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Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Verfasst: Mi 6. Feb 2019, 08:58
von Peter Naber
@..... Gutes Statement ...

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Verfasst: Mi 6. Feb 2019, 11:48
von Tarancalime
Es hängt vieles an fehlender Professionalität und Bereitschaft zu Teamwork auf allen Seiten. Um das zu ändern, ist einiges an Einfallsreichtum gefragt anstatt voreiliger Schuldzuweisungen. Die Läuferinnen sollten auf jeden Fall nicht im Regen stehen gelassen werden. Ich schau gerade die Bavarian Open an, wo ich mit einem Blick sehe, wer an Trainern saubere Grundlagenarbeit leistet mit den Läuferinnen und wer nicht.....

Die DEU steht ganz schön in der Pflicht zur Zeit, wie @..... ganz richtig anmerkt. Das ist wirklich ein Job für den Dachverband und für deren Funktionäre! Kaffeetrinken können die auch Daheim. 😂

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Verfasst: Mi 6. Feb 2019, 11:58
von Gasti
..... hat geschrieben:
Di 5. Feb 2019, 22:57
Gasti, die Subventionierung von insbesondere über längere Zeit erwiesen konkurrenzunfähigen Trainern muss weg, richtig.
Aber genau diese Trainer füllen sich wie Beamter und lassen jeder Konkurrenz im Keim ersticken.
Mit Mittelmaß-Sportler haben diese Trainer ihre Ruhe und ein sicheres Einkommen.
Mehr brauchen (und können) die auch nicht.
Die, die mehr wollen, sind nur ein Störfaktor für dieses System und werden einfach eliminiert.

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Verfasst: Mi 6. Feb 2019, 12:23
von Peter Naber
Gasti hat geschrieben:
Mi 6. Feb 2019, 11:58

Aber genau diese Trainer füllen sich wie Beamter und lassen jeder Konkurrenz im Keim ersticken.
Mit Mittelmaß-Sportler haben diese Trainer ihre Ruhe und ein sicheres Einkommen.
Mehr brauchen (und können) die auch nicht.
Die, die mehr wollen, sind nur ein Störfaktor für dieses System und werden einfach eliminiert.
Kritik ist grundsätzlich angebracht, aber in dieser pauschalen Form trifft man auch die falschen!!!

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Verfasst: Mi 6. Feb 2019, 12:28
von Peter Naber
Hier ein Ausschnitt aus einem Interview mit Frau Müller aus dem Jahr 2015 (!):

"„Entsetzlich, was aus der einstigen Paradesportart geworden ist“, klagt Startrainerin Jutta Müller (57 internationale Medaillen).
...
Wenn ich in Chemnitz heute das Training beobachte, weiß ich, dort kommt über Jahre nichts, aber auch gar nichts heraus, was internationalen Ansprüchen genügen könnte.
...
„Den guten Trainern muss man nicht nur die besten Talente zuführen, ihnen muss die Möglichkeit eingeräumt werden, ihr Können in einem Team mit Athletik-Trainer, Choreograph, Designer, Arzt und Physiotherapeut voll zu entfalten."

(und Ballettausbildung, Anm. von mir)

hier der komplette Abdruck:

https://www.berliner-kurier.de/sport/sp ... t--1215172

Das ist heute so aktuell wie vor 4 Jahren.

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Verfasst: Mi 6. Feb 2019, 12:52
von Gasti
Peter Naber hat geschrieben:
Mi 6. Feb 2019, 12:23
Gasti hat geschrieben:
Mi 6. Feb 2019, 11:58

Aber genau diese Trainer füllen sich wie Beamter und lassen jeder Konkurrenz im Keim ersticken.
Mit Mittelmaß-Sportler haben diese Trainer ihre Ruhe und ein sicheres Einkommen.
Mehr brauchen (und können) die auch nicht.
Die, die mehr wollen, sind nur ein Störfaktor für dieses System und werden einfach eliminiert.
Kritik ist grundsätzlich angebracht, aber in dieser pauschalen Form trifft man auch die falschen!!!
Hallo Peter,
viele in diesem Forum sprechen über die Probleme des Eiskunstlaufs in Deutschland.
Keiner sagt aber, was, seiner Meinung nach, man anders machen könnte.

Es gibt die Rahmenbedingungen, die gesetzt sind (zumindest mittelfristig):

- Das deutsche Schulsystem wird man wegen Eiskunstlauf nicht ändern.
- Man kann nicht in jedem Dorf eine Eishalle bauen und den willigen Kindern die notwendigen Trainingsbedingungen anbieten. Das schafft nicht mal der russische Staat - alle Teilnehmer bei den Russischen Junioren Meisterschaften letzte Woche kamen entweder aus Moskau oder St. Petersburg.
- Mit Leistungssportreform der DOSB wird die Förderung noch mal reduziert und auf die wenigen erfolgsversprechende Sportarten konzentriert.

Nicht umsonst sind so viele Läufer aus Deutschland bei der Bavaria Open mit dabei.
Landeskader gib es ab dem nächsten Jahr nur bis 12.
Wer nicht in die Bundeskader schafft, ist verloren, weil er einfach keinen ausreichenden Zugang zum Eis bekommt.
Dreifache Sprünge kann man nicht im normalen Vereinstraining üben, wenn 50 kleine Kinder auf dem Eis sind.

Es gibt bestimm noch die En­thu­si­asten des Eiskunstlaufs. Ist aber die Ausnahme und nicht das System!

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Verfasst: Mi 6. Feb 2019, 13:41
von Peter Naber
Hallo Gasti,

grundsätzlich ist das richtig und da will und kann ich auch nicht widersprechen.

Nur die Kritig pauschal und zu erst an den Trainern passt so nicht ganz und nicht überall.
Die Probleme liegen mehr im System und bei den Verbänden und deren Fuktionären.
Von der DEU wird verwaltet und nicht gestaltet.
Wir sind mit unserer Tochter mittendrin im Geschehen und da kenne ich Trainer
die unter der Situation genauso leiden wie wir.

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Verfasst: Mi 6. Feb 2019, 14:51
von Gasti
Peter Naber hat geschrieben:
Mi 6. Feb 2019, 13:41
Hallo Gasti,

grundsätzlich ist das richtig und da will und kann ich auch nicht widersprechen.

Nur die Kritig pauschal und zu erst an den Trainern passt so nicht ganz und nicht überall.
Die Probleme liegen mehr im System und bei den Verbänden und deren Fuktionären.
Von der DEU wird verwaltet und nicht gestaltet.
Wir sind mit unserer Tochter mittendrin im Geschehen und da kenne ich Trainer
die unter der Situation genauso leiden wie wir.
Wir waren auch mit unserem Trainer zufrieden.
Ohne ihn hätten meine Kinder auch nicht soweit geschafft.
Aber er (und wir) passte(en) nicht ins System und plötzlich waren alle Türen zu.
Wir haben entschieden aufzuhören.
Hoffentlich hast du und deine Tochter etwas mehr Glück. :thumbup:

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Verfasst: Mi 6. Feb 2019, 21:31
von Tarancalime
Gasti hat geschrieben:
Mi 6. Feb 2019, 14:51
Peter Naber hat geschrieben:
Mi 6. Feb 2019, 13:41
Hallo Gasti,

grundsätzlich ist das richtig und da will und kann ich auch nicht widersprechen.

Nur die Kritig pauschal und zu erst an den Trainern passt so nicht ganz und nicht überall.
Die Probleme liegen mehr im System und bei den Verbänden und deren Fuktionären.
Von der DEU wird verwaltet und nicht gestaltet.
Wir sind mit unserer Tochter mittendrin im Geschehen und da kenne ich Trainer
die unter der Situation genauso leiden wie wir.
Wir waren auch mit unserem Trainer zufrieden.
Ohne ihn hätten meine Kinder auch nicht soweit geschafft.
Aber er (und wir) passte(en) nicht ins System und plötzlich waren alle Türen zu.
Wir haben entschieden aufzuhören.
Hoffentlich hast du und deine Tochter etwas mehr Glück. :thumbup:
Was mir auffällt und was Frau Müller anmerkt ist, das diejenigen Trainer ausgebremst werden, die im Team arbeiten und Trainingsgruppen aufbauen wollen mit Sportlern, die sich auch pushen, eben so wie Brian Orser oder Stephane Lambiel das in ihren Eiskunstlaufschulen tun. Solange Eiskunstlaufdeutschland auf Einzelkämpfertum bei Trainern baut, wird sich leider nichts an der Misere ändern und viele werden aus Frust wie du aufhören......

Ein bekannter Choreograf meinte kürzlich sarkastisch: Am besten schafft man den Leistungssport ganz ab!

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Verfasst: Mi 6. Feb 2019, 21:40
von Peter Naber
Gasti hat geschrieben:
Mi 6. Feb 2019, 14:51
Peter Naber hat geschrieben:
Mi 6. Feb 2019, 13:41
Hallo Gasti,

grundsätzlich ist das richtig und da will und kann ich auch nicht widersprechen.

Nur die Kritig pauschal und zu erst an den Trainern passt so nicht ganz und nicht überall.
Die Probleme liegen mehr im System und bei den Verbänden und deren Fuktionären.
Von der DEU wird verwaltet und nicht gestaltet.
Wir sind mit unserer Tochter mittendrin im Geschehen und da kenne ich Trainer
die unter der Situation genauso leiden wie wir.
Wir waren auch mit unserem Trainer zufrieden.
Ohne ihn hätten meine Kinder auch nicht soweit geschafft.
Aber er (und wir) passte(en) nicht ins System und plötzlich waren alle Türen zu.
Wir haben entschieden aufzuhören.
Hoffentlich hast du und deine Tochter etwas mehr Glück. :thumbup:
Danke, :) wir werden sehen ...