Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

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Jenni
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Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Jenni » Mi 2. Jan 2019, 20:24

Ich bin etwas baff das zu lesen. Ich wusste, dass Deutschland nicht gerade gut da steht im Leistungssportbereich. Die Anzahl der Teilnehmer bei der DM spricht für sich. (Die ich live bei Sportdeutschland TV geschaut habe)
Ich dachte so wenige Starter bei den Senioren haben eher etwas damit zu tun, dass man grundsätzlich von der Sportart in Deutschland nicht leben kann und auch keine berufliche Perspektive hat, wenn man nicht nebenbei eigenständig eine Berufsausbildung oder Studium macht.
Und wenn man nicht bei der Bundeswehr ist, dann hat man sowieso keine finanzielle Unterstützung.
Korrigiert mich, wenn das falsch ist.

Ich wusste nicht, dass das System mit den Trainern generell ein Problem ist.

Gibt es im deutschen Eiskunstlauf denn keinen Bundesstützpunkt für Training? Oder Sportschulen mit Eiskunstlauf als Sport?
Ich kenne sowas beim Turnen. Mit Kindern auf Sportschulen, die mit Stipendien oft auch finanziell unterstützt werden. Es gibt landesweite Wettkämpfe, Bundesliga, einen Bundesstützpunkt in Kienbaum, wo für die wichtigen Wettkämpfe wie WM und EM alle Turner zusammen kommen. Ich war selber in Kienbaum, das steht auch Allgemeinsportlern von Vereinen in der Off-Saison an sich offen, und das hat viel mehr Sportarten als nur Turnen.
Ich dachte sowas müsste es im Eiskunstlauf auch geben oder Wintersportarten auch geben.

DuCiel
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Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von DuCiel » Mi 2. Jan 2019, 23:54

Gasti hat geschrieben:
Mi 2. Jan 2019, 14:52
Das ist ein System, was gebrochen werden muss.
Gute Idee. Was sich im Eiskunstlauf hierzulande abspielt, ist ein vollkommen unbedeutender Teil einer übergeordneten Entwicklung, der von Gier getriebenen Ausbeutung und Diebstahl aller Ressourcen von einigen Wenigen. Ausbeutung von Menschen, von Rohstoffen, von öffentlichen und staatlichen Einrichtungen und - wenn es nichts mehr an sich zu reißen gibt - Krieg mit dem Punkt Null. Die Rechnungen werden von den den Toten und Übriggebliebenen beglichen. Eine solche übergeordnete Perspektive wird natürlich in den Augen derjenigen absurd und weltfremd klingen, denen der Blick für das Ganze fehlt. Die Einsicht wird kommen, wie üblich im Nachhinein, wenn das Kind bereits im Brunnen ersoffen ist. In anderen Ländern ist man im Eissport ja auf einem entsprechenden Weg: Ausbeutung von Kindern zum Erreichen von Staatsmedaillen. Und da bin ich am Punkt, wo ich mir sage: nun, und ab sofort ohne den maximal eigensinnigen, auf eigene Kosten handelnden Typ einer Alljona Savchenko, erfreue ich mich bis zu meinem Ableben (nochmal 66 Jahre werde ich nicht schaffen) an all jenen Schönen und Begabten, die sich garantiert niemals an der sog. Spitze wiederfinden. Selbst regionaler Fußball auf dem Bolzplatz ist mir unendlich lieber, als diese Maschinerie namens Nationalelf. Ich denke mal, wer Medaillen sehen möchte, sollte versuchen, grundsätzlich etwas zu ändern und im Speziellen die Sache gezielt ("Das Kraut finden") selbst in die Hand nehmen. Ohne Scheuklappen und mit allen Konsequenzen.

Katrin
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Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Katrin » Do 3. Jan 2019, 10:10

DuCiel hat geschrieben:
Mi 2. Jan 2019, 23:54
...Ich denke mal, wer Medaillen sehen möchte, sollte versuchen, grundsätzlich etwas zu ändern und im Speziellen die Sache gezielt ("Das Kraut finden") selbst in die Hand nehmen. Ohne Scheuklappen und mit allen Konsequenzen.
Stell ich mir grad vor: Meuterei auf dem Schiff der DEU, welche einsame Insel sie für Dich als Meuterer nehmen.

Allen Ernstes: Selbst wenn der Kapitän des Schiffes dieser Visionär wäre, er kann diese Vision nur durchbringen, wenn er seine Mannschaft in Stimmung hält. Ohne Pfründe und Geld geht da nichts. Wo soll er das hernehmen ?

Gasti

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Gasti » Do 3. Jan 2019, 11:53

Katrin hat geschrieben:
Do 3. Jan 2019, 10:10
DuCiel hat geschrieben:
Mi 2. Jan 2019, 23:54
...Ich denke mal, wer Medaillen sehen möchte, sollte versuchen, grundsätzlich etwas zu ändern und im Speziellen die Sache gezielt ("Das Kraut finden") selbst in die Hand nehmen. Ohne Scheuklappen und mit allen Konsequenzen.
Stell ich mir grad vor: Meuterei auf dem Schiff der DEU, welche einsame Insel sie für Dich als Meuterer nehmen.

Allen Ernstes: Selbst wenn der Kapitän des Schiffes dieser Visionär wäre, er kann diese Vision nur durchbringen, wenn er seine Mannschaft in Stimmung hält. Ohne Pfründe und Geld geht da nichts. Wo soll er das hernehmen ?
Hallo Katrin,

ich bin der gleichen Meinung wie du.

Zitat aus dem "Nachwuchsleistungssportkonzept 2020":

"Die übergreifende Zielstellung im deutschen Nachwuchsleistungssport besteht darin, internationale sportliche Erfolge im Hochleistungsalter systematisch vorzubereiten, um die Spitzenposition Deutschlands im internationalen Vergleich zu erhalten und den Stellenwert des Leistungssports in der Gesellschaft zu erhöhen."

Und noch eine Zitat aus Die Rahmenrichtlinien zur Förderung des Nachwuchsleistungssports:
"Die Erfolgsperspektive der Sportarten im Hinblick auf internationale Konkurrenzfähigkeit ist das obersten Kriterium für eine Förderung im Nachwuchsleistungssport."

Wenn man in einer Sportart, aus den Gründen, die im Nachwuchsleistungssportkonzept 2020 auch richtig dargestellt sind, nicht in der Lage ist, auf der internationalen Ebene Erfolge vorzuweisen, dann sollte man die knappen Ressourcen lieber in die Förderung des Breitensports investieren.

Wenn nur ein paar "Perspektiv Kader"-Läufer eine Eisbahn für sich alleine beanspruchen, wird zig Hobby-Läufer die Trainingsmöglichkeit entzogen :1embarassed:.

Man hat schon die Probleme erkannt und bereit vor Jahren eine LEISTUNGSSPORTREFORM initiiert,
Nur wie man dem Fortschrittsbericht Leistungssportreform vom 09.05.2018 entnehmen kann, hat sich vor allem bei der Nachwuchsförderung nicht viel geändert. :sick:

Und dann sind wir wieder bei der Frage, wer und wie (und ob) soll die grundsätzliche Veränderung herbeigeführt werden? :1huh:

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Tarancalime
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Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Tarancalime » Do 3. Jan 2019, 12:36

Den FAZ Artikel haben ja schon alle soweit gelesen (hoffe ich) und darüber ist ja auch fleissig die Debatte im Gang.

Ich möchte hier mal Alternativen, nämlich "Contemporary Ice Skating" ins Spiel bringen, die durchaus mit dem bisher üblichen Leistungssportsystem brechen könnten oder es angreifen. Auf jeden Fall ein Mittel sind, auch anders Eislaufen zu lernen, als das was wir bisher kennen und gewöhnt sind. Was nämlich total verlorengegangen ist in den letzten Jahrzehnten, ist Eislaufen als Volkssport und/oder soziales Event, so wie Tanzen gehen oder auf dem Bolzplatz bolzen. Aus Freude an der Bewegung.

http://www.unfreeze-festival.berlin/

In Berlin gab es ein Festival im September, bei dem Eislaufen mal grundsätzlich anders, eher als Bewegungskunst und -kultur aufgefasst wurde. Zum Mitmachen.

Dann gibt es in Kanada eine Truppe, die Eislaufen als Performance und Kunstform an sich sieht.

https://www.lepatinlibre.com/english/

Le Patin Libre sind heute und morgen in Köln auf dem Heumarkt auf der Eisbahn dort zu sehen. Lohnt sich! Man kann auch selber mitmachen.

Dann käme noch als Vorschlag Gary Beacom ins Spiel, der ebenfalls neue Wege beschreitet, und als Choreograph auch schon für Aljona Savchenko und Bruno Massot gearbeitet hat. Die erste Kür, die bei der DM 2015 in Essen gelaufen wurde, der beiden hat er gemacht.

Katrin
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Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Katrin » Do 3. Jan 2019, 13:10

@Tarancalime: Diese Vorschläge sind sehr gut um die Breite zu stärken, das Interesse am Eislaufen zu erhöhen und so langsam mehr Talente aufs Eis zu bringen. Sehr gut, eine langfristige Strategie um den Wert des Eislaufens in Deutschland zu steigern.

Was das Heranführen von Talenten in den Wettkampfsport angeht, ist Japan das Vorbild für mich:
Über Hanyu weiss man viel, aber nicht alles: Wo wurde er gefunden, wie überredete man ihn, beim Eiskunstlaufen zu bleiben, ab wann wurde er gefördert, in welchem Maße, welches Geld floss durch Sponsoren die möglicherweise mit der JSF zusammenarbeiten ? Hanyu selbst sagt ja immer, er habe der JSF sehr viel zu verdanken.
Ich wollte dazu mal die Zahlen sehen, in Gelddingen hält man sich ja immer bedeckt: Also: Wieviel hat die Ausbildung von Hanyu gekostet und wieviel musste seine Familie privat aufbringen ?

Gasti

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Gasti » Do 3. Jan 2019, 14:09

Katrin hat geschrieben:
Do 3. Jan 2019, 13:10
Was das Heranführen von Talenten in den Wettkampfsport angeht, ist Japan das Vorbild für mich:
Über Hanyu weiss man viel, aber nicht alles: Wo wurde er gefunden, wie überredete man ihn, beim Eiskunstlaufen zu bleiben, ab wann wurde er gefördert, in welchem Maße, welches Geld floss durch Sponsoren die möglicherweise mit der JSF zusammenarbeiten ? Hanyu selbst sagt ja immer, er habe der JSF sehr viel zu verdanken.
Ich wollte dazu mal die Zahlen sehen, in Gelddingen hält man sich ja immer bedeckt: Also: Wieviel hat die Ausbildung von Hanyu gekostet und wieviel musste seine Familie privat aufbringen ?
Mit Hanyu ist es alles klar, er ist ein Genie. Und wenn er sagt, er habe der JSF sehr viel zu verdanken, dann hat JSF alles richtig gemacht.

Macht DEU alles richtig, wenn sie die Sportler unterstütz, die heute im Budeskader sind?

Ich habe die Ergebnisse der Kaderläufer in dieser Saison ausgewertet. Ergebnis - :1embarassed:

Die Situation auf Landeskader-Ebene ist schwierig für alle Länder zu beurteilen. Die Landeskader-Listen sind oft ein größtes Geheimnis der Landesverbände.
Die Landeskaderliste 18/19 des EISSPORTVERBANDS BW (EWB) ist zwar im Internet Verfügbar, aktuell ist diese aber nicht.

In Anastasia Steblyanka (NK2 -Kader) würde ich an EWB/DEU Stelle investieren. :thumbup:

In Nathalie Weinzierl (24, PK-Kader Best18/19 - 157,45) :1huh:
In Nicole Schott(OK!!!) und Lea Johanna Dastich (PK!!!) :1huh: :1huh:
Geschwister HESS :1huh: :1huh:

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Tarancalime
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Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Tarancalime » Do 3. Jan 2019, 14:44

Katrin hat geschrieben:
Do 3. Jan 2019, 13:10
@Tarancalime: Diese Vorschläge sind sehr gut um die Breite zu stärken, das Interesse am Eislaufen zu erhöhen und so langsam mehr Talente aufs Eis zu bringen. Sehr gut, eine langfristige Strategie um den Wert des Eislaufens in Deutschland zu steigern.

Was das Heranführen von Talenten in den Wettkampfsport angeht, ist Japan das Vorbild für mich:
Über Hanyu weiss man viel, aber nicht alles: Wo wurde er gefunden, wie überredete man ihn, beim Eiskunstlaufen zu bleiben, ab wann wurde er gefördert, in welchem Maße, welches Geld floss durch Sponsoren die möglicherweise mit der JSF zusammenarbeiten ? Hanyu selbst sagt ja immer, er habe der JSF sehr viel zu verdanken.
Ich wollte dazu mal die Zahlen sehen, in Gelddingen hält man sich ja immer bedeckt: Also: Wieviel hat die Ausbildung von Hanyu gekostet und wieviel musste seine Familie privat aufbringen ?
Das ist eine sehr gute Frage....blöd ist, dass das ohne Kenntnisse in japanischer Sprache wohl schwer rauszufinden ist...:-((( mal hier im Forum rumfragen: Wer hier ist Experte für Eiskunstlaufen in Japan? :thumbup: In Japan scheint Eiskunstlaufen ja eher ein reiner Leistungssport zu sein, weniger das es Volkssport ist, wie in Russland oder Kanada. Andererseits: Wie halten sich denn die Japaner fit? :-))) Was für einen Stellungswert hat Sport da eigentlich in den Schulen und Unis? Würde ich mal gerne wissen.....

Man könnte sich auch mal das kanadische System näher anschauen: Eine Bekannte aus einer Telegram Gruppe ist kürzlich nach Vancouver umgesiedelt und macht gerade mit ihren Kids das dortige CanSkate Lernprogramm mit. Ich frag sie mal ob sie mal was postet hier im Forum. Sie hat mir schon das ganze Prospekt dazu geschickt..d.h. alle Lektionen von 1-7 vom CanSkate Programm, was vom kanadischen Verband für alle Provinzen und Territorien bindend ist, um Eislaufen zu lernen und zu vermitteln durch die örtlichen Clubs mit Trainern. Sowas fehlt hier leider hierzulande, hier rafft der Landesverband NRW immer noch nicht den Frei-, Figuren- und Kunstläufer dem vorhandenen DEU Standard anzupassen und zu vermitteln...wenn sowas Grundlegendes schon nicht stimmt, wie soll man da jemals vergleichsweise Talente sichten? Und ausbilden? Damit sie den AK 10 Standard dann auch schaffen können.....

Gasti

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Gasti » Do 3. Jan 2019, 16:38

Tarancalime hat geschrieben:
Do 3. Jan 2019, 14:44
Man könnte sich auch mal das kanadische System näher anschauen: .....
Ich glaube, ist es schwierig, die Systeme der andren Länder 1:1 zu übernehmen.

Allein Klima spielt eine große Rolle, wie lange können die oft offene Eisstadien in Deutschland wirtschaftlich betrieben werden.
In Russland werden die Konzepte, Normen und Regeln für Sportbetrieb nicht durch Sportverbände, sondern vom Staat definiert. Die neue Kadernormen der DEU ist eine abgespeckte Version einer Verordnung des russischen Ministerium für Sport. :1grin:

Man braucht für Deutschland ein eigenes Konzept für Spitzensport.
Ich habe bereits über Leistungsportreform der DOSB geschrieben. Nur mit der Umsetzung geht nicht voran,

Ein Beispiel:
DEU hat fünf Eiskunstlauf-Bundesstützpunkte (Berlin, Chemnitz, Dortmund, Mannheim und Oberstdorf).
Trotz DOSB-Vorgabe, die Anzahl der Bundesstützpunkte zu reduzieren, wurden wieder alle fünf Eiskunstlauf-Bundesstützpunkte anerkannt -> DEU-Meldung Alle DEU-Bundesstützpunkte erneut anerkannt

Ich halte die DOSB-Vorgabe für sinnvoll.
Wer trainiert da an jedem der fünf Eiskunstlauf-Bundesstützpunkte?
Jeweils ein-zwei Bundeskaderläufer. So ein Training in Mannheim habe ich gesehen.
Ich glaube nicht, dass Hanyu in seinem Toronto Cricket, Skating & Curling Club vergleichbare Trainingsbedingungen hat :sick:

So wechselten Trainerin Anett Pötzsch und Bundeskader-Athletin Lea Johanna Dastisch (PK) vom Landessverband Sachsen nach Mannheim. Dort trainiert bereits Peter Sczypa die Bundeskaderläufer wie Nathalie Weinzierl(PK), Kristina Isaev (NK1), Anastasia Steblyanka (NK2).

Lea Johanna Dastisch macht Pause. Die Trainerin Anett Pötzsch hat keinen Bundeskaderläufer mehr. Lösung -> Nathalie Weinzierl wechselt geschwind vom Peter Sczypa zu Anett Pötzsch.
Die formale Kriterien sind erfüllt, die Fördergelder dürfen weiter fließen. :1rolleyes:

Konkurrenz der Standorte ist gut, wenn man sich das leisten kann und das die gewünschten Ergebnisse bringt. Da werden die vorhandene Fördermittel gleichmäßig über die vorhandene Standorte verteilt, damit die dort ansässigen Trainer zu den vom Staat subventionierten Stützpunktzeiten ihre Privatstunden geben könnten.

DuCiel
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Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von DuCiel » Do 3. Jan 2019, 19:46

Katrin hat geschrieben:
Do 3. Jan 2019, 10:10
DuCiel hat geschrieben:
Mi 2. Jan 2019, 23:54
...Ich denke mal, wer Medaillen sehen möchte, sollte versuchen, grundsätzlich etwas zu ändern und im Speziellen die Sache gezielt ("Das Kraut finden") selbst in die Hand nehmen. Ohne Scheuklappen und mit allen Konsequenzen.
Stell ich mir grad vor: Meuterei auf dem Schiff der DEU, welche einsame Insel sie für Dich als Meuterer nehmen.

Allen Ernstes: Selbst wenn der Kapitän des Schiffes dieser Visionär wäre, er kann diese Vision nur durchbringen, wenn er seine Mannschaft in Stimmung hält. Ohne Pfründe und Geld geht da nichts. Wo soll er das hernehmen ?
Nun, ein "er" ist damit auch nicht gemeint, sondern eine Organisation, die finanziellen Mittel per Crowdfunding (das Kraut findet, sorry für den Kalauer, da habe ich wohl zu viel vorausgesetzt) und darüber hinaus eine alternative Struktur selbst organisiert, statt nur von Dingen zu reden, die ganz offensichtlich wie gehabt so nicht stattfinden werden. Aus den Zeilen davor sollte sich eigentlich erkennen lassen, dass es sich damit sozusagen um einen persönlich geäußerten satirisch-sarkastischen Konjunktiv handelt, sowohl im Hinblick auf die wohlorganisierten Postenpfründe der DEU, als auch Einschätzung darüber, was ich mir selber wünsche. Nämlich nichts dergleichen. Ich erfreue mich jedenfalls an wunderbaren Kufenkünstlern namens Minerva, Nolan, Annika, Ruben, Shari, Christian, Katharina, Tim, Ann Christin, Charise, Maximilian, Lea, Talisa und, und, und ... ganz besonders auf Miriam und Severin von nebenan, die in der Trauer um ihren Trainer eine moralische Größe zeigen, die keine einzige Medaille wett machen könnte.

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