Olympia-Qualifikation in Oberstdorf (Nebelhorn Trophy)

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Edda 77

Re: Olympia-Qualifikation in Oberstdorf (Nebelhorn Trophy)

Beitrag von Edda 77 » Mi 6. Dez 2017, 17:56

Vor allem unfair für die Sportler, die sich diesem System vielleicht doch wiedersetzt haben oder es eben aufgrund ihrer Leistungen vielleicht auch nicht nötig hatten. Könnte mir vorstellen, dass es solche Sportler eben auch gibt.

Unklar ist mir auch, worauf die Aussage beruht, es handele sich um Staats-Doping. Nach dem Zerfall der Sowjetunion wird im Westen immer noch mit den gleichen Ausdrücken wie zu Zeiten des riesigen zentralisierten sozialistischen Sowjetreiches argumentiert, obwohl Russland immerhin schon vor 25 Jahren zur Marktwirtschaft wechselte und auch geografisch geschrumpft und wirtschaftlich wie früher doch angeschlagen ist. Wo bleibt der McLaren Report zu Staatsdoping in China?

Katrin
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Re: Olympia-Qualifikation in Oberstdorf (Nebelhorn Trophy)

Beitrag von Katrin » Mi 6. Dez 2017, 19:35

Caren A. hat geschrieben:
Mi 6. Dez 2017, 13:02
Gab es Dopingfälle im Eiskunstlaufen in Sochi oder danach im russischen Team ?
Ja, Artikel vom 7.3.2016 Bobrova und Meldonium, B-Probe wurde nicht geöffnet, die Proben wurden nach der EM 2016 genommen.

Karl-Heinz Krebs
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Re: Olympia-Qualifikation in Oberstdorf (Nebelhorn Trophy)

Beitrag von Karl-Heinz Krebs » Mi 6. Dez 2017, 21:58

Katrin hat geschrieben:
Mi 6. Dez 2017, 19:35
Caren A. hat geschrieben:
Mi 6. Dez 2017, 13:02
Gab es Dopingfälle im Eiskunstlaufen in Sochi oder danach im russischen Team ?
Ja, Artikel vom 7.3.2016 Bobrova und Meldonium, B-Probe wurde nicht geöffnet, die Proben wurden nach der EM 2016 genommen.
Nein. Es war die Meldonium-Sperre. Die WADA musste einräumen, dass sie sich nicht über die Haltbarkeit des Mittels informiert hat. Melodonium durfte bis zum 30.September eingenommen werden und wurde bis Januar im Körper nicht abgebaut. Die WADA musste alle diese Sperren aufheben. Deshalb gibt es keinen Dopingfall Bobrova / Soloview. Die vorläufige Sperre führte aber dazu, dass die beiden um ihren WM-Start betrogen wurden.

Corafan
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Re: Olympia-Qualifikation in Oberstdorf (Nebelhorn Trophy)

Beitrag von Corafan » Mi 6. Dez 2017, 22:05

http://www.sportschau.de/olympia/russla ... t-100.html

Russische Sportler dürfen unter olympischer Flagge teilnehmen, wenn sie keine Dopingsperre haben. Eiskunstläufer sind nicht unter den 22 wegen Dopings gesperrten russischen Sportlern.
Wladimir Putin hat einen Olympiaboykott ausgeschlossen. Die Sportler entscheiden am 12.12.17

Es stimmt so nicht, dass russische Sportler an den Olympischen Spielen nicht teilnehmen dürfen und dass jetzt schon feststeht, dass es Eiskunstlaufen ohne russische Beteiligung geben wird.

Katrin
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Re: Olympia-Qualifikation in Oberstdorf (Nebelhorn Trophy)

Beitrag von Katrin » Do 7. Dez 2017, 20:53

Karl-Heinz Krebs hat geschrieben:
Mi 6. Dez 2017, 21:58
Katrin hat geschrieben:
Mi 6. Dez 2017, 19:35
Caren A. hat geschrieben:
Mi 6. Dez 2017, 13:02
Gab es Dopingfälle im Eiskunstlaufen in Sochi oder danach im russischen Team ?
Ja, Artikel vom 7.3.2016 Bobrova und Meldonium, B-Probe wurde nicht geöffnet, die Proben wurden nach der EM 2016 genommen.
Nein. Es war die Meldonium-Sperre. Die WADA musste einräumen, dass sie sich nicht über die Haltbarkeit des Mittels informiert hat. Melodonium durfte bis zum 30.September eingenommen werden und wurde bis Januar im Körper nicht abgebaut. Die WADA musste alle diese Sperren aufheben. Deshalb gibt es keinen Dopingfall Bobrova / Soloview. Die vorläufige Sperre führte aber dazu, dass die beiden um ihren WM-Start betrogen wurden.
DANKE !! Wusste ich nicht !!
Dann war Maria Scharapova's Dopingsperre nur auf ihren Verplauderer zurückzuführen, sie habe im Januar unwissentlich Meldonium genommen ?

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Re: Olympia-Qualifikation in Oberstdorf (Nebelhorn Trophy)

Beitrag von Karl-Heinz Krebs » Mi 13. Dez 2017, 13:20

Doping ist nur schlimm, wenn es Russen machen, dass beweisen mal wieder zwei Meldungen vom heutigen Tag.

Christopher Froomes A- und B-Probe eines Dopingtests bei der Vuelta waren positiv. Gesperrt wurde er aber nicht. Er erhält noch die Gelegenheit dem UCI ein paar Ausreden zu präsentieren.

http://www.dw.com/de/auffälliger-doping ... a-41767899

Der Boxer Tyron Fury wurde innerhalb kurzer Zeit gleich zweimal des Dopings überführt. Zur Belohnung wurde seine Sperre nun so datiert, dass er schon in Kürze wieder in den Ring steigen könnte.

https://www.derstandard.de/story/200007 ... pingsperre

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Re: Olympia-Qualifikation in Oberstdorf (Nebelhorn Trophy)

Beitrag von MI's FAN » So 24. Dez 2017, 12:45

Ich denke irgendwo muss Doping schon bestraft werden. Denke das Doping ist unfair den Sportlern gegenüber die nichts gemacht haben. Wer fragt den nach denen. Von daher denke ich ist es richtig eine Strafe zu verhängen.
Meine Frage wäre allerdings wie kann man im Eiskunstlauf überhaupt dopen. Was würde es bringen.

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Re: Olympia-Qualifikation in Oberstdorf (Nebelhorn Trophy)

Beitrag von KvdPF » So 24. Dez 2017, 13:30

MI's FAN hat geschrieben:
So 24. Dez 2017, 12:45
Meine Frage wäre allerdings wie kann man im Eiskunstlauf überhaupt dopen. Was würde es bringen.
Im Paarlaufen liegt es, was den männlichen Part betrifft, auf der Hand.
Ansonsten sehe ich schon einen Ansatz vor allem im Free Skating: für mich wäre das eine Verbesserung der Konditionsleistung.Vor 30 Jahren wurde in der Regel die Hälfte an Sprüngen gezeigt, wenn man mal von den Rotationen insgesamt ausgeht.Und die Athleten waren nach so einer Kür auch fix und fertig. Die heutigen Athleten sind ja nicht unbedingt stabiler geworden hinsichtlich der körperlichen Verfassung.Trotzdem sin die Programme so ausgerichtet, das ein Großteil der Sprünge im letzten Drittel gezeigt werden, alleine wegen der Boni.
"Schneller, höher, weiter": trifft alles auf den Eiskunstlauf zu. Das erste v.a. auf das Training, also eine schnellere Regeneration nach körperlicher Beanspruchung.
Ich glaube nicht, das es ein Versehen war, dass Meldonium auch im Eiskunstlauf gegeben wurde.

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Re: Olympia-Qualifikation in Oberstdorf (Nebelhorn Trophy)

Beitrag von Fellow » So 24. Dez 2017, 15:28

KvdPF hat geschrieben:
So 24. Dez 2017, 13:30

...
Ansonsten sehe ich schon einen Ansatz vor allem im Free Skating: für mich wäre das eine Verbesserung der Konditionsleistung. Vor 30 Jahren wurde in der Regel die Hälfte an Sprüngen gezeigt, wenn man mal von den Rotationen insgesamt ausgeht.Und die Athleten waren nach so einer Kür auch fix und fertig. Die heutigen Athleten sind ja nicht unbedingt stabiler geworden hinsichtlich der körperlichen Verfassung.Trotzdem sin die Programme so ausgerichtet, das ein Großteil der Sprünge im letzten Drittel gezeigt werden, alleine wegen der Boni.
"Schneller, höher, weiter": trifft alles auf den Eiskunstlauf zu. Das erste v.a. auf das Training, also eine schnellere Regeneration nach körperlicher Beanspruchung.
Ich glaube nicht, das es ein Versehen war, dass Meldonium auch im Eiskunstlauf gegeben wurde.
Einiges davon würde ich unterschreiben.

Kürzlich bin ich über einen Artikel gestolpert mit einer für mich sehr markanten Aussage von Eteri Tutberidze
Hier der Link dazu: https://www.sports.ru/tribuna/blogs/rus ... 04215.html
"Jede Überwindung bringt Freude", sagte Eteri Tutberidze in einem Interview mit "R-Sport". - Wenn Sie das vorherige Training satt haben, wenn Sie zweifeln, ob Sie genug Kraft für das nächste Training haben, gehen Sie auf das Eis und überwinden Sie sich selbst. Das ist die wahre Befriedigung. "
Ganz deutlich: Natürlich unterstelle ich E. Tutberidze nichts! Ich habe höchsten Respekt vor ihrer Leistung und finde toll, dass sie Trainerin des Jahres geworden ist und der Eiskunstlauf in Russland so geschätzt wird.
Aber eben an diesen kritischen Punkten, die sie beschreibt, kann man erkennen, wo man neben dem oben angesprochenen u.a. auch ansetzen könnte - ausdrücklich Konjunktiv.


Eiskunstlauf hat wohl auch in der Vergangenheit öfter im Zusammenhang mit Doping gestanden.

In einem - wohlgemerkt 17 Jahre alten - Artikel des Tagesspiegels findet sich eine interessante Antwort zur Frage, ob Doping im Eiskunstlaufen sinnvoll ist:
Sportdirektor Udo Dönsdorf schien vom aktuellen Fall aufgerüttelt und erklärte, dass Trainer und Aktive regelmäßig zum Thema Doping aufgeklärt werden. Mannschaftsarzt Stefan Prengle räumte mit dem schönen Glaubensbekenntnis auf, dass Doping im Eiskunstlauf mehr schade als nütze, weil die koordinativen Fähigkeiten gestört wörden. Dr. Pfrengle: "Es wäre einfach gelogen, zu behaupten, dass beispielsweise Anabolika in einer Kraft-Ausdauer-Sportart nichts bringen." Eiskunstlauf ist eine Kraft-Ausdauer-Sportart. Überrumpelt vom ersten Doping-Verdachtsfall stocherten die meisten Szenegänger in ihren Empfindungen irgendwo zwischen Glauben, Hoffen und Wissen.
Damals fiel die 2-malige Weltmeisterin und Olympiasiegerin von Salt-Lake-City, Bereschnaja, mit der Substanz Pseudoephedrin auf.
Zur Wirkweise findet sich:
AUFPUTSCHMITTEL

In Nasensprays und Appetitzüglern wirken oft auch im Sport verbotene Substanzen.

Ephedrine, Amphetamine

stimulieren die Psyche und den Kreislauf, erhöhen die Aufmerksamkeit und die Leistungsbereitschaft, steigernzudem Aggressivität und vermindernbisweilen die Selbstkontrolle.

Gefahren

(mit-)verantwortlich für die ersten Todes- fälle im Sport (Radsport, Boxen), da Stimulanzien die natürlichen Belastungsgrenzen verschieben
https://www.focus.de/kultur/leben/dopin ... 04275.html


U.a. schreibt die Berliner Zeitung in einem (unten verlinkten) Artikel:
Bereits seit Anfang der 70er-Jahre ist der Einsatz von Anabolika im DDR-Eiskunstlauf in Stasi-Akten belegt", sagt Dopingexperte Werner Franke – Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/15038966 ©2017


und über die EM-Medaillengewinnerin Kanitz:
Ermittler teilten Kanitz vor über zehn Jahren mit, dass sie laut Dokumenten 1987 das Anabolikum Oral-Turinabol ohne ihr Wissen erhalten habe, legendiert mit einer angeblichen Scheuermann-Erkrankung. – Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/15038966 ©2017

Der Deutschlandfunk schrieb (unten verlinkt):
Zu den Sportarten, in denen die DDR vor den Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck Dopingmittel einsetzte, gehört auch der Eiskunstlauf, wie Stasi-Akten belegen. Darin ist belegt, dass der Berliner Paarläufer Rolf Österreich, der mit Romy Kermer in Innsbruck die olympische Silbermedaille gewann, bei der DDR-Ausreisekontrolle positiv auf anabole Steroide getestet worden war und erst anreiste, als der Doping-Missbrauch nicht mehr feststellbar war.
http://www.deutschlandfunk.de/schatten- ... _id=196264


Die FAZ (ebenfalls unten verlinkt) zitiert ihrerseits aus Ingo Steuers Buch:
Ein Intensivtraining zum Muskelaufbau. Nicht, dass ich bis dahin keine Muskeln gehabt hätte! Trotzdem sah ich aus wie ein Streichholz mit Schlittschuhen unten dran. Im Paarlauf werden an den männlichen Läufer aber ganz andere Forderungen gestellt. Dazu bekam ich täglich eine kleine blaue Pille mit den Worten ,die nimmst du jetzt mal eine Weile‘.“ Dann sind in Verbindung mit dem Training die Muskeln gewachsen.


dazu schreibt die FAZ u.a.:
Die blauen Pillen, die Steuer erhielt, kamen mit hoher Wahrscheinlichkeit vom VEB Jenapharm. Es handelte sich um Oral-Turinabol, ein Anabolikum, das Standard-Doping-Mittel der DDR. Funktionäre, Ärzte und Trainer sprachen vorwiegend von unterstützenden Mitteln, wenn sie die Blauen verteilten. Sie wurden an zwei, drei Generationen von Sportlern verabreicht, getreu dem staatlich verordneten, geheimen Doping-Plan. Mal ohne, mal mit Wissen der Athleten.
http://www.faz.net/aktuell/sport/olympi ... 02703.html


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