Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Sinclair
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Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Sinclair » Fr 7. Jun 2019, 11:05

Man sollte sich von Seiten der DEU überlegen gegen Ihre formulierte Anschuldigung, "Veruntreuung von öffentlichen Mitteln" und der Bezichtigung eines Verbrechen, rechtlich vorzugehen. Zudem sollten Sie es endlich mal unterlassen hier ständig über Sportler zu urteilen, zu lästern und zu richten. Nur weil Ihr Kind es nicht geschafft hat! Alles was man von Ihnen hier lesen kann ist begleitet von fehlendem Respekt und äußerst ausgeprägtem Neid und Missgunst. Freie Meinung ja, aber dann machen Sie das auch namentlich und zeigen Sie Ihr Gesicht wenn Sie dazu nicht zu feige sind!
Gasti hat geschrieben:
Fr 10. Mai 2019, 13:27
Ich habe bei DEU nachgefragt, wie der Bundeskader zusammengestellt wurde.

Hier ist die Antwort von Frau Schindler

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Sehr geehrte YYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYY,


es ist schön dass es noch einige Fans gibt die sich für die Entwicklung und den Stand der deutschen Sportler in unserer Sportart interessieren.

Sicher können wir mit den Ergebnissen in dieser Saison nicht zufrieden sein, was aber nicht heißt, dass wir keine förderungswürdigen Sportler haben.


Wie Sie schreiben wurden die Bundeskader dieses Jahr erstmalig unter den neuen Kriterien berufen.

Diese beinhalten eben nicht nur die Erfüllung der Punkte, sondern es werden mehrere Kriterien zur Beurteilung herangezogen.

Diese finden Sie hier:
https://www.eislauf-union.de/files/users/cpfeifer/BuKaKonzeptdreiSäulen2018-2019.pdf?jsn_mobilize_preview=1

Genau die von Ihnen rot markierten Sportler wurden von uns in einer 6 stündigen Sitzung in allen Bereichen beleuchtet und danach haben wir die Kaderzugehörigkeit festgelegt.

So gibt es einige Sportler die aus Verletzungs-oder Krankheitsgründen an gar keinen oder sehr wenigen Wettkämpfen teilgenommen haben und die Punktenormen deshalb nicht erfüllt haben. Da es aber zukünftig darum geht die Sportler ganzheitlich mit ihrem Potential zu betrachten. Deshalb werden immer Sportler die auf formalen Blick einige Kriterien nicht erfüllt haben trotzdem im Kader geführt.


Ich hoffe ich konnte Ihnen etwas behilflich sein.


Mit freundlichen Grüßen

Ilona Schindler

Bundestrainer Nachwuchs


DEUTSCHE EISLAUF-UNION e.V.
Menzingerstr. 68
80992 München

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Leila hat hier erklärt - "EK ist Ersatzkader (bei Verletzungen, Dastich wäre so ein Fall)"

Warum ist Dastich dann im PK Kader und nicht im EK, wenn überhaupt im Bundeskader??

Waren Weinzierl(24), Dimitrescu(20) und Fentz(23) dieses Jahr verletzt? NEIN.

Was plant DEU mit diesen Läufern?

Sollen diese Läufer im nächsten Jahr wieder in PK aufgenommen werden.
"Ziel des Perspektivkaders ist es, innerhalb von 8 Jahren die OK-Norm zu erreichen" (Zitat DEU)

Werden sie dieses Ziel erreichen???? NEIN


Was sagt ihr dazu?

Ich habe bereits meine Meinung geäußert.

Das, was DEU da betreibt, ist ein Verbrechen und eine Veruntreuung der öffentlichen Mitteln.

Dazu noch die Verarschung der Sportler, die die ganze Saison hart trainiert haben und an vielen Turnieren teilgenommen haben, mit dem Ziel - Bundeskader.

Sich krank zu schreiben wäre anscheinend einfacher gewesen.

Ich werde bei DOSB auch mal fragen, wie die das ganze sehen.

Peter Naber
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Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Peter Naber » Sa 8. Jun 2019, 12:01

Hallo "Sinclair" und alle anderen,

ich möchte (muss) mich hier mal dazu äußern. Ich habe dieses Thema angeschoben und es ist mir zu wichtig, als dass ich hier zusehen möchte wie zwei oder mehr sich in einem Kleinkrieg verlieren.

Beleidigungen gehören hier nicht her, ich glaube das hat auch Karl-Heinz schon öfters klargestellt.
Sich hier mit dem richtigen Namen zu zeigen finde ich gut, das betrifft dann aber auch Sie.
Ich habe am Anfang, als ich hier Mitglied wurde auch selbst überlegt. Mit seinem richtigen Namen geht man nun schon ein gewisses Risiko ein. Aber ich finde es trotzdem besser auf Menschen offen zuzugehen. Und was ich hier sage können alle wissen: :arrow: Weil es um die Sache gehen soll. Und die ist Eiskunstlauf. In Deutschland. Und um diese Sache ist es nicht gut bestellt.

Ich finde die Art und Weise wie "Gasti" das hier rüberbringt auch in einigen Punkten grenzwertig, aber an der grundsätzlichen Kritik ist nicht alles falsch. Aber alles und jeden in Grund und Boden zu stampfen ist nicht konstruktiv sondern beendet Debatten. Was wir hier aber brauchen sind lebendige Debatten, welche der Sache dienlich in die Öffentlichkeit hinein geführt werden.

Dazu lade ich alle ein ;) :)

Grüße an alle, Peter

Edda 77

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Edda 77 » Mi 12. Jun 2019, 14:26

@Sinclair, @Peter Naber - Ich sehe das anders:

Die Anmerkung von @Gasti war im Zeitpunkt von Sinclairs Beschwerde auch schon einige Tage alt und wenn es die DEU gestört hätte, hätte sie doch auch unverzüglich mit einer Gegendarstellung im Forum reagieren und Gasti anbieten können, ihm noch einmal die Entscheidung persönlich zu erläutern. Dafür hätte er auch nur dem Verband dann offline die persönlichen Daten offenbaren und hier keine Namensenthüllung im Forum betreiben müssen. Hiervon hat die DEU selbst keinen Gebrauch gemacht, was ihr bei "rechtlichen Schritten" sicher auch angelastet würde.

Auch kann sich ein Leistungssportler, der einen Sport mit Publikum ausübt und Aufnahme in einen öffentlich geförderten Kader begehrt, wohl kaum über öffentliche Bewertungen von Zuschauern und Fans in Sozialen Medien beschweren. Das gehört zum Beruf eines Leistungssportlers in einer Publikumssportart im digitalen Zeitalter dazu. Dass eine Fanbewertung in einem Internet-Forum subjektiv ist und fachlich nicht fundiert, ist auch nachvollziehbar. Gasti tritt anonym auf und gibt sich nicht als Experte aus. Daher kann sich auch kein Sportler ernsthaft verletzt fühlen. Auch bringt Gasti Argumente für Sportlerbewertungen, Mitkommentatoren widerlegten ihn mit Gegenargumenten. Eine begründete abweichende Meinung im Rahmen einer Debatte ist von der Meinungsfreiheit gedeckt.

Auch stellt der Kommentar von @Gasti bezüglich des angeblichen Verbrechens, in meinen Augen nur eine straffreie Satire dar. Denn selbst mir als verbandsferner und nicht aktiver Leserin, die noch nie einer Kaderauswahl beigewohnt hat, war mit der Formulierung, in der Gasti diese Unterstellung vorbrachte, von vornherein erkennbar, dass diese Aussage über die DEU nicht zutreffen kann. Denn da vom DOSB keine Zahlungen für eine bestimmte Einstufung von Sportlern in einen bestimmten Kader an die DEU fließen, kann solches Geld doch gar nicht privat abgezweigt werden. Es mangelt mir die innere Logik, um deren Wahrheitsgehalt zu vermuten.

Daher halte ich die Aussagen von Gasti nicht für grenzwertig. Gasti schlägt keine Tür zu einer Debatte zu. Er vertritt in meinen Auge nur eine andere, abweichende Meinung.

Peter Naber
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Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Peter Naber » Do 13. Jun 2019, 00:25

Eine Frage in die Runde:

Weiß jemand, warun Antinia Meyer (Dortmund) nicht mehr läuft und warum sie aufgehört hat.
Sie hatte so gute Leistungen gezeigt, dass es wirklich unklar ist:



Peter

Edda 77

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Edda 77 » Do 13. Jun 2019, 03:20

Bis zum April 19 war sie noch im Bundeskader Eiskunstlauf für den ERC Dortmund.
https://www.eislauf-union.de/files/user ... page-2.pdf

Im November 18 scheint sie sich bereits in einer U15-Trainingsgruppe im Ruder-Leistungssport angeschlossen zu haben und hat nach dem Ausstieg aus dem Bundeskader beim Eiskunstlauf offenbar ganz in den Ruder-Leistungssport gewechselt und ist dort erneut in der Erfolgsspur.

Quelle: Ruderclub Germania Düsseldorf
https://www.rcgermania.de/nc/aktuelles/ ... ndoor-cup/

Peter Naber
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Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Peter Naber » Do 13. Jun 2019, 09:12

Habt Ihr noch nähere Informationen zu diesem Wechsel?
Es soll da mal auch ein Statement von Seiten des Vaters gegeben haben?

Leila

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Leila » Do 13. Jun 2019, 14:25

Das sind sehr interessante Infos über Antonia Meyer. Offenbar hatte sie ja Talent fürs Eiskunstlaufen und hat dennoch die Sportart gewechselt. Vielleicht eine weise Entscheidung. Ich wünsche ihr viel Glück. Möglicherweise geht sie ja einen ähnlich erfolgreichen Weg, wie Ex-Schwimmer Oliver Zeidler, der drei Jahre nach seinem Wechsel zum Rudern Europameister geworden ist. Vielleicht läuft im Ruderverband vieles besser, als in der DEU und wenn man den richtigen Biss und die richtige Einstellung zum Leistungssport hat, dann wir man da auch gefördert.Alles Gute, Antonia!

Edda 77

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Edda 77 » Do 13. Jun 2019, 20:23

Interessant für Euch, Katrin und Peter Naber, und andere Eislauf-Eltern, ist bestimmt auch die Dissertation von Sibylle Schmidtke aus dem Jahr 2007 über den Eiskunstlauf und Bildung in Deutschland. Die Arbeit ist auch recht verständlich geschrieben.

Es werden darin verschiedene Aspekte des Eiskunstlaufs in Deutschland beleuchtet, auch Vor- und Nachteile des Sports auf den einzelnen Läufer, etwa dessen Persönlichkeit und Charakter, Präsentationsfähigkeiten und besonderen Schwierigkeiten bei der Ablösung in der Pubertät, über das Karriereende von Läufern, die Ursache von Essstörungen bei vielen Läuferinnen. Aus der Lektüre dieser Arbeit erhält man auch einen Eindruck, warum Läufer in der Pubertät wohl oft auch von selbst von dem Sport abrücken, um erwachsen zu werden.

Unter dem Link könnt Ihr kostenfrei das vollständige Pdf vom Server der Technischen Uni München (TUM)abrufen.
https://mediatum.ub.tum.de/doc/646471/646471.pdf

Edda 77

Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Edda 77 » Fr 14. Jun 2019, 14:11

Leila hat geschrieben:
Do 13. Jun 2019, 14:25
Vielleicht läuft im Ruderverband vieles besser, als in der DEU und wenn man den richtigen Biss und die richtige Einstellung zum Leistungssport hat, dann wir man da auch gefördert.Alles Gute, Antonia!
Das glaube ich nicht. Sie ist mit der gleichen Einstellung und Biss zuvor doch von der DEU gefördert wurden und war wie gesagt auch im Bundeskader der DEU.

Auch erhält der Ruderverband seine Gelder genauso wie die DEU vom DOSB nach einheitlichen Kriterien. Die Höhe der Gelder bemisst der DOSB für beide Verbände gleichermaßen nach Platzierungen und Erfolgen und Prognosen auf solche, die der jeweilige Verband aufweisen kann. Und deswegen haben kleinere Verbände wie die DEU mit diesem System von vorherein schlechtere Voraussetzungen, da diesem weniger an Geld, aber in der nächsten Finanzierungsrunde wieder gleiche Platzierungen aufweisen sollten, wie ein größerer Ruderverband, um ebenfalls mehr Geld zu erhalten.

Kleine Verbände wie die DEU sind daher gezwungen, ihre knapperen Mittel noch fokussierter einzusetzen als ein besser ausgestatteter Ruderverband. D. h. sich mehr als andere Verbände ausschließlich auf die Förderung der talentiertesten und erfolgsmotivierten Sportler zu fokussieren, mit denen bestmögliche Platzierungen bei internationalen Wettkämpfen zu erreichen sind oder voraussichtlich zu erreichen sein werden. Hiermit könnten sich auch Leute wie Gasti wohl einfacher die Frage beantworten, warum andere Sportler statt des eigenen Kindes in den Kader aufgenommen wurden oder solche Kinder im Kader sind, die die Norm gar nicht mehr erfüllen. Die DEU sollte nicht so tun, als gäbe es solche Fragen gar nicht.

Eine Lösung wäre, wenn ein mit öffentlichen Geldern geförderter Verband DEU auch für die Öffentlichkeit einsehbare Jahresberichte auf seiner Webseite einstellen würde, in denen die Einnahmeseite und die Ausgabenseite des Verbandes von der Verbandsspitze erläutert wird, ebenso wie die Verbands- und Förderstrategie. Bezogen auf diese Strategie sollten auch die Kaderentscheidungen - Aufnahme und Ausschluss - darin für alle nachlesbar begründet sein. Man würde als Verband Eltern, Sportlern bis hin zu Medien damit zeigen, nach welchen Kriterien diese Entscheidungen getroffen werden und dass die Aufnahme kein Selbstläufer ist und der Ausschluss aber auch eine sachlich begründete sportliche Entscheidung und kein skandalöser Weltuntergang des Sportlers ist.

Peter Naber
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Re: Eiskunstlauf in Deutschland - Perspektiven?

Beitrag von Peter Naber » Sa 15. Jun 2019, 00:08

Ich weiß was 8-) , nein, mal im Ernst.

Wenn ihr wissen wollt, warum Antonia gewechselt hat, dann meldet Euch bei dieser Seite an:

https://www.facebook.com/groups/1557576814460901/

Dort schreibt Antonias Vater über die Gründe. Es ist erschreckend :x weil mir vieles so bekannt vorkommt.

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