Olympische Winterspiele 2018 in PyeongChang (Archiv)

Dein magischer Moment bei den Winterspielen 2006:

Umfrage endete am Mi 2. Aug 2017, 17:15

Evgeni Plushenko stellt einen neuen Weltrekord im Kurzprogramm auf
2
7%
Plushenko sichert sich mit einer Weltrekord-Kür sein erstes Olympia-Gold
7
26%
Shizuka Arakawa gewinnt als erste Asiatin Gold bei olympischen Winterspielen
15
56%
Rena Inoue und John Baldwin zeigen als erstes Paar den dreifachen Wurf-Axel im internationalen Wettbewerb
3
11%
 
Abstimmungen insgesamt: 27

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MaiKatze
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Re: SAMMELBOX

Beitrag von MaiKatze » Do 30. Nov 2017, 19:00

Es kommt eben nicht so häufig vor, ich denke deswegen wird es als 'schwierig' erachtet. Nicht, dass man es irgendwie beweisen könnte, aber es kommen halt auch mehrere Faktoren ins Spiel, wie der Ort der Veranstaltung zum Beispiel. Plushenko hat in Vancouver kein Gold gewonnen. Obwohl er da jetzt nicht unbedingt schlechter war als Lysacek. Dann schau dir Sochi an. Yuna Kim hat kein Gold gewonnen. War sie da jetzt soviel schlechter als Sotnikova? Gerade wenn es eng ist zwischen zwei Läufern, hat man oft das Gefühl, derjenige macht's, der noch keine Goldmedaille gewonnen hat. Dann sind 4 Jahre im Eiskunstlaufen eine Ewigkeit, zumindest bei den Einzelläufern. Neue Gesichter kommen dazu, von denen man sich evtl. in der Zukunft noch mehr erwartet, wenn sie dann die Goldmedaille erhalten. Kann Yuzuru Hanyu noch berühmter werden bzw. noch mehr Hype entfachen, noch mehr profitieren? Klar sollten solche Überlegungen keine Rolle spielen, es handelt sich um einen Sport.
Aber es ist eben auch ein bewerterter Sport und wird das immer bleiben. Von daher beeinflussen solche Faktoren schon das Ergebnis. Und es gibt ja auch andere Beispiele. Wie Katarina Witt, die hat es ja auch geschafft. Yuzuru könnte auch so ein Kandidat sein, er war ja gerade erst 19, also für einen Mann sehr jung, und hatte in seiner Karriere sowieso eher 2018 auf dem Schirm. Wenn er 2014 nicht gewonnen hätte, wäre seine Chance auch etwas höher. Aber mal schaun'. Wenn's einer schafft, dann er!

Ich glaube auch das Papadakis/Cizeron deswegen wahrscheinlich eher gewinnen als V/M. Die hören ja garantiert nach Pyeongchang auf. Also, das könnte auch noch mal beeinflussen.
Shoma Numero Uno

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Henni147
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Re: Lady-Power! Der Damenwettbewerb 2018

Beitrag von Henni147 » Fr 1. Dez 2017, 12:19

Alina Zagitova rückt immer näher an die amtierende Weltmeisterin, Evgenia Medvedeva, heran. Mit 151,34 Punkten lief sie in Grenoble die drittbeste Damenkür der Eiskunstlaufgeschichte.

Kann sie Zhenya in Bedrängnis bringen? Ich denke immer noch, dass Medvedeva das stärkere Gesamtpaket hat. Alinas Kurzprogramm war bisher alles andere als konsistent und man muss bedenken, dass Evgenia bei der NHK Trophy durch ihre Verletzung nicht ihr volles Potential abrufen konnte.
Bei den anderen Damen sehe ich momentan leider niemanden, der punktemäßig wirklich mithalten kann. In der aktuellen Rangliste der höchsten Scores sieht es an der Spitze ziemlich einsam aus:

https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_h ... g#Ladies_3

Unter den ersten 13 Plätzen finden wir ELFMAL Evgenia Medvedeva. Nur Kim Yuna und Adelina Sotnikova sind noch in den Top 10 dabei.
Erst auf Platz 15 folgt Alina Zagitova mit 218,46 Punkten bei der Lombardia Trophy. Ich ignoriere jetzt einfach mal die irrwitzig hohe Punktzahl von der World Team Trophy (241,31). Dann ist Zhenyas Bestleistung von 233,41 Punkten immer noch um fast 15 Zähler besser als von Zagitova. Das ist MÄCHTIG.

Deshalb setze ich - falls keine weiteren Verletzungen dazukommen, auf Medvedeva 🐻

Umso spannender wird der Kampf um die übrigen Medaillenplatzierungen werden. Da kann absolut alles passieren: Osmond, Kostner, Higuchi, Sotskova, Miyahara (bin gespannt, wie sich die Saison bei ihr entwickelt, Skate America wurde ja schon recht kontrovers diskutiert...)
Mir persönlich gefällt Higuchis Skyfall-Kür am besten. Es it einfach ein Genuss, ihr zuzuschauen 😍
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Katrin
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Re: Olympia : Der Russland-Ausschluss

Beitrag von Katrin » Di 5. Dez 2017, 20:58

Das hätte ich nicht gedacht: Eben gemeldet: Russland als Nation ausgeschlossen von Olympia Pjöngchang, es dürfen nur "erwiesen saubere" russische Athleten teilnehmen und dann nicht unter russischer Flagge, sondern der olympischen.

Was meint ihr: Werden die russischen Eiskunstläufer antreten oder werden sie aus Staatsraison fernbleiben ?

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Jenni
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Re: Olympia-Qualifikation in Oberstdorf (Nebelhorn Trophy)

Beitrag von Jenni » Di 5. Dez 2017, 22:30

Ich hätte nie gedacht, dass sie das echt durchziehen. In Rio betraf es am Ende ja nur die Leichtathleten und ich hätte gedacht, sie sperren echt alle russischen Athleten.

Ich weiß nicht, ob sie wirklich starten würden unter neutraler Flagge, man muss sich ja mal vorstellen was das heißt.
Stell euch vor, es wärst du:
Du würdest ohne Unterstützung deines Landes teilnehmen. Was bedeutet das finanziell? Was passiert, wenn du ohne den Einfluss deines Landes auftreten würdest (ich denke im Eiskunstlauf nicht unerheblich)?
Lässt Russland dich überhaupt starten? Wie würdest du behandelt werden, wenn du trotz Russland zu einem Boykott aufgerufen hat, startest?
Willst du überhaupt starten, wenn dein Land nicht wilkommen ist? Was für eine Hymne wird gespielt wenn man gewinnt?
Auch der Prozess um teilzunehmen ist nicht einfach, willst du das wirklich auf dich nehmen?

Ich frage mich, was mit den Wettkämpfen im Eiskunstlauf passiert:
Aus dem Teamwettbewerb sind sie wohl raus. Rückt dafür jemand nach?
Bei den Startplätzen der Disziplinen, wie werden dann die freien Plätze vergeben, nach den Nebelhornergebnissen? Oder lässt man die dann frei?
Wie sieht das bei den Judges aus? Was passiert mit denen, die eigentlich ausgewählt wurden?

Da sind noch so viele offene Fragen...
Alles in allem finde ich es für das Eiskunstlaufen eine traurige Sache und unfair oben drein, denn die Athlethen können am wenigsten für das was Russland da gemacht hat.

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Nafetaks
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Re: Olympia-Qualifikation in Oberstdorf (Nebelhorn Trophy)

Beitrag von Nafetaks » Di 5. Dez 2017, 23:48

Yevgenia Medvedeva hat sogar eine Rede vor dem IOC gehalten.
http://www.goldenskate.com/forum/showth ... va/page263

Interview mit ihr:



Demnach ist ihre Teilnahme noch derzeit noch nicht ausgeschlossen.

Katrin
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Re: Olympia-Der Russland-Ausschluss

Beitrag von Katrin » Mi 6. Dez 2017, 10:19

Jenni hat geschrieben:
Di 5. Dez 2017, 22:30
Ich hätte nie gedacht, dass sie das echt durchziehen. ..

Willst du überhaupt starten, wenn dein Land nicht wilkommen ist? ...

Wie sieht das bei den Judges aus? Was passiert mit denen, die eigentlich ausgewählt wurden?
Ganz recht, hätte ich auch nicht gedacht.

Du sprichst es aus, als Atleth ein komisches Gefühl, ich würde mir das wirklich genau überlegen an Medvedeva's Stelle.
Aber auch sie weiss, in vier Jahren nochmal antreten, nochmal so überlegen sein wie jetzt, das kann sie nicht. Ganz ehrlich: Sie ist zu dünn, ihr Körper kriegt nicht genug Nährstoffe.

Vermutlich sind die judges noch nicht ausgewählt worden.
Und für siegreiche russische Atlethen würde die olympische Hymne gespielt.

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Henni147
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Re: Olympia-Qualifikation in Oberstdorf (Nebelhorn Trophy)

Beitrag von Henni147 » Mi 6. Dez 2017, 10:24

Ich kann es immer noch nicht fassen... Eiskunstlaufen ohne Russland... Das ist wie Weihnachten ohne Spekulatius.

Arme Evgenia, nicht genug, dass sie ihre Teilnahme beim GPF absagen musste, jetzt steckt sie auch noch im Olympia-Schlamassel. Ich denke zwar nicht, dass Russland ihr die Teilnahme übel nehmen würde, Sport ist schließlich Sport (und sollte mit Politik NICHTS zu tun haben... *hust*), aber einen bitteren Nachgeschmack hätte es trotzdem...
@Katrin: natürlich, in vier Jahren kann alles mögliche passieren! Man muss nur mal hinschauen, wie viele junge Talente gerade nachrücken mit Trusova, Kihira, Tarakanova usw. Die sind 2022 im besten Alter und Zagitova wird ja auch immer besser.

Überhaupt ist das Feld der Damen und das Team-Event nicht dasselbe ohne die starken Russen. Egal, wer gewinnt, es würde sich nicht wie ein Sieg anfühlen. In den anderen Disziplinen wäre es natürlich auch sehr traurig ohne Kolyada, Voronov, Samarin, Tarasova/Morosov, Stolbova/Klimov, Bobrova/Soloviev... aber da sind zumindest die Favoritenrollen anders verteilt.

Ach das ist doch Mist alles.
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Re: Olympia-Der Russland -Ausschluss

Beitrag von Katrin » Mi 6. Dez 2017, 10:42

Henni, gebe Dir recht, das ist irgendwie Mist.

Für Medvedeva sind das die Spiele: Jetzt oder nie.
Das Interview: Ihr Start bei den Spielen ? ( bei 8.32) "Its too premature to discuss it" sagte Med mit einem Blick auf den nickenden Herrn rechts neben ihr - also, diese Antwort war vorher abgesprochen: " Es ist zu früh das zu diskutieren".
Für mich klar: Sie wird nur im Einverständnis mit dem russischen IOC starten.

Zu Ende sagt sie: Schade, dass es keine Gruppenwettbewerbe gibt für Russland, das ist unfair, nur eine Medallie (wäre Russland im teamwettbewerb denn ein Medallienkandidat gewesen - das weiss Henni doch sicher aus dem Stegreif ?).

Leider ist ihre speziell an die japanischen Fans gerichtete Botschaft nicht zu hören, weder im Original noch der englischen Übersetzung, aber sie müsste doch im youtube schon aufgetaucht sein ?

Caren A.

Re: Olympia-Qualifikation in Oberstdorf (Nebelhorn Trophy)

Beitrag von Caren A. » Mi 6. Dez 2017, 13:02

Hallo, ich verfolge auch alle Infos wegen dem Russland Ausschluss für Olympia 2018, für die Eiskunstläufer ist eine sehr, sehr harte Strafe , wenn sie nicht teilnehmen können. Die Wettkämpfe würden immer einen Beigeschmack haben von, was wäre wenn , da ja dann nicht wirklich die Besten sich miteinander sportlich messen können. Gab es ja schon mal bei den Sommerspielen 1980 und ich glaube 1984 ? Der Boykott im Kalten Krieg von Ost und West.
Beim Eislaufen ist es besonders krass, da ja die Zeitspanne nicht so groß bleibt um seinen Höhepunkt zu konservieren. 4 Jahre wirklich hart. Vielleicht gibt es noch ein Einlenken. Gab es Dopingfälle im Eiskunstlaufen in Sochi oder danach im russischen Team ?

Edda 77

Re: Olympia-Qualifikation in Oberstdorf (Nebelhorn Trophy)

Beitrag von Edda 77 » Mi 6. Dez 2017, 17:56

Vor allem unfair für die Sportler, die sich diesem System vielleicht doch wiedersetzt haben oder es eben aufgrund ihrer Leistungen vielleicht auch nicht nötig hatten. Könnte mir vorstellen, dass es solche Sportler eben auch gibt.

Unklar ist mir auch, worauf die Aussage beruht, es handele sich um Staats-Doping. Nach dem Zerfall der Sowjetunion wird im Westen immer noch mit den gleichen Ausdrücken wie zu Zeiten des riesigen zentralisierten sozialistischen Sowjetreiches argumentiert, obwohl Russland immerhin schon vor 25 Jahren zur Marktwirtschaft wechselte und auch geografisch geschrumpft und wirtschaftlich wie früher doch angeschlagen ist. Wo bleibt der McLaren Report zu Staatsdoping in China?

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