Eiskunstlauftechniken - erklärt

Katrin
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Re: Eiskunstlauftechniken - erklärt

Beitrag von Katrin » Di 28. Mär 2017, 09:19

Hallo Delphina,
was die Anzahl der Rotationen betrifft bei Axel, Salchow und toeloop: Ich bleib dabei : 1A hat 1, 5 Umdrehungen, 2S genauso viel, und 2T ebenfalls. Es geht um den Absprung, nicht um die Landung und ums Unterrotieren. Das ist auch kein unerlaubtes Vor-Rotieren auf dem Eis, denn bis Du aus der tiefen Haltung beim Salchow das Eis verlassen hast (der Körper geht mit über dem Innenbogen links) springst Du letztlich vorwärts ab und machst nur eine halbe Drehung.
Ich hätte hier auf dem Computer ein Video-Schnappschuss- Bild Anlauf von Hanyu vom 4 S: Die Zacke verlässt das Eis und er ist auf vorwärts.
Nachtrag zu...nur ich weiss nicht wie ich das hier posten kann, ich hab dazu keine url, ich müsste das senden....ach ich sende es Dir privat. Dank Karl Heinz Problem gelöst, hier das Bild:
vlcsnap-error960.png
vlcsnap-error960.png (214.96 KiB) 4528 mal betrachtet

4T hat 3, 5 Umdrehungen. daher sagt man , wer den 3 A springen kann, kann auch den 4T. Und der Salchow ist gleiche Technik, was das Einspringen der Drehung anbelangt. Du machst nur eine halbe Drehung in der Luft nach dem Absprung an den Kreis+ 1 Drehung in der Luft = 1, 5 Umdrehungen für den 2 S in der Luft.

Frag mal Deinen Trainer/-in. Ich bin neugierig.
Ich schau übrigens noch bei jedem Axel, 2 T oder 2 S, ob der rum war, und wenn nicht, liegts bei mir an der Achse, die ich nicht sauber treffe, ich springe zwar aufs rechte Bein, das ist aber nicht in meiner Achse, also ein "Mitte"-Problem.

Als kleine Ergänzung zu Rotation: Wenn es geschmiert geht wie Butter, ohne Ziehen im Körper und ohne Anstrengung, dann wars richtig, dann brauch ich nicht nachzusehen on der Axel rum war.
Zuletzt geändert von Katrin am Di 28. Mär 2017, 10:33, insgesamt 5-mal geändert.

Karl-Heinz Krebs
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Re: Eiskunstlauftechniken - erklärt

Beitrag von Karl-Heinz Krebs » Di 28. Mär 2017, 10:09

Katrin hat geschrieben:
Di 28. Mär 2017, 09:19

Ich hätte hier auf dem Computer ein Video-Schnappschuss- Bild Anlauf von Hanyu vom 4 S: Die Zacke verlässt das Eis und er ist auf vorwärts....nur ich weiss nicht wie ich das hier posten kann, ich hab dazu keine url, ich müsste das senden....ach ich sende es Dir privat.
Kleiner Hinweis. Um ein Bild von Deinem PC zu zeigen, klickst Du, unterhalb Deines Beitrags, auf "Dateianhänge" und dann auf "Dateien hinzufügen". Dann bekommst Du Deinen Rechner angezeigt und kannst das entsprechende Bild aussuchen.

Katrin
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Re: Eiskunstlauftechniken - erklärt - Frage an Karl Heinz

Beitrag von Katrin » Di 28. Mär 2017, 13:12

Hallo Karl Heinz,
wenn ich versuche als Dateianhang mp4 Videos anzuhängen ( Beispiel für Drehsprung und Axel ), ein Video nur mit aufgerundet 3 mb, das andere mit 10 mb, erscheint "ungültiger Dateianhang".
Es sind alles Auszüge aus youtube Videos, die sich selbst gekürzt habe.
Danke für einen Hinweis !

Karl-Heinz Krebs
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Re: Eiskunstlauftechniken - erklärt

Beitrag von Karl-Heinz Krebs » Di 28. Mär 2017, 13:55

Das waren gleich zwei Probleme auf einmal. Das Limit für die Dateigröße lag viel niedriger und steht jetzt bei 8 mb. Mehr geht leider nicht. Die Dateiendung mp4 war auch nicht freigegeben, funktioniert jetzt aber.

Delphina

Re: Eiskunstlauftechniken - erklärt

Beitrag von Delphina » Di 28. Mär 2017, 16:58

Katrin hat geschrieben:
Di 28. Mär 2017, 09:19
Frag mal Deinen Trainer/-in. Ich bin neugierig.
Liebe Katrin
Ich werde bei Gelegenheit meine Trainerin mal fragen ;). Sie ist Technische Spezialistin und wird es bestimmt wissen. Für mich bleibt ein 2T ein Doppel Toe-loop und wird kein Anderthalbfacher Toe-loop :lol: . Wenn man von der Technik richtig springt hast Du wahrscheinlich recht. Früher bin ich beim 1A+2T nach dem einstechen für den Toe-loop immer sofort hoch gesprungen anstatt mit dem Bein vorbei zu fahren und dann zu springen. Da brauchte ich dann zwei Drehungen damit der rum war. Nur war er das bei mir so nie :lol: . Als ich dann die Technik geändert habe war er dann auch rum und mittlerweile ziehe ich das Bein nach jedem Sprung vorbei und steche erst dann ein. Aber es ist jetzt auch wieder einige Zeit vergangen als das war und ich kann 1A+2T sowie die alle anderen Sprungkombinationen mit 2T als zweiten Sprung fast im Schlaf 8-) .

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Re: Eiskunstlauftechniken - Trainingsbedingungen

Beitrag von Katrin » Mi 29. Mär 2017, 16:20

Anlass ist der Artikel von Kerstin Frank.
Sie schreibt über das schiefe Eis in Wien, um Trainingszeiten, die nicht eingehalten werden, um Kinder, um die sie herumkurven muss.
Das ist halt der Punkt, ich versteh Kerstins Klagen so gut: Es ist ein Sport, wo man auf Eis angewiesen ist. Leider.

Katrin
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Re: Eiskunstlauftechniken - erklärt- Trainingseinstellung

Beitrag von Katrin » Fr 31. Mär 2017, 11:20

Ganz allgemein: Ob viel oder wenig Training hängt von der eigenen Zeit ab ( G8 Gymnasium ist ein grosser Hemmschuh) und der eines Elternteils.
Auf jeden Fall sollte man dabei sein mit vollem Einsatz. Klingt so als Allgemeinplatz, aber mit der Einstellung: "Komm ich heut nicht komm ich morgen" bleibt man Mittelmass:
Wenn beispielsweise ein Sprung nicht klappt, sagen: Och den lass ich, wird mir der Trainer irgendwann zeigen, das Abschieben der Verantwortung, warum nicht selbst nachforschen ? Oder: Och, den hab ich falsch gelernt, den spring ich nicht mehr. Das hab ich wortwörtlich ein Mädel sagen hören, ich dachte ich muss mich hinsetzen, mir fehlten die Worte, das war ernst gemeint.

Warum ich gerade heute diese Gedanken niederschreibe ? Habe in der Presseschau von Karl Heinz heute, 31.3., ein paar Sätze gefunden von Annette Pötzsch, zwei Fragen an sie, zwei Antworten:

Die deutschen Einzelläufer haben international den Anschluss verloren. Sehen Sie Möglichkeiten, dass sich da in naher Zukunft etwas ändert?

Die Situation ist sicher schwierig. Ich habe trotzdem immer noch große Hoffnung, dass wir den Anschluss hinbekommen. Mitentscheidend ist für mich die Herangehensweise. Wer die Sportart liebt und sieht, was andere leisten, muss für sich die Entscheidung treffen: Ich will dort mitmischen oder nicht. Grundsätzlich sollte jeder, der was erreichen will, erst einmal erkennen, was er dafür in Angriff nehmen muss. Ob er es dann schafft, ist eine andere Sache. Aber man muss erstmal daran arbeiten.

Wie versuchen Sie selbst, Ihren Schützlingen das zu vermitteln?

Sehr hilfreich ist es, bei Spitzenläufern Erfahrungen zu sammeln. Deshalb fahren wir im Sommer für drei bis vier Wochen wieder in das Trainingscamp von Brian Orser nach Kanada. Schon im Vorjahr konnten wir beobachten, wie zum Beispiel Han yu trainiert. Er lag da auch oft auf dem Eis, weil vieles natürlich noch nicht klappte. Aber das ist eben ein Bereich, wo man einfach bereit sein muss, sich richtig zu quälen, um etwas zu schaffen. Dazu gehören viel Biss, Mut, Disziplin und der unbedingte Wille. Man muss den inneren Schweinehund überwinden.


Danke Frau Pötzsch.

Thomas

Re: Eiskunstlauftechniken - erklärt

Beitrag von Thomas » Sa 1. Apr 2017, 07:38

Hallo!

Hab mich jetzt endlich auch mal hier registriert, nachdem ich schon eine Zeit lang interessiert beim Blog mitlese. Meine Nichte hat vor kurzem mit dem Eiskunstlauf angefangen, da ist man dann plötzlich interessiert ;-)

Ich denke, dieser Thread passt ganz gut zu meiner Frage, da ich gestern bei einem Jugendbewerb in AUT etwas gesehen habe, das ich generell noch nie gesehen habe. Abgesehen davon, dass die Läuferin (wir reden von einem österreichischem nationalem Laufen) meiner Meinung nach generell ziemlich was drauf hat (man möge mich berichtigen.....), war (nicht nur ich) extrem perplex, als sie plötzlich DIESE PIROUETTE gemacht hat (ab ca. 0:40 im Video)



Anscheinend ist sie erst 7 Jahre alt. Wie heißt diese Pirouette? Hab ich, wie gesagt, noch nirgends gesehen.

Generell wäre ich einmal so interessiert, was so an ganz jungen Läufern europa- und weltweit in den Startlöchern steht, man könnte dazu ja einen eigenen Thread aufmachen?

LG,
Thomas

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Henni147
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Re: Eiskunstlauftechniken - erklärt

Beitrag von Henni147 » Sa 1. Apr 2017, 08:15

Thomas hat geschrieben:
Sa 1. Apr 2017, 07:38
Generell wäre ich einmal so interessiert, was so an ganz jungen Läufern europa- und weltweit in den Startlöchern steht, man könnte dazu ja einen eigenen Thread aufmachen?
Im Thread zur Junioren-WM 2017 sind schon einige Infos zu den besten Nachwuchsläufern und Läuferinnen zu finden. Ein Extra-Thread für die Junioren wäre aber natürlich eine gute Idee!
» BENVENUTI SUL PIANETA HANYU! ABITANTI UNO: SOLO LUI. «
- Massimiliano Ambesi

Thomas

Re: Eiskunstlauftechniken - erklärt

Beitrag von Thomas » Sa 1. Apr 2017, 08:26

Naja, von den Junioren kriegt man ja eh so Einiges mit. Ich denke da eher an die noch wesentlich jüngeren Jahrgänge, ob es irgendwo hoffnungsvolle Talente im Bereich U10 oder noch jünger gibt. Oder kann man in diesem Alter noch schwer die Zukunft prognostizieren, weil noch zu lange Zeit ist? Aber ich denke mir irgendwie, wenn jemand mit 7 der nationalen Konkurrenz "um die Ohren fährt", dann ist das ja vielleicht jemand, den man für die Zukunft mal beobachten könnte? Bzw. kann ich mir ja vorstellen, dass die Leistungsdichte halt in AUT oder GER überschaubar ist, in RUS aber zum Beispiel nicht nur eine oder zwei, sondern 20 Läuferinnen auf diesem Niveau unterwegs sind?

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