies, die nur hobbymäßig laufen, ihre Wettkämpfe bestreiten.

    @ Antje: finde ich auch, dass da manchmal zu sehr "Es kann nicht sein, was nicht sein darf" herrscht. Aka Sui/Han, die Manche eiskalt fanden und andere herzerwärmend, wie jemand hier im Forum treffend kommentierte.


    Mich ärgert es v.a. auch, wenn künstlerische Qualität mit "sexy" gleichgesetzt wird.


    Als Lipnitskaya in die Rolle des Mädchens im roten Mantel schlüpfte, war es gerade die Verzweiflung einer mit sich selbst kämpfenden 15-Jährigen, die so übergesprungen ist.


    Für mich vielleicht der entscheidende Punkt, zwischen einem guten Programm und einem außergewöhnlichen. Wie viel Tiefe und wie viel "Selbst" gibt man?
    Sehr interessant, hier die verschiedenen Meinungen zu lesen - zu gestern/heute Morgen habe ich da selbst noch keine - oder mehrere, wie man´s nimmt :D


    Bzgl. Vergleiche zu "Früher", "nachvollziehbar" und "gerechtfertigt" bin ich ein bisschen bei @ Jenni. Als ich vor einiger Zeit angefangen habe, mir die Judges Score-Sheets anzuschauen, war ich zuerst überrascht, dass Medvedeva´s Unantastbarkeit gar nicht von außerirdischen Elementen und Sprüngen, Hand überm Kopf, spät im Programm, ... kommt, sondern von sehr hohen TES und PCS. Ihr Base-Value war manchmal gar nicht der höchste im Feld. U.a. deshalb hat es bei der EM im KP auch erstmal "reinhauen" können (für ihre Verhältnisse).


    Da sind schon noch große Einflusskorridore - Schamberger hat da z.B. auch die ersten Gruppen kritisch gesehen - Peltonen, Tennell, Nikitina,...


    @ Katrin: Niigata während der Spiele war schon richtig.


    Ich erinnere mich an eine Passage bei Golden Skate, hier der Artikel:
    https://goldenskate.com/2018/0…igure-skating-team-event/
    Die Info scheint sich bestätigen zu lassen:
    https://globoesporte.globo.com…eina-37h-por-semana.ghtml
    (Weiterer Artikel auf USA Today)
    In der Presseschau, meine ich, war ein Artikel zu Nicole Schott, besagend, dass sie zwischenzeitlich die Spiele "unterbrochen" hat, um in Seoul zu trainieren.
    Dort könnte sie dann vielleicht auf Virtue/Moir und Daleman, Osmond und Austman getroffen sein. :)


    Auch das amerikanische Team hat wohl auswärts trainiert, ev. auch Hanyu und Fernandez. Scheint eher die Regel zu sein?


    Ich bin gespannt, ob es sich bei Nicole Schott auszahlt, bzw. war schon fast überrascht, das zu lesen, denn ich hätte vermutet, dass das für hiesige Strukturen nicht "leistbar" ist. Schön, dass Mission Olympia so ernsthaft angepackt wird. Daumen sind gedrückt, ein zweites fehlerfreies Programm wäre super.

    @ Tarancalime: viele Meinungen teile ich. Sehr interessant sind auch die Erklärungen zur Historie. Interessante Linie Duchesnay-Skotnicky.
    Gibt es denn einen "Teaser" zur Ausbildung der Paarläufer, was man da lernen könnte?


    @ Maikatze: vielleicht einen Hauch. Habe ich auch darüber nachgedacht, ev. etwas synchroner noch? Aber aufgeladen mit olympischen Emotionen gleicht sich das wieder aus. AS kommentiere im Eurosport Cube zum olympischen Twist "Der beste Twist, den wir je im Wettkampf gemacht haben."
    (https://www.eurosport.de/eisku…uf_vid1061467/video.shtml)


    Toll, dass sie jetzt gewürdigt werden. Es trifft da mal absolut die Richtigen, sie scheinen sich über jedes Interview zu freuen, das sie geben dürfen. Sie haben wirklich Geschichte geschrieben, und was für eine.


    Hier ab etwa Minute 24 sind sie in voller Länge in der Pressekonferenz zu hören. http://sportdeutschland.tv/201…-aus-dem-deutschen-haus-6


    Noch ein Interview mit AS:

    [Externes Medium: https://youtu.be/qas7uDlPi8M]

    Zustimmung, @ Katrin.


    Das Schöne an dem Artikel ist: manch verkopfter Erwachsener traut sich vielleicht jetzt doch auf´s Eis, wenn er sich mit Gebrauchsanweisung nicht mehr ganz so "hilflos ausgesetzt" fühlt.


    Die Meisten, die ich beim Publikumslauf sehe, leiden zumindest die ersten Runden ziemlich - oft unter der eigenen Verkrampftheit. Manchmal wird´s dann nach den ersten Stürzen ganz plötzlich viel besser, wenn man merkt, dass man die auch überlebt.
    Respekt vor jedem, der im Erwachsenenalter noch etwas Neues probiert und sich durch das "Anfängergefühl" quält.


    Wobei ich bei Kindern oft beobachte, dass sie ihr "normales Laufen" auf´s Eis übertragen wollen. Also mehr vorwärts statt seitwärts.
    Was haltet ihr da von diesen Unterschnall-Teilen für normale Schuhe?


    Letztens las ich, die würden den Kindern eine falsche Lauftechnik beibringen? Andererseits scheinen sich viele, v.a. kleine, Kinder sehr wohl da drauf zu fühlen.
    Lieber bis 4, 5, 6 Jahre alt warten und dann gleich "richtige Schlittschuhe" oder doch ganz früh auf diese doppelkufigen Gleitteile und schon einmal Vertrauen zum Eis fassen?

    @ Karl-Heinz Krebs: Schätze ich sehr, wollte aber auf schnellstem Wege antworten, da ich vorab etwas missverständlich zu Rudi Cerne geschrieben hatte. Auf TLC "entdeckt", da für heute mein nebenbei-Abendprogramm.


    Passend gab es dort gerade im "Magazin" die Frage, warum die Nordische Kombination nicht mehr Aufmerksamkeit bekommt. Anni Friesinger sagt: "Manchmal braucht man ein Gesicht." Die Runde legt nach mit "Heldengeschichte".
    Das wären sogar 2 Gesichter beim Paarlaufen :)


    Mein Eindruck ist, dass die Nordische Kombination immer mehr aus dem Schatten der anderen Sportarten tritt. Dass sie konstant so viele Erfolge geliefert haben, hat der Sportart ja den "Sportler des Jahres" eingebracht.


    Mühsam nährt sich das Eichhörnchen: auch Savchenko/Massot hatten es in die erweiterte Auswahl zum "Team des Jahres" gebracht, für 2017. Wenn es für die beiden noch ein 2022 geben würde... :D

    @ Maikatze und @ Octavia: ok, das stimmt.
    Nur, um sich ganz dauerhaft ins gesellschaftliche Gedächtnis einzubrennen, reicht manchmal auch eine Goldmedaille nicht.
    Felix Neureuther z.B. blieb eine olympische Goldmedaille immer verwehrt, trotzdem ist er ein Medienmagnet.


    Dem deutschen Eiskunstlaufen hätte ein europäischer Prime-Time Platz super gut getan. Ich erinnere mich noch, dass Savchenko/Szolkowy DIE Quoten-Sieger 2014 waren, alles und jeden haben sie da verdrängt. :)


    Ich finde es auch sehr schade, dass ESP sich das gekrallt hat. Viele in meinem Umfeld gucken auch diesmal nur ARD/ZDF und würden natürlich nie und nimmer extra den Player für Eiskunstlaufen abonnieren.
    Eine große, verpasste Chance.
    Die Beispiele Asien/Korea, aber auch Russland und die USA bestätigen ja @ Octavias Aussage. Das Potential hätte die Sportart.


    @ Edda: vielleicht habe ich mich da zu früh gefreut. ZDF war sozusagen heute dran, meine ich fast, und m.E. nicht live (habe dann aber zu TLC geschaltet und es nicht wieder beim Zweiten probiert). Aber lustigerweise gibt es zumindest im Nachhinein ja gerade ARD und ZDF.
    Bei TLC habe ich es schon entdeckt, ab 2.00 Uhr kommt erst dieses Olympiamagazin und dann gegen halb 3 Eiskunstlaufen. Aber das kann sich da ja immer mal ändern.

    P.S. Es gibt auch Ausnahmen: Nicht ganz immer ist nur die Goldmedaille für die Ewigkeit. Die, die es schaffen, zu berühren und eine ungewöhnliche Geschichte erzählen, die bleiben auch.


    Jeder kennt heute noch Eddie the Eagle, auch wenn man das gar nicht selbst mitverfolgt hat.


    Zwei starke #Wettkampftupfen :) die beiden machen das schon.


    Ich freue mich dazu auch noch wahnsinnig auf Hocke/Blommaert. Ihre "Leistungskurve" schien ja quasi den Höhepunkt am Saisonanfang überschritten zu haben und niemand hätte erwarten können, dass sie es in´s Finale schaffen. Ich bin gespannt auf die Kür, mit einem kleinen Bisschen Aljona Savchenko-Handschrift.
    - Und Rudi Cerne als Kommentator. Bislang mein Favorit :)