Alexandra Trusova

  • Zitat vom 1. November

    Leider lässt sich der viele Rummel in Russland nicht vermeiden :| .

    Sasha hat das schon gut im Griff wenn sie worüber nicht sprechen möchte bis ins Detail, ein Beispiel sie wird immer wieder nach einem Kurzprogramm gefragt wie viele Quad Sprünge sie in der kommenden Kür springt und sie sagt immer wieder sie sagt es nie wie viel genau sie springt. Außerdem bin ich auch überzeugt, das manchmal der genaue Detail einer Wahrheit noch viel mehr Rummel auslösen kann als umgekehrt.

    Einmal editiert, zuletzt von WildSunset209 ()

  • Natürlich steht die Teilnahme bei Olympia über allem. Eine schwere Verletzung will niemand riskieren. Wenjing Sui laborierte fast ein ganzes Jahr an ihrem Ermüdungs-bruch im Fuß. Warum sollte Trusova simulieren? Was sind das für Menschen, die so etwas unterstellen? Es kommt mir so vor, als sollte die Sympathie der ausserrussischen Welt hier auf eine andere Läuferin gelenkt werden. (Meine ganz persönliche kleine Verschwörungstheorie.) Möglich ist alles 🙄🤔😁

  • Hier mein erster Kommentar nach zwei Jahren lesen von Eiskunstlaufblog:


    Ich würde mir am Beispiel von Trusovas Verletzung etwas mehr kritische Distanz zu den Umständen wünschen, unter denen die extremen sportlichen Leistungen von Tutberidzes 13 bis 17 Jährigen Läuferinnen erkauft werden.


    Die psychischen und physischen Belastungen, die enormen Kräfte bei Absprung und Landung von Quads und der unvorstellbar krasse Leistungsdruck in einer solch hochkarätigen Trainingsgruppe führen unweigerlich zu körperlichen Folgeschäden. Trusova und ihre Kolleginnen sind ehrgeizig, talentiert und hart im Nehmen. Aber es sind auch sehr junge Frauen (Mädchen), die körperlich mehrere Jahre jünger wirken, als Vergleichs-Teenager im wahren Leben.


    Ich musste ehrlich gesagt bei einigen Quad-Stürzen von Trusova wegschauen, weil ich es kaum ertragen konnte.


    Und ich möchte daran erinnern, dass seit 2015 ca. alle 2 bis 3 Jahre die gesamte russische Frauen-Mannschaft ausgetauscht wurde. 18 jährige wurden durch neue frische 15 jährige ersetzt. Ich hoffe nicht, dass Trusova das gleiche Schicksal widerfährt.


    ich würde mir wünschen, dass diese menschliche Seite mehr Bedeutung in der Diskussion hätte, statt zu zählen, wieviele Quads die neueste 15 jährige jetzt schafft, während jemand wie Trusova offensichtlich den körperlichen Preis dafür bezahlt.

  • Markus, Du sprichst mir aus dem Herzen. Aber auch Trusova wird "aussortiert" werden, wie Zagitova, Medjedewa und viele andere. Die russischen Fans jubeln ihnen heute zu und morgen der nächsten. Hauptsache eine Russin steht oben auf dem Podest. Ein erfolgreiches Konzept wechselt man nicht. Es geht rein um die Erfolge. Für mich ist es ein Trauerspiel. Es sind die Mädchen mit dem verlorenen Lachen.

  • Die russischen Fans jubeln ihnen heute zu und morgen der nächsten. Hauptsache eine Russin steht oben auf dem Podest.

    ...Hauptsache das gesamte Podest wird von russischen Sportlerinnen besetzt. Wie war nochmal der moderne Begriff in den sozialen Medien dafür? Podium Sweap, Medal Sweap? Man verbessere mich.

    Markus Da vor Trusova schon längere Zeit nichts mehr über Stressfrakturen im Hause Sambo 70 bekannt wurde, hab ich mir eingebildet, man hätte einen Weg gefunden sie zu vermeiden. Sehe mich nun eines besseren belehrt.

    Was die Sache noch schlimmer macht. Das Gleiche passiert auch bei Plushenko und weiteren russischen Zentren. Die Junioren Quadspringerinnen kommen mittlerweile aus 3-4 Zentren.

  • Das ist echt erschreckend. Aber es ist am Ende die logische Folge vom extremen Sprungtraining. Das hält kein junger Körper aus. Die fangen mit 13 an 4- fach zu trainieren. Da ist der Körper noch nicht ausgewachsen und das Sprunggelenk wird täglich maltriert. Das Geburtsjahr bestimmt, ob ein Mädchen eine Chance hat, Olympiasiegerin zu werden. Sie darf dann max. 15 oder 16 sein. Das ist russische Eiskunstlaufrealität. Bin kein Freund von dieser Entwicklung. (harmlos ausgedrückt).

  • Mein Gefühlsleben wenn ich diese russischen Spitzenläuferinnen sehe, schwankt zwischen Mitleid und Spektakel-Sehen- Wollen (quads). Wenn das ISU Wertungssystem quads belohnt ist es klar in welche Ecke die Waage tendiert.

    Wer da nicht mitmachen will, seinen Körper schonen will, kann ja einfach nein sagen, kein Trainings-Martyrium. Aber: Nicht mitmachen heisst die Gelegenheit zu verpassen, berühmt zu werden.

    Trusova hat jetzt schon ausgesorgt für den Rest ihres Lebens.

  • Das ist wahr. Aber wir werten aus Erwachsenensicht. Es geht hier aber um Das Leben von Kindern, die ihre Höchstleistungen im Jugendalter bringen müssen und als Erwachsene "aussortiert" werden. Sie erfahren kaum Wertschätzung als Mensch. Ihr einziger Wert ist ihr Erfolg. Kein Geld macht das wieder gut, auch wenn sie auf Instagram lächeln.

  • ... Aber auch Trusova wird "aussortiert" werden, wie Zagitova, Medjedewa und viele andere. Die russischen Fans jubeln ihnen heute zu und morgen der nächsten. ...

    Ein Stück weit haben sich die jungen russischen Läuferinnen ja darauf eingestellt: Werbeverträge mit namhaften Partnern sollen die erwartete, kurze Erfolgsphase vergolden. Das funktioniert halt dummerweise nur für die erfolgreichsten der Erfolgreichen. Ach, und manch eine hat schon ihre Memoiren publiziert mit 16 Jahren 😄

  • Trusova will bei den russischen nationalen Meisterschaften vom 21.-26.12. 2021 in St. Petersburg starten, Quelle .


    Vor wenigen Tagen wurde ihr die Manschette ( ein Gips oder Bandage ?) abgenommen, die das Bein ruhigstellten, so ein Mitglied in eines anderen Forums. Sie hat schon wieder mit dem Training begonnen, wobei ich vermute, dass das Eistraining ist. Was an Gymnastik oder Krafttrainng möglich war hat sie bestimmt die gesamte Zeit, wo keine Belastung auf das rechte Bein kommen durfte, weitergeführt.

  • Trusova will bei den russischen nationalen Meisterschaften vom 21.-26.12. 2021 in St. Petersburg starten, Quelle .


    Vor wenigen Tagen wurde ihr die Manschette ( ein Gips oder Bandage ?) abgenommen, die das Bein ruhigstellten, so ein Mitglied in eines anderen Forums. Sie hat schon wieder mit dem Training begonnen, wobei ich vermute, dass das Eistraining ist. Was an Gymnastik oder Krafttrainng möglich war hat sie bestimmt die gesamte Zeit, wo keine Belastung auf das rechte Bein kommen durfte, weitergeführt.

    Einerseits gut, wenn sie wieder auf dem Eis trainieren kann, Andererseits hat sie ganz schön viel Zeit verloren im Hinblick auf eine Nominierung für Peking. Es bleibt jedenfalls spannend, welche russischen Läuferinnen dorthin geschickt werden.

  • richtig ist das die Halbwertzeit in der aktiven Hochleistungsphase im Normalfall immer geringer wird. Aber wer einmal grosse Erfolge hatte in Russland , also Sagitowa und Medwedewa vor allem , aber auch viele andere sind dort nicht weg vom Fenster.Da dieser Sport einen riesigen Stellenwert hat , kommen die locker durchs Leben , Angebote jeder Art ohne Ende. Und viele , viele arbeiten als Coaches , Choreographen usw. . In diesem Riesenland gibts massenhaft Jobs im Eiskunstlauf und drumherum.Wichtig ist nur in der kurzen aktiven Phase für genug Aufmerksamkeit zu sorgen , die sich dann versilbern lässt. Also die russischen Mädchen sind da insgesamt viel besser aufgestellt als die Sportler hierzulande.

  • Mich würde in dem Zusammenhang mal interessieren wer mehr Biografien verkauft hat?

    Alexandra Trusova oder die grob über den Daumen gepeilt, doppelt so alte Aljona S., die den weit überwiegenden Teil ihrer Erfolge für Deutschland eingefahren hat. Andere Kufenkünstler, die gemessen an den Verhältnissen hierzulande, noch viel herausgeholt haben, würden wahrscheinlich auf den Verlagskosten sitzen bleiben.

  • Es gab ein Buch, dass vor ca. vier, fünf Jahren auch hier im Blog in größerem Umfang verkauft wurde. Die Autorin hatte das Buch im Selbstverlag herausgebracht. Nach relativ kurzer Zeit hatte sie auf Nachfrage erzählt, dass die Kosten wieder eingespielt waren. Danach hat sie immer noch Bücher verkauft, so dass es einen Gewinn gegeben hat. Wie hoch der war und wie viele Bücher verkauft wurden, kann ich natürlich nicht sagen. Das Buch war ihr aber auch eine Herzensangelegenheit und sie ist zu unzähligen Lesungen kreuz und quer durch das Land gereist, um es zu vermarkten. Ohne die Pandemie wäre sie wohl immer noch unterwegs.

  • Im Nachlauf zur EM 2022 in Tallinn hier ein Auszug aus russischen Medien zu Alexandra Trusova (alles online-übersetzt) 🐕‍🦺😅:

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    Kommentar zu Alexandras Hund, den eine Journalistin während ihres Laufs in den Händen hielt:
    Fremden Menschen und großen Stadien gegenüber ist das Hündchen gelassen. Aber sie macht sich Sorgen um ihren Besitzer. Cruella quietschte vor Aufregung, als Sasha ihren ersten Sprung machte – einen dreifachen Salchow, der natürlich als vierfacher Sprung beabsichtigt war. Aber insgesamt hat Unterstützung durch Haustiere Alexandra geholfen. Hätte es Noten für das Training gegeben, wäre Sasha die Beste gewesen. Zumindest was die Technik betrifft.

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    „Jeder Start ist für mich eine unschätzbare Erfahrung, die mir in Zukunft definitiv zugutekommen wird! Danke an alle, die immer da sind!“ schrieb Trusova.

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    Betina Popova: „Trusova läuft natürlich nicht genau wie ein Roboter. Sie hat ihre eigene Energie, einige choreografische Einlagen. Aber die Integrität ihres Programms leidet sehr darunter. Und das vor dem Hintergrund anderer, überfüllter Programme ... Es ist nicht so, dass sie ihren Charakter nicht entwickelt. Auch diese Übergänge und Ligaturen sind verloren gegangen. Wenn Anna Shcherbakovas Übung sehr intensiv ist, mit einer Million Übergängen und Bewegungen, und Kamilas Übung die gleiche ist, dann ist Saschas Übung, was die Schritte zwischen den Sprüngen angeht, viel einfacher. Wenn sie eines Tages ihren Inhalt mit fünf Vieren vorträgt, schließe ich nicht aus, dass sie gewinnen wird. Denn leider gibt es heutzutage bei der Beurteilung eine solche Tendenz, dass die Komponenten an die Technik gebunden sind. Wenn man Vierfache springt, wird der Anteil erhöht" sagte Popowa im Radio Majak.

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    „Ich bin immer gut gelaunt. Ich möchte die kurzen und die freien Programme sauber durchführen. Der Ort ist für mich nicht wichtig. Beim Lutz hat es vielleicht nicht geklappt, weil der Toeloop vorn nicht aufgegangen ist. Ich hatte ein bestimmtes Tempo, und als ich stürzte, verlor er es. Ich fühle mich gut. Mich stört nichts. Mir geht es jeden Tag besser, ich werde fit und erhole mich von der Verletzung. Ich kämpfe nicht mit irgendjemandem, ich kämpfe mit mir selbst. Wie auch immer, ich werde zum Zeitpunkt des Wettkampfs das Maximum herausholen", sagte Trusova gegenüber Reportern.

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    Ein Andrey Vernov: „Wer noch Fragen offenlässt, ist Alexandra Trusova. Ein weiteres großes Turnier – ein weiterer Misserfolg. Bronze kommt für den rothaarigen Vierbeiner einer Niederlage gleich. Ihr Maximalismus kennt keine Grenzen, also sollten wir die Dinge beim Namen nennen. Leider könnte Trusova das Team im Stich lassen. Sie hat nicht den gleichen inneren Kern wie Shcherbakova. … Aber die Zeit vergeht und nichts ändert sich. Trusova kann ihr Potenzial in keiner Weise ausschöpfen.“

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    Maria Butyrskaya zu Trusova: „Ich glaube zum Beispiel nicht, dass Sasha Trusova ihre Karriere so schnell beenden wird, selbst wenn sie olympisches Gold gewinnt. Es scheint mir, dass sie einen direkten Durst hat, ihre Ziele weiter zu erreichen. Und der Axel und der Rittberger und fünf Quads und noch mehr. Es ist unwahrscheinlich, dass sie mit 17 Jahren aufhört. Sie wird noch weiter gehen, und dann erwartet uns eine sehr interessante Entwicklung ihrer Karriere.“

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    Wladimir Litwinzew in einem Interview:


    - Ermüdungsbrüche sind im Eiskunstlauf in Mode, und manche Mädchen laufen auch damit.


    - Oh, ja.


    - Setzt da nicht der Selbsterhaltungstrieb ein?


    - Das tut er. Wenn es sehr weh tut, ja, dann kann man nicht in den Sprung gehen. Manchmal stört es. Die Technik des Springens ändert sich, man will es auf eine andere Art und Weise machen, damit man sich nicht unwohl fühlt. Das macht den Sprung anders. Im Grunde genommen passen Sie Ihren Sprung an den Schmerz an. Und das passiert häufig. Viele Versuche, immer nur eine Punktbelastung. Wenn es ein normaler Bruch war, ist das verständlich. Aber hier verändert sich die Knochenstruktur selbst. Sie muss sogar heilen. Es ist gefährlicher und unangenehmer als ein normaler Bruch, denke ich.

  • Sasha will übrigens genauso wie Aliona noch 4 Jahre skaten und mal sehen was danach kommt

  • Alexandra, Anna und Aliona käme eine Erhöhung der Altersgrenze gerade recht 😉😀

    das ist richtig , die einzige von den allen die in 4 Jahren noch eine Rolle spielen könnte , ist sicherlich Valieva , die 15 ist. Die nächste Generation wird sich bei den russischen Juniorenmeisterschaften in dieser Woche die Sprünge um die Ohren hauen...