Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Gasti

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Gasti » Mi 9. Jan 2019, 16:13

Hallo zusammen,
die Geschwister Hess - Carolin (NK2) und Jonathan (PK) und Lea SCHWAMBERGER (NK2) waren beim Mentor Cup 2019 gemeldet.
Jetzt sind die nicht mehr auf der Liste -> Entries bzw. Mentor Torun Cup 2019 - Entries / Results

Die Saison ist fast zu Ende.
Die Geschwister haben am Anfang der Saison noch an ein paar Turniere teilgenommen, Keine Teilnahme an DNM oder DM.

Katrin hat bereits die Leistung von Jonathan analysiert.
Obwohl sie sich "Kunstläufer" nennt :1wink:. waren Ihre Analysen des Sportlerpotenzials besser als der DEU :1grin:

Karl-Heinz Krebs
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Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Karl-Heinz Krebs » Mi 9. Jan 2019, 17:27

Gasti hat geschrieben:
Mi 9. Jan 2019, 16:13
Hallo zusammen,
die Geschwister Hess - Carolin (NK2) und Jonathan (PK) und Lea SCHWAMBERGER (NK2) waren beim Mentor Cup 2019 gemeldet.
Jetzt sind die nicht mehr auf der Liste -> Entries bzw. Mentor Torun Cup 2019 - Entries / Results
Zumindest Jonathan wurde ausgelost und soll morgen um 12.47:20 Uhr starten.

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Tarancalime
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Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Tarancalime » Mi 9. Jan 2019, 17:30

Ein Beitrag erwähnte, dass 1 bis 2 mal Training pro Woche für Breitensport im Eiskunstlauf ausreiche....dem ist nicht so. Das Schwierige ist beim Eiskunstlaufen wirklich, das der Aufwand fürs Training fast genauso hoch ist wie für einen Leistungssportler....

Warum ist das so? Weil es eine anspruchsvolle Sportart ist. Will man unnötige Verletzungen und Frust vermeiden (gerade beim Erlernen) benötigt man mindestens 3 bis 4 mal Trainingseinheiten pro Woche, am besten wär 5 mal.......und dazu noch am besten ein gutes Fitnessstudio (wer's mag, ich nicht), Yoga oder Pilates zusätzlich.

Auf YouTube habe ich folgendes für das Erwachseneneislauftraining entdeckt:

https://www.youtube.com/channel/UCzxjuG ... gdA096IwpQ

Oleg Altukov kümmert sich auf seiner Webseite und YouTube Kanal auch besonders um erwachsene Breitensportler:

https://www.icedanceroleg.com/

Siehe Dancing on Ice auf Sat 1...damit Laien (gerade Erwachsene) überhaupt eine Chance haben Eiskunstlaufen zu erlernen, ohne dabei sprichwörtlich draufzugehen, stehen sie mit Trainerteam 6 mal die Woche auf dem Eis.

Es tut sich auch immer mehr die Frage auf, was tun mit guten Einzelläufern, die aus welchen Gründen auch immer es nicht ganz zur Spitze schaffen, aber diesen Sport einfach gern machen....die Kreativität, die Möglichkeiten beschränken sich beim Eiskunstlaufen und Eistanzen ja nicht auf Wettbewerbe. Was könnte man sonst noch gestalten?

Beim Eistanzworkshop in Krefeld machten wir als Aufwärmen auf dem Eis was zu Sambamusik....Schrittelemente mit Bewegungen.

Synchronlaufen (Mixed, Adult) auch eine Möglichkeit...Solotanz im Eistanz (der Männermangel ist gerade beim Eistanzen ein Dauerthema). Im Rollkunstlauf ist es übrigens so das die Rolltänzer beides machen (Solo und Paar). Paarlaufen lasse ich jetzt mal außen vor, diese Disziplin ist so anspruchsvoll, das es eh imemr nur ganz wenige bis zu Olympia schaffen. Aus 2 Einzelläufern wird nicht imemr ein Paarlaufpaar...ist einfach immens schwierig insgesamt. Gerade fürs Paarlaufen sollte es nur ein Leistungszentrum für alle Sportler geben mit einem hauptamtlichen Trainer mit Assistenten und Trainingsgruppen, anders geht das nicht. Generell sollte man sich als Konzept überlegen, Eiskunstlauf und -tanz eher auf Basis einer Schule und weniger auf Vereinsstruktur zu unterrichten und zu vermitteln. Die großen Zentren in St. Petersburg, Moskau, Tokio, Detroit, Montreal und Toronto machen das ja im Grunde so.

In Frankreich habe ich noch Eisballet als Wettkampfteil gesehen.

Von Freestyle und Contemporary Ice Skating hattens wir ja schon.

Peter Naber
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Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Peter Naber » Mi 9. Jan 2019, 17:39

Karl-Heinz Krebs hat geschrieben:
Mi 9. Jan 2019, 17:27

Zumindest Jonathan wurde ausgelost und soll morgen um 12.47:20 Uhr starten.
Hallo Karl-Heinz,

warum ausgelost? Heist das, er war nur "Ersatz" oder ...?

Karl-Heinz Krebs
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Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Karl-Heinz Krebs » Mi 9. Jan 2019, 18:02

Peter Naber hat geschrieben:
Mi 9. Jan 2019, 17:39
Karl-Heinz Krebs hat geschrieben:
Mi 9. Jan 2019, 17:27

Zumindest Jonathan wurde ausgelost und soll morgen um 12.47:20 Uhr starten.
Hallo Karl-Heinz,

warum ausgelost? Heist das, er war nur "Ersatz" oder ...?
War vielleicht unglücklich ausgedrückt. Die Reihenfolge im Kurzprogramm wird ja ausgelost und er bekam die Startnummer 18. Meist sind die Läufer bei der Auslosung dabei, dann ist Hess auch vor Ort. Manchmal übernimmt aber auch der Computer die Auslosung. Dann muss der Läufer nicht zwingend dabei sein. In dieser Saison gab es das leider schon einige Male, dass Läufer ausgelost wurden und gar nicht vor Ort waren. Ist immer besonders ärgerlich, wenn man sich auf jemanden besonders freut.

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Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Katrin » Mi 9. Jan 2019, 18:13

@tarancalime: Warum werden Erwachsene von vornherein immer nur festgelegt auf Eistanz, ich finde nichts spannender als Sprünge zu ertüfteln.

@gasti : "Kunstläufer" kriegt jeder hier im Forum ab einer bestimmten Anzahl von Beiträgen verpasst.

Was Jonathan betrifft, so sind seine Sprungprobleme zu Beginn dieser Saison eindeutig, aber für mich unerklärlich nach dem, was er letzte Saison gezeigt hat.
In diesem Interview nach der JuniorenWM im März 2018, wo er 10ter wurde, sagt er, er habe seine Sprünge mit Hilfe eines off- ice = Trocken- Trainers stabilisiert. Und ich war damals auch begeistert von seinen Sprüngen.
Was hat er danach geändert, was ist nach der Junioren WM passiert ?
Was ich nun das erste Mal laut sage hier, egal welchem grossen Namen ich da vielleicht auf die Zehen trete: Ich finde da hätte ein Trainer sofort und knallhart den Riegel vorschieben müssen, wie Johnathan mit diesen herumgerissenen Sprüngen angefangen hat. Das tat ja weh zusehen zu müssen, immer derselbe Fehler, dieses "mit Kraft-Herumreissen-Wollen".
Leider kann ich morgen wahrscheinlich nicht zusehen, was er macht, bin selbst auf dem Eis.

Gasti

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Gasti » Mi 9. Jan 2019, 21:34

Karl-Heinz Krebs hat geschrieben:
Mi 9. Jan 2019, 18:02
Peter Naber hat geschrieben:
Mi 9. Jan 2019, 17:39
Karl-Heinz Krebs hat geschrieben:
Mi 9. Jan 2019, 17:27

Zumindest Jonathan wurde ausgelost und soll morgen um 12.47:20 Uhr starten.
Hallo Karl-Heinz,

warum ausgelost? Heist das, er war nur "Ersatz" oder ...?
War vielleicht unglücklich ausgedrückt. Die Reihenfolge im Kurzprogramm wird ja ausgelost und er bekam die Startnummer 18. Meist sind die Läufer bei der Auslosung dabei, dann ist Hess auch vor Ort. Manchmal übernimmt aber auch der Computer die Auslosung. Dann muss der Läufer nicht zwingend dabei sein. In dieser Saison gab es das leider schon einige Male, dass Läufer ausgelost wurden und gar nicht vor Ort waren. Ist immer besonders ärgerlich, wenn man sich auf jemanden besonders freut.
In dieser Liste ist er aber nicht mehr dabei ->Entries

Karl-Heinz Krebs
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Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Karl-Heinz Krebs » Mi 9. Jan 2019, 21:56

Gasti hat geschrieben:
Mi 9. Jan 2019, 21:34

In dieser Liste ist er aber nicht mehr dabei ->Entries
Hier schon

http://mentor.vidata.pl/results/SEG007.HTM

http://mentor.vidata.pl/results/mtc2019 ... hedule.pdf

Belpra

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Belpra » Mi 9. Jan 2019, 23:52

Katrin hat geschrieben:
Mi 2. Jan 2019, 11:42
@Karl Heinz: Stimmt.
Man kriegt kaum was mit von den deutschen Läufern: Wo war Jonathan Hess ? Mein Favorit im Juniorenbereich - hatte ja einen thread angelegt für ihn. Leider mit Problemen bei Sprüngen anfangs dieser Saison.
Weder bei den Junioren noch bei den Senioren war er bei der DM im Dezember 2018 dabei. Verletzt ? Es ist ein Mangel an Nachrichten, die uns zum Schweigen bringt.
Jonathan trainiert seit Sommer in Mannheim bei Stefan Lindemann (s. Interview in Pirouette $/18 ). Probleme bei Sprüngen sind offensichtlich. Ob es vielleicht mit der Umstellung, die der Trainerwechsel immer mit sich bring, zu tun hat ? Zur Zeit wie man hört ist er verletzt. Schade !!!!!

Gast

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Gast » Do 10. Jan 2019, 09:58

Katrin hat geschrieben:
Mi 9. Jan 2019, 18:13
Was hat er danach geändert, was ist nach der Junioren WM passiert ?
Was ich nun das erste Mal laut sage hier, egal welchem grossen Namen ich da vielleicht auf die Zehen trete: Ich finde da hätte ein Trainer sofort und knallhart den Riegel vorschieben müssen, wie Johnathan mit diesen herumgerissenen Sprüngen angefangen hat. Das tat ja weh zusehen zu müssen, immer derselbe Fehler, dieses "mit Kraft-Herumreissen-Wollen".
Leider kann ich morgen wahrscheinlich nicht zusehen, was er macht, bin selbst auf dem Eis.
Das Thema "Qualifikation der Trainer in Deutschland" wurde hier im Blog bereits mehrfach angesprochen.

Man glaubt doch nicht ernsthaft, dass nur die Trainer, die auf Jonathans ISU- Biografie Seite aufgeführt sind, zu 100% für seine Erfolge verantwortlich sind.

HESS sind eine große Eiskunstlauffamilie. Ich habe mindestens vier Kinder in meiner Datenbank mit den Wettbewerbergebnissen mit dabei
HESS, Tatjana - nicht mehr aktiv, Letzter Wettbewerb Deutschlandpokal im Eiskunstlaufen 2016 - Juniuren
HESS, Jonathan - aktiv Perspektivkader der DEU
HESS, Carolin - aktiv NK2-Kader der DEU
HESS, Lennart - ?? Letzter Wettbewerb Baden-Württ Nachwuchsmeisterschaften 2015 - Kunstläufer

Die Familie sind "Profi" in Sachen Eiskunstlauf. Die kennen jeden, der in dieser Branche was zu sagen hat und von dem was rauszuholen ist (im positiven Sinne). Auch außerhalb Deutschland. :thumbup:

Ohne "Fremdgehen" geht gar nicht. Man muss bereits als Nachwuchsläufer in den Ferien ins Ausland reisen, da z.B. die wenigen aktiven Choreografen für Monate im voraus ausgebucht sind. :1embarassed:

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