Eislauffähigkeiten ausbauen und verbessern.

Katrin
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Re: Eislauffähigkeiten ausbauen und verbessern.

Beitrag von Katrin » Di 19. Dez 2017, 11:19

Danke für Deinen Bericht!
Erstmal global gesagt: Manche Tage gehen besser, manchen schlechter. Wenn was nicht klappt versucht man als Erwachsener seinem Körper zu befehlen, wie es geht, jede Bewegung..das ist eigentlich falsch. Man sollte sich die grobe Bewegung anschauen und nachmachen, die Kleinigkeiten sollte man dem Körper nicht befehlen, denn die sportliche Bewegung an sich ist zu vielschichtig. Eine Katze denkt ja auch nicht nach beim Fallen.
Eine gewisse Bewegungs-Grundbegabung muss da sein und sollte auch da sein. Sich den Sprung als was Schönes vorstellen und nicht was, wovor man Angst hat.

Der Junge konnte das weil er sich einen Sprung vorgestellt hat und dann einfach gemacht hat. Also die Form, was man machen will sich vorstellen und hinterherspringen, sozusagen in seine eigene Form reinspringen.
Klar dass das nicht auf Anhieb geht, schön zu springen beim Dreiersprung. Erst die Grundform, dann die Perfektion.
Was meinst Du was ich für Haltungsfehler habe, vor allem wenn viele Leute auf dem Eis sind, so auch gestern bei mir, da geht die Konzentration nach kurzer Zeit weg und man ist nur genervt.

Wenn Du die Grundformen von vorwärts-rückwärts-Fahren kannst, würde ich ein Training besuchen, damit Du die Feinheiten mal erlernst und keine Schief-Haltungen Dir angewöhnst.

Auf einer Linie geradeausfahren, dann einen Bogen auf der Innen= Einwärtskante, dann einen Bogen auf der Aussen= Auswärtskante, auch auf einem Bein. Auf einem Bein Innenbogen- Aussenbogen-Innenbogen =Schlangenlinien, rechtes und linkes Bein.
Ich habe auch lieber nach rechts gedreht, aber die meisten tutorials waren andersrum...well.

Schlittschuhkerlchen
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Re: Eislauffähigkeiten ausbauen und verbessern.

Beitrag von Schlittschuhkerlchen » Di 19. Dez 2017, 11:49

Ich werde es weiter machen und probieren. Wird schon. Zumindest muss ich mir genauer angucken wie das mit der Sprungtechnik geht etc. Und dann halt einfach machen und nicht zu viel darüber nachdenken. Bin ja froh, dass es manchmal geklappt hat, dass ich am Ende auf der Kante gelandet bin.
Aber das war schon gegen Ende des Publikumslauf und ich war wohl schon zu fertig, um noch was richtiges zu springen.

Katrin
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Re: Eislauffähigkeiten ausbauen und verbessern.

Beitrag von Katrin » Di 19. Dez 2017, 12:43

Schlittschuhkerlchen hat geschrieben:
Di 19. Dez 2017, 11:49
Aber das war schon gegen Ende des Publikumslauf und ich war wohl schon zu fertig, um noch was richtiges zu springen.
Kann auch sein je nachdem wie kalt die Eishalle ist, dass man lang nichts tun kann, weil es zu voll ist und dann werden die Muskeln und Gelenke steif, da kann ich manchmal nicht mehr richtig abheben, da muss ich immer lachen, wenn ich beim Lutz am Eis kleben bleibe, wenn meine Muskeln sagen: Huch, wir sollen springen ?
Das, was man lernen will nach ein wenig Aufwärmen gleich üben, auch die Konzentration ist dann noch gut. Immer zwischendurch trinken, Du weisst sicher, wenn Durstgefühl aufkommt, ists schon zu spät, manchmal löst ein wenig Cola meine zu sehr auf Überwachung gepolten Kopf und es läuft dann von allein und viel lockerer als vorher.
Eiskunstläufer machen das am wenigsten Schwere zum Schluss, das sind die Pirouetten, manchmal sag ich leider, weil bei einigen sieht man schon den 3A, aber Pirouetten sind "Kreisklasse".

Manuel
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Re: Eislauffähigkeiten ausbauen und verbessern.

Beitrag von Manuel » Di 19. Dez 2017, 20:03

https://www.eislaufschule.de/
Hey, schau mal, ob das etwas für dich sein könnte. http://www.hsc1881.de/
Ich hab mit 58 Jahren auch sehr spät angefangen, aber ich hatte Glück, in Hamburg die basics lernen zu können. Dort werden beim Hsc auch Erwachsenenkurse für Anfänger und Fortgeschrittene angeboten, dazu die Eisläufer und Freiläuferprüfungen, die auch als sogenannte Vorprüfungen die Grundlagen bilden. Im Youtube kannst du viel von Oleg lernen, aber du brauchst zu Anfang jemand, der dir die richtigen Bewegungsabläufe zeigt, also vormacht und dir alles an Tricks erklärt. Du darfst dir nichts Falsches beibringen. Die richtige Gewichtsverlagerung und die richtige Armhaltung ist die halbe Miete. In Hamburg kostete die Trainingsstunde in der Gruppe mit vier bis sechs Läufern inclusive Eis 7,50 Euro. Üben musst du ohnehin dann selbst und deinen Füßen konsequent sagen, dass sie dir zu gehorchen haben. Irgendwann kapieren sie, was sie sollen. Am besten ist, einen Urlaub zu planen und sich eine günstige Ferienwohnung für ein oder zwei Wochen zu mieten. natürlich musst du vorher alles abgesprochen haben. In Hamburg bieten sie auch Crashkurse für Erwachsene an, also eine Woche, jeden Abend in Farmsen in der Halle Unterricht. Das ist nicht teurer als ein Segelkursus oder Ähnliches. Aber es gibt dir das Grundlagenwissen. (War immer im März)
Du musst deine beiden Kanten spüren, auf beiden Seiten, versteht sich. Eine Schokoladenseite hat jeder. Die andere muss geübt werden. Kanten, Bögen und Kreise, den Dreiersprung, (den Halbkreis am Ende der bahn nehmen, wo sonst die Eishockeytore stehen. Links fahren und das rechte Bein rückwärts absetzen. Irgedwann an der Bande vorsichtig abspringen. Es kommt auch auf die richtige Kufe an. Ich hab jetzt die Galaxy von Risport und brauch nur mit der Spitze ganz eben nach vorne aufs Eis tippen. Auch der richtige Schliff ist wichtig, damit du dich sicher fühlst. Zu Beginn sollte der Hohlschliff nicht zu tief sein. Das Schleifen können nicht alle. Eishockey und Kunstlauf sind nicht kompatibel. In Hamburg schleift Patrick im DoubbleLutz (steht im Internet). Ist nicht billig, aber sehr gut. Normalerweise muss man alle acht Wochen, je nach Nutzung, nachschleifen. Fallhosen, Handschuhe und Handschoner sind für uns ein Muss, denn wir haben im Gegensatz zu den Kindern keine Gummiknochen mehr.
Das ist Sebastian Depta, er arbeitet in Hamburg, kommt aus Polen. Wir haben uns in Hamburg kennengelernt. Er nimmt jedes Jahr an den Weltmeisterschaften der Erwachsenen in Oberstdorf teil und hat auch schon gewonnen.

Lg Manuel

Katrin
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Re: Eislauffähigkeiten ausbauen und verbessern.

Beitrag von Katrin » Di 19. Dez 2017, 22:17

Hallo Manuel, danke für den Tip mit Hamburg.

Ja, ich weiss es sind Kleinigkeiten, vor allem - ich habs gerade wieder herauszufinden gesucht: Wie stehe ich richtig über der Hüfte ?

Och Fehler hab ich lang schon drin, sogar die Trainer habens nicht geschafft, mir das richtige Linksaufsetzen aus rechts rückwärts beizubringen, in der einen Trainerstunde vor gut drei Jahren konnte ich es und dann nie wieder. Es ist erst wiedergekommen vor kurzem ( das gibt einen traumhaft sicheren Axel), aber nicht immer konstant abrufbar. Ich versuche zu ergründen, woran das liegt, es hängt mit einer zu hohen rechten Seite zusammen die ich nicht entspanne, auch diese Bewegung vom stehenden Bein auf die Innenkante zu gehen und abzuschieben geht nicht, mein Körper zieht innerlich dagegen - wahrscheinlich Knackpunkt die Schultern, ich bin in der Schulter vorgedreht nach links, verursacht aber wieder durch ein zu schnelles Drehen des Kopfes nach vorn....sorry, das geht irgendwie nicht, den Kopf stillzuhalten.

Ich werde mir' s mal merken, dass Hamburg für Erwachsene was anbietet.

Aber leider muss ich Dir absagen was Schützer angeht, so was ist nichts für mich, die hatte ich beim inlinern, aber fürs Eislaufen habe ich die mir abgewöhnt, nun fliege ich weder auf Handgelenke, Knie noch Ellbogensondern auf alle Punkte ein wenig, da verteilt sich der Druck und wenn das Vorschrift ist versicherungstechnisch für einen Erwachsenenkurs werd ich eben diesen Kurs nicht mitmachen sondern Privatstunden nehmen.
Bitte schliesse nicht von Deine auf meine Knochendichte oder Fall-Geschicklichkeit oder Risikobereitschaft, bloss weil ich 58 Jahre alt bin. Die Angst vorm Springen habe ich in dieser Aufzählung nicht erwähnt, weil ich die nicht habe, ich liebe Sprünge und bin nur so begierig die richtige Grundhaltung rauszufinden, damit ich die alle doppelt drehen kann ohne dass es im Körper zieht. Weil: Wenns im Körper zieht und man trotzdem wie wild zu drehen versucht, das geht dann richtig schief und das tut weh, wenn man fällt, das habe ich schon gelernt.

Von wegen Schliff: Ja, auch da habe ich meinen Fachmann der mir das schleift. Der zu tiefe Schliff, den liebte ich am Anfang, weil der mich auch in Schieflagen noch auf dem Eis hielt, nun nicht mehr, im Gegenteil, diesen tiefen vom Werk her gemachten Schliff der Phantom Kufen lasse ich rausschleifen.

Schlittschuhkerlchen
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Re: Eislauffähigkeiten ausbauen und verbessern.

Beitrag von Schlittschuhkerlchen » Mi 20. Dez 2017, 11:57

Ja, danke erstmal. :)

Wie oben bereits erwähnt, möchte ich mit der Bekannten halt das richtig üben bzw. können und ich mach jetzt das erstmal so auf eigener Faust, dass ich mehr Sicherheit bekomme. Ich übe halt diverse Elemente und Schritte und das mit dem Dreiersprung werde ich halt auch üben, dass ich soweit das Gefühl für den Sprung an sich und die Landung bekomme.
Aber ich bin erstmal glücklich, dass ich rückwärts fahren kann, auch über Kreuz, und vorwärts übersetzen. Das war halt eins meiner vielen Ziele. Spaß macht es mir immer noch und das ist mir am wichtigsten. Klar, meine Skating Skills will ich schön der Reihe nach ausbauen, aber eins nach dem anderen. Muss ja sagen, dass ich eh schon ganz gut bin, dafür dass ich erst seit Anfang November richtig oft auf dem Eis bin, oder? 8-) ;)
Was macht man im Sommer, wenn kein Eis da ist? Ich hab von Trockentraining gehört... Ich würde halt mit Inline Skates fahren und üben; die Technik ist ja die gleiche - wobei ich denke, dass Sprünge da nicht so gut gehen würden, oder?
Wie bereits geschrieben habe ich letztes Mal bei meinen Versuchen beim Dreiersprung Knieschoner bzw. Knieschutz an, da mir meine Gesundheit meiner Gelenke wichtiger ist als das Aussehen. Empfehlungen für den Schutz?

Katrin
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Re: Eislauffähigkeiten ausbauen und verbessern.

Beitrag von Katrin » Mi 20. Dez 2017, 12:56

Beim Inlinern ist das Problem, dass sich die Rollen schnell abfahren und man sich dadurch Schieflagen angewöhnt. Aber für die Muskeln gut, weil man mehr Kraft braucht um hochzukommen. Es gibt spezielle Inliner mit Stop vorn, da kann man Flip, toeloop u.a. springen. Hinten die Stops abmachen, die stören beim Vorwärts- und Rückwärtsübersetzen. Springen kann man den Dreiersprung ganz gut, man stellt halt die Rollen quer - was mir allerdings die blöde Angewohnheit eingetragen hat, das Absprungbein nicht durchzustrecken. Beim Eislaufen hat man die Zacke vorn, von der man sich abdrückt und die einem Halt gibt, und beim Inlinern ohne den Stop vorn halt nix, deswegen habe ich beim Inlinern das Bein nicht durchgestreckt, das hängt mir noch ein wenig nach.
Beim Inlinern habe ich das volle Programm an Schützern ausser Helm, ich fahre auf Asphalt, das gibt nette, schlecht heilende Schürfwunden sonst.
Beim Eislaufen habe ich keine Schützer an.

Viel Erfolg. Leider werd ich die Weihnachtstage wegen zu voller Eishalle wenig zum Trainieren kommen. Ich vertiefe , was ich herausgefunden habe, leider kann man die Haltung nur gefühlsmässig überprüfen und im Spiegel: Wenns verzogen aussieht - der Körper wie ein Korkenzieher oder gnadenlos schief( merkt man schon irgendwie auch selbst im Gleichgewichtssinn)-ist was falsch.

Manuel 1

Re: Eislauffähigkeiten ausbauen und verbessern.

Beitrag von Manuel 1 » Mi 20. Dez 2017, 16:12

Hallo Katrin und Schlittschuhkerlchen,
also eine Pflicht, sich zu schützen besteht, soweit ich weiß, in Hamburg nicht. Es trägt ja jeder das Risiko der Verletzungsgefahr ohnehin selbst. Und als Kind kannte ich den Begriff Angst natürlich auch nicht. Aber inzwischen musste ich einige Operationen überstehen und habe halt selbst die Erfahrung gemacht, dass Eis hart sein kann und Bodenberührung vom Steißbein nicht übermäßig geliebt wird. Ich bemühe mich, so wenig wie möglich zu fallen. Doch trotz vollster Konzentration und guter Planung der Übungsstunde, kann es immer mal vorkommen, dasss man sich verkantet oder über eine Unebenheit im Eis stolpert, selbst wenn es gerade von der Eismaschine gereinigt wurde. Auch bilden sich an der Schlittschuhkufe sehr schnell "Macken", also kleine Einkerbungen, die man auch fühlt, wenn man mit dem Finger drüber fährt. Die können ebenfalls zur Stolperfalle werden. Ich erlebe im Publikumslauf immer wieder, wie leicht sich Leute überschätzen und dann mit dem Notarzt abtransportiert werden müssen. Aber das soll uns nicht entzweien, denn wie gesagt, jeder trägt sein eigenes Risiko und kennt seine individuellen Einschränkungen in Beruf und Krankenversicherung. Ich muss z.b. als Privatversicherter jeden Unfall, auch privat in der Freizeit, gesondert angeben und mein Dienstherr prüft, genau wie die PKV, ob sie für die Arztkosten aufkommen müssen. Das gibt irrsinigen Schriftverkehr, den ich gerne vermeide. Als Pensionär sind Erkrankungen beruflich bei mir wenigstens nicht mehr relevant. Die gepolsterten Hosen gibt es im Eislauffachhandel unter Schutzkleidung. Ich hab meine von einer Frankfurter Firma gegoogelt.

Stichwort Sommer. Ja, das war der Grund, warum ich die Volksbank Arena in Hamburg ausfindig gemacht hatte. Ich suchte eine Sommereisbahn in meiner Wohnortnähe. Allerdings bleiben die nur bis Ende Juni geöffnet und dann nur am Samstag und/oder Sonntag von 14:30 Uhr bis 17:00Uhr, wobei dann auch noch eine halbe Stunde zur Eisbereitung aufgewendet wird. Diese wenigen Laufzeiten sind natürlich ausgebucht und es ist voll. Da lernte ich dann auch Sebastian und viele andere Erwachsene aus den Vereinen kennen, die sich, wie ich, über die rücksichtslosen Jugendlichen und Freestyle Läufer aufregten. Die Freestyler fahren sofort nach Wiederfreigabe auf den Mittelring, fahren den kaputt, und wenn man dort nicht mehr vor-und zurückkommt, zum Abhängen an die Bande, bis das Eis wieder aufbereitet ist und die ganze Sache von vorn losgeht. Von den Verantwortlichen in der Halle sagt niemand etwas und die meisten von uns Kunstläufern meiden die VB Arena deshalb im Sommer. Es gibt für Norddeutsche drei schöne Möglichkeiten, aber allesamt verbunden mit Urlaub.
Da ist zunächst Braunlage (wunderschön, direkt an der Wurmbergseilbahn gelegen und mit dem Hotel Altes Forsthaus einfach 10 m über die Straße zugänglich- Öffnungszeiten von 10:00 bis 12 Uhr und am Nachmittag.) Wer es einrichten kann, außerhalb der Ferien dorthin zu fahren, hat die Halle morgens komplett für sich. Das gilt auch für Bad Sachsa, wobei die Halle dort etwas merkwürdig innen aussieht. Es sind dicke Rohre bis unter die Decke verlegt. Die Eintrittspreise sind mit oder ohne Kurkarte moderat und es gibt für Freaks wie uns natürlich günstige Zehnerkarten. In Willingen, im Sauerland, war ich noch nicht. Aber auch dort ist die Halle im Sommer geöffnet. Ihr müsst bei Interesse mal googeln. Ich hatte sogar schon eine günstige Unterkunft dort angezahlt, musste aber wegen meines plötzlichen Umzugs absagen. Ich hoffe immer, die Bingoreise dorthin zu gewinnen und meine Freundin fragt, ob ich denn das Loskaufen nicht vergessen habe. Sie weiß, dass sie dann mitfährt. Aber bisher hat's noch nicht geklappt, leider. Da muss ich wohl selbst sparen. Wir können ja mal ein privates Trainingslager planen und lernen uns persönlich dort kennen. (Zwinker) Für katrin ist möglicherweise Oberstdorf eine Option, weil das von Würzburg aus wohl näher dran liegt, oder täuschen mich da meine Geographiekenntnisse? Das soll dort aber sehr teuer in der Unterkunft sein, wobei ich mir vorstellen kann, dass ein Urlaub mit dem Besuch der berühmten Nebelhorn Trophy schon ein Erlebnis wäre. Außerdem kann man da vielleicht auch den Stars beim Training zuschauen. Ich war letztes Jahr zur DM in Berlin im Erika Hess Stadion und allein die Atmosphäre beeindruckte kolossal, auch wenn unsere Leute natürlich bis auf Aljona und Bruno nicht ganz oben mitspielen können. Trotzdem, schon wahnsinnig schön und kein Vergleich mit Wettbewerben wie dem Hamburger Michel.

Eine Alternative sind natürlich auch die Glice Platten. Ich habe derer 4, wobei nur drei in mein Eiszimmer passten. Ja, ihr habt richtig gehört. Ich habe mir eine eigene Eisbahn eingerichtet. Die Platten lagen in meiner vorigen Mitwohnung draußen in der Garage und wurden durch eine einfache Plastikplane abgedeckt. Das Auto stand bei Nichtgebrauch oben drauf, problemlos. Die Platten werden in der Schweiz oft verkauft und müssen dann von den Pistenraupen vom Schnee geräumt werden, halten deshalb mühelos das Gewicht aus. Inzwischen hab ich ein Haus und eines meiner 4 Zimmer als Eiszimmer fürs Training eingerichtet. Die Platten sind besonders beschichtet, so dass man mit dem Schlittschuh drauf fahren und drehen kann. Allerdings ist die Gleitfähigkeit sehr viel geringer, als von den Herstellern erträumt. Man braucht viel Kraft, was aber auf dem Eis wieder von Vorteil ist, weil man sich dann im Winter nicht so anstrengen muss. Man bleibt im Training, kann Pirouetten und die Bewegungsabläufe auf den Kufen üben und fängt im Oktober nicht wieder von vorn an.
Im Youtube sind Kinder abgebildet, die auch Sprünge zeigen. Es reichen 6-8qm aus, um die Beweglichkeit und das Gefühl für Schuhe und Kufen zu erhalten. Ich nutze allerdings nicht meine teuren Schuhe dazu, sondern hab ein altes Paar von Edea mit der Anfängerkufe Mirage, die an sich auch gut ist.(Also nichts vom Aldigrabbeltisch, denn die Kufe muss sehr scharf geschliffen werden) Das können meine Hockeyspieler in der Halle hier. Die guten Kufen macht man sich sonst fürs Eis damit kaputt. In Berlin gibt es ein Eissportgeschäfft, das die Platten den Kunden beim Anprobieren von neuen Schuhen zur Verfügung stellt. Meine vier Platten kosteten mit Anfahrt (Transporter LKW) rund 1500 Euro. Das ist für eine Liebhaberei heftig. Aber als Reiter weiß ich, dass man auch für einen guten Dressursattel so viel hinlegen muss und ich wollte die Dinger unbedingt haben. Bereut habe ich es bisher nicht, weil ich oft trainiere und es mir in meinem Eiszimmer gemütlich gemacht habe. Ich werde es fotografieren und sehen, wie ich es mit der Fotofunktion hier hoch laden kann. (Neben der Garage kann man sich auch Keller oder Boden entsprechend herrichten.)
So, erstmal liebe Grüße, am Freitag bin ich nochmal in Adendorf, aber es sind Ferien und es wird entsprechend voll sein.
Euch allen Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch (Aber beim Autofahren und auf dem Eis nicht wörtlich nehmen)
Manuel

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Re: Eislauffähigkeiten ausbauen und verbessern.

Beitrag von Katrin » Mi 20. Dez 2017, 19:32

Danke für den ausführlichen Bericht Manuel !!
Diese Kunststoffplatten interessieren mich schon. Der Preis ist kein Hindernis, meine Schuhe kosten ja schon 800.-€. Aber wohin legen ? Meine Mutter würde es gar nicht so gern sehen, wenn ich das Wohnzimmer umfunktionieren würde. Machen die Pirouetten nicht Löcher in diesen Kunststoff? Muss der nicht irgendwann gehobelt werden ? Schneidet man sich nicht am Kunststoff, wenn man hinfällt ? Ich vermute, dass fürs Springen zu wenig Platz ist, selbst wenn ich unser Wohnzimmer von 8m Länge ganz auslegen würde...

Im Übrigen: Ich bewundere Dressurreiter. Mit mir haben die Schulpferde oft das gemacht, was sie gerade wollten, nicht ich. Klar, wenn ich beim Reitsport geblieben wäre, wär ich Springreiter geworden, auch das Springen mit Pferden hat mich damals schon fasziniert. So war es später auch beim Windsurfen, Surfen auf einem See ist zu langweilig, weil man keine hohen Wellen hat. Wenn ich im Sommer an Hamburg vorbeirausche fahre ich nach Klitmöller, Dänemark, das hat die besten Wellen der Nordsee. Ist auch mal gut was ganz anderes zu machen im Sommer als immer nur Eislaufen.

Schlittschuhkerlchen
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Re: Eislauffähigkeiten ausbauen und verbessern.

Beitrag von Schlittschuhkerlchen » Fr 22. Dez 2017, 07:49

Danke!^^
Ich habe gestern wieder bissl auf dem Eis meine Übungen gemacht, aber hab schon gemerkt, dass es gestern nicht so wollte wie es sollte. Mein Problem ist wohl, dass ich im Trockentraining den Dreiersprung so ganz gut hinbekomme, wenn auch noch wackelig, aber auf dem Eis bzw. auf der Kufe bekomme ich nicht die Höhe (mache zwar Krafttraining und das hilft wohl nur bedingt, aber gut...) und mein anderer Fuß kommt dann manchmal falsch auf, dass ich dann stolpere (aber in den wenigsten Fällen nicht hinfalle). Liegt wohl auch daran, dass ich den Sprung im Moment immer erst zum Schluss mache, da ich
1. noch mit den anderen Übungen beschäftigt bin, siehe vorherige Einträge hier
2. gewisse Bedenken habe als Erwachsener, was Sprünge auf dem Eis angeht
3. immer davor noch bissl auf dem Eis herumhopse, um wieder das Gefühl für die Landung zu bekommen und
4. die Technik dahinter noch nicht richtig im Blut habe, was wieder zu 2. führt.

Bei Punkt 4 meine ich zu glauben, dass ich in der Theorie zwar es einsehe, dass man das eine Bein nach vorne reisst, um es leichter mit der Drehung zu haben, aber ich habe da Bedenken, dass ich dann mit den Zacken ins Eis fahre und somit völlig hinfalle.
Manchmal klappt es doch irgendwie, weil ich etwas an Geschwindigkeit erreicht habe, was dann lustigerweise leichter funktioniert, daber mein Kopf sagt dann "Zu viel, zu schnell!" obwohl es wirklich keine Lichtgeschwindigkeit ist.
Wie gesagt, ich drehe mich rechtsrum, also im Uhrzeigersinn, heißt dass ich sollte auf der rechten Außenkante gleiten? Hilft dabei eine gewisse Schräglage, um die Drehung besser und leichter hinzubekommen? Aber das würde ja wieder bedeuten, ich müsste an Geschwindigkeit zulegen... :shock:
Ich merke halt da schon, dass ich halt kein Kind mehr bin, sondern ein Erwachsener, das damals es einfach gemacht hätte.
Wenn es dennoch mal so einigermaßen klappt, dann lande ich mit mit dem linken Fußen auf der Außenkannte, soweit ich meine Bögen entziffern kann. :oops:

Aber vielleicht sollte ich erst mal das Springen sein lassen und meine anderen Übungen perfektionieren?
Rückwärts übersetzen geht so, aber ich kratze oft mit den Zacken ins Eis, was dann nicht so flüssig geht, auch wenn ich nicht hinfalle (meistens). Merke aber, dass ich auch da wieder eine Schokoladenseite habe.

Hm, wie oft lässt ihr die Kufen schleifen? Bei mir war es das letzte Mal im November, vielleicht sollte ich sie mal wieder schärfen, macht ja auch einiges aus.

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