Alexandra Trusova

Katrin
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Alexandra Trusova

Beitrag von Katrin » Do 3. Okt 2019, 09:52

Alexandra Trusova, 15, ist schon vor ihrem ersten GP - Start im Damenfeld die Revolutionärin im Damen-Eiskunstlauf was Sprünge angeht, 3 Vierfache in einem Programm.

Dieser russische Artikel sagt, dass es keine Universaltalente gäbe, und dass im Eiskunstlauf keine Sportler, sondern Idole geschaffen werden.
Der Autor vergleicht Trusova mit anderen russischen Eiskunstläuferinnen: "Stellen Sie sich Trusova's Programm ohne Sprünge vor". Er hofft, dass Kampfrichter nicht blind werden durch all die quads und mit den PCS durch die Decke gehen so nach dem Motto: "Wer gut springt kann auch alles andere gut".

Wie Alexandra sich entwickelt, weiss keiner, sie ist erst 15. Ob Trusova als Sprungtalent in die Eislaufgeschichte eingeht oder doch noch mehr kommt, wir werden sehen.

Katrin
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Re: Alexandra Trusova

Beitrag von Katrin » So 6. Okt 2019, 17:13

Trusova springt 4 quads bei den Japan Open.
Tatjana Tarasova :"Trusova bestimmt die Entwicklung des Eiskunstlaufs für die nächsten hundert Jahre"

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Re: Alexandra Trusova

Beitrag von Jenni » Mo 7. Okt 2019, 23:28

Katrin hat geschrieben:
So 6. Okt 2019, 17:13
Tatjana Tarasova :"Trusova bestimmt die Entwicklung des Eiskunstlaufs für die nächsten hundert Jahre"
Da wäre ich mir nicht so sicher, dass das unbedingt die Entwicklung ist. Hieß es das nicht auch schon beim 3A? Und trotzdem springen ihn bei den Damen bisher wenige, selbst Trusova nicht.
Schon viel früher haben sich Damen an Vierfachen probiert, dass das die Regel sein wird, wird man dann merken wenn sie mehr als 3-4 Läufer auf Dauer zeigen können. Bisher würde ich davon ausgehen, ein paar der Damen werden Vierfache zeigen und ein paar einen 3A und ein paar bleiben bei dem was es bisher gibt 3fache.
Bisher haben wir keine Garantie dafür, dass Trusova ihre Vierfachen auch noch in den nächsten Jahren springt, angesehen von dauerhaften Schäden für den Körper. Ich weiß auch nicht, ob es klug von der ISU wäre diesen Ansatz mit den Vierfachen so einfach hinzunehmen, immerhin ermutigt das immer mehr Läufer sich an Vierfachen zu probieren, die sie gar nicht können werden und sie nur zerstören....

Außerdem wenn das Programm dann so aussieht wie bei Japan Open dann ist das nun wirklich weit weg von jeglicher Kunst. Die Übung schaut sich so an: Startpose, Sprung, Sprung, Sprung, 10 Sekunden Blick in die Kamera und "Interpretation" der Musik und Sprung, Sprung, Sprung, Endpose... Ach ja "Dracaris"....dir 63 PCS sind geschenkt und trotzdem schon großes Geschrei, dass das zu wenig wäre. Vlt sollte man doch ein artistisches und ein technisches Programm machen, denn dieses ist definitiv nur technisch.

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Re: Alexandra Trusova

Beitrag von Jenni » Mo 7. Okt 2019, 23:30

Hier hat sich jemand mal die Mühe gemacht, ihren Maximalwert auszurechnen. 180 Punkte!

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Re: Alexandra Trusova

Beitrag von Katrin » Di 8. Okt 2019, 10:14

Jenni hat geschrieben:
Mo 7. Okt 2019, 23:28
[...
Außerdem wenn das Programm dann so aussieht wie bei Japan Open dann ist das nun wirklich weit weg von jeglicher Kunst. Die Übung schaut sich so an: Startpose, Sprung, Sprung, Sprung, 10 Sekunden Blick in die Kamera und "Interpretation" der Musik und Sprung, Sprung, Sprung, Endpose... Ach ja "Dracaris"....dir 63 PCS sind geschenkt und trotzdem schon großes Geschrei, dass das zu wenig wäre. Vlt sollte man doch ein artistisches und ein technisches Programm machen, denn dieses ist definitiv nur technisch.
Richtig.

Wo ich mir selbst nicht im Klaren bin, drei Dinge:

Verlagt man von Damen "mehr Kunst" als von den Herren ?

PCS verdient man sich im Lauf seiner Karriere, und mich beschleicht das Gefühl, wer gut springen kann, der kriegt irgendwann schon seine PCS.

Quads richtig gut in ein Programm einbauen, geht das überhaupt anhand der Konzentration und des relativ langen Anlaufs, die man für so einen Sprung braucht ?
Deiner Überlegung folgend tendiere ich auch stark für eine Teilung in technisches + künstlerisches Programm.

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Re: Alexandra Trusova

Beitrag von Jenni » Di 8. Okt 2019, 12:45

Ich bin der Meinung dass bei den Herren auch einige genau nach dem beschriebenen Muster laufen (Boyang Jin, Nathan Chen...), da würde ich die gleiche Kritik anbringen. Man wird bei den TES schon dafür belohnt schwierige Sprünge zu machen, da müssten Judges realistischer Weise sagen, das war nicht gut genug um hohe PCS zu bekommen.

Wenn Trusova bei 63 PCS bleibt, dann bin ich noch nicht mal so streng und sag zu hoch, weil sicher ist sie nun auch keine Läuferin, die nur 40 PCS bekommen sollte, ihre Skills sind ja nicht schlecht, es sollten einfach nur alle Komponenten differenziert betrachtet werden. Für die CO sollten dann nicht mehr als 5 bei rum kommen und für IN auch nicht. Nur dass keine Judges der Wlet das machen und deshalb sind die PCS auch nur sowas wie im 6.0 (Reputation + Leistung am Tag + Nationalität + in welcher Gruppe du läufst).
Ich befürchte nur, dass ihre PCS im Laufe der Saison noch auf 72-73 ansteigen. So war es bei Medvedeva, Zagitova auch, auch wenn die wesentlich besser in alle dem waren, aber ich sehe ein Muster.

Mittlerweile bin ich diesem Teilen von den Programmen gar nicht mehr so abgeneigt. Eigentlich mag ich nicht dass strikt zu trennen, aber so wie derzeit bewertet wird, wäre ein radikaler Neubeginn des Systems vlt nicht so schlecht.
Oder zumindest zwei Kampfgerichte eins für PCS, eins für TES. Aber das wurde ja bereits abgelehnt, oder?

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Re: Alexandra Trusova

Beitrag von Katrin » Di 8. Okt 2019, 13:01

Jenni hat geschrieben:
Di 8. Okt 2019, 12:45
..
Oder zumindest zwei Kampfgerichte eins für PCS, eins für TES. Aber das wurde ja bereits abgelehnt, oder?
Denke ja, abgelehnt. Kann aber immer wieder als Antrag bei den ISU Tagungen erscheinen.

Die Programme mit vielen quads können meiner Meinung nach nicht anders gelaufen werden, heisst, die Kunst kommt eigentlich nur in der step sequence richtig raus.

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Re: Alexandra Trusova

Beitrag von Octavia » Di 8. Okt 2019, 15:24

Ich bin auch kein Fan des Teilens aber gerade nach Japan Open dachte ich vielleicht ist das doch keine schlechte Idee. Denn dann könnte ja mal Alexandra gegen Nathan antreten. Beide Programme waren nicht das künstlerische Highlight.
Überhaupt finde ich auch schon die Kurzprogramme sehen anstengend aus. Wenn so viele Sprünge und Pirouetten gezeigt werden müssen, kann die Interpretation nur auf der Strecke bleiben. Und das Kürzen der Kür hat eigentlich auch nur mehr Stress bewirkt.

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Re: Alexandra Trusova

Beitrag von MI's FAN » Di 8. Okt 2019, 19:17

Ich hoffe nicht, dass dies die Zukunft des Eiskunstlaufes wird, aber wer soll das noch stoppen?
Ich habe mir mal die Programme am Fernseher angeschaut, weil man da irgendwie mehr mitbekommt.

Das kleine Mädchen läuft von Sprung zu Sprung, die Ausläufe sind nicht besonders gut, die Pirouetten könnten auch besser sein. Das war ein Sprunglauf, Choreographie findet nicht statt, außer der Anfangs-und Endpose. Gut sie ist erst 15... wo soll es her kommen. Ob sie 64 oder 70+ (voraussichtlich am Ende der Saison) in den PCS bekommt, macht überhaupt keinen Unterschied, da sie allein mit dem technischen Wert gewinnen wird. Da kann kommen was will, es sei denn sie stürzt 4mal ....

Und ich stimme Jenny zu die Programme von NathanChen und Bojang Jin sind nicht anders, Choreographie findet da nicht statt.

Sarah.

Re: Alexandra Trusova

Beitrag von Sarah. » Di 8. Okt 2019, 22:44

Ich muss auch ganz ehrlich sagen, dass ich den Programmen, die fast nur aus Qauds bestehen und wo das Künstlerische so ziemlich auf der Strecke bleibt, nichts abgewinnen kann.

Ich finde es schon beeindruckend, wenn eine 15jährige derartig viele Quads springen kann - aber dass künstlerisch ausgefeiltere Programme wie die z. B. von Medwedewa dagegen kaum eine Chance mehr haben, ist mehr als schade.
Ganz zu schweigen, wie sich die Quads auf den Körper auswirken...

Und mir gefällt die Idee, die Programme in künstlerisch und technisch zu teilen, wirklich auch immer besser. Dann hätte man vielleich wirklich noch die Chance, dass mehr Läufer ihre künstlerischen Fähigkeiten weiter ausbauen.
Selbst bei Hanyu empfinde ich die langen Anläufe und die Konzentration vor einem Quad als störend, das Programm verliert einfach dadurch an Fluss.

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