Alexei Yagudin

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Henni147
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Re: Alexei Yagudin

Beitrag von Henni147 » Sa 30. Dez 2017, 15:47

Antje hat geschrieben:
Sa 30. Dez 2017, 11:29
Wie schön, dass hier eine Diskussion über Yagudin eröffnet wurde!
Ob andere technisch bessere Sprünge als er hinlegten, kann ich nicht beurteilen, es scheint mir aber – gerade bei Yagudin - auch fast überflüssig zu sein.
Ja! Vielen Dank auch von mir, dass dieser Thread eröffnet wurde, die Diskussion passt ja auch gerade wunderbar zum Rutsch ins Olympiajahr 2018!

Ich habe auch um 2002 herum viel Eiskunstlaufen geschaut, bis das Interesse irgendwann abgeflacht ist und im Deutschen Fernsehen auch nicht mehr so viele Übertragungen kamen.
Damals war Yagudin für mich als Gesamtpaket auch die Nummer 1. Er hat die Musik mit seinem Eiskunstlauf neu aufleben lassen und eine magische Atmosphäre auf dem Eis kreiert. Das war unglaublich!
Das einzige, was selbst er nicht ganz konnte, war: Die technischen Elemente, besonders die Sprünge, in seine Choreographie komplett einzuschmelzen. Im Winter-SP sieht man z.B. sehr gut, dass er fast die ganze Eisfläche zum Anlauf für seinen 4T+3T gebraucht hat. Ich stimme Katrin zu, wenn sie von "kraftvollen" Sprüngen spricht. Sie waren zwar technisch sauber, hatten aber nicht diese Leichtigkeit oder Selbstverständlichkeit.

Deshalb ist Yuzuru Hanyu für mich im Moment der kompletteste Läufer. Er schafft es am besten, Schönheit mit Akrobatik unter einen Hut zu bringen. Seine Sprünge kommen aus dem Nichts ohne jede Vorbereitung, haben unglaublich komplexe Ein- und Ausgänge (Spread Eagle+3A z.B.), eine wunderschöne Luftposition und eine Leichtigkeit wie bei keinem anderen Läufer der Welt.
Am allerbesten sieht man das in seinem jüngsten Weltrekord beim Autumn Classic 2017: der vierfache Salchow sieht so unfassbar einfach aus, als würde er schweben - genau wie der dreifache Axel. Der 4T+3T mit beiden Händen über dem Kopf war sowieso eine Augenweide. Außerdem kenne ich keinen Läufer mit so phänomenalen Pirouetten. Die Positionen, Wechsel, Armbewegungen, die Finger, die Geschwindigkeit... mehr geht einfach nicht. In seinem Bewegungsfluss sieht man auch überhaupt keinen Unterschied, ob es nun gerade eine Schrittsequenz ist oder nicht. Das ganze Programm ist eigentlich eine große Schrittsequenz. Das ist einmalig.

Yagudins Winter wurde hier schon ein paar mal verlinkt. Daher nur noch einmal Yuzurus Chopin 2017 zum Vergleich:


Es ist und bleibt natürlich Geschmackssache. Ich denke, Yagudin wäre auch nach dem heutigen Wertungssystem noch konkurrenzfähig. Ein Podestplatz bei Olympia 2018 mit seiner Leistung aus 2002 wäre durchaus drin denke ich (auch ohne Quad-Orgie).
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Re: Alexei Yagudin

Beitrag von MI's FAN » So 31. Dez 2017, 10:29

Ich denke man kann Yagudin und Hanyu nicht vergleichen. Ganz einfach weil vor 20 Jahren ganz andere Anforderungen vorlagen als heute. Der Eiskunstlauf hat sich eben weiterentwickelt. Jeder Läufer hat seine Ära. Yagudin war damals der Hero, heute ist es eben Hanyu. Nach Olympia bzw. den WM wird Hanyu zurücktreten und dann kommen wieder neue Läufer und es wird wieder einen neuen Champion geben, der als Hero gefeiert wird.

Vor 20 Jahren konnte man mit einem Sturz in KP oder Kür nicht Olympiasieger oder Weltmeister werden. Da war es vorbeit. Die Programme waren für die Zuschauer interessanter, da man versuchte Geschichten auf dem Eis zu erzählen. Heute geht es darum so viel wie möglich Punkte zu erzielen, egal wie es dann aussschaut. Die Choreographie bleibt weistgehend auf der Strecke. Wie kann es für einen gestürzten Quad mehr oder genausoviel Punkte geben wie für einen sauberen wunderschönen Triple??

Deshalb diese Art von Vergleich ist nicht richtig.

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Re: Alexei Yagudin

Beitrag von MI's FAN » So 31. Dez 2017, 10:32

Yagudin war mein erster grosser star, nachdem ich zu lernen versuchte. Sein Eislauf berührte mich.
Leider muss ich sagen, dass er in den Shows später oft zu dick auftrug - wie halt immer im Theater, damit die hintersten Ränge die Gestik auch noch erkennen können.
Naja man muss aber auch bedenken, dass er ja eigentlich gar nicht mehr richtig laufen kann nach der Hüft-OP. Da muss er mit anderen Mitteln kompensieren, eben Schauspielerei. Gut ich habe die Shows nicht gesehen um das beurteilen zu können.

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Henni147
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Re: Alexei Yagudin

Beitrag von Henni147 » So 31. Dez 2017, 11:07

MI's FAN hat geschrieben:
So 31. Dez 2017, 10:29
Vor 20 Jahren konnte man mit einem Sturz in KP oder Kür nicht Olympiasieger oder Weltmeister werden. Da war es vorbeit. Die Programme waren für die Zuschauer interessanter, da man versuchte Geschichten auf dem Eis zu erzählen. Heute geht es darum so viel wie möglich Punkte zu erzielen, egal wie es dann aussschaut. Die Choreographie bleibt weistgehend auf der Strecke. Wie kann es für einen gestürzten Quad mehr oder genausoviel Punkte geben wie für einen sauberen wunderschönen Triple??

Deshalb diese Art von Vergleich ist nicht richtig.
Mir graut es auch beim Anblick so vieler Stürze. Vor allem in dieser Saison bereitet mir der Herrenwettbewerb heftige Magenschmerzen: die ganze GP-Serie war ein Totalausfall. Eigenlich sollten gestürzte Sprünge mehr Deductions bekommen oder gar komplett mit 0 Punkten abgestraft werden, da sie den gesamten Eindruck des Programms zerstören. Dann würden sich die Läufer auch zweimal überlegen, fünf Quads in einer Kür zu zeigen.

Es stimmt, dass das Wertungssystem heute viel fokussierter auf die Technik ist im Vergleich zu früher. Deshalb ist es auch schwer zu sagen, wie Yagudin oder Plush heute laufen würden. Ich denke aber nicht, dass sie künstlerisch "schlechteres" zeigen würden als 2002. Quads nehmen zwar viel Energie aus einem raus, aber die Körperhaltung und Musikalität kommen trotzdem noch sehr gut zum Ausdruck. Entweder man hat sie wie Yagudin oder eben nicht und viele der jungen Quad-Maniacs wie z.B. Nathan Chen, Boyang Jin oder Vincent Zhou sehen einfach nicht elegant aus auf dem Eis (meiner Meinung nach). Sie sind Akrobaten, aber keine Künstler.

Ich denke, Yuzuru hätte auch nach dem alten 6,0-System nicht schlecht abgeschnitten. Klar, er wäre nicht gefordert gewesen, so viele verschiedene Quads zu zeigen, aber eben weil er mehr kann als nur Springen, hätte er vielleicht auch damals Weltmeister werden können. Ich schätze ihn dafür, dass es ihm nicht genügt, die Sprünge einfach nur stumpf auszuführen, er fordert auch allerhöchste Qualität in der Ausführung von sich. Das ist bei fünf Quads eigentlich schon ein Ding der Unmöglichkeit. Mit einem Quad oder zwei ist es aber sehr wohl möglich. Das hat er selbst schon mehrfach bewiesen. Chopin 2017 wäre sicher ein Kandidat für ein 6,0-Programm gewesen.
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Re: Alexei Yagudin

Beitrag von Octavia » So 31. Dez 2017, 11:44

Yagudin und Plushenko ist es zu verdanken, dass in die Herrenkonkurrenz Leben und Spannung einzogen. Als sie 1998 mit ihrem Trainer Mishin die internationale Bühne betraten, konnten beide schon besser springen als ihre Konkurrenten. Es gab dann noch eine gegenseitige Konkurrenz zwischen beiden, die auch durch den Trainerwechsel von Alexei verstärkt wurde. Die beiden befanden sich -auch was die Zahl und Vielfalt der Sprünge angeht- in einer eigenen Liga. Es wurde damals auch die Kombination 4-fach /3-fach /2-fach von ihnen gesprungen.
Ich erinnere mich noch gut an die amerikanischen Kommentare, wenn Alexei aufs Eis kam:" Let the quads begin". Timothy Goebel, der Läufer aus den USA, genannt der King of Quads konnte da nicht mithalten.
Das Kurzprogramm "Winter" mit Musik der Gruppe Bond war sicher eines der besten Kurzprogramme des Herreneiskunstlufens , das gilt bis heute. Leider war es wirklich bei jedem Showauftritt Alexeis über Jahre zu sehen. Das hat ihm nicht immer gut getan. Was wohl andauert ist die Konkurrenz zu Plushenko, jedenfalls hört man gelegentlich etwas über Streitigkeiten.

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Re: Alexei Yagudin

Beitrag von Katrin » So 31. Dez 2017, 12:30

Octavia hat geschrieben:
So 31. Dez 2017, 11:44
...
Das Kurzprogramm "Winter" mit Musik der Gruppe Bond war sicher eines der besten Kurzprogramme des Herreneiskunstlufens , das gilt bis heute. Leider war es wirklich bei jedem Showauftritt Alexeis über Jahre zu sehen. Das hat ihm nicht immer gut getan. ...
Das stimmt. Es wurde entzaubert.
Daher nochmal eine exhibition von Yagudin als Gladiator mit Dolchen, die er in seinen Händen hält. Magie pur.


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Re: Alexei Yagudin

Beitrag von Schlittschuhkerlchen » Mo 1. Jan 2018, 13:34

Gast hat geschrieben:
Fr 29. Dez 2017, 22:40
Hallo, ja der Vergleich von Jagudin mit den Läufern von 2017 ist sehr interessant, ich habe die damaligen Wettkämpfe verfolgt und ein 3fach Axel im Programm eine Sensation.
Die neue Generation fängt viel früher an mit den Höchstschwierigkeiten. Leider werden die Programme immer hüllenlose Jump to Jump Minuten. Jagudin erzählte eine Geschichte, der Mann mit der Eisernen Maske seine Olympiadekür. Er zeigte Emotionen und das Publikum einfach begeistert. Ja er kämpfte um seine Medaille, Plushenko stand schon bereit ihn abzulösen. Jagudin gewann die Goldmedaille. Zum Geburtstag seiner Trainerin dieses Jahr stand er nochmal auf dem Eis. Diese Show sieht man bei YouTube. Und er trägt das Kostüm von „Winter“ SP.
Egal wie oft ich mir die Kür von Shoma Uno auch ansehe von den Japanischen Nationals , sie gefällt mir nicht wirklich, er läuft Bögen mit ausgestrecktem Armen und dann kommt ein Quad Solo oder eine 3fach Combi mit Quad und schade für die Musik, die alles nur noch untermalen soll, was kein Ausdruck ist. Er hätte eine beliebige Musik wählen können, man sieht keine Verbindung, keine Interpretation, sorry.
Und dabei gewinnen gerade die jungen Tänzer aus Japan in Lausanne bei den Internationalen Ballettwettbewerben oft Stipendien oder Preise. Aber das ist ein anderes Thema.
Die russische Eisläufer bekamen auch eine klassische Tanzausbildung mit auf den Weg, Die perfekte Körperhaltung für die Ausführung der Sprünge wichtig.

Nicht alles ist Kraft.
Also, was ich so bisher von den jetzigen genannten Läufer wie Chen, Hanyu, Fernandez etc gesehen habe, ist, dass sie zwar auch super laufen (ich verfolge das erst seit Kurzem, ich bin da noch ein blutiger Anfänger, der die Umdrehungen bei einem Axel nicht mit dem bloßen Auge erkennen kann) und habe Respekt vor solchen Sprüngen und Elementen, aber ich finde, bei ihnen fehlt halt der Ausdruck wie bei der "Winter"- oder "Mask"-Kür von Alexei. Klar, die heutigen Läufer legen sich auch ins Zeug, aber ich finde, man sieht den Unterschied schon, ob du einfach Figuren und Elemente machst oder/und dabei dein Gesicht benutzt, deinen ganzen Körper, um eine Geschichte zu erzählen. Zum Beispiel "Circus" von Alexei, wie er beginnt, wie er Spaß daran hat, blieb mir im Gedächtnis hängen und da war sogar Plushenko weit hinter ihm.
Ich weiß jetzt nicht, wie viel Hanyu und die anderen wiegen, aber Alexei hat damals so um die 75kg gewogen und ich denke, dass ist schon mal schwerer, mit diesem Gewicht einen 3A hinzulegen, oder?

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Re: Alexei Yagudin

Beitrag von Schlittschuhkerlchen » Mo 1. Jan 2018, 13:43

Antje hat geschrieben:
Sa 30. Dez 2017, 11:29
Wie schön, dass hier eine Diskussion über Yagudin eröffnet wurde!
Ob andere technisch bessere Sprünge als er hinlegten, kann ich nicht beurteilen, es scheint mir aber – gerade bei Yagudin - auch fast überflüssig zu sein.
Für mich war und ist Yagudin der beste Läufer aller Zeiten (und ich verfolge diesen Sport seit ungefähr 50 Jahren). Keiner hat mich so berührt wie er. Keiner hatte so wunderbare Choreografien wie er, und kaum einer ist je mit soviel Seele gelaufen wie er. Er LEBTE seine Programme vom ersten bis zum letzten Element. Weil es eben nicht einfach nur Programme waren, sondern Geschichten auf dem Eis, die er sprichwörtlich mit jeder Faser seines Körpers erzählte.
Seine Vorträge waren wie aus einem Guss, da stimmte einfach alles! Musik, Choreographie, Kostüm – alles war sorgsam und perfekt abgestimmt.
Was ihn aus meiner Sicht von den meisten anderen so unterscheidet, ist die Tatsache, dass er sich für jede seiner Bewegungen ZEIT ließ – Zeit, um sie wirklich zur Geltung zu bringen - und es keinerlei überflüssige Bewegungen gab. Heute wird auf dem Eis herumgerudert und herumgefuchtelt, ein Element hastig an das andere gereiht, da gibt es unschön aussehende Verrenkungen, die gemacht werden, weil sie offenbar schwierig sind und somit Punkte bringen. Ich denke, das „neue“ Bewertungssystem hat der Ästhetik des Eiskunstlaufens ziemlich geschadet. Mir persönlich ist es eigentlich egal, ob ein Läufer 4 Vierfache springt oder nur Dreifache beherrscht. Ich möchte in allererster Linie ein schönes und einfallsreiches Programm sehen. Nach Möglichkeit eben eine Geschichte zu einem Musikstück. Einem – nicht einem Flickenteppich aus drei Musikstücken. Da fängt es schon an...
Ich habe ewig gebraucht, um Yagudins Rücktritt zu verschmerzen, weil er mir so wahnsinnig fehlte. Jahrelang sah ich mir nach jedem internationalen Wettkampf Yagudins Olympia-Programme von Salt Lake City an, und jedes Mal dachte ich: DAS ist Eiskunstlauf! Das ist Sport gepaart mit KUNST, kraftvoll und überaus ausdrucksstark.
Unterschreib ich so. ;)
Ich bin noch zu grün hinter den Ohren, um das neue mit dem alten Punktesystem vergleichen zu können, aber inwiefern war das anders, das alte? Alexei springt ja immer sehr hohe Sprünge, trotz seines Gewichts, was ja wohl schwieriger ist, aber es passt einfach. Ich weiß nicht, aber ist im Moment das Nonplusultra nicht etwa, dass alle Läufer ihre Sprünge 4-fach machen wollen? Ich meine, die sind schwer, klar, aber wenn man sich darauf versteifft und dabei die ganze Kür im Gesamtbild leidet, dann würde ich, wenn ich so gut wäre, eher einen Schritt zurück machen und dafür eine mitreissende Kür aufs Eis legen wie Alexei mit seiner Schrittfolge in "Winter".
Also nach dem Motto: "Qualität statt Quantität".

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Re: Alexei Yagudin

Beitrag von Schlittschuhkerlchen » Mo 1. Jan 2018, 13:47

Katrin hat geschrieben:
Sa 30. Dez 2017, 12:42
Schlittschuhkerlchen hat geschrieben:
Mi 27. Dez 2017, 18:55
Er tanzt wirklich über das Eis, allein die Schrittfolge bei Minute 2:15 ist genial!
Die ist nicht schwer, kannst Du nachmachen. Hab allerdings ein wenig gebraucht bis ich diese Abfolge kapiert hatte.
Yagudin war mein erster grosser star, nachdem ich zu lernen versuchte. Sein Eislauf berührte mich.
Leider muss ich sagen, dass er in den Shows später oft zu dick auftrug - wie halt immer im Theater, damit die hintersten Ränge die Gestik auch noch erkennen können.
Findest? Die Schrittfolge sieht echt kompliziert aus. Wer bringt es mir bei? :oops: :lol: :shock:
Hm, also ich finde, er trägt nicht zu dick auf. Alexei will halt alle, auch die Zuschauer ganz hinten, unterhalten, und durch Mimik und Gestik überzeugen. Man sieht einfach, dass er Spaß hat, wie er es macht und dass er mit Hingabe tanzt. ;)

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Re: Alexei Yagudin

Beitrag von Schlittschuhkerlchen » Mo 1. Jan 2018, 13:51

MI's FAN hat geschrieben:
So 31. Dez 2017, 10:29
Ich denke man kann Yagudin und Hanyu nicht vergleichen. Ganz einfach weil vor 20 Jahren ganz andere Anforderungen vorlagen als heute. Der Eiskunstlauf hat sich eben weiterentwickelt. Jeder Läufer hat seine Ära. Yagudin war damals der Hero, heute ist es eben Hanyu. Nach Olympia bzw. den WM wird Hanyu zurücktreten und dann kommen wieder neue Läufer und es wird wieder einen neuen Champion geben, der als Hero gefeiert wird.

Vor 20 Jahren konnte man mit einem Sturz in KP oder Kür nicht Olympiasieger oder Weltmeister werden. Da war es vorbeit. Die Programme waren für die Zuschauer interessanter, da man versuchte Geschichten auf dem Eis zu erzählen. Heute geht es darum so viel wie möglich Punkte zu erzielen, egal wie es dann aussschaut. Die Choreographie bleibt weistgehend auf der Strecke. Wie kann es für einen gestürzten Quad mehr oder genausoviel Punkte geben wie für einen sauberen wunderschönen Triple??

Deshalb diese Art von Vergleich ist nicht richtig.
Eben, ich verstehe das auch nicht, dass man sich heute wohl mehr nach den Punkten verbiegt, als nach der Performance, wie sie als Gesamtes wirkt. Klar, ein Sturz, kann einem wertvolle Punkte kosten, so viele, dass du auf den letzten Platz landest, aber geht es nicht um die Kür an sich? Nobody is perfect.:)

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