Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Gasti

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Gasti » Do 24. Jan 2019, 09:26

Belli hat geschrieben:
Do 24. Jan 2019, 00:06
Tarancalime hat geschrieben:
Do 3. Jan 2019, 14:44


So wechselten Trainerin Anett Pötzsch und Bundeskader-Athletin Lea Johanna Dastisch (PK) vom Landessverband Sachsen nach Mannheim. Dort trainiert bereits Peter Sczypa die Bundeskaderläufer wie Nathalie Weinzierl(PK), Kristina Isaev (NK1), Anastasia Steblyanka (NK2).

Lea Johanna Dastisch macht Pause. Die Trainerin Anett Pötzsch hat keinen Bundeskaderläufer mehr. Lösung -> Nathalie Weinzierl wechselt geschwind vom Peter Sczypa zu Anett Pötzsch.
Die formale Kriterien sind erfüllt, die Fördergelder dürfen weiter fließen. :1rolleyes:

Konkurrenz der Standorte ist gut, wenn man sich das leisten kann und das die gewünschten Ergebnisse bringt. Da werden die vorhandene Fördermittel gleichmäßig über die vorhandene Standorte verteilt, damit die dort ansässigen Trainer zu den vom Staat subventionierten Stützpunktzeiten ihre Privatstunden geben könnten.
Frau Pötsch hat noch ein BK Läufer mehr ! Ab 1.1.19 hat Sie auch Anastasja Streblyanka von Peter Sczypa übernommen. Auch Dora Hus (bereits letzte Saison ) , LK läuferinnen - Sabrina Weiß, Denise Müller..... Fortsetzung folgt ! So schnell kann es gehen. Hoffen wir Frau Pötsch kann die erfolgreiche Arbeit von Hr.Sczypa in Mannheim fortsetzen.
Hi Belli,
das hat nicht Tarancalime sonder ich geschrieben :1wink:

Wenn man sich die Ergebnisse der Kurzprogramme der Damen bei den Europa Meisterschaften anschaut, dann kann man sagen, dass der Trainerwechsel einer der deutschen Läuferin (PK mit 24!!!!!!) nicht viel geholfen hat und für sie dieses Jahr das letzte Jahr im BK wird.

Auch die anderen von dir genannten BK- und LK-Läuferin, die am Standort Mannheim trainieren, außer Anastasja (13), werden wohl Kader verlassen müssen - Auswertung meiner Datenbank:
  • Dora Hus (NK1) - hat in diesem Saison noch kein Turnier gelaufen
  • Sabrina Weiß (EBW-Kader national) - Saisonbest 95,72
  • Denise Müller - hat in diesem Saison noch kein Turnier gelaufen
Ich weiß nicht bei wem Kristina ISAEV (17, NK1) trainiert. Sie hat aber die besseren Ergebnisse in diesem Saison als die anderen Mannheimer Juniorinnen - 126,85, wird aber nächstes Jahr (Stand heute) nicht in BK schaffen. Sie braucht mind. 137!!

Die anderen Juniorin aus Mannheim:
FINK, Katja(15) 101,42
LEWICKA, Kalina(14) 99,26
WEHRHEIM, Anna (17) 96,59

Damit haben wir de facto am BUNDESSTÜTZPUNKT Mannheim nur eine Läuferin mit Perspektive - Anastasja. :1shocked:

Macht Sinn? :1huh:
Nein! :1angry:

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Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Tarancalime » Do 24. Jan 2019, 11:08

Ja, da hat die Zitatfunktion wohl nicht funktioniert.....Warten wir mal die Kür der Damen morgen noch ab, aber ich denke für nächstes Jahr gibts nur 1 Startplatz da.

Mannheim scheint mir eher organisatorische Probleme zu haben, denn das alles wurde nicht sehr professionell kommuniziert.

Belli

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Belli » Fr 25. Jan 2019, 00:08

Tarancalime hat geschrieben:
Do 24. Jan 2019, 11:08
Ja, da hat die Zitatfunktion wohl nicht funktioniert.....Warten wir mal die Kür der Damen morgen noch ab, aber ich denke für nächstes Jahr gibts nur 1 Startplatz da.

Mannheim scheint mir eher organisatorische Probleme zu haben, denn das alles wurde nicht sehr professionell kommuniziert.
K.Isaev trainiert immer noch bei P. Sczypa ( sehen wir wie lange noch ). Habe gehört dass sie im Sommer am Fuß operiert wurde und erst sehr spät in der Saison in das Training einstieg.

Die organisatorischen Probleme in Mannheim haben, meiner Meinung nach, angefangen seit Frau Treitz den Stützpunktleiter Posten aufgegeben und Hr.Lindemann, - der auch als Bundestrainer in Mannheim tätig ist - , diesn Posten übernommen hat. Ich glaube die Fußstapfen waren einfach zu groß speziell für jemanden der bis dahin keine große Erfahrung in diesem Bereich vorweisen konnte.
Über einige Kommunikations Probleme von Anfang an wurde bereits im Blog berichtet.
https://eiskunstlaufblog.com/tag/stefan-lindemann/ .

Aber vielleicht muss man dem Duo Frau Pötsch und Hr. Lindemann noch mehr Zeit geben. Hr. Lindemann ist, glaube ich seit 2015 in Mannheim, Frau Pötsch bereits die zweite Saison. Leider sehe ich bis jetzt keine Anzeichen dafür, dass die, vom Verband angestrebten strukturellen Veränderungen in SPK Mannheim, zu schnellen Erfolgen führen werden. Die Nachwuchsarbeit, die immer in Mannheim ein fester Bestand der Erfolge war, wird vernachlässigt und die Kader- bzw. ehemaligen Kaderläufer werden nur von einem zum anderen Trainer „geschoben“ . Es ist 5 vor 12 in Mannheim.
Ich hoffe dass ich mit meiner pessimistischen Einschätzung nicht Recht habe. Es wäre schade für einst so guten Verein wie Mannheim.

Gasti

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Gasti » Fr 25. Jan 2019, 12:11

Belli hat geschrieben:
Fr 25. Jan 2019, 00:08
.....
Aber vielleicht muss man dem Duo Frau Pötsch und Hr. Lindemann noch mehr Zeit geben. Hr. Lindemann ist, glaube ich seit 2015 in Mannheim, Frau Pötsch bereits die zweite Saison. Leider sehe ich bis jetzt keine Anzeichen dafür, dass die, vom Verband angestrebten strukturellen Veränderungen in SPK Mannheim, zu schnellen Erfolgen führen werden. Die Nachwuchsarbeit, die immer in Mannheim ein fester Bestand der Erfolge war, wird vernachlässigt und die Kader- bzw. ehemaligen Kaderläufer werden nur von einem zum anderen Trainer „geschoben“ . Es ist 5 vor 12 in Mannheim.
Ich hoffe dass ich mit meiner pessimistischen Einschätzung nicht Recht habe. Es wäre schade für einst so guten Verein wie Mannheim.
Hallo Belli,
du bist wahrscheinlich sehr nahe am Geschehen, was da in Mannheim passiert.

Du schreibst: "Es wäre schade für einst so guten Verein wie Mannheim."

Für mich aber Mannheimer ERC e.V., Bundesstützpunkt Mannheim, an dem alle Bundeskadersportler trainieren dürfen, und EBW-LLZ Mannheim für Landeskadersportler sind drei Paar Schuhe.

Interna von Mannheimer ERC e.V. interessiert mich eigentlich nicht. Das ist die private Sache der Sportler und deren Trainer.

BSP und LLZ werden aus Steuergelder finanziert und hier besteht die öffentliche Interesse.( Ich bin auch ein Teil der Öffentlichkeit :1tongue: )

Die Problematik der LLZ haben wir bereits in diesem Forum diskutiert - diese können nur von Kindern am jeweiligen Standort sinnvoll genutzt werden, die Kinder von außerhalb kommen gar nicht dran.

Und wegen BSP habe ich auch hier bereits mehrmals die These aufgestellt, für Deutschland werden zwei BSP reichen.

Warten wir noch auf die Kürergebnisse der Damen und Herren in Minsk. Aber so wie dort gerade läuft, hat DEU nächstes Jahr kein OK im Einzellauf mehr. :1sad:

Leila

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Leila » Fr 25. Jan 2019, 13:23

Wir werden in keiner Disziplin in der kommenden Saison Olympiakader haben, denn dafür müßte man es in die Top 8 oder Top 10 bei der WM schaffen (bin nicht sicher). Aber egal wie, da ist wirklich keiner in Sicht, der dazu in der Lage wäre.

Belli

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Belli » Fr 25. Jan 2019, 13:27

Hallo Gasti,
Du hast Recht wenn du über 3 Paar Schuhe sprichst. Es war mein Fehler. Der letzte Satz soll heissen:
„Es wäre schade für einst einen so guten Stützpunkt wie Mannheim ( und nicht Verein… )

Über Vereinsarbeit wollte ich eigentlich nichts schreiben, da ich nicht so richtig im Bilde bin.
Das was man hört, die Arbeit im Mannheimer ERC funktioniert recht gut, es sind viele kleine Kinder da, alle Kurse sind belegt, viele ehemalige Läufer helfen mit und die Vereinsspitze kümmert sich vorbildlich um das Ganze.

Also nochmals mein Fehler. Sorry. Aber bei meinen „Thesen“ was Stützpunkt Mannheim betrifft bleibe ich vorerst. Rest wird sich zeigen und wie ich schon geschrieben habe hoffentlich habe ich nicht Recht.

Beiden Damen wünsche ich, dass sie heute zeigen was sie können.Da ist sicherlich möglich viele Plätze nach vorne zu rücken. Selbst zum 10. Platz sind es nicht mal 10 Punkte. Also Alles Gute.

Gasti

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Gasti » Fr 25. Jan 2019, 15:51

Belli hat geschrieben:
Fr 25. Jan 2019, 13:27
Hallo Gasti,
...
Beiden Damen wünsche ich, dass sie heute zeigen was sie können.Da ist sicherlich möglich viele Plätze nach vorne zu rücken. Selbst zum 10. Platz sind es nicht mal 10 Punkte. Also Alles Gute.
10 Punkte beim Kurzprogramm!!
Und 50.68 Punkte im KP ist eigentlich Niveau der Juniorinnen bei den DNM. Selbst dort wäre man in KP der Zweite.

Und 10. Platz bei EM! Ist das der Anspruch der DEU?

Gasti

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Gasti » Fr 25. Jan 2019, 16:59

Belli hat geschrieben:
Fr 25. Jan 2019, 13:27
Beiden Damen wünsche ich, dass sie heute zeigen was sie können.Da ist sicherlich möglich viele Plätze nach vorne zu rücken. Selbst zum 10. Platz sind es nicht mal 10 Punkte. Also Alles Gute.
Die Hoffnung stirbt zuletz.
Die DEU sollte aber nicht mit Hoffnungen arbeiten sondern mit der Realität.

DuCiel
Kunstläufer
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Registriert: Sa 24. Nov 2018, 14:15

Re: Europameisterschaft 2019

Beitrag von DuCiel » Mo 28. Jan 2019, 00:04

Romy Österreich "erkennt noch viel Potenzial in ihrem Eislauf-Paar – für die Olympischen Winterspiele 2026."
Nach der EM 2019: Eine Bestandsaufnahme von Deutschlands Eiskunst- und Eisschnellläufern

Gasti

Re: Europameisterschaft 2019

Beitrag von Gasti » Mo 28. Jan 2019, 09:09

DuCiel hat geschrieben:
Mo 28. Jan 2019, 00:04
Romy Österreich "erkennt noch viel Potenzial in ihrem Eislauf-Paar – für die Olympischen Winterspiele 2026."
Nach der EM 2019: Eine Bestandsaufnahme von Deutschlands Eiskunst- und Eisschnellläufern
Aus dem Artikel:
"...
Schon in den vergangenen Jahren war es schwierig mit dem Budget. Jetzt, mit der Spitzensportreform im Nacken wird es noch schwieriger. Im Ranking des Potenzial-Analyse-Systems PotAs für die sieben Wintersportverbände steht die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft auf Platz 6. Einen Platz davor die Deutsche Eislauf-Union. Hinter den beiden nur der Deutsche Curling-Verband.

Je schlechter die Platzierung desto weniger Geld aus dem Bundesinnenministerium. Je geringer die finanziellen Möglichkeiten, Talente zu entwickeln und Top-Athleten zu fördern, desto weniger Erfolge. Für Deutschlands Kufensportler im Eiskunstlauf und Eisschnelllauf bleibt es kompliziert.

Fürs Synchroneislaufen zahlen die Athlethen selbst

Beim Synchroneiskunstlaufen muss man sich über Potenzial-Analyse-Systeme und staatliche Fördergelder keine Gedanken machen. Hier bezahlen die Athletinnen und Athleten alles aus eigener Tasche: beim Deutschen Meister, Team Berlin I vom Berliner TSC, 350 Euro pro Person pro Monat.
..
"
"Fürs Synchroneislaufen zahlen die Athlethen selbst".

Warum soll es beim Einzel- oder Paarlauf anders sein?
Tarancalime hat geschrieben:
Sa 26. Jan 2019, 23:59
Nicole steht im Moment echt etwas verloren da in Deutschland, gut, Lutricia Bock und Lea Joahnna Dastich sind beide verletzt und Ann Christin Marold ist einfach noch nicht so weit, das war einfach bei der DM der Junioren ganz eindeutig. Ist halt so und Hype und hochjazzen hilft letztendlich auch nicht weiter. Es ist wie es ist. Ohne grundlegende Änderungen im ganzen System wird man da auch keine Wunder erwarten können und schnelle Änderungen auch nicht.
- diese Entwicklung bei den Damen (und den Herren) war schon letztes Jahr abzusehen.

OK (über Teamwettbewerb!!) mit 25 oder PK mit 24. Was soll das?

Wenn man keine Läufer mit (echter) Perspektive für Bundeskader hat, dann sollte man die Gelder in die Nachwuchsförderung umleiten. Und nicht pauschal zwischen Landesverbänden verteilen sondern als Projektförderung der einzelnen Sportler, die heute 10-11 Jahre alt sind.

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