Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Leila

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Leila » Fr 17. Mai 2019, 08:50

Karl-Heinz Krebs hat geschrieben:
Do 16. Mai 2019, 20:09
Hier mal die Unsummen, um die es bei den Kaderläufern geht. Ein Läufer der im Olympiakader würde eine Grundförderung von 800 € monatlich bekommen. Bei einem Läufer im Perspektivkader sind es 700 €.
Woher kommen diese Zahlen, Karl-Heinz? Ich finde nur die Zahlen für die Sporthilfe-Förderung und die beträgt bei Perspektivkadern 150-300 € im Monat und bei Olympiakadern 300 € im Monat mit dem Ziel 600 € (https://www.sporthilfe.de/athletenfoerd ... erkonzept/). Es gibt noch ein paar zusätzliche Stipendien, aber das ist die Basis für die meisten. "Gut dran" sind lediglich die Bundeswehr-Sportler. Deren Sold beginnt im ersten Jahr bei ca. 1700 € und steigt dann offenbar weiter an.

Karl-Heinz Krebs
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Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Karl-Heinz Krebs » Fr 17. Mai 2019, 10:53

Die Zahlen standen Anfang der Woche in allen Videotexten und gelten rückwirkend ab dem 01.01.19.

Hab aber auch einen Zeitungsartikel gefunden:

https://www.sueddeutsche.de/sport/athle ... -1.4450603

Katrin
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Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Katrin » Fr 17. Mai 2019, 12:57

Würde mich interessieren, wieviele Trainingseinheiten Kadermitglieder bezahlt bekommen, und ob sie vom Verband vorgeschrieben bekommen, bei wem sie trainieren müssen.
Darunter fällt meiner Ansicht nach auch, wenn der Verband das formuliert als: "Wir würden empfehlen, dass Sie bei....trainieren"...wer will schon den Verband verärgern mit Eigenbrötchen backen (siehe meinen post von heute zu Johnney Weir).

Leila

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Leila » Fr 17. Mai 2019, 14:58

Karl-Heinz Krebs hat geschrieben:
Fr 17. Mai 2019, 10:53
Die Zahlen standen Anfang der Woche in allen Videotexten und gelten rückwirkend ab dem 01.01.19.

Hab aber auch einen Zeitungsartikel gefunden:

https://www.sueddeutsche.de/sport/athle ... -1.4450603
Danke Karl-Heinz, das hatte ich überhaupt nicht mitbekommen. Das dürfte doch eine gute Nachricht für jene sein, die die Förderung bekommen.
Und Katrin, zu Deiner Frage nach den "bezahlten Trainern". Soweit ich das bislang mit bekommen habe, handhabt die DEU das sehr undurchsichtig. Da werden zwar Trainer vom Verband bezahlt, offenbar gehört aber das Trainieren von Sportlern nicht oder kaum zum Aufgabenbereich der Trainer. Die lassen sich alle noch extra von den Sportlern bezahlen, auch von Kadersportlern. Da gibt es offenbar eine Grauzone, die so gewollt ist (außer natürlich von den Sportlern und deren Eltern, nehme ich an). Scheint eine Besonderheit im Eiskunstlauf zu sein. In anderen Sportarten läuft das anders.

Katrin
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Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Katrin » Fr 17. Mai 2019, 18:47

@Leila: Inwieweit die Trainerstunden der Kadersportler bezahlt werden: Sehr interessant, danke !

Edda 77

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Edda 77 » So 19. Mai 2019, 20:14

Leila hat geschrieben:
Fr 17. Mai 2019, 14:58
Soweit ich das bislang mit bekommen habe, handhabt die DEU das sehr undurchsichtig. Da werden zwar Trainer vom Verband bezahlt, offenbar gehört aber das Trainieren von Sportlern nicht oder kaum zum Aufgabenbereich der Trainer. Die lassen sich alle noch extra von den Sportlern bezahlen, auch von Kadersportlern. Da gibt es offenbar eine Grauzone, die so gewollt ist (außer natürlich von den Sportlern und deren Eltern, nehme ich an). Scheint eine Besonderheit im Eiskunstlauf zu sein. In anderen Sportarten läuft das anders.
Der Verband könnte diesen Eindruck und auch das Problem mit den Eltern eigentlich vermeiden, indem er jeden Trainer mit seinem Sportler Minimalziele pro Zeitraum definieren lässt und ausweist, wie er die mit dem Sportler umsetzen will, ohne dass Läufer Privatstunden nehmen müssen. Wenn er dann noch Zusatzziele definiert, die der Läufer in optionalen Einheiten bearbeiten KANN - in einem Umfang und Trainer seiner Wahl - und den Trainern zur Pflicht macht, den Plan bis zum Tag X an Verband, Läufer und Eltern zu übermitteln und wenigstens stichprobenartig kontrolliert und Sportlern anbietet, bei Problemen damit den Verband zu kontaktieren.

Als Verband würde ich das schon deshalb so machen, um dem Verdacht zu entgehen, scheinselbstständige Trainer zu beschäftigen. Denn wenn so ein Trainer eigentlich Kadersportler für den Verband trainiert, aber nur wenige Trainerstunden offiziell im Verband gibt und diese Sportler aber ohne diese privaten Stunden beim selben Trainer die Ziele des Kaderprogramms nicht erreichen kann, könnte man auf den Gedanken kommen. Aber nur meine Meinung eben als Zuschauerin .

Peter Naber
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Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Peter Naber » Mo 27. Mai 2019, 23:30

Hallo miteinander,

es ist bereits eine Weile her, dass ich mich zu Wort gemeldet habe. Wir hatten wirklich versucht mit unserer Tochter etwas zu erreichen. Es ist aber bei den Rahmenbedingungen nahezu unmöglich. Ihr sprecht hier über den sehr überschaubaren Kreis an Bundeskadern. Und was kommt danach? Bei uns wird der Kreis an Nachwuchsläufern und Landeskadern immer dünner und wir sind auch kurz davor aufzugeben, wenn nicht ein Wunder passiert. Und inzwischen kann ich im Wesentlichen die hier geäußerte Kritik verstehen und die Situation bestätigen. :1sad: Mich macht es bisweilen schon ein bisschen traurig, und wütend.

Katrin
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Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Katrin » Di 28. Mai 2019, 14:32

@Peter Naber: Tut mir sehr leid zu hören.

Weiss leider auch kein anderes Mittel, als ins Ausland zu gehen in die USA, nach Kanada oder Russland, umzuziehen, neue Beschäftigung suchen, neues Umfeld. Und das müsste in ein paar Monaten passieren, denn Deine Tochter ist im besten Eislauf-Lernalter.
Das ist fast nicht machbar, und als verantwortliches Elternteil würde ich das nur in Erwägung ziehen, wenn ich sehr viel flüssige Mittel hätte und auch Deutschland sowieso verlassen wollte.

Peter Naber
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Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Peter Naber » Di 28. Mai 2019, 17:57

Hallo Katrin,

wir hatten nicht vor wegzugehen das passen unsere Geschäfte in denen wir uns bewegen nicht dazu, aber eine Tür wird sich auftun, so war es bisher immer gewesen.

Sinclair
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Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Sinclair » Fr 7. Jun 2019, 11:05

Man sollte sich von Seiten der DEU überlegen gegen Ihre formulierte Anschuldigung, "Veruntreuung von öffentlichen Mitteln" und der Bezichtigung eines Verbrechen, rechtlich vorzugehen. Zudem sollten Sie es endlich mal unterlassen hier ständig über Sportler zu urteilen, zu lästern und zu richten. Nur weil Ihr Kind es nicht geschafft hat! Alles was man von Ihnen hier lesen kann ist begleitet von fehlendem Respekt und äußerst ausgeprägtem Neid und Missgunst. Freie Meinung ja, aber dann machen Sie das auch namentlich und zeigen Sie Ihr Gesicht wenn Sie dazu nicht zu feige sind!
Gasti hat geschrieben:
Fr 10. Mai 2019, 13:27
Ich habe bei DEU nachgefragt, wie der Bundeskader zusammengestellt wurde.

Hier ist die Antwort von Frau Schindler

>>>>>>>>

Sehr geehrte YYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYY,


es ist schön dass es noch einige Fans gibt die sich für die Entwicklung und den Stand der deutschen Sportler in unserer Sportart interessieren.

Sicher können wir mit den Ergebnissen in dieser Saison nicht zufrieden sein, was aber nicht heißt, dass wir keine förderungswürdigen Sportler haben.


Wie Sie schreiben wurden die Bundeskader dieses Jahr erstmalig unter den neuen Kriterien berufen.

Diese beinhalten eben nicht nur die Erfüllung der Punkte, sondern es werden mehrere Kriterien zur Beurteilung herangezogen.

Diese finden Sie hier:
https://www.eislauf-union.de/files/users/cpfeifer/BuKaKonzeptdreiSäulen2018-2019.pdf?jsn_mobilize_preview=1

Genau die von Ihnen rot markierten Sportler wurden von uns in einer 6 stündigen Sitzung in allen Bereichen beleuchtet und danach haben wir die Kaderzugehörigkeit festgelegt.

So gibt es einige Sportler die aus Verletzungs-oder Krankheitsgründen an gar keinen oder sehr wenigen Wettkämpfen teilgenommen haben und die Punktenormen deshalb nicht erfüllt haben. Da es aber zukünftig darum geht die Sportler ganzheitlich mit ihrem Potential zu betrachten. Deshalb werden immer Sportler die auf formalen Blick einige Kriterien nicht erfüllt haben trotzdem im Kader geführt.


Ich hoffe ich konnte Ihnen etwas behilflich sein.


Mit freundlichen Grüßen

Ilona Schindler

Bundestrainer Nachwuchs


DEUTSCHE EISLAUF-UNION e.V.
Menzingerstr. 68
80992 München

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Leila hat hier erklärt - "EK ist Ersatzkader (bei Verletzungen, Dastich wäre so ein Fall)"

Warum ist Dastich dann im PK Kader und nicht im EK, wenn überhaupt im Bundeskader??

Waren Weinzierl(24), Dimitrescu(20) und Fentz(23) dieses Jahr verletzt? NEIN.

Was plant DEU mit diesen Läufern?

Sollen diese Läufer im nächsten Jahr wieder in PK aufgenommen werden.
"Ziel des Perspektivkaders ist es, innerhalb von 8 Jahren die OK-Norm zu erreichen" (Zitat DEU)

Werden sie dieses Ziel erreichen???? NEIN


Was sagt ihr dazu?

Ich habe bereits meine Meinung geäußert.

Das, was DEU da betreibt, ist ein Verbrechen und eine Veruntreuung der öffentlichen Mitteln.

Dazu noch die Verarschung der Sportler, die die ganze Saison hart trainiert haben und an vielen Turnieren teilgenommen haben, mit dem Ziel - Bundeskader.

Sich krank zu schreiben wäre anscheinend einfacher gewesen.

Ich werde bei DOSB auch mal fragen, wie die das ganze sehen.

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