Shoma Uno

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Henni147
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Re: Vom Rookie zum Star: Shoma Uno

Beitrag von Henni147 » Do 4. Mai 2017, 17:15

MaiKatze hat geschrieben:
Mi 3. Mai 2017, 16:21
Alle vierfach Sprünge sind inzwischen von Athleten irgendwo gesprungen worden, wir werden es sicherlich auch noch mal erleben, dass einer mal alle möglichen Sprünge, ausgenommen dem Axel natürlich, vierfach in einem Programm springt."
Na, da wär ich mir gar nicht mehr so sicher, dass der 4A nicht kommt 😉 (Okay zusammen mit allen fünf anderen Vierfachen wäre das wirklich ein bisschen Overkill, aber sag niemals nie...)

Vielen Dank für die Transkription! Sigi ist ja bei diesem Programm regelrecht eskaliert 😂😂😂 Finde es immer herrlich, wenn Kommentatoren nicht nur die Sprungelemente runterbeten wie eine Gebetsmühle, sondern auch ein bisschen ihre Begeisterung transportieren. Nur so kann man Zuschauer an den Fernsehern mitreißen und für den Sport gewinnen.
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Nafetaks
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Re: Vom Rookie zum Star: Shoma Uno

Beitrag von Nafetaks » So 7. Mai 2017, 02:43

Der Herr der Taschen

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Henni147
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Re: Vom Rookie zum Star: Shoma Uno

Beitrag von Henni147 » So 7. Mai 2017, 15:48

Nafetaks hat geschrieben:
So 7. Mai 2017, 02:43
Der Herr der Taschen
Hahaha :lol: Die japanische Shopping Queen xD Spaß beiseite: sind das Fangeschenke oder Mitbringsel oder hat Shoma einfach ein Faible für Tüten? Besonders handlich ist das ja nicht gerade...
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MaiKatze
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Re: Vom Rookie zum Star: Shoma Uno

Beitrag von MaiKatze » Do 18. Mai 2017, 19:59

Sigi Heinrich, Originalkommentar, Schaulaufen, Weltmeisterschaften in Helsinki
"Ganz herzlich willkommen, liebe Zuschauer, das ist Helsinki und in dieser Stadt wurden zuletzt die Eiskunstlaufweltmeisterschaften übertragen, in der Hartwell Arena, mit einem wunderschönen Piktogramm und einem traumhaften Wettkampf auf fast allen Ebenen. Man kann sich kaum ein Highlight herauspicken, alles war wirklich vom Niveau her gnadenlos gut, vielleicht am allerbesten war wirklich der Männer Wettbewerb, weil es eine vielzahl an vierfachen Sprüngen gab, weil es eine Aufhohljagd gab von Yuzuru Hanyu, und weil ein großartiger Shoma Uno, erst 19 Jahre alt, seine erste Medaille gewann, nämlich Silber. Wir zeigen Ihnen ein paar Ausschnitte aus der natürlich gut besuchten Gala. This Town by Niall Horan, das ist ein 23-jähriger irischer Songwriter, der dieses erste Soloalbum veröffentlichte im letzten Jahr und dann hat er noch La vie en Rose von Edith Piaf (den Rest des Satzes versteh ich nicht, aber La vie en Rose hat Shoma auch nicht gelaufen...seltsam) Sie merken schon, ich krieg mich kaum ein, denn diese Eiskunstlaufweltmeisterschaften waren wirklich ein unglaubliches Erlebnis. Er hat dazu maßgeblichen Anteil gehabt."
Schweigen bis Shoma fertig ist.
"Tja, das ist einer der die Herzen im Sturm erobert. Shoma Uno. Der kuckt so unschuldig, als würde er kein Wässerchen trüben können, und er hat es faustdick hinter den Ohren, rein eiskunstlauftechnisch gesehen. Auf dem Weg in seiner Branche zu einem Weltstar zu werden.

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Re: Vom Rookie zum Star: Shoma Uno

Beitrag von MaiKatze » Do 18. Mai 2017, 20:00

Kurzprogramm, Originalkommentar, Sigi Heinrich und Hendrik Schamberger, Weltmeisterschaften in Helsinki
S(igi): Tja, und da bleiben wir gleich in Japan, liebe Zuschauer. Das ist Shoma Uno! Der nächste Überflieger, der nächste aus der Gruppe der Wahnsinnigen. Der kuckt immer so unschuldig, dabei hat er es, eiskunstlauftechnisch gesehen, dick hinter den Ohren. Ein wunderschönes Programm.

H(endrik): Super! Der vierfache Flip. Sonst ist das immer ziemlich rund im Auslauf, der war der beste Versuch vom Flip den ich von ihm bislang gesehen habe.

S: Freuen Sie sich, liebe Zuschauer, jetzt schon, auf unsere Übertragung der Kür bei den Männern.

S: Tja. Axel Paulsen wird im Himmel zuschauen und wird sich freuen.

H: hehe

S: Was sie aus seinem Sprung mittlerweile gemacht haben.

Shoma ist fertig.

S: Oh..haha..eh...es is'...Hendrik es ist einfach nur schön. Es ist einfach nur wunderschön. Shoma Uno. Toller Läufer.

H: Ja, absolut.

S: Man kommt ja nicht mehr raus aus dem Staunen. Man weiß ja garnicht mehr wohin mit den Superlativen, liebe Zuschauer, da haben wir Hanyu gesehen und jetzt kommt Shoma Uno. Ein anderer Typ. Vielleicht noch jugendlicher, vielleicht noch frecher in seiner Herangehensweise, in seiner Art, aber gnadenlos gut. Wir sind wirklich auf einem anderen Eiskunstlaufplaneten gelandet mittlerweile, liebe Zuschauer, das ist so. Das hat mit dem was wir in den letzten Jahren erlebt haben, das hat mit dem garnix mehr zu tun. Wie du schon sagtest, in der kurzen Zeit eine derartige Entwicklung.

H: Jaja.

S: Tja, können solche Augen lügen? Nee. Bestimmt nicht. Weil ich gerade Axel Paulsen genannt habe, da müssen wir natürlich auch Werner Rittberger benennen.

H: Hehe..Ulrich Salchow.

S: Ulrich Salchow. Das sind die innovativen Jungs gewesen, in den Anfängen des Eiskunstlaufens, liebe Zuschauer, die diese Sprünge erfunden haben.

H: Ich glaube Lutz war ein Österreicher, weiß ich garnicht mehr.

S: Ich glaub du hast Recht. Tja und jetzt gibt es keine neuen Sachen mehr, es gibt keinen Uno, keinen Hanyu, keinen Fernandez. Das muss auch nicht sein. Aber was diese Generation aus dem Erbe dieser Sprünge gemacht hat, hat vor sieben, acht Jahren noch niemand für möglich gehalten. Es wird natürlich auch heiß diskutiert, Hendrik, was hat das für Auswirkungen, auf die Gesundheit, auf die Gelenke, auf die Sehnen. Ist das noch verträglich, wird man das erst in 10 Jahren wissen...wenn der Rollator draussen steht.

H: hehe....

S: Ich weiß es nich'...

H: Kann man nicht sagen, aber ich denke es ist durchaus verträglich, wenn die Muskulatur stimmt und ohne die nötige Muskulatur kann man das auch nicht abspringen. Äh..von daher denke ich, das wird schon in Ordnung gehen. Klar werden wir das erst in 10, 15 Jahren wissen. Wenn die Jungs dann mal in die Jahre gekommen sind. Diese Generation.

S: Aber es ist auch nicht so schlimm, es gibt künstliche Hüftgelenke, es gibt künstliche Kniegelenke. Ich weiß das, aus eigener Erfahrung leider, es läuft sich gut damit.

S: Tja, 104 Punkte, das ist persönliche Bestleistung. Für Shoma Uno.

H: Gerade vor nem Monat hat er die 100 zum ersten Mal durchbrochen, bei den Four Continents und jetzt direkt noch mal 4 Punkte draufgepackt. Wahnsinnspunktzahl.

S: Den muss man einfach mögen.

H: Ja.

S: Das ist so. Su...Super!

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Re: Vom Rookie zum Star: Shoma Uno

Beitrag von MaiKatze » Do 18. Mai 2017, 20:04

Shoma's LOCO LP GPF 2016, Eurosport Deutschland. Petra Bindl, Hendrik Schamberger.
P(etra): Ja, auf ihn freuen wir uns natürlich ganz besonders, auf Shoma Uno. Erinnert uns auch so ein bisschen an Daisuke Takahashi, der auch so ein brillianter Eiskunstläufer war. Und was dieser junge Mann in schon wirklich jungen Jahren für eine Aura auf dem Eis mitbringt, das ist wirklich einmalig, deswegen sag ich jetzt einfach mal, genießen sie die nächsten vier Minuten, hoffentlich läuft es auch technisch so wie gewünscht bei ihm, bei Shoma Uno.

H(endrik): Vierfach Flip. Es ist wirklich interessant, er kommt da immer mit soviel Rotation in den Auslauf rein, ich habe noch keinen gesehen wo er dann von der Kante rutscht bei der Landung.

P: Ja.

P: Hach...na immerhin.

H: Ja, immerhin. Das nachdrehen ist nicht ganz so dramatisch. Fängt also seine Kür mit zwei fantastischen vierfachen an.

Shoma beendet das Programm.

P: Großartig!

H: Wow!

P:Shoma Uno, genau das haben wir uns von ihm gewünscht. Und liebe Zuschauer, also ich leg' mich jetzt schon mal fest, Hendrik. Für mich ist er der kommende Weltmeister, jetzt noch nicht in dieser und vielleicht nächster Saison aber er wird denke ich einmal ganz oben stehen und vielleicht sogar bei den übernächsten Olympischen Spielen auch ganz oben auf Gold, er hat auf jeden Fall das Potenzial und er bringt alles mit!

H: Ja. Also ich denke er hat schon nächstes Jahr, oder bei den nächsten Olympischen Spielen...

P: 'Ne Chance auf's Podium.

H: Hat ne Chance auf's Podium, je nachdem wie die anderen in Form sind, vielleicht...zugegeben das ist wirklich ein unglaubliches Potenzial was er noch hat.

P: Hach...

H: Es war ein Super Programm. Die Tango Musik hat er von Astor Piazolla perfekt irgendwo auf's Eis gebracht. Und trotz den ganzen Vierfachen war das irgendwo noch stimmig in sich.

P: Ja.

H: Es haben...

P:...entschuldigung, haha..sag du zuerst....

H: Wir haben es ja schon bei mehreren erlebt, dass wenn die vierfachen mehr werden dann sinkt die Qualität des Programmes. Bei ihm war es jetzt mit den dreien noch ausgeglichen, finde ich.

P: Ja, und vor allem dieser Flip, den hat er eigentlich immer gestanden, dieses Jahr in der Grand Prix Serie. Bei den Toeloops da war immer mal einer gewackelt oder auch mal ein Sturz dabei gewesen, aber was er auch am Ende des Programms, diese Kombination aus dreifach Axel, Toureen, dreifach Flip, da sind andere schon platt! Da springt der diese Kombination noch, und das ist natürlich wirklich enorm. Das war jetzt das einzige was nicht so wirklich ganz nach Plan war, da wollte er schon dreifach Axel - dreifach Toeloop, wenn man überhaupt davon sprechen kann das etwas nicht so funktioniert hat, wie er es sich vorgenommen hat. Aber es ist wirklich wunderbar ihm zuzuschauen. Er hat einfach diese Gabe, toll eiskunstlaufen zu können und das hatte er aber auch schon mit 16 gehabt. Also er bringt einfach alles mit, er musste es nicht lernen, er hat es in die Wiege gelegt bekommen.

H: Mmmh...

P: Fantastisch.

P: Ja, er und seine Trainerin. Die scheinen wirklich ein perfektes Gespann zu sein.
Das ist die Kombi, die wir gerade angesprochen haben.

H: Wahnsinn!

P: Einmalig!

H: Da braucht man eben sehr viel Schwung, in der Landung vom Axel um das noch irgendwie in den Flip rüberzuretten.

P: Andere springen da den Salchow noch.

H: Andere machen das mit dem Salchow, ist deutlich leichter, denn den Salchow kann man ohne Ende vordrehen. Mit dem Flip klappt das nicht so richtig. Aber man braucht Schwung, und den hat er unheimlich toll aus dem (in den?) Flip mitgebracht also...

P: Und er hat alles jetzt gemacht, damit er es auf's Podium schafft, vierter wie gesagt war er nach dem Kurzprogramm.
195, 69, das ist neue persönliche Bestscore für ihn, 5 Punkte mehr als was er bisher geschafft hat. Und das beim Finale - genau richtig!

H: Und wenn er jetzt nicht den Patzer im Kurzprogramm gehabt hätte, dann hätte er fast sogar die 300 Marke knacken können. Also, Wahnsinnskür heute von Shoma Uno! Bin gespannt ob er damit noch auf's Podium gehen kann.

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Re: Vom Rookie zum Star: Shoma Uno

Beitrag von Henni147 » Fr 19. Mai 2017, 11:16

Vielen Dank für die Transkriptionen! Es ist immer ein Genuss, Sigi Heinrich und Hendrik Schamberger zuzuhören, auch wenn ich in einem Punkt nicht ganz einer Meinung bin:

Shoma hat nicht nur das Zeug, auf's Podest zu kommen bei den nächsten Winterspielen in Pyeongchang - er ist definitiv ein Favorit für Gold. In Helsinki hat er nicht nur gezeigt, dass er die technisch-künstlerische Qualität besitzt - er hat vor allem die #Nährwenstärke, sein Potential jederzeit abzurufen - ganz egal, was die Konkurrenz macht. Im Vergleich zu anderen hat er sich von Yuzurus Monsterkür überhaupt nicht beeindrucken lassen und sein Programm knallhart gut durchgezogen (sogar mit persönlicher Bestleistung). Am Ende haben nur zwei Pünktchen zu WM-Gold gefehlt.
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Re: Vom Rookie zum Star: Shoma Uno

Beitrag von MaiKatze » Fr 19. Mai 2017, 11:44

Der Kommentar war vom Grand Prix Finale, Henni. Das heisst, zu dem Zeitpunkt hatten sie ihn definitv auf dem Schirm für's Podium bzw. Gold, waren sich aber auch bewusst, dass ihm die Schwierigkeiten fehlten um ganz oben mitzumischen. Es ist bezeichnend, wie er seit Dezember bis zur WM seine Schwierigkeiten nach oben geschraubt hat.

Ich stimme dir zu, Shoma hat etwas was vielleicht noch mehr über den Sieg entscheidet als BV oder perfekte Technik. Er kann liefern, wenn es drauf ankommt. Wenn man sich Sochi so anschaut, dann denke ich das Shoma in einer ähnlichen Situation die Nerven behalten könnte. Er hat aus der letzten WM gelernt und ist einer der gaaanz wenigen die schlechtes Einlaufen und schlechte Trainingseinheiten hinter sich lassen und sauber durch's Programm kommen. Letztendlich traue ich ihm den Sieg zu. Gesetzt ist er aber lange nicht, da kommt es auf die Leistung seiner Mitstreiter an. Aber dass er so einen kühlen Kopf bewart und sein Potenzial ausschöpft, eben wenn es drauf ankommt, ist ein riesengroßer Vorteil.

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Re: Vom Rookie zum Star: Shoma Uno

Beitrag von Henni147 » Fr 19. Mai 2017, 12:16

Fuuu, richtig. Der Kommentar stammte noch aus Dezember. #MeaCulpa

Ich kann mir trotzdem nicht vorstellen, dass Shomas Startplatz in Pyeongchang gefährdet ist, zumal in seiner aktuellen Form kein Japaner außer Yuzuru an seine Leistungen herankommt (oder doch?). So wie ich das sehe, kann ihn eigentlich nur eine Verletzung oder die Vogelgrippe von einer Olympia-Teilnahme abhalten - was ich selbstverständlich nicht hoffe. Olympia ohne Shoma Uno darf einfach nicht 😢🙈
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Re: Vom Rookie zum Star: Shoma Uno

Beitrag von MaiKatze » Fr 19. Mai 2017, 18:45

Mit gesetzt meinte ich den Sieg in Pyeongchang. Das er zu Olympia fährt steht für mich ausser Frage. Yuzuru und Shoma sind Nummer 1 und 2 der Welt und die Japaner haben drei Startplätze. Viel mehr interessant ist, wer der dritte im Bunde ist. Ich tippe auf Mura oder jemand der bis jetzt noch nicht auf dem Schirm ist.

Der einzige Nachteil ist für Shoma, seine Nationalität. Wenn du den amtierenden Weltmeister und Olympiasieger direkt vor der Nase sitzen hast ist das sicher nicht so prickelnd. Keine Ahnung, aber wir wissen ja das Politik eine Rolle spielt. Genauso wie ich denke, dass die Olympiamacher sicher keinen "Russian Sweep" bei den Damen wollen, habe ich ein wenig Bedenken bezüglich der zwei Japaner auf dem Podium. Ich hoffe, Shoma gibt keinen Grund für einen Preisrichterskandal und läuft zwei saubere Programme.

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