Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Katrin
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Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Katrin » Mi 9. Jan 2019, 18:13

@tarancalime: Warum werden Erwachsene von vornherein immer nur festgelegt auf Eistanz, ich finde nichts spannender als Sprünge zu ertüfteln.

@gasti : "Kunstläufer" kriegt jeder hier im Forum ab einer bestimmten Anzahl von Beiträgen verpasst.

Was Jonathan betrifft, so sind seine Sprungprobleme zu Beginn dieser Saison eindeutig, aber für mich unerklärlich nach dem, was er letzte Saison gezeigt hat.
In diesem Interview nach der JuniorenWM im März 2018, wo er 10ter wurde, sagt er, er habe seine Sprünge mit Hilfe eines off- ice = Trocken- Trainers stabilisiert. Und ich war damals auch begeistert von seinen Sprüngen.
Was hat er danach geändert, was ist nach der Junioren WM passiert ?
Was ich nun das erste Mal laut sage hier, egal welchem grossen Namen ich da vielleicht auf die Zehen trete: Ich finde da hätte ein Trainer sofort und knallhart den Riegel vorschieben müssen, wie Johnathan mit diesen herumgerissenen Sprüngen angefangen hat. Das tat ja weh zusehen zu müssen, immer derselbe Fehler, dieses "mit Kraft-Herumreissen-Wollen".
Leider kann ich morgen wahrscheinlich nicht zusehen, was er macht, bin selbst auf dem Eis.

Gasti

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Gasti » Mi 9. Jan 2019, 21:34

Karl-Heinz Krebs hat geschrieben:
Mi 9. Jan 2019, 18:02
Peter Naber hat geschrieben:
Mi 9. Jan 2019, 17:39
Karl-Heinz Krebs hat geschrieben:
Mi 9. Jan 2019, 17:27

Zumindest Jonathan wurde ausgelost und soll morgen um 12.47:20 Uhr starten.
Hallo Karl-Heinz,

warum ausgelost? Heist das, er war nur "Ersatz" oder ...?
War vielleicht unglücklich ausgedrückt. Die Reihenfolge im Kurzprogramm wird ja ausgelost und er bekam die Startnummer 18. Meist sind die Läufer bei der Auslosung dabei, dann ist Hess auch vor Ort. Manchmal übernimmt aber auch der Computer die Auslosung. Dann muss der Läufer nicht zwingend dabei sein. In dieser Saison gab es das leider schon einige Male, dass Läufer ausgelost wurden und gar nicht vor Ort waren. Ist immer besonders ärgerlich, wenn man sich auf jemanden besonders freut.
In dieser Liste ist er aber nicht mehr dabei ->Entries

Karl-Heinz Krebs
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Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Karl-Heinz Krebs » Mi 9. Jan 2019, 21:56

Gasti hat geschrieben:
Mi 9. Jan 2019, 21:34

In dieser Liste ist er aber nicht mehr dabei ->Entries
Hier schon

http://mentor.vidata.pl/results/SEG007.HTM

http://mentor.vidata.pl/results/mtc2019 ... hedule.pdf

Belpra

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Belpra » Mi 9. Jan 2019, 23:52

Katrin hat geschrieben:
Mi 2. Jan 2019, 11:42
@Karl Heinz: Stimmt.
Man kriegt kaum was mit von den deutschen Läufern: Wo war Jonathan Hess ? Mein Favorit im Juniorenbereich - hatte ja einen thread angelegt für ihn. Leider mit Problemen bei Sprüngen anfangs dieser Saison.
Weder bei den Junioren noch bei den Senioren war er bei der DM im Dezember 2018 dabei. Verletzt ? Es ist ein Mangel an Nachrichten, die uns zum Schweigen bringt.
Jonathan trainiert seit Sommer in Mannheim bei Stefan Lindemann (s. Interview in Pirouette $/18 ). Probleme bei Sprüngen sind offensichtlich. Ob es vielleicht mit der Umstellung, die der Trainerwechsel immer mit sich bring, zu tun hat ? Zur Zeit wie man hört ist er verletzt. Schade !!!!!

Gast

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Gast » Do 10. Jan 2019, 09:58

Katrin hat geschrieben:
Mi 9. Jan 2019, 18:13
Was hat er danach geändert, was ist nach der Junioren WM passiert ?
Was ich nun das erste Mal laut sage hier, egal welchem grossen Namen ich da vielleicht auf die Zehen trete: Ich finde da hätte ein Trainer sofort und knallhart den Riegel vorschieben müssen, wie Johnathan mit diesen herumgerissenen Sprüngen angefangen hat. Das tat ja weh zusehen zu müssen, immer derselbe Fehler, dieses "mit Kraft-Herumreissen-Wollen".
Leider kann ich morgen wahrscheinlich nicht zusehen, was er macht, bin selbst auf dem Eis.
Das Thema "Qualifikation der Trainer in Deutschland" wurde hier im Blog bereits mehrfach angesprochen.

Man glaubt doch nicht ernsthaft, dass nur die Trainer, die auf Jonathans ISU- Biografie Seite aufgeführt sind, zu 100% für seine Erfolge verantwortlich sind.

HESS sind eine große Eiskunstlauffamilie. Ich habe mindestens vier Kinder in meiner Datenbank mit den Wettbewerbergebnissen mit dabei
HESS, Tatjana - nicht mehr aktiv, Letzter Wettbewerb Deutschlandpokal im Eiskunstlaufen 2016 - Juniuren
HESS, Jonathan - aktiv Perspektivkader der DEU
HESS, Carolin - aktiv NK2-Kader der DEU
HESS, Lennart - ?? Letzter Wettbewerb Baden-Württ Nachwuchsmeisterschaften 2015 - Kunstläufer

Die Familie sind "Profi" in Sachen Eiskunstlauf. Die kennen jeden, der in dieser Branche was zu sagen hat und von dem was rauszuholen ist (im positiven Sinne). Auch außerhalb Deutschland. :thumbup:

Ohne "Fremdgehen" geht gar nicht. Man muss bereits als Nachwuchsläufer in den Ferien ins Ausland reisen, da z.B. die wenigen aktiven Choreografen für Monate im voraus ausgebucht sind. :1embarassed:

Gast

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Gast » Do 10. Jan 2019, 10:09

Tarancalime hat geschrieben:
Mi 9. Jan 2019, 17:30

Ein Beitrag erwähnte, dass 1 bis 2 mal Training pro Woche für Breitensport im Eiskunstlauf ausreiche....dem ist nicht so. Das Schwierige ist beim Eiskunstlaufen wirklich, das der Aufwand fürs Training fast genauso hoch ist wie für einen Leistungssportler....

Warum ist das so? Weil es eine anspruchsvolle Sportart ist. Will man unnötige Verletzungen und Frust vermeiden (gerade beim Erlernen) benötigt man mindestens 3 bis 4 mal Trainingseinheiten pro Woche, am besten wär 5 mal.......und dazu noch am besten ein gutes Fitnessstudio (wer's mag, ich nicht), Yoga oder Pilates zusätzlich.
Hallo Tarancalime,
du hast längst die Grenze zwischen Hobby(Breitensport) und Leistungssport überschritten.

3 bis 4 mal Trainingseinheiten pro Woche, davon können viele Sportler, die bereit sind an Vereinsmeisterschaften teilzunehmen, nur träumen, geschweige die Kinder in Hobby-Gruppen.

Auch für manche (Landes)Kaderläüfer sind so viele Trainingseinheiten pro Woche ein Luxus.

4-6 mal pro Woche trainieren zu können, ist die Privileg von einem kleinen Kreis der Bundeskader- und der ausgewählten Landeskaderläufer.

Gasti

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Gasti » Do 10. Jan 2019, 10:16

Karl-Heinz Krebs hat geschrieben:
Mi 9. Jan 2019, 17:27
Gasti hat geschrieben:
Mi 9. Jan 2019, 16:13
Hallo zusammen,
die Geschwister Hess - Carolin (NK2) und Jonathan (PK) und Lea SCHWAMBERGER (NK2) waren beim Mentor Cup 2019 gemeldet.
Jetzt sind die nicht mehr auf der Liste -> Entries bzw. Mentor Torun Cup 2019 - Entries / Results
Zumindest Jonathan wurde ausgelost und soll morgen um 12.47:20 Uhr starten.
Da klappt es bei den Organisatoren noch nicht ganz mit der internen Kommunikation :D

Registrierungsliste

Mentor Cup 2019 Junior Men Entries
Pl Name Nation
1 Yauhenii PUZANOV BLR
2 Mikalai KAZLOU BLR
3 ANTONIN HERREBOUDT FRA
4 XAN ROLS FRA
5 LANDRY LEMAY FRA
6 VINCENT MIMAULT FRA
7 Edward APPLEBY GBR
8 Nikita STAROSTIN GER
9 Michael SAVITSKIY GER
10 Wisniewski PIOTR POL
11 Witkowski MILOSZ POL
12 Witkowski KORNEL POL
13 Khlopkov EGOR POL
14 Fang-Yi LIN TPE
15 ÖZKAN ALP EREN TUR
16 SAYICI ÖMER EFE TUR
17 Andriy KOKURA UKR
18 Kyrylo MARSAK UKR
19 Kyrylo LISHENKO UKR

Mentor Torun Cup 2019 - Entries / Results
1 Mikalai KAZLOU BLR
2 Yauhenii PUZANOV BLR
3 Fang-Yi LIN TPE
4 Antonin HERREBOUDT FRA
5 Landry LE MAY FRA
6 Vincent MIMAULT FRA
7 Xan ROLS FRA
8 Jonathan HESS GER
9 Michael SAVITSKIY GER
10 Nikita STAROSTIN GER
11 Edward APPLEBY GBR
12 Egor KHLOPKOV POL
13 Piotr WISNIEWSKI POL
14 Kornel WITKOWSKI POL
15 Milosz WITKOWSKI POL
16 Ozkan ALP EREN TUR
17 Sayici OMER EFE TUR
18 Andriy KOKURA UKR
19 Kyrylo LISHENKO UKR
20 Kyrylo MARSAK UKR

Es bleibt spannend, fast wie bei einem Krimi :1grin:

Karl-Heinz Krebs
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Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Karl-Heinz Krebs » Do 10. Jan 2019, 11:02

Heute morgen sollte Noelle STREULI mit der Startnummer acht auf das Eis, war aber auch nicht da. Zur Auslosung heißt es in der Ausschreibung

The draws for the starting order of all Segments are made publicly by the Referee. The Referee should ask theOrganizing Committee to check the correct spelling of the names of the Competitors and Officials.Starting numbers shall be drawn by each Competitor, if present, by official representatives of their ISU Memberor by members of the Organizing Committee.The official announcement of the entries and of the panels of Officials is made by the Referee of each competitionat the time of the first starting order draw of that competition.

Die Läufer müssen also nicht selbst anwesend sein.

Gasti

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Gasti » Do 10. Jan 2019, 13:03

Karl-Heinz Krebs hat geschrieben:
Do 10. Jan 2019, 11:02
Heute morgen sollte Noelle STREULI mit der Startnummer acht auf das Eis, war aber auch nicht da. Zur Auslosung heißt es in der Ausschreibung

The draws for the starting order of all Segments are made publicly by the Referee. The Referee should ask theOrganizing Committee to check the correct spelling of the names of the Competitors and Officials.Starting numbers shall be drawn by each Competitor, if present, by official representatives of their ISU Memberor by members of the Organizing Committee.The official announcement of the entries and of the panels of Officials is made by the Referee of each competitionat the time of the first starting order draw of that competition.

Die Läufer müssen also nicht selbst anwesend sein.
Die Geschwister HESS treten immer zusammen auf - Kostenoptimierung.
Die Schwester war gestern nicht da.
Der Bruder....
Karl-Heinz hast du was anderes erwartet?

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Tarancalime
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Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Tarancalime » Do 10. Jan 2019, 13:15

Gast hat geschrieben:
Do 10. Jan 2019, 10:09
Tarancalime hat geschrieben:
Mi 9. Jan 2019, 17:30

Ein Beitrag erwähnte, dass 1 bis 2 mal Training pro Woche für Breitensport im Eiskunstlauf ausreiche....dem ist nicht so. Das Schwierige ist beim Eiskunstlaufen wirklich, das der Aufwand fürs Training fast genauso hoch ist wie für einen Leistungssportler....

Warum ist das so? Weil es eine anspruchsvolle Sportart ist. Will man unnötige Verletzungen und Frust vermeiden (gerade beim Erlernen) benötigt man mindestens 3 bis 4 mal Trainingseinheiten pro Woche, am besten wär 5 mal.......und dazu noch am besten ein gutes Fitnessstudio (wer's mag, ich nicht), Yoga oder Pilates zusätzlich.
Hallo Tarancalime,
du hast längst die Grenze zwischen Hobby(Breitensport) und Leistungssport überschritten.

3 bis 4 mal Trainingseinheiten pro Woche, davon können viele Sportler, die bereit sind an Vereinsmeisterschaften teilzunehmen, nur träumen, geschweige die Kinder in Hobby-Gruppen.

Auch für manche (Landes)Kaderläüfer sind so viele Trainingseinheiten pro Woche ein Luxus.

4-6 mal pro Woche trainieren zu können, ist die Privileg von einem kleinen Kreis der Bundeskader- und der ausgewählten Landeskaderläufer.
Absolut zutreffend...das ist eben die Crux beim Eiskunstlaufen im Allgemeinen...der Aufwand alleine ist immens hoch im Vergleich zu den zur Verfügung gestellten Eiszeiten........die den Eiskunstläufern gerade vom Eishockey auch noch streitig gemacht werden. Wie kann das gelöst werden?

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