Ehemalige Profiläufer

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Jenni
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Re: Ehemalige Profiläufer - Nobunari Oda

Beitrag von Jenni » Sa 6. Okt 2018, 15:49

Katrin hat geschrieben:
Sa 6. Okt 2018, 10:37
Nobu ist immer noch in Hochform , er landete zwei 3 A und einen 4 T bei der Japan Open 2018, zweiter Platz hinter Shoma (ups, was hat denn Nathan gemacht ?), hier das Ergebnis des Männer FS.
Nobu war klasse, was für ein Spaßprogramm! Sieht so aus als könnte er easy wieder als aktiver Läufer dabei sein! 🤩

(Nur um das kurz auszuführen: Nathan hatte ein Disaster. Nichts hat geklappt, es hat schon damit angefangen, dass der 4Loop aufgerissen war, die restlichen Vierfachen waren fast alle gestürzt. Auf der haben Seite stand für Nathan am Ende nur noch 3Lz3T, 3A und ein 4T auf der "Haben" Seite.
Im Einlaufen ist ihm der 4Loop noch gelungen.)

Das Highlight von Japan Open war auf jeden Fall Nobunari Oda!

Katrin
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Re: Ehemalige Profiläufer

Beitrag von Katrin » So 7. Okt 2018, 20:24

Das stimmt Jenni ! Nobunari's YMCA der JOpen 2018 ist ein Kracher !

Katrin
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Ehemalige Profiläufer

Beitrag von Katrin » Mo 31. Dez 2018, 16:02

"Ashley Wagner on the Road to Recovery": Nachdem sie die US-Qualifikation für Pjöngchang nicht geschafft hatte, war da ein Loch, eine Leere für sie, aus der sie sich immer noch rauskämpft.
Die 27 Jährige strebt eine Karriere als Kommentatorin oder als Mitwirkende im Bereich Sportübertragungen an. Eingeschrieben ist sie für die US Nationals 2019, aber sie wird fast sicher nur als Zuschauer dorthin fahren.
Sie macht bei shows mit und ist Trainerin (auf beratender Basis) in Boston.

Der Artikel schliesst:
"Ich kann endlich Freunde auf einen Drink treffen abends an einem Wochentag, das bringt so viel Spass. Ich werde einem Kletter-Club beitreten, das konnte ich vorher nicht, da es als Energieverschwendung angesehen wurde, ich fühle dass mein Leben sich ausweitet."

Ashley wurde 1991 in Heidelberg geboren, ihr Vater war zu der Zeit in Deutschland stationiert. Im Alter von 5 Jahren, nun in Alaska, begann sie mit dem Eiskunstlaufen. Als sie im Fernsehen Tara Lipinski's Olympiasieg mitverfolgte 1998 wollte sie auch an den Olymischen Spielen teilnehmen ( aus dem deutschen wiki - Beitrag zu Ashley Wagner ).


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Nikolai Kolomenkin - Panin

Beitrag von Katrin » Di 26. Mär 2019, 12:07

Die Geschichte dieses Eiskunstlauf- Pioniers hat mich gefesselt.

Nikola Kolomenkin - Panin war Olympiasieger 1908 London in den Spezialfiguren. Steht auch so in Wiki, man könnte das alles schön in wikipedia in deutsch lesen, aber dieser russische Artikel lohnt sich.

Die Episode mit Ulrich Salchow im Einzelwettbewerb der Londoner Spiele: Salchow soll laut dazwischengerufen haben, als Kolomenkin gerade lief. Kolomenkin trat daraufhin aus Protest nicht mehr an für den zweiten Teil dieses Einzels.

Kolomenko trat bei Sportwettbewerben unter dem Pseydonym Panin auf....Sport und auch die Olympischen Spiele waren damals etwas, was die Leute von der Arbeit abhielt, es wurde absolut nicht akzeptiert (...eigene Anmerkung: Das kenne ich selbst noch von meinem Vater).
Ein Foto nach den Olympischen Spielen 1908 entlarvte Kolomenkin: Um seinen Beruf als Steuerbeamter nicht zu verlieren, musste er das aktive Eiskunstlaufen aufgeben.

Er wendete sich dem Pistolenschiessen zu und wurde auch da sehr erfolgreich.

Bemerkung: Was mich absolut irritiert hat war die "im-translate" - Übersetzung des ersten Satzes des russischen Artikels:
"Vom Fick zum Meister: Der russische Offizier gewann die Olympischen Spiele von 1908. Dann war Eiskunstlauf Teil der Sommerspiele."
Tut mir leid für das nicht ganz jugendfreie zweite Wort, aber so stand es hier nunmal für Хренового . Nur: Das ist der Name des Ortes, wo Kolomenkin herstammt, Хренового heisst normalerweise nur "Meerrettich".

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Re: Ehemalige Profiläufer - Elvis Stojko

Beitrag von Katrin » Mi 8. Mai 2019, 13:46

Elvis Stojko, 46 Jahre alt, mit mexikanischer Frau und drei Rettungshunden, viele Eisshows macht er, mag es gern, mit Kindern zu arbeiten an ihrer Sprungtechnik. Seine Frau mag gottseidank die Kälte, beide leben seit 2014 wieder in der Nähe von Toronto, auch, weil Stojko gern noch schaupielert neben all dem Eislaufen.

"Die ISU hat sich mit dem neuen judging - System selbst in den Fuss geschossen" , sagt Elvis. Mit dem Ziel, das judging transparenter machen zu wollen habe man die magische Verbindung zwischen dem Läufer und dem Publikum durchschnitten. Die Programme der skater glichen sich immer mehr, die Zeit der Kür wurde verkürzt, nun sei höchstens am Anfang und am Ende der Kür ein wenig Zeit, diesen Publikumskontakt aufzubauen. Nur einige wenige skater hätten einen eigenen Stil und könnten herausstechen.

Mit dem früheren 6.0 System konnte das Publikum die judges angreifen, dieses Element der Subjektivität sei es, was diesen Sport so anziehend gemacht hätte. Das sei nun mit dem neuen System verlorengegangen.

Nur einige Schlaglichter aus diesem ausführlichen Artikel vom 4.April 2019 "Elvis Stojko: No Fan of Judging System".

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Ehemalige Profiläufer - Kurt Browning

Beitrag von Katrin » Fr 17. Mai 2019, 08:57

Kurt Browning SOI 2019 sucht Popcorn



Spoiler: Erst lesen wenn ihr das Video geschaut habt:
Klar, dass Kurt Browning den 3 A konnte, sehr gut sogar. Obwohl Kurt schon 52 Jahre alt ist, ich würde ihm auch einen 3 A noch zutrauen. Allerdings nicht in dieser Hose und nicht mit diesem Dings, das er hält, das hindert die Rotation zu arg; Yuzuru Hanyu mit Blumenstrauss in der Hand konnte den 3 A nicht stehen.

Katrin
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Re: Ehemalige Profiläufer - Katharina Witt

Beitrag von Katrin » So 9. Jun 2019, 17:11

Katharina Witt verteidigt "Rammstein".

Meine Meinung: Jedes provozierende Auftreten hat was Gutes: Weil es Diskussionen in Gang setzt.
Ich verweise nur auf die umstrittenen Aktionen von Greenpeace, diese Umweltschutzorganisation nimmt Nötigung oder Hausfriedensbruch in Kauf, strafbare Handlungen, um aufzurütteln. Hier eine der ersten Aktionen in Deutschland von 1981, eine Schornsteinbesteigung.
Im Fall von Rammstein: Darf man so mit einem der dunkelsten Teile der deutschen Geschichte umgehen ? Ist im Gegenteil das sogar zu begrüssen als Teil der Aufarbeitung, des Wieder-Ins-Bewusstsein Rufens, dass so etwas nie mehr passieren darf ?
Denke Katharina Witt hat recht, Rammstein ist alles andere als rechts

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