ISU mit überraschender Entscheidung

Das ISU-Kommunique 2332 birgt eine handfeste Überraschung, vielleicht sogar eine kleine Sensation, die sich erst auf den zweiten Blick erschließt. Gut versteckt unter Punkt fünf kündigt die ISU die Aufhebung der Kommuniques 2323 und 2324 an, ohne näher darauf einzugehen. Vor allem die 2323 hatte es in sich und wurde heiß diskutiert. Sie regelte die Basiswerte der Sprünge neu, wobei vor allem die Gleichsetzung der vierfachen Sprünge für Unverständnis gesorgt hatte. Diese Änderungen sind nun genauso vom Tisch, wie die der 2324. Hier wurde unter anderem geregelt, wann ein Sprung unterrotiert ist und wann es dann welche Abzüge geben sollte. Außerdem sollten neue Markierungen im Scoreboard eingeführt werden und vor rotierte Sprünge bestraft werden. Auch diese Regelungen werden gestrichen. Experten gehen davon aus, dass es nun bis zu den olympischen Spielen 2022 keine Änderungen mehr geben wird.


Für die beiden gestrichenen Junior-GP von Kanada und Kroatien hat die ISU jetzt einen Ersatz gefunden. Die lettische Hauptstadt Riga wird vom 14. bis zum 17. Oktober einen Wettbewerb austragen. Damit umfasst die Junior-GP-Serie jetzt sechs Wettbewerbe. Ursprünglich waren sieben geplant.


Da das Training in vielen Ländern nach wie vor nur stark eingeschränkt möglich ist, bleiben die Mindestanforderungen für die Teilnahme an den Titelkämpfen im Vergleich zum Vorjahr unverändert.



ISU-Kommunique 2332

Antworten 1

  • Es gärt unter den ISU Mitgliedern.

    Warum diese Regelungen zu den Sprüngen abschaffen ? War da wirklich SarsCoV19 der ausschlaggebende Punkt...oder doch mehr die Kritik der ISU Mitglieder von wegen "überflüssig, das hat sich doch mittlerweile auch so eingependelt, wie "q" oder "e" oder "!" in dei Benotung einfliessen " ; und die Kritik , dass 4 Lo, 4 L und 4F als quad gesprungen die gleiche Basispunktzahl haben, ruft berechtigtes Kopfschütteln hervor.

    Möchte hier erklären, warum ich von einer Erneuerung beim nächsten ISU Kongress ausgehe ( siehe meine Aussage in "Änderungen 22/23"):
    Die ISU will keinen "Kleinkram" mehr regeln, sie will richtig aufräumen.

    Wenn der Vorschlag "Sportliches-Künstlerisches Progamm" gut ausgearbeitet ist und tatsächlich ein Gleichgewicht verspricht, wird man sich das neue Mäntelchen anziehen. Rein aus dem Gefühl, es muss was Neues her.

    Die ganze nächste Saison wird das intern gären, die Nationen, die mit ihren quad Springern bisher vorn abräumen, die werden so lang knören, bis man ihnen tatsächlich Zugeständnisse macht, und wenns nur bei den Basisnoten der Sprünge ist.


    Aussen hui, innen...bleibt die alte ISU samt deren Strukturen und Machtverhältnissen:
    Die eine Nation wird den Richtern der konkurrierenden Nation vorwerfen, national eingefärbte Noten zu vergeben; man munkelt heute schon dass japanische Kampfrichter ihre eigenen Läufer fast unterbewerten, um sich nicht dem Vorwurf der Bevorzugung ihrer Läufer auszusetzen.

    Der ganze Quark hinter den Kulissen wird bleiben.

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