Das Eiskunstlaufblog verzichtet künftig auf Werbung

Freiwillig erfolgt die Abschaltung der Werbung im Blog nicht, sie erfolgt notgedrungen. Der EuGH hat vor wenigen Tagen entschieden, dass personalisierte Werbung nur noch verwendet werden darf, wenn der Nutzer dem ausdrücklich zustimmt. Auch die Nutzung anderer Cookies darf nur noch erfolgen, wenn die Nutzer vorher zustimmen. Es muss also erst eine Seite vorgeschaltet werden, auf der der Nutzer ankreuzt, welche Cookies er erlauben will. Erst dann dürfen diese Cookies gesetzt werden. Ausgenommen sind lediglich Cookies, die für den Betrieb unumgänglich sind. Hier sind das Cookies, die z.b. den Login-Status speichern. Sonst müsstet ihr Euch nach jeder Aktion auf der Seite neu einloggen.
Die Forderung des EuGH lässt sich im Moment technisch nur gegen viel Geld umsetzten. Zwischen 40 und 50 € monatlich kosten solche Programme, also um die 500 € im Jahr.
In diesem Jahr kostet der Betrieb des Blogs rund 400 €, im nächsten Jahr ca. 280 €. Eventuelle Preiserhöhungen nicht einberechnet. Die Kosten würden also explodieren und zwischen 750 und 900 € liegen, je nachdem, welche Lizenzgebühr gerade fällig ist.
Die Werbe-Einnahmen sind mit der Scharfschaltung der DSGVO Anfang 2018 um 70 Prozent zurückgegangen. Aktuell liegen sie bei knapp 10 € im Monat. Hier ein Screenshot von heute Mittag.



Da künftig die Nutzer entscheiden können, ob sie Werbung sehen möchten, darf davon ausgegangen werden, dass die Einnahmen gegen 0 gehen.
Es bleibt also nur die Alternative alles abzuschalten, was irgendwelchen Zustimmungen bedarf. Bis auf eine Ausnahme ist das beim Eiskunstlauf in den letzten Tagen bereits geschehen. Die Ausnahme verschwindet zum Monatswechsel.


Während die Großen, deren Datensammelwut wir diese Einschränkungen zu verdanken haben, ihre Seiten aus der Portokasse technisch aufrüsten werden und weiter an der Werbung verdienen, fällt den kleinen Bloggern die einzige Einnahmequelle weg. Der große Autobauer oder der Versandhändler werden wieder mit den klassischen Werbebannern bei Google und Co zu sehen sein, für viele Kleine bedeuten diese Entscheidungen dagegen das Aus. Eine andere Alternative wäre die Einführung einer kostenpflichtigen Mitgliedschaft und eine geschlossene Benutzergruppe. Das lehne ich aber strikt ab. Ein Eintrittsgeld für das Blog wird es nicht geben.
So ärgerlich und vor allem unverständlich die ganzen Urteile auch sind, wir lassen uns nicht unterkriegen. Frei nach Erich Honecker: "Das Eiskunstlaufblog wird so lange bleiben, wie die Bedingungen nicht geändert werden, die zu seiner Einrichtung geführt haben. Es wird in 50 und auch in 100 Jahren noch bestehen, wenn die dazu vorhandenen Gründe noch nicht beseitigt sind." Jawoll.


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